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Don't leave me alone

GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P18 / Gen
Black Widow / Natasha Romanoff Hawkeye / Clint Barton Hulk / Bruce Banner Iron Man / Anthony Edward "Tony" Stark Spider-Man / Peter Parker Thor
24.01.2020
08.04.2021
6
16.379
31
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36 Reviews
Dieses Kapitel
9 Reviews
 
 
08.04.2021 2.733
 
Hey guys^-^
Also erstmal ein riesigies SORRY an euch alle :/ Ich weiß, ich hab lange nicht mehr weiter geschrieben und um ehrlich zu sein, weiß ich noch nichtmal, ob dieses Kapi es überhaupt wert ist, online zu kommen...
Die Schreibblockade hat mir einfach galant eine über gebraten und ich konnte keinen vernünftigen Satz zu Papier bringen *seufz*
Naja und jetzt ist irgendwie das hier passiert.
Keine Ahnung, was ich davon halten soll, aber seit in euren Reviews ruhig erhlich, sollte auch das Kapi genaus wenig gefallen wie mir^^"

Anyways, ich wollte mich auf jedenfall nochmal bei all denen bedanken, die diese Story nicht aufgegeben und mir weiterhin fleißig Reviews geschrieben haben :D Ihr seit absolut die Besten und ich hätte ohne euch niemals die Motivation auch nur den Ansatz eines Kapis hinzubekommen^^"

Aber jetzt mal genug mit dem Gelaber und viel Spaß beim Lesen ;)
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Kapitel 6

Peter

Für einen Moment war es, als wäre ich nie weg gewesen.
Der warme Geruch von Lavendelreiniger empfing mich, als ich die Tür hinter Mr. Stark schloss und alles schien noch genau da zu sein, wo es gewesen war, bevor ich die Wohnung verlassen hatte.
Meine löchrige Collegejacke mit Star-Wars Aufnähern, die May seit Wochen hatte flicken wollen und es doch ständig vergaß, lag noch immer in dem pinken, abgenutzten Wäschekorb vor meinem Zimmer.
Langsam, beinahe andächtig durchquerte ich den Flur, sah mir jedes kleinste Detail genau an und drohte, in meinen Erinnerungen zu versinken.
Dass Mr. Stark noch hier war, schien ich komplett vergessen zu haben; mein Weg führte mich ins kleine Wohnzimmer der Vierzimmerwohnung und ich blieb lange in der Mitte des Raumes stehen, um mich genau umzusehen.
Der Staub hatte sich auf dem kleinen, alten Fernseher und den Regalen abgesetzt und die Spagetti mit Tomatensoße, die ich mir vor fast vier Wochen gekocht hatte, lagen schimmelnd auf einem Teller auf dem Couchtisch.
Staubmäuse sammelten sich in den Ecken hinter dem Computertisch, den May immer als ihren persönlichen Schreibtisch benutzt hatte und an den sie mich nur dran ließ, wenn ich etwas wirklich Wichtiges für die Schule erledigen musste.
Bei dem Gedanken daran wollte ich lächeln, doch meine Mundwinkel schienen sich nicht bewegen zu wollen.
Stattdessen fiel mir einmal umso mehr auf, wie… leblos diese Wohnung ohne Tante May war.
Normalerweise würde sie jetzt in der Küche sein und irgendeinen AC/DC Song summen – und zwar so schief, dass ich meistens nicht einmal erkannte, um welches Lied es sich handelte.
Und dann würde sie mich fragen, wie mein Tag war und ob ich ihr helfen könnte, den Müll rauszutragen.
'Und dann würde ihr das Essen anbrennen und…'
„Wow, deine Tante scheint ja nicht grade ‘ne Putzfee zu sein, was, Kleiner?“
Ich zuckte zusammen, als Mr. Stark ohne Vorwarnung hinter mir auftauchte.
Reflexartig wirbelte ich herum und starrte mein Idol an, welcher beinahe andächtig mit der Gabel in den schimmelnden Spagetti rührte.
Etwas aus dem Konzept gebracht schüttelte ich den Kopf, ehe ich mich dazu ermahnte meine Fassung nicht zu verlieren.
Ich konnte später in Erinnerungen schwelgen.
Jetzt musste ich erstmal hier raus.
„Sie arbeitet meistens zwei Schichten“, erklärte ich betont locker, „Da hat sie nicht viel Zeit für den Haushalt. Den mache ich immer.“
Tony nickte langsam, ehe er weiterlief und dabei über eines der Regale strich.
Den Staub, der sich dabei auf seiner Fingerkuppe ansammelte, klopfte er anschließend an der Hose seines Anzugs ab.
„Also gut und wann kommt Tante 'Hottie' endlich nach Hause?“, fragte er, nahm einen der drei Bilderrahmen in die Hand, die sich auf Mays Schreibtisch befanden und musterte es kurz.
„Könnten Sie meine Tante bitte nicht so nennen?“, fragte ich genervt zurück und schielte kurz in Richtung meines Zimmers.
„Hmpf. Spielverderber.“
Spielerisch zwinkerte mir Stark zu, dann stellte er das Bild, welches May, Ben und mich beim Eis essen zeigte, zurück an seinen Platz.
„Sie sollte in ein paar Stunden zurück sein“, antwortete ich dann, während ich das beißende, schlechte Gewissen energisch zurückzudrängen versuchte, „Sie können ja schonmal zurück zum Tower fahren und ich rufe Sie an, wenn May wieder kommt.“
Zwar glaubte ich nicht wirklich, dass Mr. Stark diesen Vorschlag auch nur annähernd in Betracht ziehen würde, doch ich versuchte es trotzdem.
Die Hoffnung starb ja bekanntlich zuletzt…
„Und dich ganz alleine hierlassen? Nichts da, Kiddo.“
Damit ließ sich Tony auf die Couch fallen und warf die Beine über die Lehne, so, dass er mehr auf dem Sofa lag als saß.
„Außerdem hast du ein ziemlich hübsches Zuhause, Pete“, fügte er dabei hinzu, während er mich nicht aus den Augen ließ, vermutlich, um meine Reaktion auf seine Worte hin verfolgen zu können.
Und, verdammt, ich wäre vor Frustration am liebsten die Wände hochgegangen.
Aber zum Glück hatte ich eingeplant, dass sich Tony nicht einfach von mir vertreiben lassen würde.
Ich würde es auch so schaffen von hier abzuhauen.
Leise atmete ich durch, wandte mich von Ironman ab und biss mir nachdenklich auf die Unterlippe.
Meine Netzwerfer waren noch immer in meinem alten Zimmer; Ich hatte sie sorgfältig in einem Hohlraum hinter der Wand meines Kleiderschranks versteckt.
Und wenn ich mich recht daran erinnerte, müsste ich sogar noch eine Flasche mit Netzflüssigkeit im Badezimmer haben.
Unauffällig schielte ich zu Mr. Stark, welcher damit begonnen hatte, irgendetwas auf seinem Handy zu spielen.
Mit einer einzigen Flasche Netzflüssigkeit würde ich nicht weit kommen, soviel stand fest.
Mit viel Glück würde ich es vielleicht über den Eastriver schaffen, bevor meine Netzwerfer leer waren, doch das bezweifelte ich.
Aber… musste ich überhaupt so weit weg?
Sobald Mr. Stark bemerken sollte, dass ich abgehauen war, würde er höchst wahrscheinlich aufgeben und einfach zurück nach Hause fahren.
Immerhin bedeutete ich ihm nichts und er schien nicht der Mensch dafür zu sein, der unbedacht einen Haufen Zeit und Mittel verschwendete, um nach einem obdachlosen Teenager zu suchen.
Ich war schließlich nur eines von vielen suizidgefährdeten Kindern, die New York fast täglich hervorbrachte.
Und genau wie auch diese anderen Kinder, war ich absolut wertlos für die Gesellschaft, so hart das vielleicht klingen mochte.
Die Avengers hatten keinen Nutzen daran, mich zu suchen und zurück zu bringen.
Diese Erkenntnis ließ beinahe etwas wie Enttäuschung in mir aufwallen, doch ich drängte meine
Emotionen entschlossen zurück.
Es war ohnehin besser, wenn sie nicht nach mir suchten und mich stattdessen einfach vergaßen…
„Ich warte in meinem Zimmer“, verkündete ich schließlich, laut genug, um den Soundtrack zu übertönen, der aus Tonys Handy gedudelt kam.
Mein Idol grinste, tippte etwas auf dem Bildschirm herum und sah dann kurz zu mir.
„Großartige Idee. Ich komme mit, dann kannst du’s mir zeigen. Wollte schon immer mal wissen, wie ihr normalen Menschen so wohnt.“
Ich seufzte genervt auf.
„Müssen Sie mir wirklich überall hin folgen?“, fragte ich, darum bemüht, möglichst gelassen zu klingen.
„Wo bliebe denn sonst der Spaß?“, fragte der Milliardär mit einem Zwinkern zurück, ehe seine Miene wieder ernst wurde, „Also… In dein Zimmer? Oder willst du mir endlich sagen, was hier wirklich läuft?“
Mein Herz schien stehen zu bleiben und spürte, wie kalter Schweiß meinen Nacken hinab rann.
'Nicht ausflippen, Parker', ermahnte ich mich, während Adrenalin meine Adern flutete, 'er kann unmöglich wissen, dass May nicht kommen wird.'
„Ich weiß nicht, wovon Sie reden“, antwortete ich schließlich durch zusammengebissene Zähne hindurch, ehe ich in Richtung Flur lief, „aber wenn Sie unbedingt wollen, zeige ich Ihnen mein Zimmer.“
„Du bist ein furchtbarer Lügner, weißt du das eigentlich?“, kam es von meinem Idol, welcher die Beine von der Lehne schwang und mir geduldig folgte.
Doch während der Milliardär das Thema erst einmal fallen gelassen zu haben schien, rasten meine Gedanken hunderte von Meilen pro Sekunde.
Ob Mr. Stark wirklich langsam ahnte, was hier lief?
Nein, dazu müsste er meine Akte kennen und ich glaubte nicht, dass er sich die Mühe gemacht hatte, auf sie zuzugreifen.
Langsam steuerte ich mein Zimmer an, nicht bemerkend, wie Tony nachdenklich im Flur stehen blieb.
Meine Netzwerfer konnte ich vergessen; Es war unmöglich sie aus meinem Versteck zu holen, ohne, dass Ironman mich dabei sehen würde.
Und was sollte ich ihm sagen, wenn er mich fragte, wofür die Dinger gut waren?
Zwar war es mir egal gewesen als Spiderman enttarnt zu werden, als ich das Hochhaus hoch kletterte, doch das lag daran, dass ich mir sicher war, dass ich ohnehin sterben würde.
Das hier… Das war eine völlig andere Situation.
Ich öffnete die Tür zu meinem alten Zimmer, doch ich trat noch nicht ein.
Es fühlte sich irgendwie falsch an, nach so langer Zeit wieder in mein Zimmer zurück zu kehren, so, als wären die letzten Wochen nie passiert.
Vielleicht konnte ich einfach schnell rein gehen, ohne mich allzu genau umzusehen, mir meine Netzwerfer schnappen und sie dann unter meinen Pulli stopfen.
Oder vielleicht konnte ich mich auch einfach in mein Bett legen und einschlafen und 'wenn ich wieder aufwachte, würde ich feststellen, dass alles nur ein Traum war.'
Der Gedanke war so hoffnungslos naiv, dass mir ein bitteres Lächeln über die Lippen huschte.
Ich warf einen letzten Blick auf Mr. Stark, welcher noch immer mit gerunzelter Stirn auf den Parkettboden unter sich blickte, dann machte ich den ersten Schritt in mein Zimmer hinein.
Allerdings kam ich nicht dazu, weiter zu laufen.
Vor Schreck zuckte ich zusammen, als Tonys Handy plötzlich erneut Töne von sich gab – diesmal allerdings nicht, weil er etwas spielte, sondern weil er angerufen wurde.
Automatisch zog ich den Fuß, mit welchem ich bereits ins Zimmer getreten war, wieder zurück, ehe ich abermals zu meinem Idol blickte.
Der Milliardär schüttelte kurz den Kopf, so, als hätte man ihn mitten aus einer tiefen Trance gerissen, ehe er schließlich auf den Bildschirm seines Smartphones blickte.
„Da muss ich kurz dran gehen“, erklärte er mir kurz und mit einem unterdrückten Stöhnen, so, als sei er bereits jetzt von dem Anrufer genervt.
„Schon gut. Ich… muss eh aufs Klo“, antwortete ich schnell und ohne darüber nachzudenken.
Tony nickte nur, ehe er sich mit schnellen Schritten zurück ins Wohnzimmer begab, vermutlich, um ungestört reden zu können.
Mein Stichwort, ebenfalls zu verschwinden.
Ich lief leise den Flur entlang, ehe ich die nächste Tür zu meiner Rechten öffnete, um tatsächlich im Badezimmer zu verschwinden.
Allerdings plante ich nicht, einfach nur auf die Toilette zu gehen.
Sobald die Tür hinter mir ins Schloss fiel und ich zweimal an der Klinke rüttelte, um sicherzugehen, dass ich wirklich abgeschlossen hatte, fiel mein Blick auf das schmale Fenster, direkt neben der Dusche.
Nicht der eleganteste Ausgang, aber besser als nichts.
Und zum Glück wusste ich durch einige vorherige Versuche, dass ich durch das Fenster passte.
Ich steuerte die Toilette an und klappte den Deckel nach oben – so heftig, dass er gegen die gekachelte Wand hinter sich schlug und einen hellen Klang von sich gab.
Mr. Stark dürfte damit wohl gehört haben, dass ich wirklich im Bad war.
Ab jetzt hatte ich vielleicht fünf Minuten, um zu verschwinden, ehe der Superheld sich fragte, wo ich so lange blieb.
„Hast du mich etwa schon vermisst, Romanoff?“
Gerade, als ich damit begann, die zahllosen Reinigungsflaschen und Zahnputzbecher vom Fensterbrett zu räumen, drang Tonys Stimme an mein Ohr.
Zögernd legte ich den blasspinken Plastikbecher in meiner Hand auf den Boden, ehe ich nachdenklich zur Tür sah.
Eigentlich wollte ich nicht lauschen und gleichzeitig wusste ich, dass es keine Rolle spielte, was ich wollte.
Mein dämliches Supergehör würde Mr. Stark noch telefonieren hören, wenn er drei Blocks weit weg stand.
Wie zum Beweis hörte ich in dem Moment, wie Natasha leise schnaubte.
„Träum weiter“, drang es blechern durch den winzigen Lautsprecher, „Ich wollte dich nur fragen, wie lange das noch dauert. Ihr seid schon fast zwei Stunden da drin.“
Ich schüttelte langsam den Kopf.
'Zwei Stunden? Ach du heilige…'
„Keine Ahnung. Tante Hottie ist noch nicht aufgekreuzt und langsam glaube ich wirklich nicht mehr da dran, dass die überhaupt noch kommt“, antwortete Tony nach einigen Sekunden schließlich, „also, wenn das alles war, was du wolltest, dann-“
„Nicht ganz.“
Natasha unterbrach Stark, während ich endlich aus meiner Starre erwachte und hastig damit fortfuhr, das Fensterbrett frei zu räumen.
„Fury hat ein Meeting für heute einberufen, um fünfzehn Uhr. Thor und Steve wurden schon kontaktiert.“
Eine kurze Atempause.
„Es geht um die momentane Lage in Queens.“
Eine Flasche Fliesenreiniger rutschte mir aus der Hand, als ich Ms. Romanoff den Namen meiner Heimatstadt sagen hörte.
Mit einem scheppernden Geräusch kam sie auf den Boden auf und ich sah zu, wie der grüne Plastikdeckel abplatzte und hinter das Waschbecken schlitterte.
'Großartig, Peter. Mach noch ein bisschen mehr Lärm, dann hast du Stark gleich *wieder* an dir dran hängen!'
Ich schnitt eine Grimasse, ehe ich die Flasche schnell wieder aufhob, so, als könnte ich dadurch rückgängig machen, sie überhaupt erst fallen gelassen zu haben.
Danach neigte ich den Kopf etwas, um die Konversation weiter verfolgen zu können.
„Wieso Queens?“, hakte Ironman, welcher nicht mitbekommen zu haben schien, wie ich unfreiwillig im Bad randalierte, nach, „Geht es etwa wieder um den… Spider-Boy? Nein, Spiderling, stimmt’s?“
Bei dem letzten Versuch meinen Namen irgendwie richtig zu bekommen, kicherte er kurz.
„'Spiderman'“, korrigierte Natasha genervt.
Vermutlich war es nicht das erste Mal, dass sie Tony korrigierte, doch das interessierte mich nicht.
Stattdessen fiel mir die Flasche erneut aus der Hand.
Na super!
Das letzte, was ich gebrauchen konnte, war, dass die über mein Alter-Ego sprachen.
„Und das ist nicht witzig, Stark. Die Kriminalitätsrate steigt weiter an und Shield kann nicht genügend Agenten zur Verfügung stellen, um den örtlichen Behörden zu helfen! Das NYPD ist vollkommen ausgelastet und von dem dämlichen Wandkrabbler fehlt immer noch jede Spur!“
Die Agentin atmete leise durch.
„Fury will, dass die Avengers sich an der Suche nach Spiderman beteiligen.“
Tony schnaubte hörbar.
„Wozu?“, fragte er dann, „Vielleicht hat er seinen Job im rotblauen Strampelanzug endlich aufgegeben. Oder er ist tot. So oder so, wir würden ihn ohnehin nicht finden, wenn er nicht gefunden werden will.“
Nataschas Antwort darauf hörte ich schon nicht mehr.
Stattdessen glitt ich langsam an der Wand hinter mir zu Boden, winkelte die Beine an und schlang die Arme um meine Knie.
Mr. Stark hatte *so* Recht, auch, wenn er das noch nicht wusste.
„Spiderman ist tot“, wisperte ich leise in die Stille des Badezimmers hinein, ignorierend, wie Tränen in meinen Augen aufstiegen.
Er starb, als er darin versagte, meine Tante May zu retten.
Ich atmete leise durch, ehe ich mich dazu zwang, wieder aufzustehen.
Egal wie lange Mr. Stark noch telefonierte, er würde spätestens wenn er auflegte, mitbekommen, dass ich nicht aus dem Bad gekommen war.
Und bis er an die Tür klopfte, um zu fragen, wo ich blieb, musste ich verschwunden sein.
Also räumte ich den letzten Becher weg, ehe ich meine Hand nach dem Fenstergriff austreckte.
„Und woher willst du nochmal wissen, dass die Tante nicht kommt?“
Nataschas Stimme war mit einem Mal wieder da und noch während ich den Griff hinunterdrückte, hörte ich, wie Tony unruhig auf und ab ging.
Ich hatte keinen Schimmer, wann die beiden wieder damit begonnen hatten über mich, statt über Spiderman zu sprechen, doch das war mir auch ziemlich egal.
„Die Wohnung sieht aus, als hätte hier seit Wochen keiner mehr aufgeräumt oder geputzt, Nat. Sogar auf dem verdammten Parkettboden im Flur liegt Staub.“
„Und…?“, fragte die Spionin unbeeindruckt.
Kurze Stille.
„Und ich hab keine Fußabdrücke im Staub gefunden, die nicht von Peter oder mir stammen. Also war in der Wohnung schon lange niemand mehr.“
Ich spürte wie mir das Blut in den Adern gefror.
Für einen winzigen Augenblick schien die Welt stehen zu bleiben, und ein kalter Schauer jagte meinen Rücken hinunter.
Tony wusste es. Keine Wunder, dass er so lange im Flur stehen blieb und auf den Boden starrte, als hätte dieser ihn persönlich beleidigt.
Oh mein fucking Gott, Tony Stark wusste, dass meine Tante nicht wieder kam und dass ich gelogen hatte und dass ich keine Familie hatte und dass…
Energisch schüttelte ich den Kopf, während ich versuchte, das Gefühl meines rasenden Herzens zu ignorieren, dass pochend gegen meinen Brustkorb schlug.
Meine Gedanken wirbelten durch meinen Kopf, scharf und gefährlich wie ein Tornado aus Rasierklingen.
Allerdings war ein Gedanke lauter als alle anderen.
'Du musst raus hier! JETZT, Parker!'
Ohne überhaupt noch auf so etwas wie Netzwerfer oder die Tatsache, leise sein zu müssen, zu achten, riss ich das Fenster auf und zwängte mich hindurch ins Freie.
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