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Geheul bei Vollmond

von leomi
GeschichteAllgemein / P12
Edward Anthony Masen Cullen Jared OC (Own Character) Paul Sam Uley
26.01.2020
01.10.2020
21
49.886
5
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
30.04.2020 1.799
 
Unverändert schlecht
Dienstag
Jared
Es sind bereits drei Tage vergangen, doch Luna kommt noch immer nicht zu Kräften. Sam, Leah, Emily, Jake sitzen mit mir unten im Wohnzimmer, während sie oben in ihrem Bett liegt und schläft. Sie hat nicht mal die Kraft allein zur Toilette zu gehen, geschweige denn überhaupt aufzustehen. „Wir müssen irgendetwas tun.“, sagt Sam mit fester Stimme. Ich nicke „Nur was? Sie behält ja nichts drin, alles was sie isst kotzt sie ja direkt wieder aus.“ Leah lehnt seufzend ihren Kopf an die Lehne. „Was ist, wenn wir Calise anrufen?“, fragt Jake in die Runde. Sam zieht seine Stirn in Falten. Ich schaue ihn an „Ich mag die Vorstellung genauso wenig wie du, doch wir haben wieder keine andere Wahl. Sie magert immer weiter ab und vielleicht kann Calise irgendwie helfen.“ Emily legt ihre Hand auf Sams Bein und lächelt ihn an „Wir müssen es wenigstens versuchen.“ Sam nickt und greift zu seinem Handy. Calise geht nach dem ersten klingeln ran
„Was ist los?“
„Luna geht es immer schlechter, könntest du sie dir mal anschauen?“
„Ich bin gleich da.“, Calise legt mit diesen Worten auf.
Es vergehen keine zehn Minuten, als Calise bei uns auftaucht. Ich habe ihn echt nicht gerne hier, doch es geht um Lunas Gesundheit. Calise steht jetzt mit seiner Arzttasche im Wohnzimmer und Sam klärt ihn auf „Seit ihrer Verwandlung nimmt sie keine Nahrung mehr auf und kommt nicht zu Kräften. Sie kann nicht mal allein aufstehen und schläft den ganzen Tag. Calise nickt und deutet dann nach oben „Ich werde sie mir mal anschauen.“ Sam nickt und geht mit ihm nach oben. Ich will ihm folgen, doch Sam deutet auf das Wohnzimmer, was mir sagt, dass ich warten soll. Die Minuten vergehen kläglich langsam, bis Sam und Calise die Treppe wieder nach unten kommen. Wir schauen beide erwartungsvoll an. „Ich habe ihr einen Tropf angehangen, damit sie wenigstens Flüssigkeit zu sich bekommt. Um Luna künstliche Nahrung zu verabreichen, habe ich allerdings nicht alle Utensilien hier, weshalb ich sie jetzt holen werde.“ Ich nicke und Jake sagt „Danke.“ Calise verabschiedet sich und verlässt das Reservat. Leah und ich stehen auf, wir müssen Quil und Embry ablösen.
Im Wald verwandeln wir uns und teilen uns wie üblich auf und laufen unsere Runden. Leahs Gedanken drehen sich durchgehend um Luna und auch ich kann nur an sie denken. Es ist bereits dunkel, als Leah in ihren Gedanken schreit „Die Rothaarige.“ Ich mache eine 180 Grand Wende und renne in ihre Richtung. Ich heule, damit wir Verstärkung bekommen. Ich bin schnell bei Leah und nehme ebenfalls die Verfolgung auf. Ich bin dicht dran und setzte zum Sprung an, doch die Rothaarige springt auf einem Baum. Sie springt von einem Baum zum anderen und macht sich einen Spaß daraus, dass wir hochspringen und nicht an sie herankommen. Jake taucht auf und versucht sein Glück, doch auch er scheitert. Als sie schließlich wieder auf dem Boden landet, nehmen wir wieder ihre Verfolgung auf Leah und Jake springen gleichzeitig, doch sie weicht wieder aus und Jake und Leah krachen laut aneinander. Leah flucht „Bist du bescheuert? Ich hätte sie bekommen, wenn...“ Wir blenden ihren Kommentar aus. Embry und Quil tauchen neben uns auf. Die Grenze der Cullens kommt immer näher. Die Rothaarige läuft parallel zum Fluss, der unseren beiden Gebieten trennt. Auf der anderen Seite tauchen Jasper und Emmet auf. Leah springt auf die Rothaarige, doch scheitert. Ich starte meinen letzten Versuch, ich bekomme ihren Arm zu fassen, doch sie schafft es gerade so auf die Seite der Cullens zuspringen. Emmet und Jasper nehmen die Verfolgung auf. Leah und ich laufen an der Grenze weiter, falls sie wieder zu uns springen sollte. Quil, Embry und Jake bleiben zurück.
Der Rest der Patrouille verläuft ohne weitere Ereignisse. Auch die Cullens konnten die Rothaarige nicht erwischen. Als Jake und Sam uns ablösen, verwandle ich mich schnell zurück. Normalerweise würde ich jetzt zu Kim ins Bett kriechen, doch ich muss erst nach Luna sehen. Als ich bei Sams Haus ankomme, ist alles still. Ich gehe nach oben und klopfe öffne vorsichtig an die Tür. Emily liegt schlafend halb auf dem Stuhl auf dem Bett. Luna ist in zwei Decken gehüllt und schläft. Vorsichtig wecke ich Emily, die sich kurz erschreckt und dann lächelt als sie mich sieht. „Geh ruhig ins Bett, ich bleibe bei ihr.“ Sage ich zu ihr. Emily lächelt und streckt sich „Danke Jared.“ Dann steht sie auf und verlässt das Zimmer. Ich setzte mich auf den Stuhl und beobachte Luna, während sie friedlich schläft. Die Jungs, Leah, Emily und ich haben uns abwechselnd zu sie gesetzt, damit sie ein bisschen Gesellschaft hatte. Ich schaue auf die vielen Infusionssysteme, einer der Beutel ist durchgelaufen. Ich stehe auf und schraube ihn ab. Gut, dass Embry mir mal gezeigt hat, wie das funktioniert. Ich schließe einen neuen Beutel an und setzte mich wieder auf den Stuhl. Luna öffnet vorsichtig die Augen „Hi.“, sagt sie mit leiser Stimme. „Wie geht es dir?“, frage ich sie. Sie hat kaum die Kraft die Augen zu öffnen. „Ganz gut.“ Wir wissen beide, dass das gelogen ist. Luna würgt und ich reiche ihr den Eimer neben ihrem Bett und helfe ihr sich aufzusetzen. Meine Hand ist auf ihrem Rücken, ich kann jeden Wirbel spüren, jeden einzelnen Knochen. Ich blicke in den Eimer, es ist wieder nur Magensäure. Das kann so nicht weitergehen. Wir brauchen eine Lösung. Der ganze Kram von Calise hat auch nicht geholfen. Das kotzt mich so unfassbar an. Luna verhungert noch, seit ihrer Verwandlung hat sie nichts richtiges mehr gegessen. Ich helfe ihr sich wieder ins Bett zulegen. Dann nehme ich den Eimer und gehe damit ins Badezimmer. Ich wasche ihn in der Badewanne aus und gehe wieder zurück ins Zimmer. Als ich zurück komme schläft Luna bereits wieder. Ich setze mich auf die breite Fensterbank und schaue nach draußen. Ich lausche Lunas regelmäßigen Atem als mein Handy piept. Mein Blick schnellt zu Luna, doch sie ist nicht wach geworden. Ich krame mein Handy aus der Hosentasche und schaue auf meinem Bildschirm. Es ist eine Nachricht von Paul.
„Komme Donnerstag wieder.“
„Geil freu mich, ist eine Menge passiert.“, antworte ich ihm.
„Ich mich auch, Sam hat mir schon von Luna berichtet. Bin gespannt sie endlich wiederzusehen. Habe auch schon ein Foto vom Strand gesehen. Sie ist echt heiß. Da will man sie doch glatt…“, antwortet er prompt. Ich kann mir vorstellen, was er mit ihr machen will.
„Haha das lass mal besser nicht Sam hören. Sie ist aber anders als deine anderen Trullen. Luna hat echt viel drauf. Aber im Moment hat sie nicht mal die Kraft dazu aufzustehen. Sie wiegt vielleicht nur ein Drittel von dem was sie vorher wog.“
„Sie ist eine Erwachsene Frau und kann tun und lassen was und mit wem sie will. Aber krass, dass sie echt so abgemagert ist. Muss jetzt Schluss machen, meld mich Donnerstag nochmal, bevor mein Flieger startet.“
„Sie hat ihrem Ex das Nasenbein und das Jochbein gebrochen, Oberkiefer angebrochen. Dazu noch zwei Zähne ausgeschlagen. Nur damit du schon mal weißt, mit wem du dich anlegst, wenn du ihr da Herz brichst. Bis die Tage bro.“, antworte ich, bevor ich mein Handy stumm schalte und wieder in meiner Hosentasche verstaue. Ich muss gestehen, dass ich ihn echt vermisst habe. Es ist nicht dasselbe hier ohne ihn. Ich verstehe mich zwar durch Luna besser mit Jake, doch Paul ist mein Bruder und keiner kann ihn ersetzen. Manchmal denke ich, dass Luna die weibliche Version von ihm ist. Das wärs noch, wenn er sich auf sie prägen würde. Ich muss lachen.
Durch die ersten Sonnenstrahlen werde ich wach. Ich strecke mich, ich habe einen verspannten Nacken. Luna schläft, weshalb ich mich in die Küche setze. Ich schalte gerade die Kaffeemaschine ein, als Sam und Jake wiederkommen. Mit meinen Kaffee setze ich mich zu ihnen an den Tisch „Warst du die ganze Nacht hier?“, fragt mich Sam. Ich nicke „Emily ist auf ihrem Bett eingeschlafen, habe sie dann Schafen geschickt. Luna war einmal kurz wach und hat wieder Magensäure gespuckt. Beide schlafen noch.“ Sam nickt langsam „Danke.“ – „Klar doch.“, antworte ich ihm. Jake holt das Brot, Butter und Käse aus der Küche und kommt mit drei Tellern wieder. „War die Rothaarige nochmal da?“, frage ich sie und beide schütteln den Kopf. Sam sieht mich an „Paul kommt morgen wieder.“ Ich lege eine Scheibe Käse auf mein Brot und nicke „Habe schon mit ihm geschrieben.“ Jake deutet nach oben „Was machen wir denn jetzt mit Luna?“ ich zucke mit den Achseln. Sam schaut mich an „Haben die Infusionen geholfen?“ ich schüttle den Kopf „Nein, sie ist genauso schwach wie die letzten Tage auch. Heute Nacht konnte sie sich nicht einmal aufsetzen als sie brechen musste.“ Sam trommelt mit den Fingern auf der Tischplatte. Wir alle sind ratlos. Jake steht auf und bringt seinen Teller in die Küche „Ich muss jetzt los. Calise und Edward kommen heute Abend vorbei, um nach ihr zu schauen. Vielleicht haben sie ja eine Idee, wie sie wieder zu Kräften kommt.“ Ich rümpfe mit der Nase. Sam schaut mich an „Ich leg mich jetzt auch nochmal hin und danke nochmal, dass du bei ihr warst heut Nacht.“ Ich nicke und stehe auf. Ich mache mich auf dem Weg zum Strand. Kim ist heute bei einer Tante in Seattle, weshalb ich jetzt nicht zu ihr kann. Ich vermisse sie echt. Am Strand lasse ich meinen Blick auf das weite Meer schweifen. Kurzerhand entscheide ich mich zu verwandeln. Ich gehe in den Wald und ziehe mich aus. „Was machst du denn hier? Ich dachte du bist bei Luna.“ Begrüßen mich Leahs Gedanken. „Ich brauch mal ein bisschen Abwechslung.“ – „Wann kommen Calise und Edward?“ fragt Embry. Ich laufe in ihrer Richtung „Heute Abend irgendwann. Ich will nur ein bisschen laufen und gehe dann wieder zu Luna.“ Meine Gedanken schweifen von Luna zu Kim „Ich kann auch nachher zu ihr gehen, dann kannst du dich mit Kim treffen.“, kommentiert Leah. Ich schüttle den Kopf und als mir einfällt, dass die beiden das nicht sehen können denke ich „Nein, schon gut. Kim ist bei ihrer Tante.“
Den Rest des Tages verbringe ich an Pauls und meinem Lieblingsort im Wald. An einem Felsvorsprung mit einer gigantischen Aussicht. Ich lasse meinen Blick über die weite Ferne gleiten. Von hier hat man einen guten Überblick auf den Wald und kann einen kleinen Wasserfall beobachten. Bei dem Wasserfall waren Paul und ich noch nie, der Weg dorthin ist ziemlich schwierig, da die Steiner dort wegbrechen. Das Risiko sind wir tatsächlich noch nicht eingegangen. Ich lasse die Sonne auf meinem Fell scheinen und schließe die Augen. Mit Kim an meiner Seite, wäre der Augenblick perfekt.
Als die Sonne untergeht gleiten meine Gedanken wieder zu Luna und ich mache mich auf dem Rückweg.
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