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Ein anderer Weg

von yuuu-chan
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
Dorn Galbatorix Murtagh OC (Own Character) Shruikan
21.01.2020
01.09.2021
11
8.215
7
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Dieses Kapitel
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21.01.2020 1.672
 
Murtagh

Ich erwachte und meine Augen mussten sich erst an das schummrige Licht welches in meine Zelle fiel gewöhnen. Mein Kopf dröhnte. Wie bin ich hier hergekommen? Und wo war ich doch gleich?
Ich versuchte mich zu erinnern.
Eragon hab ich geholfen zu den Vaden zu kommen. Sie haben mich eingesperrt weil ich Morzans Sohn bin und sie mir nicht trauten. Urgals haben Farthen Dûr angegriffen und ich half es zu verteidigen.
Eragon besiegte den Schatten, wurde dabei aber schwer verletzt und von Angela behandelt.
Ajihad, ein paar andere und ich suchten in den Tunneln unter der Stadt nach übriggebliebenen Urgals um sie zu beseitigen. Auf dem Rückweg wurden wir angegriffen.
Was war dan? Ich weiß es nich....!
Die Zwillinge! Sie steckten dahinter! Sie haben Ajihad getötet und mich verschleppt.
Ich bin in Urû'baen. Verdammt!
Dabei hatte ich es doch schon zu den Vaden geschafft. Meine Flucht, Tornac's Tod, alles war umsonst.
Ich bin sowas von tot oder schlimmeres. Galbatorix bringt mich um. Verdammt!
Dabei hatte ich endlich wieder Hoffnung. Hoffnung auf Freiheit, auf eine bessere Zukunft.
Hoffnung darauf das der König mich nicht findet.
Aber wer hätte ahnen können das sich unter den Vaden Verräter befinden? Auch noch welche in wichtigen Positionen.
Ich bin verloren. Mein Leben ist vorbei. VERDAMMT!

Nach einer Weile hörte ich Schritte, je näher sie kamen desto unruhiger wurde ich.
Denn ich ahnte schon wer da auf mich zu kam. Als die Tür aufschwang wusste ich bereits wer da vor mir stand. Galbatorix. Natürlich. Wer sonst?
Er räusperte sich bevor er höhnisch sprach:
"So sieht man sich wieder Murtagh. Warum bist du damals weggelaufen? Du hattest es hier doch so gut. Ziemlich undankbar wenn du mich fragst. Schließlich hab ich mich, nach dem tragischen Tod deiner Eltern um dich gekümmert."
Ich rührte mich nicht. Sah ihn nicht an.
Er packte mich am Kragen und zwang mich ihn anzusehen und sprach erneut:
"Jetzt sprichst du nicht mal mehr mit mir? Du bist ein Nichts. Ein Niemand. Keiner würde dich vermissen sollte ich dich töten. Doch zuerst wirst du für deinen Verrat bestraft. Gleich morgen. Schließlich bist du ohne Grund weggerannt, hast dich mit meinen Feinden verbündet und nun weigerst du dich zu sprechen. Diese Flausen werde ich dir schon noch austreiben, du wirst lernen zu gehorchen, zu dienen und mich zu schätzen."
Der König lies mich wieder los, gestikulierte etwas den Wachen zu und schritt erhobenen Hauptes aus dem kargen Raum. Die Wachen kamen herein, legten mir Fesseln an und schleiften mich hinter ihrem Herrn her.

Im Thronsaal angekommen, ließen sie mich los, nahmen mir die Fesseln wieder ab und verschwanden durch eine Seitentür.
Der tyrannische Herrscher setzte sich auf seinen Thron, hinter dem Shruikan scheinbar noch schlief.
Ich saß auf dem kalten Steinboden direkt vor den Stufen die zum Thron hinauf führten.
Galbatorix sagte kein Wort allerdings fixierte er mich. Er beobachtete jede Bewegung.
Was mir ziemlich unangenehm war.
Jedenfalls werde ich nichts preisgeben, weder über die Vaden noch über Eragon. Nicht freiwillig und nicht ohne jeden Widerstand.
Wobei wenn er mich hierzu etwas hätte fragen wollen, hätte er mich in meiner Zelle gefoltert.
Außerdem hat er bestimmt schon einige Informationen von den Zwillingen. Was will er von mir?
Just in diesem Moment öffnete sich erneut die Seitentür und irgentein Kerl, mit einer Kutte bekleidet, kam herein.
Sein Gesicht war nicht zu erkennen, außerdem trug er  zwei noch fest verschlossene, wunderschön verzierte Holzkisten mit sich. Er legte eben diese genau vor mir ab, öffnete sie und entfernte sich wieder.
Ich starrte auf den auf Samt gebetteten Inhalt. Das konnte doch nicht sein oder?
In ihnen befand sich jeweils ein Stein der ungefähr einen Fuß lang war.
Der eine war Smaragdgrün, der andere Blutrot. Beide glänzten unnatürlich schön und hatten komplett glatte Oberflächen. Eine Art Netzstrucktur war in den Steinen zu erkennen. Sie waren so atemberaubend schön das jeder Juwelier neidisch wäre.
Doch der Rote zog mich irgendwie mehr und mehr in seinen Bann. Ich vermutete dass das keine gewöhnlichen Steine waren.  Länger konnte ich dem Drang nicht widerstehen und berührte den roten Edelstein.
Mein Herz setzte einen Schlag aus als dieser plötzlich begann sich zu bewegen. Was war denn jetzt schon wieder los?
Das war doch nicht normal oder? Warte mal. Ist das etwa ein Drachenei? Warum sollte Galbatorix mir das geben?
Das Ei hüpfte wild umher und quiekte zwischendurch. Dann knackte die Schale mit einem lauten Knall und ein kleiner roter Drache starrte mich an.
Ich starrte etwas geschockt und überfordert zurück. Als ich ihm dann meine Hand hinstreckte, tippte er mit seiner Nase dagegen.
Ein Energiestoß durchzuckte meinen Arm und verbreitete sich bis mein gesamter Körper höllisch brannte. Bewegen konnte ich mich nicht.
Ich zitterte am ganzen Körper als der Schmerz langsam abklang und sich ein Symbol in meiner Handfläche bildete, ein schimmerndes Oval.
Es juckte wie ein Insektenstich. Was war das?
Der kleine Drache sah mich mit seinen großen Augen an und bewegte sich vorsichtig aber neugierig auf mich zu.
Ich zuckte etwas erschrocken als er erneut gegen meine Hand tippte. Dieses Mal passierte nichts und so begann ich den Kleinen zu tätscheln.
Galbatorix erhob seine Stimme, ihn hatte ich bis dahin komplett vergessen, und sprach:
"Schön du bist jetzt ein Drachenreiter, Glückwunsch Murtagh und damit ist dein Schicksal besiegelt. Ab morgen, nachdem du mir in der alten Sprache Treue geschworen hast, beginnt deine Zeit als mein folgsamer Lakei!"
Nun lachte er dreckig und ließ das andere Ei dahin zurück bringen wo es vorher war.
Der kleine Drache in meinen Armen zitterte verängstigt.
Shruikan war in der Zwischenzeit aufgewacht. Eines seiner eisblauen Augen war direkt auf mich und den Babydrachen gerichtet.
Ich sollte dem Kleinen noch einen Namen geben.
Ach man ich hatte gehofft es wär dem König wenigstens ein kleiner Dorn im Auge wenn ich ein Reiter werden würde.
Dorn? Mhmm ja das klingt gut. Und möge er unseren Feinden ein Dorn im Auge sein.
Der riesige schwarze Drache gähnte ausgiebig, doch sein Blick war immer noch auf mich gerichtet. Er brummte.
Was hatte er? War er schlecht gelaunt? Wobei er das fast immer ist aber er hat mich noch nie so angeschaut wie jetzt gerade. Mir lief es eiskalt den Rücken runter.

Ich war dankbar als ich wieder in meiner Zelle hockte.
Dankbar das ich nicht mehr Shruikan's Blick ertragen muss oder die Gehässigkeit des Königs.
Dankbar das ich genug zu essen bekam, sogar eine extra Portion für meinen Drachen.
Dem sein Name augenscheinlich gefiel.
Morgen wäre alles vorbei, ab morgen bin ich ein Sklave von Galbatorix.





OC (noch wird der Name nicht verraten)

Ich sah mich um. Mist ich bin immer noch hier. Wo war hier? Ach ja Urû'baen. Meine Gedanken waren noch immer vernebelt.
Galbatorix. Dieser Bastard. Er hat mir wohl Unmengen der Droge ins Essen gemischt. Dan muss ich wohl noch etwas warten.
Verdammt ich wollte doch schon längst weg sein. Naja in so zwei-drei Stunden sollte die Wirkung abgeklungen sein. Warte ich halt bis dahin.

Der Nebel um meine Gedanken löste sich nach zwei Stunden völlig auf. Endlich. Jetzt aber los.
Ich ging zu der verschlossenen Tür, testete ob sie mit Zaubern versehen war. Als sie das nicht war
rief ich :"Jierda."
Die Tür zerbrach in tausend kleine Teile und noch bevor eine der beiden Wachen Alarm schlagen konnte schlug ich sie bewusstlos.
Dan fesselte ich sie und zog mir eine der Uniformen an. Ok soweit alles schön und gut. Jetzt zu meinen Waffen und meinen anderen Sachen.
Ich schlich die Wege entlang doch niemand hielt mich auch nur ansatzweise für verdächtig als ich in die Lagerkammer schritt.
Dort zog ich mir meinen schwarzes Oberteil, meine schwarze Hose und meine Schuhe wieder an.
Meinen Waffengurt, an dem sich mein Schwert und mein Dolch befanden, schnallte ich mir zum Schluss um.
Schnell verstaute ich alles weitere in einem Rucksack. Dann hörte ich schon den Alarm. Ich war wohl zu langsam. Doch nochmal lass ich mich nicht erwischen. Ich rannte schnell wie der Blitz an den verdutzten Wachen vorbei auf den Ausgang zu.
Irgendetwas schien anders und so blieb ich vor einer Zelle stehen. Mhmm...
Ich öffnete das Schloss mit Magie und trat ein.
Drinnen saß ein junger Man mit schwarzen Haaren der einen roten Babydrachen auf dem Schoß hatte.
Was machten die beiden hier? Ich muss sie hier raus schaffen.
Erschrocken blickte er auf, der Schock verwandelte sich jedoch schnell in Überraschung, Verwirrung und Misstrauen.
Ich hörte wie die Wachen immer näher kamen, gleich würden sie mich entdecken.
Er begann zu sprechen: "Wer bist du? Was machst du hier? Was willst du?"
Eine der Wachen rief: "Dort hinten!"
Ich rief: "Vorsicht!" und zog den Schwarzhaarigen auf die Beine.
Keine Sekunde später schoss ein Pfeil direkt an uns vorbei und schlug in die Wand ein. Genau dort wo er bis eben noch gesessen hatte. Ich ignorierte seine Fragen, wir mussten erst verschwinden.
Ich stürmte los und zog ihn hinter mir her, er trug den noch immer schlafenden Drachen.
Als ich den Geheimgang endlich entdeckte war ich erleichtert und vergewisserte mich noch einmal das uns niemand gefolgt war. Da ich weder jemanden entdeckte noch spürte, schritt ich entschlossen in die dunkle Abzweigung, dicht gefolgt von dem jungen Drachenreiter.
Nachdem ich den Zugang verschlossen hatte flüsterte ich: "Brisingir" und ein weißliches Wehrlicht erstrahlte.
Der Gang vor uns war schmal aber er würde uns sicher hier heraus bringen, raus aus Urû'baen.
"Komm mit Murtagh." sagte ich und ging weiter.
"Warte was ist das? Und wer bist du? Woher kennst du meinen Namen? Warum hast du mich gerettet?", fragte er.
"Oh man so viele Fragen wo soll ich da nur anfangen? Ich bin eine Drachenreiterin und deshalb hab ich dir geholfen. Alles weitere beantworte ich wenn wir aus diesem Tunnel und damit aus Urû'baen draußen sind.", antwortete ich.
So gingen wir schweigend den schmalen Gang entlang.
 
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