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Geheul bei Vollmond

von leomi
GeschichteAllgemein / P12
Edward Anthony Masen Cullen Jared OC (Own Character) Paul Sam Uley
26.01.2020
01.10.2020
21
49.886
5
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.04.2020 1.547
 
Überzeugung
Noch immer Samstag
Luna
Als ich wieder zu mir komme, spüre ich etwas Weiches unter mir, nicht wie die vergangenen Nächte den nassen und dreckigen Waldboden. Ich öffne vorsichtig die Augen, Leah und Emily sitzen an meinem Bett und betrachten mich. Als sie sehen das ich wach bin, steht Emily auf „Ich sag Sam mal Bescheid.“ Leah nickt „Wie geht es dir?“ – „Super geht es mir, ich wollte Menschen umbringen, wollte nie wieder zurück und doch liege ich jetzt hier. Ich würde sagen mir geht es fantastisch.“, sage ich ironisch. Ich will einfach nur hier weg, ich will keine Belastung für sie sein. Sie können mir ja doch nicht helfen. Bevor Leah reagieren kann, springe ich auf und stürme aus meinem Zimmer in den Flur. Erst auf der Treppe fällt mir auf, dass ich nackt bin, doch das ist mir egal. Sam kommt mir entgegen und schaut mich entsetzt an „Luna?! Was hast du vor?“ – „Ich will hier einfach nur weg, ich bin ein Monster. Ich kann nicht mit euch unter einem Dach wohnen.“ Ich will an Sam vorbeistürmen, doch er lässt mich nicht vorbei. Ich spüre, wie ich wütend werde. Die sollen mich doch einfach alle in Ruhe lassen. Mein Körper beginnt zu zittern „Luna beruhige dich.“, dicht hinter mir steht Leah. „Ich bin vollkommen ruhig. Ihr sollt mich einfach nur in Ruhe lassen.“ Sam hebt abwehrend die Arme „Ich will nur mit dir reden.“ Ich spüre, wie sich das Monster in mir regt und bekomme Panik. Ich will das nicht, ich beginne zu hyperventilieren. „Atme ruhig weiter. Durch die Nase ein und durch den Mund aus, so wie du es beim Yoga immer machst.“ Ich konzentriere mich auf meine Atmung und spüre, wie sich das Monster zurückzieht. Ich sacke zusammen und spüre, wie Sam mich hochhebt. Er trägt mich in mein Zimmer und legt mich vorsichtig auf mein Bett. Leah nimmt meine Decke, deckt mich zu und verlässt das Zimmer. Sam schnappt sich meinen Schreibtischstuhl und setzt sich neben mich. Er schaut mich lange an „Was sollen wir nur tun? Wir wissen beide, dass wir das geschehene nicht mehr ändern können, wir können nur etwas für die Zukunft lernen. Du kannst nicht einfach verschwinden.“ Ich schaue auf dem Boden „Ich muss hier einfach nur weg.“ Sam schaut mich ratlos an „Warum? Warum Luna? Wir wollen dich alle unterstützen, weshalb willst du hier weg?“ Ich schaue ihn fassungslos an „Wie kannst du nur mit einem Monster unter einem Dach wohnen? Ich wollte Menschen töten.“ Sam nimmt meine Hand, doch ich ziehe sie weg „Du bist kein Monster. Klar das was du wolltest ist nicht gut, ganz und gar nicht. Wir wissen aber das nicht du das wolltest, sondern der Wolf in dir. Wir können es zusammen schaffen. Du weißt ich halte nichts von den Cullens, dennoch bin ich ihnen dankbar, dass sie uns bei der Suche geholfen haben und habe mich gerade noch mit Edward unterhalten. Er ist der Meinung, dass du es schaffe kannst, den Drang zu widerstehen. Ich meine schaue sie doch mal an, sie wissen wovon sie sprechen. Vielleicht kannst du ja auch von Tierblut leben, so wie sie auch.“, ich schüttele heftig den Kopf „Ich werde kein Blut trinken. Allein der Gedanke ekelt mich an.“ Sam nickt verständnisvoll „Ich kann nachvollziehen, dass du dich mit diesem Gedanken erst einmal anfreunden musst, dennoch musst du verstehen, dass wir etwas tun müssen. Wie stellst du dir das denn jetzt vor? Was ist, wenn du in der Schule bist oder sonst wo und du wütend wirst. Dann verwandelst du dich und bringst womöglich wirklich noch jemanden um. Ich kann dich nicht zwingen, weil ich weiß, dass du nicht auf mich hören wirst. Ich appelliere aber an dich den Gedanken nicht zu verdrängen, sondern darüber nachzudenken. Ich lasse dich jetzt allein und schicke Emily mit etwas zu essen für dich nach oben.“, ich antworte nicht und Sam verlässt mein Zimmer. Wie stellt er sich das denn bitte vor? Die Verwandlung war das schmerzhafteste, was ich jemals erlebt habe und ich habe schon eine Menge durch. Zudem ich werde auf gar keinen Fall Blut trinken. Klar ich esse sehr gerne Fleisch, ich liebe Fleisch, aber ich kann nicht mal einen Fisch töten. Der größte Punkt, ich bin viel zu gefährlich, ich will das Risiko nicht eingehen einen Menschen zu töten. Emily klopft an meiner Tür und kommt vorsichtig mit einem Tablett zu mir ins Zimmer „Ich habe Suppe gemacht, damit du wieder ein bisschen zu Kräften kommst.“ Ich lächele sie freundlich an. Emily stellt das Tablett neben mich und reicht mit Löffel und Schüssel. Ich setzte mich auf und tunke den Löffel in die Suppe „Danke Emily.“, nickt und verlässt mein Zimmer. Ich nehme den Löffel in den Mund und muss fast kotzen. Ich versuche es ein weiters Mal, doch dann kommt die Suppe mir fast wieder hoch. Ich gebe auf und Schüssel wieder auf das Tablett. Mir ist warm und ich schiebe die Decke von meinem noch immer nackten Körper. Ich stehe auf und öffne das Fenster weit. Auf dem Weg zum Bett, bleibt mein Blick an meinem Spiegel hängen. Ich sehe eine abgemagerte junge Frau mit mattem braunem Haar. Dunkle Augenringe kennzeichnen mein Gesicht, die meine Augen noch weniger strahlen lassen. Meine blauen Flecken sind verschwunden, Gott sei Dank. Auf meinem rechten Oberarm ist ein Tattoo zusehen. Ich fahre mit meinen Fingerspitzen darüber. Es ist schön, anders als das von den Jungs. Es ist zwar ein Kreis und hat ähnliche Verzierungen, aber anstatt zwei sich anheulende Wölfen sieht man bei mir einem Wolf, der den Mond anheult. Ich lasse mich wieder in meinem Bett fallen und verkrieche mich unter der Decke mit der Hoffnung, so meinen Problemen aus dem Weg zu gehen.
Es ist 14.37 Uhr als es an meiner Tür klopf. Jared steckt den Kopf durch meine Tür „Darf ich reinkommen?“ ich nicke. Wenigstens einer, der fragt. Jared setzt sich auf den Stuhl, wo Sam vor ein paar Stunden noch saß. Er deutet auf die inzwischen kalte Suppe. „Keinen Hunger?“, ich schüttle den Kopf. „Was dagegen, wenn ich sie esse?“ ich setze mich auf „Nimm.“ Er schnappt sich sofort die Schüssel und verschlingt sie. Nachdem er die Suppe aufgegessen, schaut er mich an „Hast du dir schon ein paar Gedanken gemacht?“ ich nicke „Eigentlich will ich mich nicht verwandeln, doch ich habe keine andere Wahl. Das Risiko ist viel zu hoch, dass ich die Kontrolle verliere.“ Jared nickt „Ich hoffe du verstehst irgendwann, dass du kein Monster bist und wir dich alle unterstützen werden. Ich werde dich die ganze Zeit begleiten und dir so gut es geht helfen, wenn etwas ist.“ Ich nicke und schaue ihn an „Danke, echt. Das weiß ich sehr zu schätzen.“ Ich mache eine kurze Pause „Warum bin ich so anders?“ Jared lehnt sich zurück „Wir wissen es leider nicht. Die Stammesältesten durchforsten alle alten Legenden mit der Hoffnung etwas zu finden, bisher erfolglos. Die Cullens forschen auch, doch haben auch noch nichts gefunden.“, ich schaue niedergeschlagen auf meine Finger „War es bei eurer ersten Verwandlung auch so schmerzhaft?“ Jared zieht überrascht die Augenbrauen hoch „Also uns ging es so wie dir davor echt dreckig. Das Fieber, du weißt.“, ich nicke und er fährt fort „Bei meiner ersten Verwandlung jedoch, hatte ich keine schmerzen und der Rest aus dem Rudel auch nicht. Tatsächlich wo du es gerade sagst, man sah dir an, dass es ziemlich schmerzhaft war, war es echt so schlimm?“ ich nicke „Es war der Horror. Ich hatte noch nie in meinem Leben so große Schmerzen.“ Ich glaube Jared weiß nicht, wie er darauf reagieren soll, denn er sagt nichts. Jared deutet auf die Tür „Möchtest du mit nach unten kommen? Football läuft und du musst was essen.“ Ich nicke und deute auf meinen Bademantel. Jared reicht ihn mir und dreht seinen Kopf weg. Ich ziehe den Mantel an und rutsche zur Bettkante. Jared steht auf und reicht mir seine Hand. Mit Leichtigkeit zieht er mich hoch und wir machen uns auf dem Weg nach unten. Ich setzte mich auf die Couch und Jared verschwindet in der Küche. Er kommt mit zwei Tellern mit Nutellaschnitten wieder und reicht mir beide, bevor er den Fernseher einschaltet und sich neben mich setzt. Ich muss lachen, du hast doch gerade einen Teller gegessen. Er muss grinsen „Die Suppe war kalt, die zählt nicht.“ Jetzt muss ich lachen „Das werde ich mir merken.“ Den Rest des Nachmittags verbringen Jared und ich auf der Couch. Sam hat Patrouille und Emily ist bei einer Bekannten.
Es ist bereits dunkel, als Jared sich eine Pizza bestellt. „Und du bist dir sicher, dass du keine willst?“ ich deute auf meinem Teller von heute Nachmittag. „Ich habe nicht mal eine ganze Scheibe von den vier gegessen. Ich habe echt keinen Hunger.“ Jared sieht mich mit leicht sorgenvollem Blick an „Bist du dir sicher? Du musst zu Kräften kommen, du kannst nicht einmal allein aufstehen. Ich deute auf das Glas Wasser. Er reicht es mir und nachdem ich zwei große Schlucke zu mir nehme, sage ich „Ich habe aber kein Hunger, allein der Gedanke und mir wird wieder schlecht.“
Als Emily um halb elf wiederkommt, verlässt mich Jared und ich lege mich schlafen. Sobald ich wieder zu Kräften gekommen bin, beginnt mein Training mit Edward.
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