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Geheul bei Vollmond

von leomi
GeschichteAllgemein / P12
Edward Anthony Masen Cullen Jared OC (Own Character) Paul Sam Uley
26.01.2020
01.10.2020
21
49.886
5
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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03.04.2020 6.268
 
Der Tag danach
Freitag
Luna
Als ich am nächsten Morgen wache ich mit schmerzen am ganzen Körper auf. Die Blutergüsse habe ich gestern noch nicht so stark bemerkt, doch meine Schulter ist am schlimmsten. Ich vermute mal, dass ich mir Mittwoch noch die Rippen geprellt habe. Leah sitzt mit einem Buch von mir im Sessel, als sie sieht das wach bin, hilft sie mir auf „Guten Morgen. Lust auf Frühstück?“ ich nicke. Mit Leahs Hilfe ziehe ich meinen Bademantel über und gehe die Treppe nach unten. Schon oben rieche ich den köstlichen Duft von Bacon. Unten setze ich mich an den Küchentisch. Die Jungs sind nicht da, kein Wunder, ich schaue auf die Uhr es ist bereits 09.39 Uhr. Sie sind in der Schule. „Moment mal müssen wir nicht zu Schule?“, Leah setzt sich neben mich „Du nicht. Freitags haben wir ja nur vier Stunden und wir haben heute die ersten beiden frei, 3-4 Stunde Kick-Boxen haben, da dachte ich du kannst eh nicht mitmachen also kann ich mich den letzten Tag vor den Ferien auch krank feiern. Emilys Augen strahlen, als sie mit zwei Tellern mit Rührei und Bacon zu uns kommt, doch ich kann sehen, dass sie das von gestern noch beschäftigt „Guten Morgen. Habt ihr gut geschlafen?“ – „Guten Morgen.“, antworten Leah und ich aus einem Mund und nicken beide. Gierig verschlingen wir unser Frühstück. Nach dem Frühstück hilft Leah mir mich fertig zu machen und setzen uns dann auf die Couch. Als ich schließlich nicht mehr sitzen kann frage ich Leah „Können wir an den Stand? Die Sonne scheint und wenn ich schon nicht schwimmen kann, will ich wenigstens mit meinen Füßen ins Wasser.“ Leah nickt.  Am Strand angekommen schlüpfe ich aus meinen Schuhen und gehe ins Wasser. Leah setzt sich an den Strand und schließt die Augen. Ich laufe immer weiter ins Meer, bis meine Hose die Leah mir bis zu den Knien hochgezogen hat nass wird. Nach einer Weile setze ich mich zu Leah in den Sand „Wir wissen jetzt wer die rothaarige ist.“ – „Echt?“ interessiert schaue ich sie an. Sie nickt „Kann sein, dass ich die das gar nicht erzählen darf aber scheißen wir mal kurz auf Sam. Du hättest es eh irgendwann erfahren. Sie heißt Victoria und ist hinter Bella her. Die Cullens haben ihren Lebensgefährten getötet als er jagt auf Bella gemacht hat. Naja, dass fand sie dann nicht so pralle.“ Ich nicke, um ihr zu signalisieren, dass ich ihr noch Folge „Sie will Bella töten und kommt deshalb immer wieder zurück. Deshalb haben wir jetzt einen Schutzauftrag für sie.“ – „Krass, also ist es Rache. Ich dachte mir, dass es was mit den Cullens zu tun hat.“
Wieder Zuhause angekommen sitzen Jake und Jared bereits am Tisch. Klar doch, es gibt Mittagessen. Leah und ich setzen uns dazu. Quil und Embry haben Patrouille. Zum Glück tun die Jungs so als wäre nichts passiert. Sie erzählen von der Schule, und berichten uns den neusten tratsch. Sam kommt mit einem großen Topf und Emily im Schlepptau zu uns an den Tisch. Gemeinsam verschlingen wir Emilys köstliches Mittagessen. Ich reibe meinen fast platzenden Bauch. Emily schaut mich an und muss lachen „Was möchtest du nächste Woche eigentlich für einen Kuchen haben?“ alle Blicke landen auf mir. „Warum was ist nächste Woche?“, kommt es sofort von Jared. Sam nimmt sich eine weiter Portion Gulasch als er sagt „Luna hat Montag Geburtstag.“ – „Scheiße stimmt ja, ich habe es echt verpeilt.“ kommt es überrascht von Leah. Ich nicke eifrig „Ich bin für eine Beachparty mit Lagerfeuer und Torte. Solange ihr alle dabei seid, ist mir der Rest egal.“, ich zwinkere Emily zu. Leah springt auf „Ich muss los, muss noch was erledigen.“ – „Du brauchst mir kein Geschenk besorgen.“ Rufe ich ihr hinterher. Ich höre wie sie die Tür öffnet „Nichts da.“ Ich habe wohl keine andere Wahl. Ich will mit den Schultern zucken, doch der stechende Schmerz lässt es nicht zu. Ich schaue auf die Küchenuhr. Es ist 14.15 Uhr, was soll ich denn den ganzen Tag machen. Ich verabschiede mich von den Jungs und Emily und gehe nach oben. Im Bad fällt mein Blick auf die Badewanne. Ein Bad wäre jetzt echt schön. Mit Emily würde ich auch in die Wanne kommen, doch ob ich wieder heraus komme ist eine andere Sache. Ich entscheide mich fürs Bad, lasse das Wasser laufen und gehe in mein Zimmer. Dort hole ich meine Leggings und ein Top für später aus meinem Schrank. Im Bad angekommen rufe ich nach Emily. Sie kommt die Treppe nach oben und schaut mich fragend an „Was ist los? Ales in Ordnung, brauchst du Hilfe?“ fragt sie schließlich, als ihr Blick auf meine Klamotten fällt. Ich nicke „Ich möchte ein Bad nehmen, allein kann ich mich aber nicht ausziehen und in die Wanne steigen.“ Emily nickt „Klar helfe ich dir.“ Sie schließt die Tür und dreht sich zu mir um „Dann wollen wir mal.“ Ich muss lachen „Bin ich froh, wenn ich mir wieder allein an- und ausziehen kann.“ – „Ich kann es mir vorstellen.“ Stimmt Emily mir zu. Sie hilft mir mich auszuziehen und als ich nackt vor ihr stehe, merke ich wie sie unauffällig auf die bauen Flecken auf meinem Körper schaut. Sie schaut schnell weg, als ich ihren Blick auffange nuschelt sie „Entschuldige.“, ich tätschle ihren Arm „Schon gut.“ Als ich nach kurzen Schwierigkeiten ohne Schmerzen in der Wanne liege wende ich mich noch an Emily, die in der Tür steht „Danke. Kannst du mir nur eben mein Handy geben?“ ich deute auf die Ablage über dem Waschbecken. Sie lächelt und reicht mir mein Handy „Klar doch, wenn was ist ruf einfach.“ Ich nicke und Emily verlässt das Bad. Ich wähle meine Chill Playlist und verbinde mich mit den Boxen in der Decke. Dann lege ich das Handy zu Seite und schließe die Augen.
Nach einer Stunde ist meine Haut schrumpelig wie eine Rosine und ich rufe nach Emily. Keine Antwort. Ich rufe wieder, doch wieder antwortet keiner. Schließlich höre ich wie jemand die Treppe nach oben kommt und dann gegen die Tür klopft „Wer ist da?“ frage ich. „Ich bin‘s Jared.“, ertönt es von der anderen Seite der Tür. Jared macht eine kurze Pause, bis er fragt „Ist alles in Ordnung?“ – „Äh ja alles okay. Ist Emily nicht da?“ frage ich ihn. „Nein sie ist gerade einkaufen, sie meinte sie beeilt sich.“ antwortet Jared. Ich nicke, als mir einfällt das Jared mich nicht sehen kann antworte ich „Oka, danke. Dann warte ich noch.“ – „Was ist denn los? Vielleicht kann ich dir auch helfen.“, kommt es von der anderen Seite. Ich schüttle den Kopf und sage „Nein danke es alles gut, ich liege in der Wanne, aber dann versuche ich selbst hier rauszukommen.“ Es ist kurz still auf der anderen Seite, bis er sagt „Oh okay. Dann gehe ich wieder nach unten.“ – „Okay.“, antworte ich ihm. Als ich höre, wie er die Treppe nach unten geht, lasse ich das Wasser raus und versuche ich mich mit einem Arm hochzustemmen. Ich habe es fast geschafft, als ich mit dem Fuß wegrutsche und wieder auf meinen Hinterteil lande. Ich seufze. Dann versuche ich es noch einmal, lande aber dieses Mal auf meiner Schulter und schreie kurz auf. Wieder klopft es an der Tür „Luna? Ist alles in Ordnung?“, ich atme wegen der Schmerzen schwer und antworte „Geht schon, komme nur nicht hoch. Aber alles gut ich warte bis Emily wiederkommt.“ Jared verschwindet wieder und ich ringe mit mir. Das Wasser habe ich rausgelassen, damit ich nicht noch schrumpeliger werde, aber da ich nicht an mein Handtuch komme, fange ich an zu zittern.
Jared
Gerade als ich mich wieder auf der Couch sitze, höre ich Luna von oben rufen „Jared?“ ich stehe auf und mache mich erneut auf den Weg nach oben. An der Tür angekommen frage ich „Ja?“ im Bad herrscht Stille. „Ich komme nicht raus und ich friere.“, Luna macht eine Pause „Kannst du mir raushelfen? Also du muss dir nur kurz die Augen zuhalten und mir ein Handtuch geben, dann bedecke ich mich und du gibst mir meine Klamotten. Ich kann verstehen, wenn du das lieber nicht machen willst.“, ich überlege kurz. Sam würde mich umbringen, aber wenn sie erfriert und ich das hätte verhindern können, bin ich genauso Tod. Was würde Kim dazu sagen? Aber ich kann Luna da nicht zitternd liegen lassen. „Okay ich komme rein.“, entscheide ich mich. Ich öffne mit geschlossenen Augen die Tür, zum Glück nicht abgeschlossen. Ich mache vorsichtig einen Schritt nach vorne. „Zwei Schritte nach vorne und dann links von dir hängen zwei Handtücher.“, navigiert mich Luna. Ich gehe die zwei Schritte und greife vorsichtig nach links. Als meine Hand den Stoff berührt nehme ich es vom Haken. „Jetzt kannst sie einfach in meine Richtung werfen.“ Ich drehe mich in die Richtung ihrer Stimme und werfe „Habe sie.“, antwortet Luna. Ich höre ein hin und herrücken und rascheln. „Du kannst gucken.“ Antwortet Luna vorsichtig. Ich öffne meine Augen. Luna liegt in der Wanne und hat sich mit dem Handtuch bedeckt. Auf ihrem Kopf hat sie das kleinere Handtuch zu einem Turban gewickelt. Luna deutet auf den Stuhl „Kannst du mir mein T-Shirt geben?“, ich drehe mich zum Stuhl und reiche ihr das T-Shirt. Dann drehe ich mich um. Luna muss schmunzeln „Ich komme mit meiner Schulter nicht rein. Du musst mir nur helfen mit dem linken Arm reinzukommen, den Rest schaffe ich allein.“, ich drehe mich um und gehe zögernd zu ihr. Ich nehme das T-Shirt und helfe ihr mit dem linken Arm. Ich ziehe es ihr noch über den Kopf und drehe mich wieder um. „Danke.“, nuschelt sie. Ich höre wie sie mit dem Shirt kämpft, es dann aber schafft. „Kannst du mir jetzt raushelfen? Dann kann ich mich auch allein anziehen, aber sonst ist die Leggings sofort nass.“ Ich drehe mich wieder zu ihr um. Sie hat das Shirt an und hat sich das Handtuch um die Hüfte gebunden. Mein Blick fällt auf die blauen Flecken an ihrem ganzen Körper. Die an ihrem Ellenbogen sind vom Sturz, doch wo kommen die am Oberarm und am Bauch her. Sie sieht mein Blick und schaut beschämt auf ihre Finger. Ich reiße mich zusammen und schaue in ihr Gesicht „Na dann wollen wir mal.“ Halb trage, halb stütze ich Luna aus der Wanne. Ihr Shirt rutscht dabei ein Stück nach oben und mein Blick fällt auf einen großen dunkelblau, lila fast schwarzen Bluterguss auf ihren Rippen. Den hat sie definitiv nicht vom Sturz in der Sporthalle. Als Luna wieder auf ihren eigenen Beinen steht lächelt sie mich dankend an „Danke nochmal.“ Ich lächle zurück „Gerne.“ Ich deute auf die Tür als ich sage „Ich bin dann mal wieder unten ne.“ Luna nickt und ich verlasse das Badezimmer. Was ist nur los mit ihr? Woher hat sie diese blauen Flecken? Ich kann nicht sagen, von wann der Bluterguss ist, aber so wie er verfärbt ist würde ich sagen von gestern oder vorgestern. Aber wann und vor allem wie hat sie die bekommen, einer von uns war immer bei ihr.
Luna kommt zeitgleich mit Emily ins Wohnzimmer. Luna hält ihren Bademantel in den Händen. Emily schaut Luna überrascht an „Du bist ja schon draußen. Hast du es allein hinbekommen? Eigentlich wollte ich warten bis du fertig bist mit baden, doch der Supermarkt ist ja nur 10 Minuten von hier.“ Luna schüttelt den Kopf, während sie Emily anlächelt „Alles gut, kein Problem. Jared hat mir geholfen.“ – „Wobei hat dir Jared geholfen?“ fragt Sam skeptisch, der gerade durch die Tür hereinkommt. Luna deutet auf ihren Bademantel und ich helfe ihr hinein und sie setzt sich neben mich auf die Couch. Erst jetzt bemerke ich, dass jede Bewegung ihr Schmerzen bereitet. Luna lächelt ihre Schmerzen weg als sie sagt „Ich war Baden und kam nicht aus der Wanne, weil Emily einkaufen war. Jared half mir, aber keine Sorge er hat nichts gesehen.“ Sam nickt kaum merklich und mustert mich kurz. Ich stehe auf und will Emily helfen den Einkauf in die Küche zu tragen. Ich schnappe mir zwei Tüten und gehe in die Küche. Den Einkauf räumt Emily dankend in die Schränke, danach setze ich mich wieder auf die Couch und schalte ein Footballspiel ein. Sam verschwindet in seinem Büro und Luna verschwindet zu Emily in der Küche.
Nach einer Weile tauchen Leah und Quil auf und setzten sich zu mir ins Wohnzimmer und unterhalten sich über irgendetwas. Ich versuche erst gar nicht mich auf das Gespräch der beiden zu konzentrieren. Als den köstlichen Duft von Hähnchen in der Luft liegt, schalte ich den Fernseher aus und gehe ins Esszimmer, wo Leah, Quil und Luna bereits am Tisch sitzen. Leah muss irgendetwas witziges erzählt haben, denn Luna und Quil fangen an zu lachen. Ich setze mich kommentarlos zu ihnen und beobachte Luna. Selbst das Lachen muss für sie ziemlich schmerzhaft sein, ich kann sehen, wie sie ihre Fingernägel ins Bein krallt. Leah schaut mich an und nickt. Sie scheint es auch zu sehen. Nach dem Mittagessen verabschieden sich Leah und ich und gehen in den Wald. Wir haben zusammen Patrouille. Im Wald verwandeln wir uns und ich schüttele mein braunes Fell. Nachdem Jakob und Embry uns auf dem neusten Stand gebracht haben teilen Leah und ich uns auf. Ich laufe gerade meine Runde als mir wieder Lunas blaue Flecken ins Gedächtnis kommen.
„Ich habe sie auch gesehen, als ich sie nach oben gebracht und ausgezogen habe. Sie sind heute aber noch dunkler als gestern.“ in Leahs Gedanken tauchen die restlichen blauen Flecken an Lunas Körper auf, die ich nicht sehen konnte. An ihrer Wirbelsäule ist fast genauso großer Bluterguss, wie an ihren Rippen. Kleine weitere Blutergüsse sind überall auf ihrem Körper verteilt.
„Was ist nur los mit ihr? Wo hat sie die her? Dir ist auch aufgefallen, dass sie durchgehend schmerzen hat, oder?“, frage ich Leah
„Ich habe absolut keine Ahnung, wo sie die herhat und ja es ist mir auch aufgefallen. Gestern Nacht hat sie sich heimlich noch mehr Schmerztabletten eingeworfen, als sie dachte ich würde schlafen. Ich habe mich als sie schlief auch in ihrem Zimmer umgesehen, konnte aber nichts ausmachen, was das alles erklären würde.“
Ich schüttle den Kopf und als mir einfällt, dass Leah mich gar nicht sehen kann denke ich „Das geht so nicht weiter. Hat sie dir nichts erzählt? Ich dachte ihr seid so gut befreundet.“
„Das sind wir auch, aber ich weiß genauso wenig wie ihr. Als ich mit Sam Patrouille hatte, habe ich auch versucht noch etwas aus ihm herauszubekommen, doch er hat komplett abgeblockt.“
„Eigentlich war bisher immer mindestens einer von uns bei Luna, den ganzen Tag über...“, ich mache eine Pause „Außer nachts.“
„Das ergibt alles überhaupt keinen Sinn. Wenn sie das Haus verlassen würde, hätte Sam das definitiv mitbekommen. Wir müssen sie jetzt ständig im Auge behalten, bevor sie was auch immer nochmal macht.“
„Du hast vollkommen recht, aber wie stellst du dir das vor. Wie sollen wir Bella und Luna Babysitten?“, denke ich leicht verzweifelt.
„Ich habe doch selbst keine Ahnung. Ich habe genauso wenig Lust dazu wie du.“, denkt Leah verzweifelt und genervt.
Ich seufze was sich als Wolf bestimmt komisch anhören muss. Luna ist mir echt ans Herz gewachsen und ich kann es echt nicht haben, sie so leiden zu sehen
„Oh ho, der Jared richtig emotional heute, kennt man ja gar nicht von dir.“ Antwortet Leah auf meine Gedanken, die ich eigentlich nicht mit ihr teilen wollte.
Ich ignoriere Leahs Kommentar.
„Sie bedeutet mir auch unheimlich viel und mir geht es genauso wie dir. Ich will mir gar nicht vorstellen wie es für Sam ist, sie ist für ihn wie seine eigene Tochter. Stell mal vor, du würdest deine Tochter so sehen...“
„Wir bekommen das schon irgendwie hin…“ versuche ich Leah aufzumuntern, doch wir wissen beide, dass wir absolut keinen Schimmer haben, wie wir Luna helfen können.

Luna
Ich sitze gerade in meinem Zimmer im Sessel und lese ein Buch, als es an die Tür klopft. „Herein.“ sage ich. Es ist Sam, er setzt sich auf mein Bett und schaut mich, ohne etwas zu sagen an. Ungeduldig tippe ich mit den Fingern auf mein Bein „Was ist los?“ ich spüre wie schwer es ihm fällt mich anzuschauen. Ich habe einen Pullover an, aber ich habe das Gefühl er sieht durch den Pullover meinen mit dunklen Blutergüssen versehenen Körper. Ich schaue beschämt auf dem Boden „Du weißt das du mit mir immer über alles reden kannst, oder?“ ich nicke und mir laufen Tränen über die Wangen. Sam steht auf und umarmt mich ganz vorsichtig. „Wir kriegen das wieder hin.“ ich nicke und wische mit meiner rechten Hand die Tränen von den Wangen. Sam nimmt mein Gesicht in seine großen Hände und gibt mir ein Kuss auf die Stirn. „Du bist wie meine eigene Tochter und das schon immer. Ich kann es nicht mit ansehen, dass du leidest und du wieder dabei bist dich selbst zu zerstören.“ ich schlucke schwer „Ich weiß... es tut mir auch leid.“ Sam nickt „Wann?“ ich schlucke wieder „Mittwoch.“ - „Da du mir eh nicht verraten wirst, wie du es dieses Mal gemacht hast, lohnt es sich nicht zu fragen.“ Er macht eine Pause „Was soll ich nur mit dir anstellen? Versprich mir einfach, dass das nicht noch einmal passiert. Wenn du denkst, dass du das braucht, komm lieber zu mir.“ Sam und ich umarmen mich eine Weile, bis ich mich wieder traue ihn anzuschauen „Heute Abend grillen wir und wollen Stockbrot am Lagerfeuer machen. Wie wär’s?“ ich nicke vorsichtig „Ich werde kommen.“ Mit diesem Stichwort löst Sam unsere Umarmung komplett und verlässt mein Zimmer. Ich stehe vorsichtig auf und nehme mein Handy vom Schreibtisch in meine Hand. Acht verpasste Anrufe und elf Nachrichten von meiner Mutter. Darauf antworte ich später. Unter meinem Bett höre ich einen Nachrichtenton. Shit, ich habe vergessen es auszuschalten, das war echt knapp. Ich hebe die Matratze ein Stück hoch und hole mein zweites Handy hervor. Eine neue Nachricht von einer unbekannten Nummer. Ich überlege kurz, ob ich diese Nachricht öffnen soll. Ich entscheide mich dafür „Morgen Abend, Riesen Aktion. 0330. Falls du Lust hast, der Code für das Forum lautet: 27364294892774. Ich würde mich freuen, wenn du kommst. E.H.“ Ich darf nicht, ich muss dem drang wiederstehen. Leider befürchte ich, dass ich mich wieder bei dieser Nummer melden werde. Ich schalte das Handy aus und lege es wieder unter meine Matratze. Ich lasse mich auf meinem Bett fallen, was ich sofort bereue. Ich hieve mich hoch und öffne die Schublade in meinem Nachtschränkchen. Ich habe noch die Hälfte meiner Schmerztabletten. Ich stehe ganz auf und ziehe mit einem ächzten meinen Koffer unter dem Bett hervor. In einem kleinen Säckchen in der Innentasche ziehe ich eine Packung Schmerztabletten hervor. Ich nehme zwei heraus und verstaue alles wieder unter meinem Bett. Dann nehme ich beide Pillen in den Mund und schlucke sie mit einem Schluck Wasser herunter. Mein Wecker zeigt schon 18.00 Uhr, wir essen bestimmt gleich. Ich gehe die Treppe nach unten und gehe in die Küche. Emily holt gerade Teig aus dem Kühlschrank „Für das Stockbrot?“ frage ich. Emily lächelt „Ja genau, ich bin ist fertig, dann können wir zum Strand gehen.“ Ich nicke „Kann ich dir noch was helfen?“ Emily schüttelt den Kopf „Nein danke, den Rest bekomme ich allein hin, muss den Teig nur noch umfüllen.“ Ich gehe in den Flur und hole meine Schuhe aus dem Schrank, schlüpfe hinein. Dann nehme ich meine Jacke vom Haken. Emily packt gerade den Teig in den Korb als ich mit meiner Jacke in die Küche kommt. Ich schaue Emily fragend an „Hilfst du mir kurz?“ Emily nickt, stellt den Korb ab und kommt zu mir rüber. Sie hilft mir den rechten Arm in die Jacke zu bekommen, da ich die Schlinge trage, hängen wir die rechte Seiter der Jacke einfach über meine Schulter. Ich lächle sie an „Danke Emily.“
Am Strand angekommen sitzen Quil und Jared bereits mit Kim auf den Baumstämmen am Lagerfeuer, während Embry und Sam noch Holz auf dem Feuer stapeln.
Jared
Luna und Emily kommen vom Waldweg auf uns zugelaufen. Als Sam die beiden entdeckt, rennt er ihnen entgegen und nimmt Emily den Korb ab. Luna setzt sich neben mich auf dem Baumstamm und lächelt Quil, Kim und mich freundlich an als sie uns begrüßt. Ich sehe ihr an, dass es ihr nicht gut geht. Am liebsten möchte ich sie solange schütteln, bis sie uns sagt was Sache ist. Kim und Luna haben bereits ein Gespräch begonnen, als ich meine Aufmerksamkeit wieder ihnen richte. Sie unterhalten sich über die Biologie Hausaufgabe, wow spannendes Thema. Damit sich die beiden und ich mich besser mit Quil unterhalten kann tauschen Kim und ich die Plätze. Quil und ich unterhalten uns eine Weile über belangloses Zeug. Später setzt sich Embry zu uns und wir unterhalten uns über die Blutsauger. Seth kommt erst heute Nacht wieder, weshalb Jake und Leah Patrouille haben. Als Sam das Buffet eröffnet springen wir sofort auf und stürmen aufs Essen. Luna, Kim und Emily lachen „Verfressene Bagage.“, sagt Emily als sie sich Kartoffelsalat auf ihrem Teller löffelt. Ich schnappe mir einen zweiten Teller für Kim und lege ein kleines Stück Fleisch darauf und zwei Löffel Kartoffelsalat. Ich gehe zurück zum Feuer und überreiche Kim ihren Teller, die ihn dankend abnimmt und mir einen Kuss gibt. Luna steht schließlich langsam auf und legt sich ebenfalls ein kleines Stück Fleisch auf ihren Teller. Mich wunderts, dass sie nicht so zulangt wie wir, sonst macht sie uns immer Konkurrenz. Wir sitzen eine Weile am Feuer, als Kim beginnt zu zittern, woraufhin ich sie auf meinen Schoß ziehe. Sie schmiegt sich an mich drückt ihre kleinen kalten Finger auf meine Brust. Ich schaue in die Runde, Emily in den Armen von Sam, Quil und Embry prügeln sich um das letzte Stück Fleisch und Luna sitzt gedankenverloren auf dem Baumstumpf neben mir und beobachtet das Feuer. Dann steht sie plötzlich auf und geht, ohne etwas zu sagen. Ich schaue zu Sam, um ihm zu symbolisieren, dass einer ihr folgen sollte. Kim schaut mich mit ihren wunderschönen Augen an „Geh hinterher, vielleicht redet sie mit dir.“ Ich habe Kim von Lunas Blutergüssen erzählt, allerding nicht in genauen Details. Ich schaue zu Sam, dieser nickt. Ich gebe Kim einen Kuss auf die Stirn, wickele sie in eine Decke und renne Luna hinterher. Als Luna mich bemerkt sagt sie „Ich habe keine Lust zureden.“  Ich zucke mit den Schultern „Dann rede halt nicht, aber ich mache mir sorgen um dich. Wir alle machen uns Sorgen um dich.“- „Mir geht es gut.“ Ich lache abfällig „Luna, erzähl mir keinen Scheiß. Wir wissen alle, dass es dir nicht gut geht.“ Luna stampft einfach weiter „Meinst du im Ernst, dass mich das interessiert? Es ist mir scheißegal, was ihr denkt und glaubt zu wissen was ist. Es hat euch nicht zu interessieren. Das ist meine Baustelle.“ Ich schaue sie schockiert an „Luna, es ist verdammt wohl nochmal unser Problem, du gehörst zur Familie. Genau aus diesem Grund ist das nicht nur deine Baustelle.“ Luna lässt sich im Sand fallen und schaut aufs Meer. Kommentarlos setze ich mich neben sie. Luna bricht das Schweigen „Ich weiß, dass ihr euch Sorgen um mich macht. Ich habe es im Griff, es war nur ein kleiner Rückschlag.“  Ich schaue sie ernst an „Du hast nicht alles im Griff, sonst hättest du keinen Rückschlag gehabt, was auch immer los ist, wenn du bereit bis mit jemanden darüber zu sprechen, ich bin für dich da.“ Luna nickt und legt ihren Kopf auf meine Schulter. Dann steht sie auf und schaut mich an „Ich will nach Hause, da ich ja nicht mehr allein irgendwohin darf kann mich ja Leah begleiten. Sie deutet hinter sich in den Wald. Ich schaue sie verdutzt an „Ich habe gute Augen.“ Ich drehe mich um und Leahs Augen schimmern durch die Büsche. Das Leah uns folgt habe ich sofort bemerkt, doch ich hätte nicht gedacht, dass Luna das bemerkt. Als Luna sich auf den Weg macht, dreht sich nochmal um „Danke.“ Ich nicke und laufe wieder Richtung Lagerfeuer. Als Sam mich entdeckt schüttele ich den Kopf. Er schaut besorgt zu Boden. Ich ziehe Kim wieder auf meinen Schoß, die mich fragend anschaut „Wo ist Luna?“ ich küsse ihren Hals als ich sage „Leah begleitet sie nach Hause.“

Samstag
Luna
Der Duft von Waffeln lässt mich aufwachen. Ich schlüpfe in meine Pantoffeln und schlendere ins Badezimmer. Ich wasche mein Gesicht und schaue in den Spiegel, dunkle Augenringe zeichnen sich unter meinen Augen ab. Die Schmerzen haben mich den größten Teil der Nacht wachgehalten, weil meine Schmerztabletten nicht mehr wirken. Ich trotte in die Küche, wo bereits Jared, Embry und Jake frühstücken und mich gut gelaunt grüßen. Ich sehe noch wie Jake und Jared sich zunicken, denke mir aber nichts dabei. Emily stellt mir ein Teller mit Waffeln vor die Nase. Ich habe echt keinen Hunger, doch ich muss wenigstens probieren. Ich beiße in die Waffel und schlucke. Mir wird schlecht, doch ich lächle Emily so glücklich ich kann an. Jared kauft mir die Show nicht ab, was ich an seinem Blick erkennen kann. Ich würge fast die Hälfte der Waffel herunter als ich aufstehe und sage „Ich muss mal zur Toilette.“ Jareds Augen folgen mir. Ich gehe nach oben ins Bad und schließe die Tür hinter mir ab. Ich stelle das Wasser an und hebe den Klodeckel hoch und schon kommt mir die Waffel entgegen. Erst als sich mein kompletter Mageninhalt in der Toilette befindet, setze ich mich auf. Ich lehne mich mit dem Kopf an die Wand und betätige die Spülung. Danach stehe ich vorsichtig auf, spüle mir den Mund aus und putze mir die Zähne. Ich hoffe die Wölfe da unten haben es nicht gehört. Ich gehe wieder nach unten und setze mich wieder neben Jared. Dieser reicht mir kommentarlos unterm Tisch ein Kaugummi. Also konnte man es hören. Scheiße, ich hoffe Sam erfährt davon nichts. Jake schaut mich an „Kannst du mir gleich bei meinem Bike helfen?“ ich nicke. Nach dem Frühstück gehe ich nach oben und ziehe mir eine Hose an. Da ich mir mein Oberteil nicht anziehen kann gehe ich in BH die Treppe, halte aber mein T-Shirt vor meinen Körper. Emily kommt zu mir und hilft mir mein T-Shirt anzuziehen. Die Jungs drehen sich gerade um, als Emily mir hilf das T-Shirt anzuziehen, doch Quils und Jakes Blicke bleiben eine Sekunde auf meinen Blutergüssen hängen. Nachdem ich meine Schuhe anzog, stieg ich zu Jake ins Auto. Nachdem Jake die zweite falsche Abzweigung nahm sah ich ihn an „Wo fahren wir hin?“ – „Das wirst du gleich merken.“ Ich ziehe eine Schnute „Du weißt ich hasse das.“ Jake schaut mich schief von der Seite an und konzentriert sich dann weiter auf die Straße „Wenn ich es dir gesagt hätte, wärst du nicht ins Auto gestiegen.“ Jared hat es gewusst, deshalb haben sie sich zugenickt „Was ist euer Plan?“- „Du musst dich noch ein bisschen gedulden.“, antwortet Jake. Ich lehne mich schmollend im Sitz zurück und schalte das Radio auf laut. Wir fahren irgendwann in einen Waldweg, der sich zwischen Bäumen schlängelt und dann vor einem riesigen Haus endet. Ich ahne wessen Haus es ist. Deshalb ist Jake auch mit mir gefahren und nicht Jared. Diese beiden Arschlöcher, das werden sie bereuen. Ich atme wütend aus, was Jake aber nicht kommentiert. Sobald er steht springe ich aus dem Auto und laufe so schnell es meine schmerzen zulassen. Leider ist Jake schneller. Als er bei mir ankommt sieht er mich an „Ist das dein Ernst? Du kannst nicht wegrennen. Du weißt, dass ich schneller bin.“ Ich ziehe eine Augenbraue nach oben „Du hast recht, ich wäre nicht ins Auto gestiegen, mir geht es gut.“ Jetzt sieht mich Jake wütend an „Wenn du noch einmal sagst, dass es dir gut geht...“ ich unterbreche ihn „Was ist dann Jake? Was willst du dann tun? Das sind nur leere Drohungen.“ Jake schnappt sich meinen Arm und zieht mich in die Richtung der Cullens, wo sich bereits Edward und Jasper am Eingang versammelt haben. Ich erkenne Emmett, der dazu kommt und das Spektakel amüsiert beobachtet. Ich konzentriere mich wieder auf Jake. Mir einem kleinen Handgriff habe ich mich aus seinen Klauen befreit. „Luna, mach es doch nicht noch schwieriger. Komm doch einfach mit.“ Ich wäge meine Chancen ab, wegrennen bringt nichts. Also entschließe ich mich, dass ich mich einfach auf dem Boden setze. Jake rollt mit den Augen „Ist das dein Ernst? Sind wir jetzt im Kindergarten.“ Ich zucke mit den Schultern, woraufhin ich mein Gesicht vor Schmerzen verziehe. Jake kommt auf mich zu und will mich gerade hochheben, als ich ihm seine Beine mit Leichtigkeit vom Boden reiße. Wenn ich das schon nicht verhindern kann, soll er wenigstens auch ein bisschen leiden. Jake beginnt zu zittern und schaut mich sehr wütend an „Steh jetzt auf und komm mit!“ ich schaue ihm direkt in die Augen als ich sage „Nöö!“- „Was ist dein scheiß Problem? Du hast schmerzen und willst trotzdem mit mir kämpfen?“ ich nicke, das sind mir die Schmerzen wert. Jake steht auf. Ich stehe ebenfalls auf und als Jake in Kampfhaltung geht, tue ich es ihm gleich. Ich ziehe eine Augenbraue nach oben und schaue ihn herausfordernd an. Jake rennt auf mich zu und ich schmeiße ihn wie Quil an meinem ersten Tag auf dem Rücken „Fuck!“ schreie ich als mich der schmerz zusammenzucken lässt. „Selbstschuld.“ kommt es von Jake. Ich verziehe wütend das Gesicht und greife Jake an der nicht damit gerechnet hat. Durch den Überraschungseffekt liegt er wenige Sekunden später wieder auf dem Boden. Das die Jungs auch nie daraus lernen wollen. Calise taucht neben mir auf und schaut mich leicht wütend an „Habe ich nicht gesagt, du sollst dich schonen?“ – „Sorryyyyy.“ Antworte ich ihm. Calise zeigt auf die Haustür „Wollen wir vielleicht reingehen, dann kannst du‘s schnell hinter dich bringen.“ Ich nicke und folge Calise nach drinnen. Wir gehen ans Wohnzimmer vorbei, wo drei Frauen der Cullens Family versammelt sind und mich mit ihren Blicken begutachten. „Das ist meine Frau Esme.“, sagt Calise und eine süße Frau umarmt mich und stellt sich neben ihm „Freut mich dich kennen zulernen Luna.“ Dann deutet er auf eine kleine schwarzhaarige die mir gut gelaunt entgegen kommt „Du bist also Luna. Haben schon eine Menge von dir gehört.“- „Ich hoffe nur Gutes.“, sage ich und erwidere ihre Umarmung. Eine hübsche junge Frau steht etwas weiter weg und lächelt leicht als Calise sagt „Das ist Rosalie.“ Calise dreht sich zu den Jungs, um die mit Jake im Schlepptau die Treppen nach oben kommen „Edward und Emmett kennst du ja schon.“ Ich nicke und lächle beide freundlich an. „Ich bin Jasper.“ Stellt sich der andere vor. Dann schaue ich Calise an „Bringen wir es hinter uns.“ Emmett beginnt zu lachen, woraufhin ich ihn gespielt ernst anschaue „Nicht witzig.“ Leider muss ich dann aber auch lachen. Ich folge Calise in einem Zimmer mit allem, was ein Arzt so benötigt. Jake will mir folgen, doch ich strecke ihm die Zunge raus und schließe die Tür vor ihm. Calise deutet auf die Liege „Setz dich.“ Nachdem ich saß deutet Calise auf mein T-Shirt „Kannst du das ausziehen?“ ich nicke und sage „Bekomme es aber nicht allein aus.“ Calise hilft mir erst aus der Schlinge und dann aus dem Shirt. Als sein Blick auf meine Blutergüsse zieht er scharf die Luft ein. „Das du überhaupt hier sitzen und mit mir sprechen kannst.“ – „Ich gebe zu ich, könnte heulen vor Schmerzen.“, antworte ich ihm. Calise mustert meinen Körper „Kannst du bitte auch die Hose ausziehen?“ ich seufze und ziehe die Hose aus. Calise betrachtet alle meine Blutergüsse an meinem Körper. „Wo hast du sie her?“ ich schaue auf dem Boden „Tut mir leid, aber ich kann es dir nicht sagen.“ Calise nickt „Du weißt, ich habe Schweigepflicht.“ Ich nicke. „Wenn du es mir doch irgendwann erzählen willst, höre ich dir zu.“ Ich nicke „Danke.“ – „Gerne, aber jetzt wollen wir mal, damit du es schnell hinter dir hast.“ Bei dem letzten Satz blinzelt er mir zu.
Jake
Ich will gerade nach Calise und Luna das Behandlungszimmer betreten, als Luna mir die Zunge rausstreckt und die Tür vor meiner Nase schließt. Das ist nicht ihr Ernst. Wütend stampfe ich ins Wohnzimmer zurück und als Edward meine Gedanken liest muss er lachen. Emmett schaut ihn fragend an. „Sie hat ihm die Zunge rausgestreckt und dann die Tür vor seiner Nase zugemacht.“ Jetzt muss auch Emmett lachen. Als ich an die Blutergüsse an Lunas Körper denke verstummt Edward „Wo hat sie die her?“ – „Wenn wir das nur wüssten.“ Sage ich wütend und frustriert. „Sam spricht nicht mit uns. Wir wissen nur, dass sie mal in Therapie war.“ Ich zeige ihm im Gedanken, die Bilder, die ich von Leah und Jared habe. Er zieht erschrocken die Luft ein. Ich lasse mich auf der Couch fallen. Dann setze ich mich wieder auf und schaue zu Edward „Vielleicht könntest du…“ – „Wenn es für sie okay wäre, dass ihr es wüsstet, hätte sie es euch erzählt.“ Edward macht eine Pause und ich schaue ihn Hoffnungsvoll an „Wenn ich es erfahre, sage ich es euch.“ Eine last fällt von meinem Schultern und ich schaue Edward dankend an „Danke.“ Er nickt.
Nach einer Weile kommen Luna und Calise mit Schmerztabletten und Salbe zu uns ins Wohnzimmer. Ich schaue beide fragend an „Und?“ Calise sieht mich an „Sie hat immer noch eine geprellte Schulter, drei ihrer Rippen sind geprellt und wie du schon weißt mehrere Hämatome an ihrem Körper. Alles wird ohne Folgen abheilen, wenn…“ Calise macht eine Pause und schaut Luna ernst an „Wenn sie sich wirklich auskuriert und dazu zählt kein Sport und vor allem keine kleinen Kämpchen.“ Ich atme erleichtert aus, zum Glück ist nichts gebrochen. Ich schaue zu Edward, doch der schüttelt den Kopf. Dann muss ich wohl nachhelfen. „Wie kann man solche Hämatome bekommen?“, frage ich Calise. Luna verdreht die Augen winkt den Cullens zu und sagt „Hat mich gefreut, hoffentlich das nächste Mal unter anderen Umständen.“ Dann dreht sie sich um und geht. Na großartig. Ich warte bis Luna draußen ist und schaue Edward fragen an. Dieser schüttelt wieder den Kopf „Nichts, sie hat gemerkt, dass ich ihre Gedanken lesen wollte. Sie dachte, ich zitiere >Ich bin nicht doof, ich weiß das Jake dich gebeten hat, damit sie endlich wissen was los ist. Kannst ihm sagen, so werden sie es nie erfahren. Sie brauchen sich keine Sorgen machen, es ist jetzt erst mal alles gut. < danach hat sie an die fast Schlägerei in der Schule gedacht und wie Jared sie zurückgehalten hat. Hätte er sie nicht festgehalten, wäre definitiv schlimmeres passiert.“ Ich schaue Edward an „Was heißt denn bitte jetzt erst mal? Was ist verdammt nochmal los?“ ich lasse mich wieder auf der Couch sinken. Calise schaut in die Runde „Mir hat sie auch nicht verraten, woher sie die Hämatome hat.“ Er macht eine kurze Pause und wendet sich dann an Edward „Kannst du ausschließen, dass dieses Mädchen damit zutun hat?“ Edward nickt „Ja ich bin mich sicher, sie hat absichtlich an etwas anderes gedacht.“ Lunas genervte Stimme ertönt von unten „Jakob, wenn du in zwei Sekunden nicht unten bist laufe ich. Ich hoffe das mich irgendetwas angreift, selbst wenn es ein Eichhörnchen ist, egal was, Sam wird dir dann den Kopf abreißen und das würde ich echt gerne sehen. Also beweg deinen Arsch hierher, ich will nach Hause.“ Ich seufze. Emmett lacht „Sie wird mir immer sympathischer.“
Luna sitzt bereits im Auto, als ich nach unten komme. Ich steige ein und starte den Motor. Die komplette Autofahrt redet Luna kein Wort mit mir. Es gibt nicht schlimmeres als eine angepisste Luna. Das kann ja heiter werden.
Bei Sam springt Luna aus dem Auto und läuft sofort in ihr Zimmer. Ich betrete das Wohnzimmer, wo Leah, Sam, Emily auf uns gewartet haben. „Sie hat die ganze Autofahrt kein Wort mit mir geredet, warum musste ich das auch machen?“ frustriert setze ich mich auf die nächste Couch. Alle schauen mich fragen an. „Sie hat schnell bemerkt, dass wir nicht zu mir fahren. Vor dem Haus wusste sie wo wir sind, ist bockig geworden, sie wollte abhauen, ich war schneller. Dann wollte ich sie davon abhalten und hat mich so wie Quil letztes Mal umgehauen. Ja das hat sie mit ihrer Schulter gemacht. Dann hat sie mich angegriffen. Ende des Liedes Calise hat unser kämpfchen, wenn man es so nennen will beendet und ist mit ihr hoch gegangen. Als ich mit in den Behandlungsraum wollte, hat sie mir die Zunge rausgestreckt und anschließend die Tür vor meiner Nase zugehauen. Während ihrer Untersuchung habe ich Edward gebeten er solle ihre Gedanken lesen, damit wir vielleicht dann wissen, was in ihr vorgeht. Ich zitiere Edward >Sie hat gemerkt, dass ich ihre Gedanken lesen wollte. Sie dachte, ich zitiere >Ich bin nicht doof, ich weiß das Jake dich gebeten hat, damit sie endlich wissen was los ist. Kannst ihm sagen, so werden sie es nie erfahren. Sie brauchen sich keine Sorgen machen, es ist jetzt erst mal alles gut. < danach hat sie an die fast Schlägerei in der Schule gedacht und wie Jared sie zurückgehalten hat. Hätte er sie nicht festgehalten, wäre definitiv schlimmeres passiert. <.“ Ich mache eine Pause „Calise sagte ihre Schulter sei noch immer geprellt, drei ihrer Rippen seien ebenfalls geprellt und sie hat überall Hämatome an ihrem Körper. Alles wird gut heilen, wenn sie sich schont. Und sie hat ihm auch nicht verraten was los ist.“
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