Die Volturiprinzessin und der Wolf

GeschichteRomanze, Fantasy / P18
Aro Jacob Black Leah Clearwater Marcus Renesmee "Nessie" Carlie Cullen
22.01.2020
12.09.2020
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22.01.2020 2.140
 
Vorwort

Liebe Leser

Gestattet mir auch dieses Mal wieder ein kleines Vorwort…
Als erstes muss ich mich entschuldigen, dass es so lange gedauert hat, bis es wieder eine Geschichte von unserer „lieben“ Familie gibt.
Wie in der Kurzbeschreibung schon erwähnt, geht es dieses Mal um Alessandros Schwester Didyme-Sue und Billy, Sohn von Jakob und Renesmee und wenn auch aus den anderen Teilen hervorgeht, wohin ihr Weg sie führt, ist es vielleicht doch ganz interessant, die beiden ein Stück zu begleiten…


Die Volturiprinzessin und der Wolf

1.     Kinder wachsen zu schnell


Leah war gerade damit beschäftigt, die Kleidung ihrer Kinder Didyme-Sue und Alessandro, aus denen die beiden schon wieder rausgewachsen waren, auszusortieren, als ihre Tochter zur Tür herein kam. Diddy, wie sie von allen genannt wurde, war ein jüngeres Ebenbild ihrer Mutter, nur war ihre Haut etwas heller und ihre Schönheit noch perfekter.
„Wir müssen schon wieder neue Sachen für euch kaufen“, seufzte Leah, „ihr beide werdet ganz einfach zu schnell groß.“
„Psst“, Diddy legte einen Finger an den Mund, dabei sie lachte aber, „nichts sagen, oder gar denken, sonst ist Alice sofort da!“
„Oje, ich glaube, dazu ist es schon zu spät, die Gute ist bestimmt schon unterwegs“, antwortete Leah ebenfalls lachend.
„Ja fein, dann können wir wieder mal nach Mailand oder Rom fahren“, klatschte Diddy begeistert in die Hände.
„Ich weiß nicht, ob dein Vater Zeit dazu hat und du weißt, ohne ihn kann ich nicht weg“, sagte Leah nun ernst.
Diddy verlor deshalb nicht ihre gute Laune, sie umarmte ihre Mutter.
„Ich frag ihn, mir schlägt er die Bitte bestimmt nicht ab, und wenn nicht“, Diddy zuckte mit den Schultern, „dann fahr ich eben mit Alice allein.“
„Das erlaubt dein Vater schon gar nicht“, musste Leah lächeln, „ohne zumindest Felix, Demetri und den Hexenzwillingen, darfst du keinen Schritt aus der Festung machen.“
„Ja ich weiß“, seufzte Diddy theatralisch, „Vater lässt mich und Sandro keinen Schritt allein machen.“
„Liebes, du musst das verstehen“, versuchte Leah, das überfürsorgliche Verhalten von Marcus zu erklären, „ihr beide seid einmalig, der größte Schatz, den es gibt, nie hatten wir geglaubt, dass so ein Wunder möglich wäre.“
„Ein Wunder, dass dich fast das Leben gekostet hätte“, gab Diddy zur Antwort.
„Und ich hätte mein Leben gerne für euch gegeben“, sagte Leah, sie legte einen Arm um Diddys Schulter, „zum Glück ist ja alles gut gegangen. Aber um auf das Problem Shoppen zurück zu kommen, vielleicht haben die restlichen Cullens ja Zeit und dein Vater ist einverstanden, wenn sie euch begleiten.“
„Oja, das wäre fein, mit Emmett ist es immer lustig“, nickte Diddy, „wo wohnen die Cullens denn derzeit überhaupt?“ setzte sie fragend hinzu.
„Keine Ahnung“, zuckte Leah mit den Schultern, „in La Push oder besser gesagt, Forks, zur Zeit auf jeden Fall nicht, dann hätte deine Oma schon etwas gesagt.“
Auch wenn Leah nun nicht sehr oft nach La Push kam, so telefonierte sie doch regelmäßig mit ihrer Mutter.
„Wann fliegen wir wieder nach La Push?“ Diddy versuchte die Frage so beiläufig wie möglich zu stellen, aber ihre Mutter musste trotzdem lächeln.
„Ich glaube nicht, dass wir das so bald tun werden“, gab sie ebenso beiläufig zurück, „oder hast du schon Sehnsucht nach der Schule dort?“
„Ich will Oma wieder mal besuchen“, wandte Diddy ein, dann seufzte sie, „naja, es ist schon lustiger mit anderen Kindern zu lernen, als hier mit den alten Onkeln.“
„Ich dachte, du magst deinen Onkel Aro?“
„Ich hab ihn auch gern“, Diddy verdrehte die Augen, „aber es nervt, dass er immer über alles und jedes Bescheid weiß, nicht den kleinsten Gedanken kann man vor ihm verheimlichen.“
„Hast du denn geheime Gedanken?“ Leah sah ihre Tochter aufmerksam an und sie musste innerlich lächeln, als Diddy erwartungsgemäß errötete.
„Nein habe ich nicht“, wehrte sie hastig ab, „wo ist eigentlich Sandro?“ versuchte sie ihre Mutter abzulenken.
Nun war es an Leah, zu seufzen.
„Wo wird er schon sein“, sagte sie, „entweder in der Bibliothek gemeinsam mit Caius in Büchern vergraben oder in seinem Zimmer am Computer.“
„Na, dann werde ich ihn mal losreißen, vielleicht mag er mit mir ein wenig Bogen schießen üben.“
Und weg war Diddy.

Leah sah ihr seufzend nach. Die Zwillinge waren jetzt 6 Jahre alt, das entsprach in ihrer Situation einem Alter von ungefähr 15 bis 17 Jahren. Ein, zwei Jahre noch und die beiden würden erwachsen sein! Auch wenn Leah stolz auf ihre Kinder war, so bedauerte sie es doch oft, dass ihre Kindheit um so viel kürzer war, als in der normalen Menschenwelt. Die Kinder hatten damit keine Probleme, aber ihr zerfloss die Zeit unter den Fingern. Kaum waren sie Babys, waren sie schon im schulfähigen Alter und kaum dachte sie an die Pubertät, waren die beiden schon mittendrin. Zum Glück schien auch diese oft schwierige Zeit ohne Probleme abzulaufen, mehr als hin und wieder eine patzige Antwort hatte es noch nicht gegeben und da genügte ein Augenbrauen Hochziehen ihres Vaters Marcus, damit die beiden sofort klein beigaben. Seit die beiden begriffen hatten, wer und was ihr Vater wirklich war, hatten die beiden großen Respekt vor ihm, obwohl es kaum einen liebevolleren Vater geben konnte.
Marcus! In Leah begann sofort ein sehnsuchtsvolles Ziehen und auch ihr Herz fing schon zu stolpern an. Wie lange hatte sie ihn jetzt nicht gesehen?
Zehn Minuten? Eine Ewigkeit für ihr liebendes Herz!
Seit sie als Wolf fast gestorben wäre und Marcus sie im letzten Augenblick gefunden hatte, wurde sie ernsthaft krank, wenn sie Marcus einige Zeit nicht sah. Ihr Herz begann zu stolpern, setzte aus und wenn es länger dauerte, fing ihr Blut zu kochen an. Sie hatte anfangs Angst, dass sie Marcus mit ihrer ungewollten Anhänglichkeit lästig werden würde, aber Marcus liebte sie so sehr, dass er gar nicht genug von ihr bekommen konnte. Hatte sie ihn doch aus einer 2000jährigen Trauerstarre erlöst.
Umgehend machte sich Leah auf den Weg zu ihm, aber er kam ihr bereits am Gang entgegen.
„Geht es dir nicht gut?“ fragte Marcus besorgt, als er das blasse Gesicht seiner Frau sah.
„Jetzt geht es mir wieder gut“, Leah schlang die Arme um den Hals ihres Mannes und küsste ihn.
„Diddy hat mich gefragt, wann wir wieder nach La Push fahren“, fuhr Leah fort, während sie weiter gingen.
„So?“ Marcus hob seine Augenbrauen, „warum will sie denn schon wieder dorthin?“
„Das weißt du doch genau“, schmunzelte Leah.
„Nein“, brummte Marcus unwillig, „ich habe keine Ahnung.“
„Das sagst ausgerechnet du, wo du Beziehungen sehen kannst?“ gab Leah erstaunt zurück.
„Sie ist noch ein Kind“, wehrte er ab.
„Ja, das ist sie“, seufzte Leah, „in der Menschenwelt würden unsere Kinder gerade lesen lernen und nicht mitten in der Pubertät stecken.“
„Dafür sind sie umso schneller durch.“
Sie waren inzwischen in ihren Wohnräumen angekommen und Marcus nahm Leah in seine Arme. Er küsste sie leidenschaftlich und damit nicht genug, er wusste, dass ihre Kinder in der Schießhalle Bogen schießen übten und auch, dass Aro und Caius gerade beschäftigt waren, so konnte und wollte er die freie Zeit nutzen, um mit seiner Frau zusammen zu sein. Sie zu lieben und mit ihr in die Höhen der Liebe und Erregung zu steigen.
Leider hatten sie lange nicht so viel Zeit, wie sie gerne füreinander hätten. Marcus war als Oberhaupt der Volturi der mächtigste Mann der Welt und alle Fäden liefen letztendlich bei ihm zusammen. Auch wenn seine Brüder kräftig mitmischten, warteten sie doch immer, dass er das letzte Wort sprach. Das war nicht immer so gewesen, aber seit Marcus wusste, dass Aro seine erste Frau Didyme, die noch dazu dessen eigene Schwester war, getötet hatte und dass Caius Frau an einer Intrige beteiligt gewesen war, die Leah fast das Leben gekostet hätte, waren seine Brüder mehr als vorsichtig ihm gegenüber, wobei seine Feuergabe nicht wenig mit ein Grund war, die beiden im Zaum zu halten.

Stunden voller Leidenschaft später lagen Leah und Marcus entspannt im Bett.
„Diddy will also wirklich schon wieder nach La Push“, griff Marcus wieder den Faden von vorhin auf.
„Sie meinte, sie ginge lieber dort zur Schule, als hier mit den alten Onkeln zu lernen“, antwortete Leah lächelnd.
„Natürlich ist nur die Schule der Grund“, schmunzelte auch Marcus, „und nicht ein gewisser junger Mann?“
„Wenn du sie fragst, dann wird sie das vehement abstreiten“, nickte Leah, „aber Billy ist der Grund, das wissen wir alle. Man braucht ihn nur anzusehen wenn er Diddy erblickt.“
„Ist er geprägt worden?“ eine Prägung würde alle anderen Überlegungen unnütz machen.
„Nein, Jacob meint, Billys Wolfsgene würden von den Vampirgenen behindert.“
„Aber er ist doch nur zu einem Viertel ein Vampir“, wunderte sich Marcus.
„Naja, wahrscheinlich ist das ja auch nur Jacobs Ansicht“, schmunzelte Leah, „der Gedanke, dass sein Billy mit einer Volturi was anfangen könnte, raubt ihm bestimmt den Schlaf.“
„Aber Diddy ist deine Tochter, damit ist sie auch eine Quileute“, sagte Marcus unwillig.
„Ich war eine Quileute, jetzt bin ich eine Volturi“, sagte Leah ernst.
„Du bist vor allem mein Engel und das ist das Wichtigste“, erwiderte Marcus und gab ihr einen Kuss, bevor er sich erhob.
„Leider rufen die Pflichten“, sagte er unwillig seufzend.
„Ich komme mit“, erhob sich Leah ebenfalls.
„Dann werden die Pflichten zum Vergnügen“, gab Marcus zur Antwort und nachdem sie sich frisch gemacht und wieder angezogen hatten, verließen sie Hand in Hand  ihre Wohnung.

„Wir sollten mal wieder in Südamerika nach dem Rechten sehen“, überlegte Marcus auf dem Weg zur Bibliothek, „wir könnten Diddy und Sandro nach La Push mitnehmen und dann dort lassen, wenn wir weiterreisen.“
„Gibt es Probleme, von denen ich nichts weiß?“ fragte Leah besorgt.
„Nein, mein Engel, aber es ist immer gut, wenn man von Zeit zu Zeit präsent ist, damit gewisse Leute erst gar nicht auf dumme Gedanken kommen.“
Marcus blieb stehen und drehte sich zu ihr, er strich ihr über die Wange.
„Mach dir keine Sorgen es ist alles in Ordnung“, sagte er liebevoll.
„Ich mach mir keine Sorgen, denn alleine deine Anwesenheit wird alle Unruhestifter verstummen lassen“, gab Leah lächelnd zur Antwort.
„Du überschätzt mich“, wehrte Marcus ab.
„Oh nein und das weißt du ganz genau“, Leah küsste ihn zärtlich und Marcus erwiderte den Kuss voller Liebe.
„Wenn du Südamerika sagst, meinst du wohl Maria“, mutmaßte Leah.
„Ja, sie versucht schon wieder, eine Armee aufzubauen“, nickte Marcus, „warum auch immer. Wenn sie wirklich ihr Territorium gegen feindliche Vampire verteidigen muss, könnte sie ja auch uns zu Hilfe rufen.“
„Du weißt doch, dass sie nichts mit uns zu tun haben will, sie will ihr Gebiet mit niemand teilen.“
„Das muss sie auch nicht, ich überlasse ihr gerne Südamerika, aber an die Gesetze muss sie sich so wie alle anderen halten.“
„Wenn du vor ihr stehst, wird sie bestimmt schnell klein beigeben“, versuchte Leah ihren Mann zu beruhigen.
Marcus seufzte und nahm wieder ihre Hand, Leah hatte recht, er wusste, dass alle aufgrund seiner Feuergabe vor ihm Angst hatten und er war froh, dass wenigstens die Cullens normal mit ihm umgingen und natürlich sein größter Schatz, seine kleine Familie…

„Ich werde mit den Cullens reden, ob sie Zeit haben, nach La Push zu kommen“, sagte er, „dann kann ich mit Jasper über Maria sprechen, und die anderen auf unsere Kinder aufpassen.“
„Apropos Cullens“, erinnerte sich Leah an das Vorhaben von Diddy, „die Kinder brauchen schon wieder neue Sachen und da du ja nicht so viel Zeit hast, dachte ich mir, wir könnten sie fragen, ob sie mitkommen möchten.“
„Fragen, ob sie möchten?“ Marcus lachte, „ich wette mit dir, dass die gute Alice bereits unterwegs ist und alle anderen mitschleppt.“
Er strich Leah zärtlich über die Wange.
„Aber auch wenn ich nicht viel Zeit habe, für dich und die Kinder habe ich immer Zeit.“
„Naja, ich dachte nur und ich…“
„Du willst dir das shoppen ersparen, habe ich recht?“ aufmerksam sah Marcus seine Frau an.
„Ertappt“, musste Leah grinsen, „hier in Volterra oder in Florenz schnell etwas kaufen, macht mir ja nicht aus, aber diese Shoppingmarathons mit Alice, nein danke!“
„Ich verspreche dir, dass ich überhaupt keine Zeit habe“, erwiderte Marcus schmunzelnd.
Leah gab ihm einen Kuss.
„Du bist wohl der verständigte Ehemann, den es gibt“, sagte sie verliebt, „dafür liebe ich dich immer mehr.“
Marcus erwiderte den Kuss, der zunehmend leidenschaftlicher wurde und einige Vampire, die an ihnen vorbeikamen, sahen verlegen weg.
„Vielleicht sollten Paolo und Anna noch zum Shoppen mitkommen“, meinte Marcus, während die beiden weitergingen.
„Ja, das wäre gut, wo doch die Cullens so hilflos und so ganz ohne Gaben sind“, gab Leah mit einem schelmischen Grinsen zur Antwort.
„Genau“, Marcus Stimme klang ernst, aber Leah erkannte trotzdem den belustigten Unterton.

***************

Leider ist es mir dieses Mal nicht gelungen, die Geschichte vorher fertig zu schreiben und dadurch wird es auch immer eine Zeit dauern, bis ich wieder ein Kapitel hochladen kann, (ihr wisst schon, der blöde Alltag) aber ich verspreche, dass ich mich bemühen werde!

Liebe Grüße, eure Wolfsfalle
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