Goodbye my friend 10x13

OneshotDrama, Freundschaft / P12
Derek Morgan Dr. Spencer Reid Jason Gideon
21.01.2020
21.01.2020
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Die Trauer ergriff ihn erneut, als er seinen Blick auf den leblosen Körper auf dem Tisch senkte. Kurz nachdem sie seinen Leichnam gefunden hatten, war dieser auch schon zur Obduktion freigegeben worden. Spencer schluckte einen Kloß im Hals hinunter. Die Worte, welche die Gerichtsmedizinerin sprach, gingen an ihm vorbei. Alles, woran er denken konnte, war der Mann, der nun vor ihm lag. Agent Jason Gideon.

Gideon war mehr als ein Vorgesetzter für ihn gewesen. Er war sein Freund, sein Kollege, der Mann, zu dem er aufschaute. Er war sein Vorbild und sein Mentor. Er war - er war der Vater, den er nie gehabt hatte. Eine Träne lief ihm erneut über die Wange. Spencer mied es normalerweise vor seinen Kollegen zu weinen. Doch heute konnte er es nicht zurück halten.

Aus dem Augenwinkel bemerkte er, dass die Gerichtsmedizinerin den Raum verlassen hatte. Er hob den Kopf, als Derek Morgen zu sprechen begann. Man konnte ihm ansehen, dass ihn die Trauer des jungen Agents deutlich mitnahm. Er erinnerte sich nur zu gut, wie es Spencer damals mit dem Tod von Maeve ergangen war. Wie Spencer, alle um sich herum ausschloss und sich immer mehr zurückzog. Er hatte sich damals geschworen, dies nie wieder zuzulassen. Denn auch wenn sie nicht blutsverwandt waren - Spencer war sein kleiner Bruder.
Derek legte Spencer eine Hand auf die Schulter und sah ihm in die Augen.
„Hör zu Kleiner. Manchmal baust du diese Mauern auf und schließt uns aus, aber das kannst du diesmal nicht tun. Wir brauchen dich. Gideon braucht dich. Ich gehe jetzt raus und wenn du bereit bist, lass uns diesen Mistkerl schnappen.“
Spencer nickte knapp und senkte wieder den Blick. Mit einem mulmigen Gefühl ging Derek aus dem Raum und ließ Spencer zurück.

Spencer wischte sich erneut die Tränen aus dem Gesicht. Es fiel ihm schwer hier zu sein. Nie hatte er sich mit so einer Situation auseinandergesetzt. Er hatte immer geglaubt, Gideon eines Tages wiederzusehen. Doch spätestens seit Maeves Tod hätte er wissen müssen, dass es auf ein Wiedersehen niemals eine Garantie gab. Aber Gideon…niemals hätte er mit einem Tod auf diese grausame Art und Weise gerechnet.
Einen Augenblick verharrte Spencer und ließ Erinnerungen Revue passieren. Erinnerungen an damals, als Gideon ihm die Baseballkarten geschenkt hatte, damit er JJ zu einem Date einladen konnte. Das Gefühl, jedes Mal gegen Gideon im Schach zu verlieren. Bei Gott, Gideon war der einzige, welcher ihn jemals im Schach geschlagen hatte. Er würde seinen Mörder schnappen, koste es was es wolle. Spencer atmete noch einmal tief ein, straffte die Schultern und warf seinem alten Freund einen letzten Blick zu.
„Leb wohl Gideon“, murmelte er und verschwand aus dem Raum.
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