Light up the new World/New Version

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
OC (Own Character)
24.01.2020
24.01.2020
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Light up the new World/ New Version

Hallo zusammen
Herzlich willkommen!
Es freut mich sehr euch hier begrüssen zu dürfen.


Selbstverständlich gehört Death Note nicht mir. Ebenso wenig wie der Realfilm Light up the new World,  sondern Tsugumi Ōba und Takeshi Obata.Des weiteren sind jegliche Ähnlichkeiten zu FFs/Os vollkommen unbeabsichtigt!

Gut. Da das nun geklärt ist, noch einige wichtige Infos bezüglich des Inhalts:

Diese FF ist an den Realfilm »Light up the new World« angelehnt. Ich übernehme jedoch nur ganz das Grundgerüst, nicht mehr und nicht weniger (also das sechs Death Notes existieren und dass es einen Erben von L gibt). Es macht nichts, wenn ihr den Film nicht kennt.

Info für diejenigen, die den Film kennen: Tsukuru Mishima (Ryo Nakagami) und Ryuzaki/L (Masahiro Higashide) werden hier NICHT vorkommen. Und auch die Handllung wird bei der FF eine andere sein.
Ich fand den Film übrigens sehr interessant und hätte mir durchaus mehr zwischen den beiden vorstellen können, aber jedem das seine.

(Eventuell werde ich mal einen OS dazu schreiben)

Da es ganze 10 Jahre nach dem Kira-Fall spielt, lebt sowohl L wie auch Light nicht mehr. Kira ist also ein OC.
Es kommen mehrere OCs/Kiras  vor, da es sechs Death Notes sind.

Da über A so wenig bekannt ist, ist vieles Interpretationssache! Ich schreibe ihn hier wie ich ihn mir vorstelle. Es wird sich ähnlich wie ein OC x OC lesen, eben weil niemand weiss wie A charakterlich wirklich ist/gewesen ist.


Warnung: Ich stelle hier einen psychisch instabilen Charakter-A-dar.
Wer das nicht verträgt, soll es bitte NICHT LESEN!


Ansonsten viel Spass!

Lg Angel Rose






Keine wahre Liebe ohne Gerechtigkeit und keine wahre Gerechtigkeit ohne Liebe
(Zitat von Adolph Kolping)




Kapitel 1


Zwei Leben


Als William an die Türe klopfte, war er bereits wach. Mit langsamen Schritten näherte sich der alte Mann dem Bett. »Aufstehen, ein neuer Tag erwartet dich.«
Um ein Haar hätte er gelacht, doch es blieb ihm im Hals stecken.
Und wenn nicht? Was, wenn ich einfach nicht aufstehe?
Wenn ich mich weigere den
»neuen Tag« willkommen zu heissen, wenn ich die Dunkelheit und die Kälte der Nacht bevorzuge?
Nur in der Nacht konnte er vergessen. Nein, damit war nicht der Schlaf gemeint, denn mit ihm kamen die Alpträume. Entsetzliche Szenen, die sich jedes Mal wiederholten, wenn er es wagte die Augen zu schliessen.

Doch in der Nacht hatte er seine Ruhe, konnte nachdenken. Leider artete es allzu oft in grübeln aus. Häufig schlief er gar nicht, und wenn, dann nur leicht, sodass ihn selbst das leiseste Geräusch auffahren liess.
Drei Stunden pro Tag. So viel hatte sein biologischer Erzeuger-L-gebraucht.
Ihn Vater zu nennen brachte A nicht über sich. Aus mehreren Gründen;
erstens hatte er L nie kennengelernt. Wie auch, wenn der Detektiv Jahre vor seiner Geburt gestorben war? Zweitens fiel es ihm generell schwer Beziehungen aufzubauen. A war jemand, der länger Zeit brauchte, bis er jemandem vertraute. Bislang war William der einzige, der ihm wirklich nahestand. Er kannte ihn bereits sein halbes Leben. Und nicht zu vergessen, der wichtigste Grund: A litt unter starken Minderwertigkeitskomplexen. Dass ausgerechnet er Ls Nachfolger sein sollte, machte ihm schwer zu schaffen.
Es wird von mir erwartet, dass ich besser bin, besser als sie alle

Mello, Near, Matt, Beyond. Selbst L- alle scheiterten!
L ist eine Legende. Der grosse Meisterdetektiv. Der geniale Stratege. Gegen ihn bin ich nichts. Abgesehen von der Blutlinie könnte ich ebenso gut ein Fremder sein.

Damals, beim Kira-Fall, gab es »nur«, zwei Kiras. Heute war die Ausgangslage eine andere: mindestens vier dieser Bücher befanden sich auf der Erde.
Eventuell sogar mehr? -Wer wusste das schon?  

Und ausgerechnet er sollte sie alle aufhalten?! Selbst L konnte Light Yagami nicht überführen, noch nicht einmal Misas Schuld einwandfrei beweisen.
Für A eine Sache der Unmöglichkeit.
Erst drei Jahre zuvor war ihr Death Note aus der Zentrale gestohlen worden. Keine Frage, da waren Profis am Werk.
Die Ermittlungen selbst waren auch nicht mehr das Wahre. Es herrschte ein akuter Personalmangel. Von anfangs zwölf Personen existierten nur noch er, William, Reika und Benjiro. Diverse neue Kiras hatten sie nach bis nach dezimiert. Eine Besserung der Lage war nicht in Sicht. Niemand wollte ihnen mehr beitreten. A konnte den Ermittlern keinen Vorwurf machen, wer setzte sich schon freiwillig solch einem Risiko aus?
Ich reisse nicht nur mich in den Abgrund sondern alle, die mit mir zusammenarbeiten. Das kann ich nicht länger verantworten. Es muss aufhören!
Aberohne Unterstützung werde ich es nicht schaffen. Irgendwann wird mich Kira ausfindig machen und töten.
Als ob das eine Rolle spielen würde!
Ich bin sowieso schon so gut wie tot!
Hin und hergerissen zwischen den innerlichen Zweifeln driftete A zusehends mehr ab.

»Aisu, steh auf.« A stockte, abrupt wurde er aus seiner Negativspirale gerissen. Es kam sehr selten vor, dass ihn William bei seinem vollen Namen nannte. Er meinte es ernst.

»Wenn du darauf bestehst«, murmelte A.

»Ja. Wir wollen doch die anderen nicht warten lassen, oder?«

Er schüttelte den Kopf.

»Na also.« William tätschelte ihm aufmunternd die Schultern.
»Ich warte unten auf dich.«


»In Ordnung.«

A blickte ihm nach, bis Williams schlanke Gestalt hinter der Türe verschwand. Er fragte sich des Öfteren woher sein Berater die Kraft nahm, jeden Tag derart positiv zu sein, ihn anzulächeln und ihm zu sagen, dass er das schon konnte und nur an sich zu glauben brauchte. Ohne William hätte A längst aufgegeben.

****

Auch den restlichen Tag quälten ihn diverse Zweifel.
Infolgedessen konnte er sich mehr schlecht als recht konzentrieren. Vergass Dinge. Machte Fehler. Eine einzige Enttäuschung, das bin ich und nichts weiter


As letzter Gedanke, ehe die Alpträume nach ihm griffen, ihn tiefer und tiefer zogen, ohne die Chance je wieder an die Oberfläche zu gelangen, war, sie wären besser dran ohne mich


♠️♦️♠️♦️

Die Blumen waren verwelkt, wie das Leben, welches begraben unter der Erde lag.
Misaki Kuboyoshi.
Die Zeit hatte vor dem Grabstein keinen Halt gemacht. Ungnädig wucherte der Efeu über die Kante, drohte die gemeisselte Schrift zu verschlingen.

»Schwester, bitte verzeih mir, dass ich ferngeblieben bin«, seine Stimme brach.

Er sank auf die Knie. Der Regen vermischte sich mit den Tränen, tropfte zu Boden.
Bald war er nass bis auf die Knochen. Es war ihm gleichgültig. In diesem Moment zählte einzig der Name auf dem Grabstein. Wie Glas schnitt der Schmerz in sein Herz. Klar, tief, tödlich. Hinterliess Wunden, die nie verheilen würden.
»Ich kam zu spät-wieder einmal…«

***
Fünf Jahre zuvor

Blut. Überall war Blut! Eine Pfütze hatte sich auf dem dunklen Mahagonieboden gebildet. Die Szene war grotesk. Es wirkte, als würden er nur schlafen.
Das
konnte nicht wahr sein. Das geschah gerade nicht wirklich. Nein, es war bestimmt ein Alptraum. Eine verzerrte Wahrnehmung der Wirklichkeit, eine Illusion.
Die Türklinke noch immer in der Hand, war er zur Salzsäule erstarrt. Einzig der schmale Lichtschimmer erhellte den Gang.
Zwei Schritte von der Garderobe entfernt lag er; sein Vater. Das Gesicht nach unten, der Anzug von Blut durchtränkt. Der schwarze Aktenkoffer lag wenige Meter neben ihm.
Er atmete tief durch. Versuchte sich mühsam wieder zu beruhigen.
Bestimmt ist er bloss ausgerutscht, hat sich den Kopf gestossen. Ja, so musste es sein.
Felsenfest davon überzeugt, dass es gar nicht anders sein konnte, liess er die Türklinke los und schritt auf seinen Vater zu. Vorsichtig sprach er ihn an. Toru rührte sich nicht. Auch auf das sanfte Rütteln an seiner Kleidung erfolgte keine Reaktion. Schliesslich berührte er das Handgelenk seines Vaters-kalt. Er versuchte den Puls zu finden, vergeblich. Tränen stiegen ihm in die Augen. Schnürten ihm die Kehle zu. Er konnte kaum noch atmen. Langsam aber sicher liess sich die Realität nicht mehr verleugnen:
Sein Vater schlief nicht, er war tot.
S
eine Hände zitterten unkontrolliert. Er brauchte mehrere Versuche um den Notruf zu wählen. Die Stimme war zu schnell, zu hoch, zu schwach. Es musste mehrmals nachgefragt werden. Er überlegte sich seine Mutter und seine Schwester anzurufen. Er musste es ihnen einfach, sagen, dass Vater Mit einem Mal verliess ihn alle Kraft. Er sank neben der noch immer offenen Türe zu Boden. Weinte hemmungslos.
Die Sirenen nahm er wie aus weiter Ferne wahr. Er war wie betäubt. Erst als ihn jemand zunächst leise, dann immer lauter ansprach wurde ihm bewusst, dass er nicht mehr allein war. Er blinzelte. Das Licht blendete ihn. Eine Polizistin war vor ihm auf die Knie gegangen. Sprach weiterhin auf ihn ein, stellte ihm Fragen. Er wollte ihr zuhören, wollte sie verstehen, doch es drang nicht zu ihm vor.
Von
einer anderen Realität aus hörte er Dinge wie »der arme Junge scheint unter Schock zu stehen, er ist richtig apathisch.« Und »Sind seine Eltern schon informiert worden?«
Die Polizistin half ihm aufzustehen. Es fühlte sich seltsam an. Es war, als würde nicht mehr länger er die Kontrolle über seinen Körper haben, sondern jemand anderes. Wie durch einen Schleier hindurch nahm er alles gedämpft war.
D
ie Frau führte ihn zur Türe.
Weshalb war er nochmals hierhergekommen? Warum waren all diese Leute hier?
Er warf einen Blick
zurück. Ein gravierender Fehler: mit voller Wucht fiel das zuvor verdrängte auf ihn zurück. Sein Vater am Boden-eine Lache um ihn herum- das Schussloch in seinem Kopf.

Auf den Anblick war er nicht vorbereitet. Ihm wurde schlagartig speiübel. Er übergab sich direkt auf den Boden.

*****

Kane erhob sich. Seine Finger, der ganze Körper fühlte sich taub an.

Er zerriss den wuchernden Efeu, legte die rote Rose behutsam auf das Grab neben das Grablicht.
Die Tränen waren versiegt. Er konnte nicht sagen wie lange er da gekniet hatte. Im tat alles weh. Sowohl äusserlich wie auch innen. Leere machte sich in ihm breit. Drohte ihn innerlich zu verzehren, zu verbrennen wie lodernde Flammen.
Tausende Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Von Vorwürfen bis über Gleichgültigkeit war alles dabei.
Als er endlich Zuhause ankam, schälte er sich aus den nassen Kleidern und stellte sich unter die Dusche. Bis die Haut ganz schrumpelig war. Doch die Kälte wollte nicht von ihm weichen.

»Wie geht es dir?«, fragte Amaya, nachdem er sich umgezogen hatte und auf dem Sofa abgesessen war.

»Na wie wohl?- Schlecht!«


Sie nickte. »War es wirklich eine gute Idee zu ihrem Grab zu gehen?«

»Ja. Sie ist immerhin meine Schwester, auch wenn wir unsere Differenzen hatten, so liegt sie mir dennoch sehr am Herzen.«

»Ich verstehe.« Amaya wirkte sehr nachdenklich, was nicht zu ihrem groben Äußeren passen wollte, sah sie doch aus als wäre sie geradewegs einem Horrorfilm entsprungen mit den kurzen, messerscharfen Zähnen und den langen, dolchartigen Krallen. Ihre weit aufgerissenen Eulenaugen schauten ihn mitfühlend an.

Kane erhob sich. Er ging in die Küche, kam mit einer Orange wieder zurück.
»Hier«, warf er Amaya die Frucht zu.

Ein Lächeln zierte ihr Gesicht.

Keine zwei Minuten später hatte sie die Frucht bereits vertilgt. Ihr Orangenkonsum war wirklich fragwürdig. Aus menschlicher Sicht konnte sowas gar nicht gesund sein. Aber eben, was wusste er schon. Kane sah nur das Loch in seinem Geldbeutel. Glücklicherweise verdiente er genug damit er Amayas Orangenkonsum decken und trotzdem noch leben konnte.

Er ging ins Schlafzimmer. Wenige Minuten später kehrte Kane mit dem Buch zurück. Der Einband war nicht mehr schön glatt, sondern abgegriffen, so oft war es bereits benutzt worden. Death Note, las er. Todes-Notizbuch. Welch passender Begriff, hatte dieses unscheinbare Buch doch so vielen Menschen bereits den Tod gebracht.
Kane setzte sich hin und zückte den Stift.
Ich weiss, dass du mich nicht erwählt hast, Kira. Dennoch werde ich mein bestes geben um deine Vision einer gerechten Welt zu verwirklichen.

****
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