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A little too much

GeschichteAllgemein / P12
OC (Own Character) Shawn Peter Raul Mendes
24.01.2020
13.01.2021
30
34.271
2
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13.01.2021 1.243
 
Die Arbeiten verliefen gut, doch dies ist nebensächlich. Das Wichtigste: Wir haben Ferien!

Freudig fahre ich mit meinen Freunden nach Hause. Wir haben beschlossen, den Beginn der begrenzten Freiheit mit einem Filmmarathon und Shoppen zu feiern. So ist das ganze Wochenende ausgeplant.

Wir schmeißen uns alle auf das große Sofa im Wohnzimmer. Mia angelt gerade so die Fernbedienung. Sonst hätten wir ein Problem gehabt, denn keiner wäre aufgestanden.

Wir starten mit dem ersten Film. Aufmerksam und entspannt verfolgen wir alle die flackernden Bilder auf dem großen Bildschirm.

Während die anderen drei den nächsten heraussuchen, hole ich mir einen Apfel als Stärkung. In der Hälfte des Dritten bestellen wir Pizza, die pünktlich am Ende geliefert wird. Wir sind heute einfach alle zu faul, selber zu kochen. Ab und zu kann man sich so etwas Mal gönnen. Aufopferungsvoll erhebe ich mich und begrüße Pizza Joe, so habe ich ihn gerade genannt, an der Tür.

„Hier eure Pizzen. Bezahlt ist es ja schon. Lasst sie euch schmecken. Auf Wiedersehen.“, rattert der Junge mit dem Käppi verkrampft seinen Text runter. Er scheint neu zu sein. Seine Art ist leicht amüsierend. Mit einem Schmunzeln erwidere ich „Tschüss!“

Bei meinem Eintritt in das Wohnzimmer ruft meine Schwester begeistert: „Essen!“ So verteile ich die vier Pizzen, um mich dann gegenüber von den anderen auf den Boden fallen zu lassen. Stück für Stück wandern die Kalorien in meinen Mund. „Lecker!“, seufze ich mit einem zufriedenen Lächeln.

Mit den Pappen gehe ich in die Küche und komme mit Getränken wieder. Die anderen drei haben währenddessen den nächsten Film herausgesucht, „A Star is born“ mit Lady Gaga.

Bevor ich noch auf der Couch einschlafe, verabschiede ich mich danach ins Bett. Die andern drei wollen noch einen anderen Film ansehen.



Am nächsten Morgen wache ich viel zu früh auf. Verfluchter Schulrhythmus! Nach zweimaligen drehen steht fest, ich kann nicht mehr einschlafen. Also beschließe ich leise aus meinem Zimmer zu tapsen, ohne Rose zu wecken, und in die Küche zu gehen. Dort heil angekommen suche ich die Zutaten zusammen, um fluffige Pancakes zu machen. Ich habe vor Kurzem ein neues Rezept gefunden, welches ich mal ausprobieren kann.

Dabei höre ich Musik mit meinen Kopfhörern, ab und zu summe ich ein Lied mit. Am Ende bin ich recht zufrieden mit dem Ergebnis. In der Küche hat sich der Duft der süßen Speise verbreitet. Ich stelle sie in den Backofen, damit sie nicht auskühlen. Die anderen scheinen immer noch zu schlafen. Ich beschließe mir die Zeit mit dem Aufwaschen zu vertreiben.

Um kurz vor neun bin ich fertig. Rose kam vor 10 Minuten herunter und hat schon den Tisch gedeckt.
„Ich gehe mich mal umziehen und die anderen beiden wecken.“, informiere ich sie. Ich stehe hier schließlich noch im Pyjama da.

Ich ziehe mir eine Jogginghose und ein lockeres Shirt an. Ich schlendere pfeifend in Mias Zimmer, beide schlafen noch.

Zuerst versuche ich meine Schwester zu wecken. „Lass mich noch schlafen.“, murmelt sie in ihr Kissen. Nein, heute nicht. Wie bekomme ich sie jetzt munter? Ich gehe ins Badezimmer und mache einen Lappen mit kaltem Wasser nass. Manche verwenden einen Eimer, das ist mir aber zu krass. Ich werfe das kalte Ding voll auf das Gesicht meiner Schwester.

Der laute Schrei hat auch Alice geweckt. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
„Aufstehen. Frühstück ist fertig!“, rufe ich lachend. Ich warte, bis beide aufgestanden sind.

„Was war das denn für ein Schrei? Hast du jemanden ermordet?“, fragt mich meine beste Freundin, als ich die Küche wieder betrete.
„Nö, meine Schwester brauchte nur eine Extra-Aufforderung.“, erkläre ich ihr schulterzuckend. Wir nehmen die Pancakes aus dem Backofen und stellen sie zu der Marmelade und dem Ahornsirup.

„Irgendwann kriegst du das zurück Ava Mayers!“, droht mir meine Schwester beim Betreten der Küche mit einem feindseligen Blick.
„Ich doch nicht. Ich kann doch nicht mal einer Fliege was zuleide tun.“, sage ich mit meinem besten Engels-Blick. Sie rollt nur mit den Augen und setzt sich an den Tisch.
Nachdem ersten Bissen des Süßen lenkt sie ein: „Okay, ich verzeihe dir. Weil du so göttliche Pancakes gemacht hast. Die sind der Wahnsinn!“ Ich bedanke mich bei ihr für das Kompliment.

Die Teller sind leer, die Bäuche voll. „Woher kannst du das?“, fragt mich Alice beim Abräumen.
„Ich habe ein Rezept aus dem Internet ausprobiert. Es klang lecker und hatte gute Bewertungen. Ich hatte nicht viel zu verlieren.“, gebe ich ehrlich zu. Wenn ich es mir recht überlege, bin ich meist diejenige, die neue Rezepte erprobt.

Ich ziehe mir für draußen andere Sachen an. Eine schwarze Skinny-Jeans, das oberste Shirt meines Schrankes und einen Hoodie darüber. Ich schnappe mir meinen Rucksack, wo ich Handy, Portemonnaie reinschmeiße. Unten bin ich die Letzte, ich schlüpfe in meine Jacke und meine Chelsea-Boots, ich liebe sie im Herbst über alles. Mia schließt hinter mir ab.

Ich schließe meine Jacke, setzte den Helm auf und steige auf mein Rad. Es ist heute wieder etwas wärmer für die Jahreszeit. Entspannt kommen wir unserem Ziel immer näher.

Nach einer 15-minütigen Fahrt sind wir an dem Einkaufszentrum angekommen. Ich brauche eine neue Winterjacke und sonst wird das genommen, was mir in dem Moment gefällt und ich doch noch brauchen kann. Bei manchen Sachen kann ich einfach nicht Nein sagen. Zum Beispiel Hosen, coole Shirts oder einen Hoodie kann man immer gebrauchen.

Doch meist findet man mich in der Ecke für zurückgelassene Partner. Ich gehe einmal durch und was mich überzeugt, probiere ich an. Dies ist meist nicht die Menge und so bin ich die, die bei der Entscheidungsfindung für andere hilft. Ich bin auch nicht der Typ für lange im Spiegel betrachten, ob es mir gefällt. Entweder ich sage sofort, dass ich es nehme oder ich kaufe es nicht.

Zum Glück machen wir einmal eine Pause, um uns ein Stück Kuchen schmecken zu lassen. Am Ende des Tages habe ich nicht nur schmerzende Füße, sondern auch meine geplanten Winterjacke, zwei neue Hosen, vier Shirts, zwei Pullover und ein Paar Stiefel. Ich bin ganz zufrieden, immerhin trage ich vier Beutel der Geschäfte. Doch im Vergleich zu den anderen ist meine Ausbeute eher gering.
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Hi,
heute habe ich euch einiges mitzuteilen.

Vielleicht habt ihr es mitbekommen, es sind still und heimlich drei Kapitel mehr geworden. Das liegt daran, dass ich angefangen habe, die Ersten hochgeladen Kapitel zu überarbeiten. Mir ist es passiert, dass ich so viel dazugeschrieben habe, dass es eigentlich zwei Kapitel wären. Seht euch nicht zu sehr verpflichtet, es ist nicht wirklich (inhaltlich) dazugekommen. Ich würde mich freuen, wenn ihr es dennoch macht. Ich bin momentan bei (einschließlich) Kapitel 13.

Die ersten geschriebenen Szenen habe ich mir damals aufgehoben. Also die, bevor das alles veröffentlicht wurde und alles noch nicht sehr ausgereift war. Dabei fiel mir mal wieder auf, dass nach dem ersten Konzept die beiden schon längst zusammen wären. Auf jeden Fall passen diese Szenen nicht mehr rein und stehen extra.
Ich habe mir soeben ein paar wieder durchgelesen. Gott, waren die schlecht und schnulzig geschrieben. Die darf niemals jemand sehen. Was ist mir damals bloß durch den Kopf gegangen? Dieser Moment ist immer total komisch, wenn man sich mal wieder durchliest, was man vor einem Jahr oder so geschrieben hat und sich nur denkt: „Was für ein Müll?“ Kennt ihr es auch?

Bei mir beginnt ab Montag die Schule erneut. Wie ist es bei euch, dürft bzw. müsst ihr wieder in die Schule?

Liebe Grüße aus meiner letzten Woche häuslicher Lernzeit. Ihr schafft das!
Marie
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