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Geschichten von Bleachy dem Barden

von Mondtanz
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16 / Gen
25.01.2020
28.02.2021
7
20.142
3
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
25.01.2020 4.708
 
Vorbemerkung der Autorin:
Also - kein Teil Drei, aber dies ist die Geschichte mit Kurzgeschichten, die ich in HBP erwähnt habe. Also - so funktioniert's. Wenn es eine Szene gibt, die ich nicht geschrieben habe, oder eine Person, über die ihr mehr wissen wollt (ihr mögt die Vizards sehr, und ich habe nicht genug von ihnen gezeigt) schickt mir eine PM. Wenn ihr wollt, könnt ihr sogar die ganze Geschichte schreiben. Ich werde nur das Allernötigste zurechtbiegen und sie hier einstellen, mit Anerkennung an den, dem sie gebührt (so ist übrigens das Nel/Grimmjow Omake entstanden). Die einzige Vorbedingung: Es muss zu meiner Storyline und dem was ich geplant habe, Vergangenheit und Gegenwart, passen. Anders ausgedrückt - hier ist Platz für EUCH. Abgemacht?

Wie immer gehören mir weder HP noch Bleach.

Vorbemerkung der Übersetzerin:
Hallo zusammen! Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen.
Eigentlich wollte ich dieses Kapitel zusammen mit dem letzten Kapitel von "Bleach & the Half Blood Prince" veröffentlichen. Anscheinend hat das nicht so funktioniert, wie ich mir das gedacht hatte. Also bekommt ihr hier als Entschuldigung gleich die beiden ersten Kapitel dieser Kurzgeschichtensammlung.
Ich habe bereits ein paar der aktuell 21 Kapitel übersetzt. Das Original findet ihr unter https://www.fanfiction.net/s /9304595/1 /Tales-of-Bleachy-the-Bard".
Wenn ihr es auf den Versuch ankommen lassen wollt, könnt ihr mir auch einen eigenen Beitrag zusenden. Ich übrersetze den Text auch gern ins Englische und sende ihn Eradona zu. Ob sie den Beitrag in die Sammlung aufnimmt, kann ich aber nicht versprechen.

Anmerkungen zum Textformat:
:der innere Hollow redet:
:Zangetsu redet:
Ichigo redet mit Zangetsu/Hichigo

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Kapitel 1


"Mir aus dem Weg!"

Die Angehörigen der Vierten Kompanie sahen zu der verzweifelten Frau hoch, die Leute nach rechts und links schubste, während sie gefolgt von zwei Personen, die versuchten sie zu beruhigen, den Flur herunter eilte. Wer ihr schnell ausweichen konnte tat dies, wer nicht dazu in der Lage war, hatte das Pech gegen eine Wand gestoßen oder zu Boden geworfen zu werden.

Sie griff sich schließlich einen armen, glücklosen Shinigami und zerrte ihn an seinem Shihakusho hoch, was dazu führte, dass er sein Tablett mit einem Klappern fallen ließ.

"Wo ist er?" verlangte sie zu wissen. "Wo ist mein Sohn?"

"S-sohn?" stammelte er ängstlich, von der Frage verblüfft.

Die zweite Frau löste ihre Hände von dem zitternden Shinigami und stellte ihn gerade hin, wonach sie ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter legte. Währenddessen schaffte es ihr Ehemann, ihre Begleiterin - für den Augenblick - zu bändigen.

"Bitte, wir suchen nach Ichigo Kurosaki, er wurde erst vor Kurzem hierher gebracht", erklärte sie sanft.

Er blinzelte sie an und seine Augen weiteten sich, als er verstand. "Ichigo-san? Sie sind Ichigo-sans Mutter?"

"Ja", erwiderte Masaki sehr ungeduldig. "Jetzt bitte, wo ist er?"

"Er ist hier entlang - ich komme gerade von dort. Die Kommandantin arbeitet selbst an ihm", erwiderte er während er sich umdrehte und in die Richtung eilte, aus der er gekommen war. "Ich bin Hanataro Yamada -"

Er brachte das Trio direkt in das Zimmer, wo sowohl Kommandantin Unohana als auch ihre dritten und vierten Rangoffiziere Ichigo behandelten. Im Raum war auch niemand anderes als Generalkommandant Yamamoto, der schweigend zusah.

"Ich dachte mir, dass ich einen Krawall gespürt hätte", sagte Kommandantin Unohana milde mit einem kurzen Seitenblick auf die Frau. "Jedoch ist das üblicherweise der Lärm, den ich mit der Elften Kompanie in Verbindung bringe."

Masaki ging langsam vorwärts, die Augen auf die bewegungslose, blasse Gestalt gerichtet, die auf dem Behandlungstisch vor ihr lag. Man hatte das Oberteil seines Gewandes weit zurückgeschlagen, um ihn behandeln zu können. Das letzte Mal, als sie ihren Sohn gesehen hatte, war er neun Jahre alt gewesen - ein Kind. Jetzt war er erwachsen - ein junger Mann - und ein sehr gutaussehender, dachte sie, bis sie die Narben sah, die seinen muskulösen Oberkörper zierten. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten, als sie sie sah.

"Wie geht es ihm?"

"Wir halten ihn stabil", erwiderte Unohana. "Er wurde mehrfach von einem sehr mächtigen Fluch getroffen..."

"Der Todesfluch wirkt nicht bei einem Shinigami", warf Masaki ein.

Unohana schüttelte den Kopf, ohne den Blick von ihrem Patienten abzuwenden. "Das war nicht Avada Kedavra", erwiderte sie, wodurch sie alle, bis vielleicht auf den Generalkommandanten damit überraschte, dass sie den Zauber - und seine Wirkung - kannte. "Wie Sie wissen, gibt es mehrere Zauber, die den Tod verursachen können. Dieser hier fühlt sich eher wie ein Explosionszauber an. Ihr Sohn war in der Lage, sein Reiatsu zu einem sehr wirkungsvollen Schild zu verdichten, das ihn etwas geschützt hat, aber der Zauber hat dennoch eine ganze Menge Schaden angerichtet."

Nachdem sie der Kommandantin einen langen, abschätzenden Blick zugeworfen hatte - woher wusste sie so viel über Zaubersprüche? - streckte sie die Hand aus, um sanft das Haar ihres Sohnes zu streicheln. Es war weich, noch so weich wie damals, als er ein Kind gewesen war, besonders für Haar, das in jede erdenkliche Richtung abstand. "Können Sie überhaupt etwas tun?"

"Wir können ihn am Leben und stabil halten - bis Vizekommandant Abarai aus der Welt der Lebenden zurück kommt."

Sie warf der Kommandantin einen verwirrten Blick zu.

"Sagen wir einfach, dass es dort etwas gibt, das sein Leben retten kann", sagte Unohana mit einem schwachen Lächeln. Sie warf einen Blick zum Generalkommandanten hinüber. "Werden sie in der Lage sein, durch die Tore zu kommen ?"

Yamamoto nickte. "Ich habe eine Eskorte ans Westtor geschickt, die auf sie warten soll."

#


"Ikkaku - was machst du hier?" fragte Renji, als er den Shinigami sah, der mit Jidanbo beim Tor herumlungerte und auf ihn wartete. Er hatte wegen seiner Begleitung durch Uraharas Tor und nicht durch das normale Senkaimon zurückkommen müssen.

"Der Generalkommandant hat mich hergeschickt, um deinem Arsch Beine zu machen", war die Antwort.

"Geht's ihm schlechter?" fragte Renji besorgt.

"Na ja, ihm geht's jedenfalls nicht besser."

"Ah, in diesem Fall -" er wandte sich zu einer der Personen um, die ihn begleitet hatten, nahm sie auf die Arme und sagte dann rückwärts über die Schulter: "Folgt in eurem eigenen Tempo!" Dann verschwand er in seinem schnellsten Shunpo.

"Hat er uns gerade sinngemäß gesagt, wir sollen 'Schritt halten'?" fragte einer der Gruppe zerstreut.

"Klingt ganz so."

"Mm-hmm."

"Also, da soll mich doch..."

Jidanbo sah zu, wie die Gruppe verschwand. "Hoffentlich kommt der Junge in Ordnung", sagte er zu sich selbst, während er sich wieder an seine Arbeit machte.

#


Je länger sie die Narben auf dem Körper ihres kleinen Jungen anstarrte (denn egal wie alt er würde - Ichigo würde immer ihr 'kleiner Junge' sein), desto zorniger wurde Masaki. Es half auch nicht, dass Yamamoto, Unohana und dieser junge Yamada - der anscheinend den Boden anbetete, über den Ichigo ging - jede einzelne benennen und detailliert beschreiben konnten, wie er sei bekommen hatte. Die, bei denen sie am meisten ausflippte waren: die Wunde quer über seine Taille, die Aizen ihm verpasst hatte und die ihn beinahe in zwei Teile geschnitten hätte; die, die er von Byakuya erhalten hatte und die nur Zentimeter von seinem Herzen entfernt war (wenn er daneben getroffen oder Ichigo sich bewegt hätte...); und da war eine entlang des Haaransatzes die so aussah, als ob ihm beinahe der obere Teil des Kopfes abgetrennt worden, hätte Ichigo es nicht geschafft, auszuweichen.

Ein Mann mit wilden, dunkelroten Haaren platzte plötzlich ins Zimmer, in seinen Armen ein junges Mädchen, das ungefähr so alt wie ihr Sohn war. Sie hatte lange, rotbraune Haare, große graue Augen und, wie Masaki feststellte, eine Figur, die wahrscheinlich Männer auf sehr unanständige Gedanken brachte. Er setzte sie sanft ab und sie lief augenblicklich zum Bett, und zu Masakis Überraschung wichen die Offiziere der Vierten Kompanie vor ihr zurück und zogen Masaki mit sich.

"Sōten Kisshun, ich negiere!"

Augenblicklich war Ichigo von einer goldene Blase umgeben.

"Danke, dass du gekommen bist, Inoue", lächelte Unohana das Mädchen an.

Das Mädchen lächelte zurück. "Kein Problem! Sobald Abarai-kun gesagt hat, dass Kurosaki-kun meine Hilfe braucht, habe ich meine Schulsachen Midori-chan zugeworfen und bin mit ihm gegangen. Sado-kun ist auch mitgekommen", sie blickte mit einem Stirnrunzeln auf ihr Schild hinunter. "Das hier ist wirklich finstere Magie, nicht wahr?"

"Ja - er hat sich diesem Voldy Typen und mehreren seiner Todesser gestellt, als es passiert ist", erklärte Renji grimmig. "Er war jedoch nicht leicht zu besiegen und der Kommandant hat sein Bankai entfesselt, um uns die Zeit zu verschaffen, damit wir ihn und Potter da raus bringen konnten."

"Harry?" klag es im Chor aus einem anderen Teil des Zimmers. Renji drehte sich zu dem Paar um, das dort stand. "Ging es ihm gut? Wurde er verletzt?"

"Nichts, das nicht schnell heilt", erwiderte Renji. Er sah zu dem Generalkommandanten hinüber. "Aber jemand anderes wurde während des Kampfes getötet - wir sind auf dem Weg dorthin über ihn gestolpert. Der Kommandant hat Kira ihn hierher bringen lassen."

"Wen?"

Renji warf den Potters einen entschuldigenden Blick zu, ehe er antwortete. "Sirius Black."

"Sirius? Er wurde getötet? Er ist jetzt hier?" rief James Potter aus.

"Er wird gerade untersucht..."

"Hanataro, bitte finden Sie Black-san und bringen Sie seinen Freund zu ihm", wies Unohana an.

"Jawohl, Kommandantin", nickte Hanataro. Ehe James ging, wechselten er und Lily einen stummen Blick, der von einem Nicken ihrerseits begleitet wurde. Es wäre besser, wenn sie hier bei Masaki blieb, die kurz davor stand, in die Luft zu gehen... und er und Hanataro wurden bei ihrem Weg aus der Tür beinahe über den Haufen gerannt, als drei weitere Personen ins Zimmer gestürmt kamen.

"Besser spät als nie", murmelte Renji als er sie sah.

"Hier drin sieht es langsam so aus wie am Bahnhof King's Cross", hob Lily an, bis sie Masaki mit einem finsteren Blick auf dem schönen Gesicht auf das Trio zuschreiten sah.

"Masaki -"

"Komm mir nicht mit Masaki!" Knall! Ihre Faust traf auf Isshins Kinn, was ihn zu Yamamotos Füßen zusammenbrechen ließ. Der Generalkommandant blickte auf seinen Enkelsohn hinunter und hob kopfschüttelnd eine Augenbraue. "Du Vollidiot! Du nennst dich einen Vater? Hast du unseren Sohn gesehen? Hast du gesehen, in welchem Zustand er ist?"

"Ah..." Isshin rieb sich das Kinn, während er langsam aufstand. Er bemerkte, dass alle den Platz um sie herum frei gemacht hatten. "Nein."

"Falsche Antwort!" knurrte sie, griff in seine Haare, wirbelte ihn daran herum und warf ihn gegen die Wand. "Was für ein Vater lässt zu, dass sein Sohn immer wieder beinahe getötet wird und unternimmt nichts? Hast du gesehen, wie viele Narben er hat? Er ist noch nicht einmal zwanzig Jahre alt und trotzdem hat er mehr Narben als eine ganze Kompanie Shinigami!"

"Da hat sie Recht", sagte Chad im Flüsterton zu Renji, der nickte. Die beiden hatten sich als eine Art Schild hinter Orihime gestellt, die angesichts der wilden Wut, die Ichigos Mutter zeigte, große Augen bekommen hatte. Um sie ein wenig zu beschwichtigen, wies sie Shun'o und Ayame an, die Narben loszuwerden - was sie eigentlich schon vor langer Zeit hätte tun sollen und sie schämte sich, dass sie nie daran gedacht hatte.

"Und du, Kisuke Urahara -" sie wandte sich dem Ladenbesitzer zu. "Du bist mir ein schöner Freund und Mentor!"

"ICH?" Kisuke machten einen Schritt zurück. "Was habe ich angestellt?"

Lily eilte vorwärts um zu versuchen ihre Freundin zu beruhigen, obwohl sie in ihrem Innersten wusste, wie diese sich fühlte. Hätte Harry an Ichigos Stelle dort auf dem Bett gelegen... hätte man sie in Fesseln legen und betäuben müssen. "Masaki, bitte versuche dich zu beruhigen - das hier ist ein Krankenhaus..."

Masaki sah sich nach etwas um, das sie den beiden über den Schädel ziehen konnte, und das einzig zur Verfügung stehende, das sie sehen konnte, war ein Zanpakuto. Sie nahm es an sich.

"Masaki!" protestierte Isshin, als er das sah.

"Was?"

"Das ist Ichigos Zanpakuto! Das kannst du nicht benutzen!"

Sie sah ihn aus zusammengekniffenen Augen an, ehe sie den Blick auf die Klinge in ihren Händen senkte. "Wirklich? Das ist Zangetsu?" sie bewunderte die schwarze Klinge, drehte sie um und dachte, dass ihr Sohn eine wirklich hübsche Klinge hatte, ehe sie sagte: "Seid ihr euch tatsächlich sicher, dass es ihm keinen Spaß machen würde, mir dabei zu helfen euch zur Strafe eins über die Rübe zu ziehen?"

Die beiden starrten sie schockiert an, und selbst Yamamoto und Unohana waren sich nicht sicher, dass Zangetsu Masaki nicht erlauben würde ihn zu führen, wenn man in Betracht zog, wie sehr Ichigo seine Mutter geliebt hatte, als beinahe als Antwort auf ihre Aussage Reiatsu von der Klinge aufwallte... und Masaki danach zum allgemeinen Schreck die bekannte Shikai-Gestalt der Klinge in Händen hielt.

"Interessant", murmelte Yamamoto, während Isshin und Kisuke die Kinnlade herunter fiel, als Masaki die Klinge hob und sie auf sie richtete.

Also war nicht nur Masaki stinksauer auf sie, offenbar traf das auch auf Zangetsu zu.

Allerdings hatte Lily mit einer Sache Recht gehabt - dies war ein Ort der Heilung und das hier hatte lange genug gedauert. Wenn Masaki ihren Ehemann später mit Zangetsu quer durch die Seireitei jagen wollte, war er sich sicher, dass selbst Kenpachi auf das Ergebnis dieses Rennens wetten würde. Für den Moment allerdings...

"Genug", er mischte sich ins Getümmel, legte eine Hand auf die Masakis und zwang sie nach unten. "Schlag ihn auf den Kopf wenn ihr draußen seid und nicht in einen Behandlungszimmer. Verwandle ihn in ein Kaninchen, wenn du das willst. Später." Er betonte das Wort später. Er nahm ihr das Zanpakuto ab und lehnte es gegen die Wand. "Und du", wandte er sich an Zangetsu. "Versiegle dich." Es gab einen beinahe schmollenden Puls Reiatsu von dem Zanpakuto, aber es blieb in seiner Shikai-Form. Yamamoto seufzte und wechselte einen Blick mit Unohana. Bockig, wie sein Träger.

"Ahem", sagte Unohana. "Falls es Sie interessiert..."

Masaki eilte zurück und stellte fest, dass Orihime ihren Schild aufgelöst hatte und als sie ebenfalls sah, dass ihr Sohn glatte Haut hatte, so wie es sein sollte, warf sie dem Mädchen einen dankbaren Blick zu, ehe sie sich wieder Ichigo zuwandte.

Sie sah, dass er mehr Farbe hatte und leichter atmete. Sie nahm seine Hand und stellte fest, wie schwielig sie vom Kämpfen war. Jemand - sie wusste nicht wer - brachte einen Stuhl, damit sie an seiner Seite bleiben konnte.

Irgendwann kam Yoruichi dazu, die wissen wollte, warum Zangetsu schmollte. Alle bedeuteten ihr still zu sein und sahen nervös zu Masaki hinüber. Das ehemalige Oberhaupt des Shihoin-Clans warf ihrer alten Freundin einen wissenden Blick zu, weil sie richtig erraten hatte, was diese zu tun versucht hatte und da sie auch Zangetsu selbst bereits begegnet war konnte sie sich denken, dass das Zanpakuto mitgespielt hätte.

Gelegentlich würde Orihime noch ein wenig an Ichigo arbeiten, da sie mit ihrem eigenen Werk nicht zufrieden war - oder damit, dass er nicht aufwachte.

Nach drei Tagen fing er endlich an sich zu regen, als er laut Unohana anscheinend in normalen Schlaf hinüber glitt. Sie schien sogar noch zufriedener, als er sich aus eigener Kraft auf die rechte Seite drehte, wahrscheinlich, so ihre Theorie, um seinen Rücken vom Druck zu entlasten. Das ließ Orihime tatsächlich an dem Bereich arbeiten, auf den die Flüche gezielt hatten, ohne ihn weiter zu stören.

#


Ichigo fühlte die Wärme in seinem Rücken und erkannte sie als das, was es war: Orihimes Kräfte. Er seufzte und vergrub das Gesicht im Kissen, zu müde und wund um aufzuwachen.

:Du musst aufwachen, König.:

Muss ich wirklich?

:Dieses Mal hat er Recht, Ichigo. Wache nur einmal auf, und dann kannst du weiterschlafen.:

Okay, okay.

Ichigo öffnete mühsam die Augen.

"Ichigo, kannst du mich hören? Komm, öffne die Augen", flehte ihn jemand an.

Nein, dachte er. Ich träume, das kann nicht sein...

:Darum haben wir dir gesagt dass du aufwachen sollst,: bei Hichigos selbstzufriedenem Tonfall wollte Ichigo in seine innere Welt wechseln und ihm die Visage verbeulen. Oder ihn in ein Kaninchen verwandeln, damit er ihm nicht zuhören musste.

Zuerst war alles verschwommen, aber langsam schärfte sich sein Blick und er starrte auf -

"Mom?" flüsterte er, da er nicht zu glauben wagte, dass es stimmte.

"Ichigo!" sie lächelte ihn an und ehe er sich versah hatte sie ihn in die Arme geschlossen und drückte ihn fest an sich. "Sieh dich an, ganz erwachsen", flüsterte sie in sein Ohr.

Ichigo fühlte, dass Tränen in seinen Augen stachen, während er seine Arme um Masaki schlang. "Mom - wie..."

"Yamamoto", erklärte sie, während sie ihn sich wieder hinlegen ließ. "Er hat Nachrichten ausgeschickt, dass er nach Lily, James und mir sucht. Natürlich mussten wir aus Neugierde nachsehen, was los ist..." sie erklärte ihm schnell, wie sie auf Soifon gestoßen und zur Seireitei eskortiert worden waren.

"Renji hat nie gesagt..." flüsterte er, ohne den Blick von ihr zu wenden. Sie hatte sich gegenüber seiner Erinnerung nicht verändert, nicht ein bisschen.

"Ich glaube, alle wollten dich überraschen", erwiderte Masaki und strich seine Haare zurück. "Mein kleiner Junge, ganz erwachsen", sagte sie wieder, was Ichigo erröten ließ.

"Mom", protestierte er halbherzig.

"Lass dich ansehen - so gutaussehend", neckte sie ihn und sah erfreut, dass er rot wurde, nachdem sie ihn so blass gesehen hatte. "Die Mädchen müssen ganz verrückt nach dir sein."

Ichigo zuckte zusammen, als er an die Probleme dachte, die er das ganze Jahr über mit Mädchen gehabt hatte. "Das ist etwas, über das ich nicht reden möchte."

"Warum nicht?" sagte sie mit einem verspielten Stirnrunzeln. "Glaubst du nicht, dass deine Mom dir Ratschläge zu Mädchen geben kann?"

"Nicht wenn es darum geht, sie los zu werden", stöhnte er und verdrehte die Augen.

Das verwirrte sie. War ihr Sohn schwul? "Magst du keine Mädchen?"

"Ich mag ein Mädchen - ich hätte gern, dass die anderen woanders hingehen und mich in Ruhe lassen", murmelte er.

Masaki war dadurch noch mehr verwirrt und stupste ihn sanft an. "Erzähl mir davon", befahl sie.

Ichigo wand sich und sie gab erst auf, als er gähnte. "Später", sagte sie, indem sie sich vorbeugte und ihn auf die Stirn küsste, "will ich alle Details wissen. Jetzt kannst du erst mal schlafen."

Während der nächsten Tage schlief Ichigo sehr viel, während sich sein Reiatsu erholte. Jedes Mal wenn er aufwachte war seine Mutter da, schüttelte seine Kissen auf, stellte sicher dass er es bequem hatte, dass er genug Flüssigkeit bekam. Im Allgemeinen war sie eine Mutter.

Hanataro war dafür verantwortlich, sein Reiatsu wieder herzustellen, also wechselte sich der siebte Rangoffizier mit Orihime bei der Arbeit an ihm ab. Irgendwann als er auf der Seite lag, bemerkte Ichigo, dass Zangetsu in einer Ecke stand. Er stützte sich auf einen Ellbogen hoch. "Ehm", blinzelte er sein Zanpakuto an. "Warum ist -"

"Was, Kurosaki-kun?" fragte Orihime.

"Warum ist Zangetsu in seiner Shikai-Form?"

Einen Moment lang herrschte Totenstille, dann fingen alle gleichzeitig an zu reden - einschließlich Zangetsu und Hichigo. Mit dem ganzen Krach in seinem Kopf, Chads Herumgedruckse und Renji und Orihime, die versuchten sich gegenseitig zu übertönen, fing er an Kopfschmerzen zu bekommen.

"Whoa, whoa", sagte er. "Einer nach dem anderen!"

Langsam, und mit ein paar Bemerkungen von Zangetsu, kam die Geschichte heraus.

"Mom?" sagte Ichigo ziemlich geschockt.

"Alberner Junge", sagte Yoruichi aus der Tür. "Du erinnerst dich an deine Mutter wie ein neunjähriges Kind. Sie war der Mittelpunkt deines Universums - dem Universum eines Kindes. Du musst deine Mutter als Erwachsener sehen - eine sehr willensstarke Frau. Das musste sie sein, um mit deinem Vater zurecht zu kommen und ihn dazu zu bringen, ernsthaft zu bleiben."

Ichigo starrte sie mit großen Augen an.

"Du vergisst, dass ich deine Mutter kannte - und zwar eine andere Seite von ihr - als du", fuhr Yoruichi fort. "Wann auch immer dein Vater zu sehr durchdrehte, hat sie ihn wieder in die Schranken verwiesen."

"Uh..." er wusste nicht genau, was er sagen sollte.

Yoruichi schlenderte herüber und wuschelte ihm durch die Haare, was ihm ein Knurren entlockte. Sie grinste auf ihn hinunter. "Mach dir darüber nicht so viele Gedanken", sagte sie. "Du musst sie einfach nur kennenlernen, von Erwachsenem zu Erwachsenem."

"Ich... schätze schon."

"Ich denke er braucht etwas Ruhe", sagte Chad hilfreich und stand auf um zu gehen.

"Ich muss auch zurück - ich habe gerade Mittagspause", Renji nickte ihnen zu, ehe er ihm nach draußen folgte.

"Ich komme später wieder und arbeite noch etwas an dir", sagte Orihime, als sie den anderen nach draußen folgte. Yoruichi schickte sich an ihnen zu folgen, als Ichigo sie aufhielt.

"Yoruichi - was ist passiert, nachdem ich das Bewusstsein verloren habe?"

"Du meinst zwischen dem Zeitpunkt als du getroffen wurdest und der Flucht von Voldemort?"

"War es schlimm?"

"Na ja", sagte Yoruichi gedehnt. "Du hast Glück, dass du nicht die ganzen Namen gehört hast, mit denen Rukia dich bedacht hat. Sie ist echt durchgedreht. Momo und Harry standen ihr in Punkto Panik in nichts nach..."

Ichigo zuckte zusammen. Autsch, dachte er.

"Mm, Byakuya musste uns mit seinem Bankai Deckung geben, damit wir dich da raus bringen und Dumbledore einen Portschlüssel schaffen konnte, um den Rest der Kinder zurück nach Hogwarts zu transportieren. Danach..." sie schenkte ihm ein breites Grinsen. "Da hat der Spaß richtig angefangen. Ich hatte einen Mordsspaß daran, Malfoy Senior seine Grenzen aufzuzeigen. Und ich denke wir können mit hundertprozentiger Sicherheit sagen - dass Voldemort die Farbe Pink nicht mag. Oder Blütenblätter."

Ichigo unterdrückte ein Lachen - er konnte sich vorstellen, wie sehr Byakuya sich unbeliebt gemacht hatte. Er wusste sehr genau wie es war, gegen das Bankai des Kommandanten der Sechsten Kompanie zu kämpfen, also machte er sich einen Spaß daraus, sich Old Moldy vorzustellen, der gegen Byakuya Kuchiki kämpfte - und endlich wie ein verängstigtes Kaninchen davon rannte.

"Schließlich sind der Minister und die Auroren eingetroffen - und es hat ihnen echt die Augen geöffnet als sie festgestellt haben, dass Voldemort wirklich zurück war. Es war ein Augenblick echter Genugtuung für Harry und Dumbledore und für die Leute, die an sie geglaubt haben."

"Endlich", murmelte Ichigo und ließ sich zurück aufs Bett sinken. "Endlich."

#


Masaki spähte in das Zimmer ihres Sohnes und sah ihn mit geschlossenen Augen im Bett sitzen, sein Zanpakuto über den Schoß gelegt. Sie stand da und betrachtete ihn schweigend da sie wusste, dass er mit Zangetsu sprach und sie ihn nicht unterbrechen wollte. Reiatsu schimmerte um die Klinge und das Fleischermesser schrumpfte zu seiner versiegelten Form zusammen, worauf Ichigo müde zurück gegen sein Kissen sackte.

Seine Mutter eilte zu ihm, nahm ihm Zangetsu ab und legte das Schwert auf den Tisch neben dem Bett. "Genug", sagte sie. "Überanstrenge dich nicht."

"Ich verstehe das nicht", sagte er und sah auf seine zitternde Hand hinunter. "Ich habe noch nie so lange gebraucht, um mich zu erholen."

Masaki sah ihn neugierig an. "Was meinst du?"

"Ich wurde durchlöchert und habe mich davon nicht unterkriegen lassen..." er schüttelte den Kopf und sah den schockierten Gesichtsausdruck seiner Mutter nicht.

"LÖCHER?"

Ichigo zuckte zusammen und sah sie mit großen Augen an. "Ehm..."

"Wie groß waren diese 'Löcher' genau?"

"Ehm..."

"Ichigo..." ihre Stimme wurde leise. "Über was für 'Löcher' reden wir hier?"

Ichigo zuckte zusammen. Er wünschte sich, er hätte den Mund gehalten.

"Spuck's aus, junger Mann. SOFORT."

Ichigo schluckte, als er den zornigen Gesichtsausdruck seiner Mutter sah und erzählte ihr endlich von Ulquiorra.

:Verdammt, König, du beruhigst sie besser irgendwie - sie sieht aus, als würde sie gleich in Ohnmacht fallen...:

"Mom - wirklich - es geht mir gut..."

"Gut? Du warst TOT."

"Na ja - nicht wirklich..."

"Nicht WIRKLICH?" Masaki näherte sich schnell einem hysterischen Anfall.

"Na ja!" Ich hatte Hichigo - Hochgeschwindigkeitsegeneration..."

"Soll mich das beruhigen?"

"Ehm... Ja?"

Masaki warf ihm einen wütenden Blick zu, der Ichigo sich wieder ins Bett plumpsen ließ.

"Mom - bitte -" flehte Ichigo seine Mutter an. "Das ist mehr als zwei Jahre her. Und - ich habe Rukia nie davon erzählt..."

Dankenswerter Weise lenkte das ihre Gedanken von Ulquiorra ab. Sie hatte versucht, ihn wegen des Mädchens das er mochte festzunageln, aber er hatte sich darüber nur sehr ausweichend geäußert. Sie hatte feststellen können, dass Orihime Ichigo gemocht hatte, aber ihr Sohn war sehr - gleichgültig - im Umgang mit ihr gewesen. Sie hatte sich gefragt, ob es Tatsuki war, da sie sich daran erinnerte, wie nahe sich die beiden als Kinder gestanden hatte, aber auf Fragen in dieser Richtung hatte sie auch keine Antwort erhalten. Sie hatte versucht, Yoruichi ins Verhör zu nehmen, aber - diese Frau war zu schnell für sie, und eine Expertin darin, sich aus Situationen zu befreien, ganz wie eine Katze.

"Rukia?"

"Meine Freundin", gab ihr Sohn leicht errötend zu. "Rukia Kuchiki."

Jetzt wusste Masaki, wo sie den Namen gehört hatte. Soifon hatte ihr erzählt, wie die Soul Society von Ichigo erfahren hatte - und wie er ursprünglich seine Shinigami-Kräfte erhalten hatte: Rukia Kuchiki. Also, grübelte sie, es schien so, als ob die Zeit, die sie miteinander verbracht hatten, ihre Beziehung vertieft hatte.

"Also", sagte sie indem sie sich setzte, während sie beschloss, ihn mit der anderen Sache in Ruhe zu lassen. "Erzähle mir von ihr."

Während Ichigo seiner Mutter von Rukia erzählte und sie in ziemlich genauen Einzelheiten beschrieb, wurde ihr etwas klar.

Ihr Sohn war sehr in seine Rukia verliebt. Sie konnte es daran merken, wie er die Farbe ihrer Augen oder ihre Art sich beim Kämpfen zu bewegen beschrieb...

Vor dem Zimmer standen zwei Kommandanten und hörten leise zu.

"Glauben Sie, dass er für die Rückkehr bereit ist?" fragte Generalkommandant Yamamoto.

"Solange er sich nicht allzu sehr anstrengt, sollte er zurecht kommen. Ich frage mich, wie sehr sein Zögern zurückzukehren, mit seiner Mutter in Zusammenhang steht", erwiderte Kommandantin Unohana.

Der Generalkommandant nickte und zog einen Schmetterling aus seinem Ärmel. "Ich glaube es ist Zeit, dass Albus meinen Enkelsohn holen kommt."

"Werden Sie es ihm jemals sagen?" fragte Unohana, während sie zusah, wie der Schmetterling davon flatterte.

"Irgendwann; ich habe darauf gewartet, dass sein Vater es ihm sagt." Er sah den Blick, den sie ihm zuwarf und räusperte sich. "Sie haben Recht; Ichigo wird es sich wahrscheinlich selbst zusammenreimen, ehe Isshin dazu kommt." Er warf ihr denselben Blick zu. "Werden Sie jemals Dumbledore gegenüber Ihr Geheimnis enthüllen?"

Unohana lächelte gelassen. "Ich warte ab, wie aufmerksam er ist", war ihre sittsame Antwort.

Der alte Mann schnaubte. "Ich befürchte, dass wir beide weiterhin warten müssen."

"Vielleicht. Vielleicht nicht", erwiderte Unohana und schickte sich an, den Raum zu betreten.

Yamamoto sah ihr nach, ehe er ihr folgte. Er überlegte, dass Geheimnisse manchmal Zähne hatten.

Man sah sich am besten vor, dass sie sich nicht umdrehten und einen bissen.
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