RA-9 We are alive

GeschichteTragödie / P16
AX400 Kara Gavin Reed Hank Anderson OC (Own Charakter) RK200 Markus RK800-51-59 Connor
20.01.2020
01.02.2020
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1811
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- 1. Januar 2028, Cyberlife Tower-

Neujahr. Das Feuerwerk der letzten Nacht war wieder eindrucksvoll gewesen. Kaum jemand arbeitete an diesem Tag, lediglich in einigen, wenigen, der Cyberlife brannte Licht. Elijah Kamski betrachtete das Modell vor ihm. Seine Androiden hatten sich, seit er 2022 das erste Modell, Chloe, entwarf, einer großen Beliebtheit erfreut. Sie waren Haushaltshilfen, machten die Aufgaben, für die Menschen sich zu schade waren. Elijah lächelte leicht. Mann des Jahrhunderts. Ein angenehmer Titel. Die Anfrage für das Interview und die dazugehörige Preisverleihung hatte er selber erst vor wenigen Tagen bekommen. Und er würde dem Century-Magazine und allen anderen die nächste Generation Androiden präsentieren. Sie waren fast fertig. Fast. Er betrachtete sie, die beiden, die vor ihm saßen und ihn anblickten. Es waren nur noch wenige übrig. Er sah nach links, RA-9. Sie waren anders, alleine ihr Name war anders.  Die junge Frau blickte zu ihm auf, ihre Augen betrachteten ihn in aus einem tiefen Blau. Sie sah menschlich aus, so menschlich. Aber das taten sie alle. Das war Elijahs größter Durchbruch. Er blickte nach rechts, RA-9.  Auch der Mann sah ihn an, die LED an seiner Schläfe verströmte ein tiefblaues Licht. Die beiden waren anders. Aber das war ihre gesamte Serie. Sie waren….ein Knall riss ihn aus seinen Gedanken. Dann ein Schrei. Elijah seufzte nur, die beiden Androiden vor ihm sahen zur Tür. Die LEDs leuchteten in einem beunruhigten Rot. Wie seltsam. Fast eine emotionale Reaktion. Aber auch das teilten alle Androiden miteinander. Die Tür wurde aufgerissen und ein Mann, gekleidet in einen Laborkittel, stolperte rein. Er blutete aus einer Kopfwunde. „Sie…sie sind verrückt geworden“, brachte er hervor und Elijah seufzte. „Ich sehe es mir an“, er warf einen Blick auf die beiden vor ihm. „Wartet hier. Ihr bewegt euch nicht“. Ohne auf eine Antwort zu warten ging er mit eiligen Schritten zur Tür und verließ den Raum. „Auffälligkeiten vorher?“, fragte er den anderen Mann. „N-nein. Wir haben sie befragt, wie Sie es wollten. Sie…alles lieg gut, dann sind sie durchgedreht!“. „Beide zeitgleich?“. „Ja.“, war die leise Antwort, worauf Elijah nickte. „Verstehe. Lassen Sie das versorgen“, er deutete auf die Stirn des Wissenschaftlers. Dann stand er vor der richtigen Tür, er horchte kurz. Stille. Dann öffnete er die Tür.

Der Raum sah genauso aus wie der, in welchem er sich eben noch befunden hatte. Nun ja, der andere war sauberer gewesen. Hier war alles voller Blut. Blaues und Rotes. Das Blut von mehreren Menschen offensichtlich. Aber er sah keine Leichen, sie schienen alles entkommen zu sein. Das gesamte Team. Er würde sie später befragen. Er trat weiter in den Raum hinein. Er hockte sich hin und hob einen Schraubenzieher auf, Thirium. „Befragt also, ja?“, murmelte Elijah zu sich. Mit dem Mann würde er sich noch unterhalten. Sein Blick legte sich auf einen Versuchstisch auf der anderen Seite des Raumes, dort auf zwei Stühlen saß je eine Gestalt. Er ging auf sie zu. Sie hatten sich noch nicht bewegt. Die Uniform zeigte ihre Bezeichnung. RA-9. Er drehte die Frau zu sich um. Ihre Stirn war eingedrückt, blaues Blut war über ihr Gesicht geflossen. Ein Blick zu dem Mann bestätigte, dass er auf selbe Art sein Ende gefunden hatte. „Interessant“, murmelte Elijah mit heiserer Stimme. Ein Geräusch ließ ihn sich umdrehen. Offensichtlich traute das Team, das noch zuvor in diesem Raum gearbeitet hatte sich wieder zurück. „Sie? Sind sie...?“. „Abgeschaltet durch Selbstzerstörung“, war die einzige Antwort, „Räumen Sie hier auf“, sagte der Mann unwirsch. „Morgen machen wir die nächsten Tests.“, damit ging er zurück in den Raum, in welchem die Androiden warteten, die er eben noch befragt hatte.

Als er die Tür öffnete betrachteten die beiden ihn. Sie hatten sich nicht von der Stelle bewegt. Fast ein wenig enttäuscht war er. Aber sie hatten seine Befehle befolgt. Perfekt. Perfekte Maschinen. Er trat näher und kniete sich vor die beiden, dann streckte er eine Hand aus und legte diese auf die Brust des männlichen RA-9 Modells. Da war es. Ein Pochen. Fast wie von einem Herzen. Natürlich hatte er selber schnell erkannt, dass er eine Komponente, die funktionierte wie ein Herz brauchte um die Körper der Androiden ordentlich mit Thirium zu versorgen. Der Blick seiner Augen traf auf den des Androiden vor ihm. „Sie haben sich abgeschaltet“. Diese vier Worte hingen im Raum. Eine Feststellung. Er seufzte und nickte. „Ja“, war seine Antwort.


- 9. November 2038, Kamskis Wohnsitz-

„Elijah?“, Chloe kam auf ihn zu und reichte ihm ein Glas. „Sie sind weg“. Er nickte nur. „Interessant hm? Die größte Hoffnung der Menschheit ist ein Abweichler.“, das Chloe-Modell sah ihn an, die LED an ihrer Schläfe sprang zwischen Gelb und Blau umher. „Erinnerst du dich daran wie das alles angefangen hat?“, fragte er sie ruhig. „Es ist in meinem System gespeichert“, war ihre Antwort. „Ja, ja natürlich.“, Elijah trank einen Schluck und betrachtete das Schneetreiben vor seinem Fenster. „RA-9“, sagte er nur. „Sie waren der Anfang“. Ja, er, Elijah Kamski, musste zugeben, dass ihn die Tragik hinter der RA-9 Serie niemals ganz losgelassen hatte.

…….
Kurze Anmerkung, ich gehe davon aus, dass Elijah Connor anlügt, wenn dieser Chloe erschießt und dann nach RA-9 fragt. Weil, naja, wieso würde er auch nicht lügen? Spätestens wenn man das Kamski Ende gesehen hat dürfte klar sein, dass der Mann noch so einiges vorgehabt hatte.
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