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Geheul bei Vollmond

von leomi
GeschichteAllgemein / P12
Edward Anthony Masen Cullen Jared OC (Own Character) Paul Sam Uley
26.01.2020
01.10.2020
21
49.886
5
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Dieses Kapitel
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16.05.2020 4.409
 
Paul, ein Versuch und ein Vorschlag (1)

Donnerstag

Paul

Ich trete aus dem Flughafengebäude auf den Parkplatz und schaue mich suchend um. Schnell entdecke ich Jared. Schnellen Schrittes laufe ich auf ihn zu und Jared strahlt als er mich entdeckt. „Oh mein Gott, bin ich froh, dass du wieder da bist.“ Ich boxe ihn zur Begrüßung und so startet eine kleine Rangelei. Nachdem wir fertig waren umarmen wir uns. „Ich bin echt froh, dass du wieder da bist.“

Wir steigen in sein Auto und fahren los. Ich schaue aus dem Fenster und muss an Luna denken, nach der Sache mit der Verwandlung, haben wir nicht mehr darüber gesprochen. „Wie geht es Luna?“, frage ich Jared. Dieser seufzt „Sie ist zur Zeit bei den Cullens.“ Er macht eine Pause, ich will schockiert etwas erwidern, doch ich lasse ihn ausreden „Naja, ich hatte einen verrückten Gedanken und Edward war dabei. Du weißt ja, dass sie als Wolf das Verlangen nach Blut hat, richtig?“ ich nicke und er fährt fort
„Ich dachte, dass sie vielleicht Blut braucht, um zu Kräften zukommen. Sie war einverstanden. Wir trafen uns mit den Blutsaugern auf einer Lichtung. Ich musste sie hintragen, weil sie nicht mehr laufen konnte. Calise hatte in diesen Beuteln Blut dabei. Das Ende vom Lied nach vielem hin und her und einer kleinen Verfolgungsaktion hat sie es einigermaßen in den Griff bekommen. Leider muss ich gestehen, dass wir ohne die Hilfe der Blutsauger echt aufgeschmissen wären.“ Ich schlucke „Ich mag sie genauso wenig wie du, doch das war nett, dass sie uns geholfen haben.“- „Wieso ist sie denn dann jetzt noch bei den Cullens?“, frage ich ihn. Jared setzt seine Sonnbrille auf, weil ihn die Sonne während der Fahrt blendet „Sie will so lange bei ihnen bleiben, bis sie sich kontrollieren kann. Sie will sich so wie die Cullens von Tierblut ernähren“ ich nicke „Das hört sich gut an, doch ich kann mir das Ganze noch nicht wirklich vorstellen. Kann sie sich denn jetzt immer so wie wir in einen Wolf verwandeln?“ Jared zuckt mit den Schultern „Ich weiß s nicht, sie will sich auch nicht mehr verwandeln, zumindest erst, wenn sie dem Verlangen widerstehen kann.“ Er macht wieder eine kurze Pause „Aber halt dich fest, das ist noch nicht alles. Luna und Edward können über ihre Gedanken kommunizieren, dass ist echt interessant mit anzusehen und sie kann verhindern, dass er in ihren Kopf eindringt. Dafür muss sie sich aber ziemlich konzentrieren, es war auch schon, dass sie das unbewusst gemacht hat. Bei der kleinen Verfolgungsjagt im Wald hättest du mal sehen müssen, wie schnell sie ist. Sie war teils schneller als Edward, in Menschengestalt. Das krasseste jedoch ist, dass ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind. Kurz sie hat halb Vampir und halb Wolf. Ihre Eltern sind von den Volturi ermordet worden.
Ihr Vater hat, ihrer Mutter anvertraut, dass er ein Vampir ist und das ist ein Regelverstoß.
Die Mutter jedoch hat das Wolfs Gen anscheinend in sie getragen und an Luna vererbt, jedoch ist es bei ihrer Mutter nicht ausgebrochen. Daher haben ihre Tante und ihr Mann sie wie ihr eigenes Kind aufgezogen haben.“ Ich reiße meine Augen auf „What? Ernsthaft jetzt. Krass, das ist echt wow. Dafür gibt keine Worte. Vampir und Werwolf, gab es sowas schon einmal?“ ich schaue Jared fragend an „Wir haben bisher noch keine Aufzeichnungen darüber gefunden. Wir haben keinen blassen Schimmer.“

Die restliche Autofahrt unterhalten wir uns über Luna, die Blutsauger und die Erledigungen für meinen Vater. Ich bin echt froh, dass ich jetzt wieder zuhause bin.

Luna

Ich entscheide mich schnell noch einmal zu duschen, weil das Blut auch meinem Körper haftet. Ich schnappe mir mein Kulturbeutel und gehe in das Gästebad, was die Cullens mir zur Verfügung gestellt haben.
Ich ziehe mich aus und begutachte meinen Körper. Ich bin immer noch völlig abgemagert und es wundert mich, dass ich die Kraft hatte, ein Reh zu erlegen. Ich habe mich schon echt ganz gut unter Kontrolle, vielleicht dauert es nur noch ein paar Tage und ich kann wieder zu Sam und Emily.
Ich mache mir einen Dutt, meine Haare brauche ich nicht waschen. Unter der Dusche schalte ich das Wasser an und schließe die Augen. Ich drehe die Temperatur heißer und muss an das Reh denken. Irgendwie tut es mir jetzt doch leid.
Erst als meine Haut wahnsinnig brennt, bemerke ich, dass ich das Wasser immer fast kochend heiß gestellt habe. Ich schalte das Wasser aus und genieße den brennenden schmerz.
Ich wusch mich und stieg aus der Dusche. Meine Haut ist noch immer rot. In Handtuch gehe ich schnell in mein Zimmer. Schnell schnappe ich mir meine Unterwäsche und meine Jogginghose mit passendem Pullover und ziehe es an.
Dann schnappe ich mir meine Sonnenbrille und gehe wieder nach unten.
Ich lasse mich zu Emmett auf die Couch sinken, der schon wieder ein Footballspiel schaut. Esme steht in der Küche, weil sie unbedingt für mich etwas kochen will. Ich habe echt schon wieder Hunger, trotzdem dachte ich, dass ich mich jetzt immer nur von Blut ernähren muss. Calise vermutet, dass beide Seiten in mir „gefüttert“ werden müssen. Rosalie lehnt mit ihrem Rücken an Emmetts Schulter und liest ein Buch.
Meine Augen verfolgen das Spiel, doch mein Kopf ist wo anders. Ich höre Bella lachen und schaue nach draußen. Sie und Edward liegen zusammen in einer Hängematte in der Sonne, seine Haut glitzert. „Wieso darf Bella leben, doch meine Eltern wurden ermordet?“ denke ich laut. Emmett schaltet den Fernseher aus und schaut mich an. Rosalie klappt ihr Buch zu, schmeißt es auf die Couch und steht auf „Weil er sie verwandeln wird.“
Nachdem Rosalie den Raum verlassen hat wendet sich Emmet wieder zu mir „Grob gesagt hat sie recht. Aro, einer der Anführer ist beeindruckt von ihrer Begabung, dass keine unserer Fähigkeiten bei ihr funktionieren. Diese Begabung, oder wie man sie auch nennen will, hätte sie dann auch als Vampir. Aro hat so jemanden mit solchen Fähigkeiten nicht, ebenso wenig jemanden der die Fähigkeiten von Edward und Alice. Deine Mutter hat er töten lassen, weil sie von unserer Existenz wusste. Deinen Vater wahrscheinlich, weil er sie retten wollte. Anderseits kann es auch sein, dass er Fähigkeiten hatte, die Aro wollte, doch dein Vater wollte sich ihnen nicht anschließen. Das sind aber nur Vermutungen.“ Ich nicke. „Es i trotzdem ungerecht.“ Emmett lässt es unkommentiert. Ich stehe auf und gehe zu Esme in die Küche. Sie lächelt mich freundlich an, als ich die Küche betrete. Ich lächle freundlich zurück und als ich die Burger auf der Arbeitsplatte sehe, werden meine Augen groß. „Jake hat gesagt, dass du die sehr gerne isst.“ Ich nicke heftig. „Dankeschön, dass wäre echt nicht nötig gewesen, ein Sandwich hätte es auch getan.“ Esme schiebt mir einen Burger rüber und ich setzte mich an den Tresen.
„Bella isst meistens bevor sie kommt, weil sie weiß, dass wir nicht essen. Da dachte ich mir, dann kann ich auch mal wieder richtig kochen. Ich habe es früher echt gerne getan.“
Genüsslich beiße ich in meinen Burger und schließe die Augen. „Köstlich.“- „Freut mich zu hören.“ Esme strahlt. Sie hat ein echt wahnsinnig großes Herz. „Kann ich zwei Burger einpacken? Ich wollte nochmal ein bisschen spazieren gehen, dass entspann mich.“ Esme nickt und holt Brotpapier aus einer Schublade.
Nachdem sie sie eingepackt hat nehme ich sie dankend und mache mich auf dem Weg.
Noch bevor ich an meinem Platz ankomme, habe ich einen Burger verschlungen. Ich lege mich auf die Steine und schließe die Augen. Mit geschlossenen Augen verspeise ich den dritten Burger und schlafe mit vollen Magen ein. „Luna?“ eine bekannte Stimme weckt mich aus meinem tiefen Schlaf. Ich öffne die Augen und schaue mich um. Wo kommen diese Stimmer her. „Hier oben.“ Ich folge der Stimme und entdecke zwei Gestalten am oberen Rand der Felsen. Es sind Jared und Paul. Ich lächle beide freundlich an „Oh mein Gott, hey. Paul wann bis du angekommen und die viel bessere Frage, was macht ihr denn da?“ – „Dasselbe wollten wir dich fragen.“ Sagt Jared lachend. Paul sieht mich an „Ich heute Morgen um sieben gelandet.“ Ich nicke „Na dann willkommen zurück und freut mich echt, dass wir uns jetzt endlich mal wiedersehen.“ – „Da stimme ich dir zu.“ Nachdem Paul ausgesprochen hat, zeige ich auf den Bach vor meinen Füßen „Ich habe einen ruhigen Platz gesucht und diesen hier gefunden. Und ihr?“  Jared deutet hinter sich „Ein Stück weiter ist der Lieblingsplatz von Paul und mir. Wir haben einen Herzschlag gehört und waren uns sicher, dass dieser nicht von einem Menschen sei.“ Ich grinse sie verschmitzt an
„Oh ho, einen geheimen Platz nur für euch beide? Was sagt Kim denn zu eurer Dreiecksbeziehung?“ Die Jungs müssen lachen und ich stimme mit ein. Paul deutet schließlich auf meine Füße „Kannst du dir keine Schuhe mehr leisten?“ ich muss wieder lachen „Tatsächlich könnte ich mal wieder neue gebrauchen, doch heute hatte ich keine Lust auf Schuhe.“ Jared und Paul lachen.
Paul hat ein echt schönes lächeln und wunderschöne braune Augen. Dann schaut mich Jared ernst an „Wie läuft es bei dir? Das mit deinen Eltern haben wir auch schon gehört.“- „Das tut uns echt leid.“ Fügt Paul hinzu. „Danke und es läuft erstaunlicher Weise echt gut. Ich war heut früh schon einmal hier. Ich habe ein Reh gewittert. Erst dachte ich, dass ich warte, bis Edward mit mir Jagen geht. Ich bin der Fährte gefolgt und habe mein erstes Tier erlegt.“
Die beiden ziehen anerkennend die Augenbrauen nach oben „Das ist aber noch nicht alles. Bella hat sich kurz danach absichtlich in die Hand aufgeschnitten, sie wollte wahrscheinlich mein Verlangen auf die Probe stellen. Es war echt sehr sehr schwierig, weil das Blut ihrer Hand runtertropfte, doch ich konnte widerstehen, bzw. bin ich weggelaufen bevor etwas schlimmeres passieren konnte und habe mein nächstes Tier erlegt. Ich fühle mich schon viel besser. Gerade hat mir Esme Burger gemacht, weil ich schon wieder Hunger hatte. Nachdem ich drei verputzt habe, hat mein Magen ruhe gegeben. Calise vermutet, dass die Vampirseite in mir einfach Blut braucht und die Wolfseite in mir nun mal richtige Lebensmittel. Abwarten.“



Paul

Nachdem ich bei Sam ankam, gab es erst einmal ein köstliches Mittagessen von Emily, es gibt echt nichts Besseres. Währenddessen sprachen wir über den neuesten Vorkommnissen, also hauptsächlich über Luna. Jared und ich übernehmen freiwillig die nächste Patrouille. Im Wald verwandelten wir uns und ich genoss das Gefühl. In San Francisco war es sehr schwierig sich zu verwandeln. Ich konnte mich nur zweimal pro Woche verwandeln und auch nicht lange, da die Wälder sehr weit weg von mir wahren und auch nicht sehr dicht.
Das Gefühl von dem kalten Sand unter meinen Pfoten, der wunderschöne Duft des Waldes, es hat mir gefehlt.
Nachdem Jared und ich unsere Runden gegangen sind machten wir uns auf dem Weg zu unserem Platz. Wir legen uns hin und lauschen den Geräuschen der Natur.
Ich stelle meine Ohren auf, als ich einen Herzschlag höre. „Hörst du das? Das ist doch ein Herzschlag eines Menschen oder nicht?“ denke ich. Jared setzt sich auf uns lauscht „Ja du hast Recht, ich glaube auch, dass es kein Tier ist.“
Wir stehen beide auf und Folgen dem gleichmäßigen langsamen Klopfen. Je näher wir kommen, desto näher kommen wir einem Bach, der mit dem Wasserfall verbunden ist. Als wir einem Felsvorsprung ankommen sehen wir eine junge Frau auf den Steinen liegen. Vermutlich schläft sie.
„Luna?“ ruft Jared und erst jetzt erkenne ich sie. Jared hat echt nicht übertrieben, falls es Luna ist. Die Junge Frau richtet sich auf und schaut sich suchend um „Hier oben.“, sage ich. Sie folgt meiner Stimme und entdeckt uns. Es ist wirklich Luna. Sie lächelt uns beide freundlich an „Oh mein Gott, hey. Paul wann bis du angekommen und die viel bessere Frage, was macht ihr denn da?“ – „Dasselbe wollten wir dich fragen.“, fragt Jared lachend. Ich schaue Luna an. In ihrer Sonnenbrille spiegeln sich die Felsen „Ich heute Morgen um sieben gelandet.“
Luna nickt „Na dann willkommen zurück und freut mich echt, dass wir uns jetzt endlich mal wiedersehen.“ – „Danke und da stimme ich dir zu.“ Luna deutet auf dem Bach vor ihren Füßen, sie hat gar keine Schuhe an „Ich habe einen ruhigen Platz gesucht und diesen hier gefunden. Und ihr?“  Jared deutet hinter sich „Das hier ist Pauls und mein Platz.“ Luna grinst uns verschmitzt an „Oh ho, einen geheimen Platz nur für euch beide? Was sagt Kim denn zu eurer Dreiecksbeziehung?“ Jared und ich müssen lachen und Luna stimmt mit ein.
Ich deute auf ihre Füße „Kannst du dir keine Schuhe mehr leisten?“ Luna muss wieder lachen „Tatsächlich könnte ich mal wieder neue gebrauchen, doch heute hatte ich keine Lust auf Schuhe.“ Jared und ich lachen.
„Wie läuft es bei dir? Das mit deinen Eltern haben wir auch schon gehört.“, fragt Jared Ernst und ich füge hinzu „Das tut uns echt leid.“ – „Danke und es läuft erstaunlicher Weise echt gut. Ich war heut früh schon einmal hier. Ich habe ein Reh gewittert. Erst dachte ich, dass ich warte, bis Edward mit mir Jagen geht. Ich bin der Fährte gefolgt und habe mein erstes Tier erlegt.“, erwidert sie und ich ziehe anerkennend meine Augenbraue nach oben. „Das ist aber noch nicht alles. Bella hat sich kurz danach absichtlich in die Hand aufgeschnitten, sie wollte wahrscheinlich mein Verlangen auf die Probe stellen. Es war echt sehr sehr schwierig, weil das Blut ihrer Hand runtertropfte, doch ich konnte widerstehen, bzw. bin ich weggelaufen bevor etwas schlimmeres passieren konnte und habe mein nächstes Tier erlegt. Ich fühle mich schon viel besser. Gerade hat mir Esme Burger gemacht, weil ich schon wieder Hunger hatte. Nachdem ich drei verputzt habe, hat mein Magen ruhe gegeben. Calise vermutet, dass die Vampirseite in mir Blut braucht und die Wolfseite in mir nun mal richtige Lebensmittel. Abwarten.“ Ich mustere sie.
Sie ist echt stark, ich weiß nicht, ob ich das alle so einfach wegstecken könnte. Bei ihr läuft gerade echt ne Menge Scheiße.
Mein Leben ist echt nicht perfekt und ich hätte früher alles dafür gegeben so aufzuwachsen wie sie, doch jetzt würde ich echt nicht mir ihr tauschen wollen. Ich merke auch, dass es ihr nicht so gut echt, wie sie vorgibt. Ich meine wer verarbeitet so einen scheiß auch so schnell und einfach. Sie will stark sein und das kann man ihr ansehen.

Wir unterhalten uns noch eine Weile, bis wir uns wieder verabschieden, wir müssen mit unserer Patrouille fortfahren. Luna bat uns zum Schluss eine Tasche mit Büchern, Ladekabel und Kopfhörern zu packen. Wir treffen uns später mit ihr im Wald, um ihr die Tasche dann zugeben.
„Ihr geht es echt dreckig.“, stimmt Jared kurz danach meinen Gedanken zu.

Es wird bereits dunkel, als uns Seth und Embry ablösen. Jared und ich machen uns auf dem Weg zu Sam, damit wir die Tasche für Luna packen können.
Emily steht gerade in der Küche als wir reinkommen, wo auch sonst. Sie lädt und freundlicherweise so wie immer, zum Pizza essen ein. Sam ist noch unterwegs, weshalb Jared und ich hoch in Lunas Zimmer gehen.
In ihrem Zimmer angekommen schaue ich mich um, während Jared eine Tasche unter ihrem Bett hervorholt. Es ist gemütlich eingerichtet.
Das Bett steht vor dem großen Fenster, wodurch man den Sternenhimmel sehen kann.
Perfekt wäre es mit einer heißen Frau im Bett und dann diese Aussicht dazu. Über ihrem Schreibtisch hängen viele Bilder.
Bilder, die vor ihrer Verwandlung waren. Es sind Bilder vom Strand, mehrere mit Jared aber auch Gruppenfotos und Selfies mit den anderen Jungs. Mein Blick fällt auf die Fotos, wo sie mit den Jungs unser Rugby-Fußballspiel spielt. Sam hat sie auf seiner Schulter liegen und läuft mit ihr ins Wasser. Auf einem anderen wirft sie Quil zu Boden. Krass, sie hat echt eine Menge drauf. Es gibt noch weitere Fotos, wo sie mit Emily in der Küche steht, schwimmend im Meer und als sie gegen einen Boxsack kickt, sie hats echt drauf. Auf jedem Bild strahlt sie, sie hat eine Wahnsinns Ausstrahlung. Mein Blick bleibt auf dem Bild hängen, wo sie in ihrem weißen Bikini aus dem Meer kommt. Sie hat einen Bombenkörper, sie hatte einen Bombenkörper. Vorhin sah man ihr an, dass sie echt abgenommen hat. Man konnte es an ihren Händen und Füßen erkennen. Am deutlichsten jedoch im Gesicht. Wäre ich schon zwei Wochen eher gekommen hätte ich sie definitiv flachgelegt. Jared kennt diesen Blick von mir, kommentiert es jedoch nicht. Ich weiß, wenn ich ihr weh tue habe ich es nicht nur mit Sam, Jake, Leah und ihr zutun, sondern vor allem mit ihm. Er ist ihr echt wichtig geworden.

Ich schaue mich weiter um und sehe in der hinteren Ecke ihres Zimmers die vielen Infusionsständer und so einem Krankenhauswagen, der immer in Patientenzimmern steht. Ihr scheint es echt nicht gut gegangen zu sein.
Neben der Akte auf dem Wagen fällt mir ein Foto auf, welches herausschaut. Ich nehme es und schaue es mir an, ich zucke kurz zusammen.  Auf dem Foto steht Luna vor ihrem Spiegel, in Leggings und dünnem langarm. Beides hat ihr bestimmt mal gepasst, jedoch auf dem Bild sind ihr die Klamotten viel zu groß.
Die Leggings, die wahrscheinlich wie eine zweite Haut an ihrem Körper klebte, schlackert an ihren Beinen. Jared schaut mir über die Schulter „Da ging es ihr noch gut.“ Ich schlucke, dass ist echt heftig. Ich stecke das Foto schnell wieder weg und schaue Jared fragend an „Fertig?“ er packt gerade ein paar Bücher in die Tasche und verschließt sie „Jetzt ja.“
Wir gehen wieder nach unten. Während Jared die Tasche in den Flur stellt gehe ich zu Emily und Sam, der mittlerweile gekommen ist ins Esszimmer.
Das essen ist gerade fertig und es reicht echt köstlich. Wir verputzen fast vier Bleche ehe Jared und ich uns verabschieden.

Mit Lunas Tasche im Schlepptau, machen wir uns auf dem Weg zu der Grenze der Cullens. An der Grenze angekommen steht Luna bereits und wartet auf uns. Jared wirft die Tasche über den Fluss und Luna fängt sie geschickt auf. „Danke Jungs.“ Sie lächelt und schaut dann Ernst.
Sie dreht sich schnell nach Links. Ihrem Gesichts nach zu urteilen, scheint sie zu lauschen.
Kommt vielleicht einer er Cullens? Ich lege den Kopf schief, doch ich höre nichts. Dann geht sie in Kamphaltung und schreit „Die rothaarige. Sie springt gleich auf eueren Territorium.“
Jared und ich schauen uns an. Wir hören nichts. Dann hören wir Seth und Embry heulen, sie hat Recht, doch woher weiß sie das? Sie hätte das unmöglich hören können. Jared und ich zögern aber nicht lange und stehen beide wenige Sekunden später verwandelt im Matsch. „Sie rennt auf euch zu.“ Denkt Embry. Scheiße Luna hatte recht. Erst jetzt höre ich sie.

Luna

Jared wirf mir meine Tasche zu und ich fange sie auf. Ich schaue ihn an, ich kann die Sorge in seinen Augen sehen. Ich will gerade zu Paul schauen, als ich jemanden rennen höre. Ich schaue nach links und lausche. Keiner der Cullens rennt so. Ich überlege kurz und erkenne sie. „Die rothaarige. Sie springt gleich auf euren Territorium.“ Schreie ich. Die Jungs schauen mich an, doch ich konzentriere mich auf die Schritte. Sie springt, Embry und Seth heulen. Also hatte ich mich nicht geirrt. In meinen Gedanken rufe ich nach Edward. Jared und Paul sind bereits verwandelt, Jared schaut kurz zu mir rüber und pirscht dann mit Paul davon. Edward, Emmett, Rosalie und Jasper tauchen neben mir auf „Wo ist sie?“ Edward schaut mich fragend an während Jasper die Gegend beobachtet. Ich deute in die Richtig, in der ich die Schritte höre „Sie ist gerade auf dem Rudelrevier. Ich höre einen Wolf aufheulen und zucke zusammen, es hat sich jemand verletzt. Edward sieht mich an geh mit Rosalie zurück zum Haus, wir kümmern uns darum.“ Ich knurre und Rosalie knirscht mit den Zähnen. Emmett schaut sie bittend und liebevoll an „Du kannst danach wiederkommen. Schließlich nickt sie und ich mache mich in Vampirgeschwindigkeit auf den Rückweg. Am liebsten würde ich ihnen helfen, jedoch zurzeit bin ich ihnen keine Hilfe, erst wenn ich mich komplett kontrollieren kann und zu Kräften gekommen bin.
Im Wohnzimmer sitzt Alice an ihrem Laptop. „Was machst du da?“, frage ich sie. Ich plane für unsere große Abschlussparty.“ Ich setze mich neben sie auf die Couch „Stimmt ja, ihr habt bald euren Abschluss.“ Ich mache eine Pause „Hast du was dagegen, wenn ich dir ein bisschen Gesellschaft leiste?“ Alice schüttelt strahlend den Kopf „Natürlich nicht, ich würde mich freuen.“

Es ist schon spät als ich in meinem Bett liege. Alice und ich haben bis 03.45 Uhr an den Partyvorbereitungen gesessen. Wir haben Pläne gemacht mit dem was wir vorhaben und benötigen. Ich brauche echt noch ein geiles Outfit dafür. Alice geht bestimmt mit mir shoppen, wenn ich sie darum bitte. Mit den Gedanken bei der kommenden Abschlussparty schlafe ich ein.

Am nächsten Morgen (Freitag) wache ich früh auf. Meine Handyuhr zeigt 05.48 Uhr, ich bin nicht einmal müde. Ich stehe auf und ziehe mich an. Mit einer Jeans und weißen Adidas Pulli und Sneaker gebe ich mich zufrieden und gehe nach unten. „Guten Morgen, du bist ja schon wach.“, begrüßt mich Esme in der Küche. Sie deutet auf nach draußen „Edward ist draußen.“ Ich nicke und gehe nach draußen.
Edward steht an einem Baum gelehnt und schaut mich an „Gut geschlafen?“ ich nicke wieder „Ja habe ich, danke der Nachfrage. Erstaunlicherweise bin ich nicht müde, obwohl es gestern echt spät geworden ist.“ Ich zucke mit den Schultern. Er deutet auf die Stufen und wir setzten und hin „Vielleicht braucht der Vampir in die nicht mehr so viel Schlaf.“ Ich runzle die Stirn. Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. „Weiß ich.“, antwortet er auf meine Gedanken. „Ich würde gerne was ausprobieren.“ Ich schaue ihn an „Was willst du denn ausprobieren?“ – „Du konntest gestern trotz der Entfernung in meinen Kopf eindringen. Ich konnte deine Gedanken zwar nicht hören, doch das ist echt erstaunlich. Das würde ich gerne nochmal versuchen. Ich geh ein Stück in den Wald und versuche mit mir zu kommunizieren, immer weiter weg, bis es nicht mehr funktioniert.“ Ich nicke und Edward steht auf.

Als ich ihn nicht mehr sehen kann versuche ich mich zu konzentrieren. Ich filtere das was ich höre und versuche mich nur auf seine Gedanken zu konzentrieren.

„Ich habe mir noch ein paar Gedanken gemacht.“ fragt Edward

„Worüber?“

„Ich gehe jetzt noch ein paar Meter weiter.“

„Jetzt kann ich deine Gedanken nicht mehr hören.“ denkt Edward

„Alles klar.“ denke ich mir, obwohl er es nicht hören kann

„Jetzt sind wir so weit wie gestern auseinander.“
„Ich bin noch ein Stück weiter gegangen aber gehe jetzt noch zweimal nach 5 Sekunden jeweils 200 Meter weiter“

„Das ist echt erstaunlich.“

„Mal… ob du… mich …rst.“ Jetzt ist es schwieriger seinen Gedanken zu lauschen, es ist ein bisschen wie schlechter Empfang, konnte es jedoch noch halbwegs hören.

Wenige Sekunden später taucht er vor mir auf und schaut mich fragend an „Und?“- „An dem letzten Punkt habe ich nur mal… ob du… mich …rst verstanden.“ Edward schaut mich beeindruckt an „Das waren bestimmt 1 ½ Kilometer, dass ist echt erstaunlich, ich bin zutiefst beeindruckt.“ Ich lächle. Ich hätte nie gedacht, dass es auch gute Seiten hat. Edward runzelt die Stirn ich schaue ihn fragend an.
Ich könnte auch in seinen Kopf eindringen, doch mir ist es unangenehm, wenn ich das mache. „Dir braucht das nicht unangenehm zu sein und ich finde es nett, dass du das nicht macht. Ich kann es leider nicht abschalten. Ich habe nur überlegt, wenn du halb Wolf bist, dann müsstest du dich doch auch in einen Wolf verwandeln können oder nicht? Ich meine freiwillig.“
Ich überlege kurz „Das ist gut möglich.“ Calise kommt zu uns „Deine Vampirseite hat du ja sehr gut unter Kontrolle, keiner von unserer Art kann sich so schnell beherrschen. Einige von uns haben noch immer Probleme damit. Doch wir müssen ebenfalls mit der anderen Seite von dir trainieren. Du musst dich auch in Wolfsgestalt unter Kontrolle haben.“ Ich nicke, die beiden haben recht. „Ich habe einen Vorschlag, wenn du heute Nachmittag menschlichen Blut wiederstehen kannst, würde ich sagen, dass wir uns Samstag mit den Wölfen deiner Wahl auf der Lichtung treffen. Sie können dir bei der Verwandlung besser helfen. Danach sehen wir weiter. Wenn du dich bereit fühlst kannst du meiner Meinung nach auch wieder zu Sam und Emily ziehen.“ Ich überlege nicht lange und sage strahlend „Das höre ich sehr gerne und dein Vorschlag hört sich sehr gut an. Ich werde Sam dann jetzt mal anrufen.“ Calise nickt und lächelt mich an.
Ich greife in die Hosentasche und hole mein Handy hervor. Gerade als ich aufblicke, verschwinden Calise und Edward. Sie lassen mir Privatsphäre. Auch wenn sie eh alles hören können, ist es eine sehr nette Geste.

Es klingelt nicht lange, als Sam den Hörer abnimmt „Luna, es freut mich, dass du anrufst. Wie geht es dir?“

„Mir geht es echt gut, ich habe mich immer besser unter Kontrolle. Calise hat mich gerade gelobt und einen Vorschlag gemacht.“ Ich ziehe meine Schuhe aus und laufe barfuß in den Wald. Der Kühle matsch zwischen meinen Zehen ist sehr angenehm.

„Das freut mich zu hören, dann kannst du ja auch schon bald zurückkommen.“ Ich höre die Vorfreude in seiner Stimme.

„Ich möchte kein Risiko eingehen, aber zurück zu Calise Vorschlag. Er hat vorgeschlagen, wenn ich heute Nachmittag Blut widerstehen kann, wir uns mit euch auf der Lichtung treffen. Dort muss ich lernen mich zu verwandeln und wen ich auch im Wolfsgestalt dem Verlangen weiderstehen kann, werde ich zurückkommen.“

„Das hört sich doch sehr gut an. Du wirst das schaffen und das Rudel wird dich dabei unterstützen. Ruf an, wann wir da sein sollen, ich bin mir sicher, dass du es heute Nachmittag schaffst dem Blut zu widerstehen. Wir freuen uns schon auf den Tag, wenn du wieder bei uns bist. Wir vermissen dich alle echt schrecklich.

„Danke Sam, das höre ich gerne. Ich vermisse euch auch alle wahnsinnig. Ohne die Chaoten ist es zwischendurch hier echt ein bisschen langweilig.“

Sam muss lachen „Glaub mir, ohne dich ist es hier auch nicht so wie vorher.“

„Ich leg jetzt auf und melde mich heute Nachmittag dann noch einmal bei einem von euch. Grüß sie von mir und gib Emily eine dicke Umarmung von mir.“

„Alles klar, wir hören voneinander. Ich richte es ihnen aus.“

Schließlich lege ich auf und stecke mein Handy in meine Pullovertasche.
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