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Ein anderer Weg

von yuuu-chan
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
Dorn Galbatorix Murtagh OC (Own Character) Shruikan
21.01.2020
01.09.2021
11
8.215
7
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Dieses Kapitel
1 Review
 
 
01.09.2021 853
 
Murtagh

Ich stand auf,wusch mir das Gesicht und blickte in den Spiegel. Ich sah aus wie mein Vater, das war der Grund dafür das mir die Meisten aus dem Weg gingen und mir seltsame Blicke zuwarfen. Es war frustrierend.
Würde sich das je ändern? Wann verstehen sie das ich nicht wie mein Vater bin?
Seufzend drehte ich mich um, zog mich an und ging nach draußen.

Vor meinem Zelt, das ein paar Fuß abseits stand, lag Dorn. Er war anscheinend schon sehr früh auf der Jagd gewesen und kaute gerade
genüsslich an seiner Beute.
Ich begrüßte ihn, schaute ihm einen Augenblick zu und beschloss auch erst mal etwas zu essen.
Nachdem ich gefrühstückt hatte, machte mich auf den Weg zum Trainingsplatz.
So früh war hier kaum etwas los, wodurch ich ein kleines Problem hatte.
Mit wem trainiere ich den jetzt?

Die Frage erübrigte sich wenige Sekunden später, als ich Taine erspähte.

"Bereit zu verlieren?", fragte sie mich.
"Du meinst wohl bereit dich zu besiegen."
"Versuchs ruhig."

Wir trainierten schon einige Minuten, wobei ich mehr Zeit auf dem Boden verbrachte als tatsächlich auf den Beinen.

"Nicht schlecht, war eine gute Aufwärmübung, wie wärs mit einem richtigen Kampf?",
meinte Taine lässig und forderte mich mit einer Handbewegung auf sie erneut anzugreifen.
Das kann nicht ihr ernst sein, ich seufzte, es half ja nichts.
Mühsam erhob ich mich erneut von Boden und stellte mich ihr gegenüber, kampfbereit hin.
"Deine Haltung und dein Timing sind gut, hör auf zu viel darüber nachzudenken und greif mich an."

Ich tat wie geheißen und schob alle überflüssigen Gedanken beiseite, atmete einmal tief durch und griff an.
Und siehe da, als wäre ein Schalter umgelegt worden lief der Kampf viel geschmeidiger, man könnte fast sagen wir tanzten. Mit unseren Schwertern wirbelten wir über den Trainingsplatz, mal ausweichen, mal parieren. Gnadenlos trafen unsere Schwerter aufeinander, dieses Mal
würde ich nicht verlieren. Doch gerade als ich einen weiteren harten Schlag parierte gab es ein knackendes Geräusch und mein Schwert brach am Heft ab.

"Das wars dann wohl für heute.", meinte ich verdutzt.
Taine sah auch ziemlich irritiert aus. "Ja,das wars. Hast dich gut geschlagen."

Sie reichte mir die Hand, dann brachen wir in Gelächter aus. Die Situation war einfach zu lachhaft.
Morgen werde ich mir aus dem Waffenlager ein neues Schwert besorgen.
Gerade als wir uns auf den Weg zurück zu unseren Zelten machten, kam ein Bote von Nasuada.
Er berichtete uns das wir an der Besprechung, welche in einer Stunde stattfand, teilnehmen mussten.




Stunden lang saßen wir nun schon hier und die Diskussion kam nicht voran. Taine hatte sich in der Zwischenzeit hinaus geschlichen, ihr war das irgendwann zu blöd geworden.
Eragon wollte Roran helfen dessen Verlobte zu befreien, hatte es sogar versprochen aber gleichzeitig musste er mit den Zwergen gehen. Da er ein Mitglied des Dûrgrimst Ingietum  war hatte er die Pflicht bei der Beerdigung des Zwergenköngs und bei den Wahlen des neuen
Zwergenkönigs dabei zu sein. Als wenn das nicht schon Verpflichtungen genug wären, hatte er auch noch Nasuada die Treue geschworen und war ihr Versall. Nasuada bestand darauf das Eragon hier bleibt um die Varden zu schützen, vor allem sollte Shruikan angreifen. Beide war en Sturköpfe und keiner von ihnen wollte auch nur minimal nachgeben. Das Gespräch hatte sich fest gefahren.
Uff...wie lange soll das noch so weiter gehen? Langsam reichte es!

Mir kam eine Idee.
"Was wenn ich mit Roran mitgehe, Eragon geht mit den Zwergen und Taine bleibt hier?
So käme Eragon seinen Pflichten den Zwergen gegenüber nach, Roran wäre geholfen und die Varden wären trotzdem von einem Drachenreiter geschützt."
Es war still und alle starrten mich an. Ich zuckte mit den Schultern.
"War nur ein Vorschlag."
"Eigentlich eine gute Idee." meinte Eragon.
Nasuada sah uns mit Unglauben an. "Das kann nicht euer ernst sein. Was machen wir wenn Shruikan uns angreift? Was dann? Nein, nein nein abgelehnt.Wenn schon Jemand mit Roran gehen muss, warum nicht Taine?"
Darauf antwortete Eragon, "Erstens warten im Helgrind nicht nur die Ra'zac, sondern auch ihre gigantischen Flugrösser. Zwei..."
"Sie hat Drachen getötet, da werden auch die Flugrösser kein Problem sein.", unterbrach Nasuada ihn.
"Zweitens würde es zu Fuß oder zu Pferd sehr lange Dauern und wäre viel beschwerlicher, vor allem da sie auf dem Rückweg zu dritt oder sogar zu viert wären. Wir wissen nicht in welchem Zustand sich die Geiseln befinden und einer anstrengenden Reise sollten wir sie nicht aussetzen."

Nasuadas Stirn legte sich in Falten, sie dachte nochmal über den Vorschlag nach.
"Unter einer Bedingung stimme ich zu."
"Und die wäre?"
"Ihr beide kommt so schnell es geht zurück und solange Murtagh mit Dorn weg ist, bleibt Saphira hier."

Nachdem alle zugestimmt hatten, wurden noch genaue Details besprochen, doch ich hatte keine Lust mehr wie lange soll das denn noch gehen?
Ich schlich mich also hinaus. Die Sterne funkelten bereits am Himmel. Wie viele Stunden waren vergangen?
 
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