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A Starlight Story

von Knirps
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Electra Greaseball Pearl Rusty
19.01.2020
30.03.2020
6
5.255
2
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
05.03.2020 1.140
 
Die hölzerne Tür fiel hinter ihrem neuen Menschen beinahe lautlos in das Schloss. Eine ganze Weile war gespannte Stille, in der die Züge darauf horchten, ob Andrew wirklich die Wohnung verließ.
Nun mussten sie aber bedenken dass dies ihr erster Tag in diesem Gebäude war, die typischen Geräusche des Hauses waren ihnen unbekannt.

Bei Ben war es ihnen ein leichtes gewesen nur durch die Geräusche vorherzusagen wo im Haus sich eine Person aufhielt. Hier, ohne eine Vorstellung davon wie die Wohnung - oder das Haus - aufgebaut war, war es ihnen unmöglich mit Sicherheit zu bestimmen ob die zweite zufallende Tür jetzt nur eine Zimmertüre oder doch die Haustüre gewesen war.

Sie hatten noch hören können wie er mit jemandem geredet hatte, dann schienen sich die beiden voneinander zu verabschieden und eine Türe wurde geschlossen.


Schließlich, nach einem Moment der abwartenden Stille, kletterten auch die letzten aus dem Karton, verstreuten dabei ein paar der Erdnüsse im Wohnzimmer. Ratlos sahen sie sich erst gegenseitig und dann Papa an.

"Und was machen wir jetzt?", durchbrach Hashamoto schließlich die Stille, "hier ist kein Kind das mit uns spielen wird." Beinahe anklagend blickte er in die Runde, als wäre es die Schuld der Anderen.

Papa musste nicht lange überlegen um eine Antwort parat zu haben. "Wir gehören ihm jetzt, er scheint ja nett zu sein. Mit Sicherheit wird er auch das ein oder andere Mal mit uns spielen. Also bleiben wir hier, wo sollten wir auch hin."

"Eben! Außerdem hat er meine Components noch nicht wieder belebt, ohne die geh ich nirgends hin!" lenkte Electra die Aufmerksamkeit aller auf sich. "Electra!" riefen erfreut all diejenigen, die seine wundersame Wiederauferstehung nicht mit ansehen konnten, weil sie zu tief in den Erdnüssen im Karton vergraben waren.
Zu lange hatten die Züge und Wagen den Superstar nicht mehr sprechen können sodass sogar diejenigen, die eigentlich nichts oder nur wenig mit ihm zu tun hatten, höchst erfreut waren ihn wieder fahren zu sehen. Sie waren doch alle irgendwie eine eingeschworene Gemeinschaft.

Doch einer war ganz und gar nicht erfreut, die E-Lok wieder fahren zu sehen.

Greaseball, der Diesel, hatte nun lange genug an sich gehalten, nichts hielt ihn nun noch zurück: "Wen beleidigst du hier eigentlich als Dampfer, ich bin viel besser als die Dampflok da!", dabei zeigte er anschuldigend auf Rusty, welcher Greaseball erschrocken ansah, ohne aber den Blick von Electra abzuwenden.
"Du hast uns verraten! Er weiß jetzt dass etwas nicht in Ordnung ist, dass wir mehr sind als stumme Spielzeuge!".

"Ich nenn dich Dampfer weil du einer bist, Dampfer. Du stinkst und qualmst und verpestest die Umwelt" konterte Electra scheinbar ungerührt, doch fühlte er sich eigentlich unwohl, so ohne stumme Unterstützung seiner Components. Er hatte sich noch nie alleine gegen den Diesel zur Wehr setzen müssen.

Die weiteren Anschuldigungen über die Gefährdung aller Spielzeuge wollte er nicht gehört haben, machte er sich innerlich dazu bereits selbst Vorwürfe.


Greaseball wollte gerade zu einer längeren Schimpftirade ansetzen, wurde jedoch von Papa unterbrochen. Dieser rollte zwischen die beiden Streithähne und sah beide streng an: "Jungs jetzt beruhigt euch mal. Ich bin mir sicher dass Electra nicht mit Absicht unsere Existenz gefährdet hat, du musst bedenken dass streiten nun einmal das letzte war, was er getan hat, woher soll er wissen dass er sich plötzlich in einer komplett fremden Situation wieder findet?"
Bekräftigend nickte Electra und forderte sofort lautstark dass man ihn doch bitte über die aktuelle Lage aufklären sollte. Schließlich hatte Weltschaft ein Erbarmen und zog die E-Lok beiseite um ihn leise auf den neuesten Stand zu bringen.


Die Personenwagen hatten bis jetzt noch keinen Mucks von sich gegeben, etwas verängstigt hatten sie die Situation beobachtet. Sie waren als letzte aus dem Karton geklettert, erst nachdem sie sicher sein konnten dass sonst wirklich keiner im Raum war hatten sie sich nach draußen getraut.
Schon lange hatten sie kein Licht mehr gesehen und so blinzelten sie erst einmal in das helle Sonnenlicht, welches durch die großen Fenster hereinfiel. Es war bedauernswert dass sie nun bei diesem Mann gelandet waren.

Es hätte so schön werden können, ein neues Kind, vielleicht mal ein Mädchen, das mit ihnen wunderbar spielen würde. So hatten sie sich ihr neues Zuhause vorgestellt, voller Liebe und Spaß.

Stattdessen waren sie nun bei einem gruseligen, viel zu alten Menschen gelandet, der mit Sicherheit keine Teepartys organisieren und auch keinerlei Interesse an ihren Vorlieben für die männliche Welt der Lokomotiven zeigen würde, eine Eigenschaft die sie an dem kleinen Ben stets sehr geschätzt hatten.

Er war schon immer ein sehr feinfühliger Junge gewesen und hatte an den Beziehungen zwischen den Spielzeugen genau so viel Freude gehabt wie an heftigen und teils schmutzigen Rennen.
"Hat irgendjemand mitbekommen wie er denn jetzt heißt?" fragte Pearl in die Mädelsrunde, war das doch eine Information die ihr als sehr wichtig vorkam.

Allgemeines Kopfschütteln war die unzufriedenstellende Antwort, doch Rusty, welcher die Frage mitbekommen hatte, wusste die Antwort. Oder zumindest kannte er einen Weg wie sie diese erhalten würden. "Ben hat mir mal stolz gezeigt dass sein Name auf den Paketen steht, die er bekommt!" wusste er zu berichten und fing auch sofort an um ihr Transportmittel herum zu fahren und nach diesem Aufkleber mit dem Namen darauf Ausschau zu halten.
Ziemlich bald hatte er ihn auch gefunden und so konnte er, stolz wie Oskar, zu den Damen zurück rollen und folgende Informationen weiter geben: "Er heißt Andrew! Der Nachname war ganz komisch geschrieben, ich hab keine Ahnung wie man das ausspricht."


Aber welches Spielzeug interessierte sich auch schon für den Nachnamen seines Menschen, also war das Fehlen dieser Information nicht sonderlich dramatisch.

Während die Personenwagen und Rusty also auf Namenssuche waren wurde auf der anderen Seite des Wohnzimmertisches schon fleißig geplant.
Die Rockys hatten, zusammen mit Caboose und Flat Top, die Köpfe zusammen gesteckt und heckten offensichtlich etwas aus.
Sie wollten eine Tour durch ihr neues Zuhause starten und mussten nun nur noch eine Lok überreden mitzukommen. Die Auswahl der Loks war zwar hervorragend groß, dennoch schien es immer mindestens einen zu geben der etwas gegen die gerade vorgeschlagene Lok hatte.

Wer sie also auf ihre Exkursion begleiten würde stand noch in den Sternen.

Ehem. Ja.
Nach längerer Pause geht es hier dann auch mal weiter. Ich werde auf jeden Fall versuchen meine Kapitel ab sofort wieder regelmäßig hochzuladen.
Mein großes Problem ist dass ich mir über einen bestimmten Charakter immer noch nicht ganz sicher bin, wie ich ihn gestalten soll. Eigentlich sollte er in diesem Kapitel schon einen Auftritt haben aber da ich mir immer noch nicht über sein Konzept sicher bin, hab ich ihn kurzerhand gestrichen. Früher oder später muss er aber kommen und ich hoffe doch wirklich dass ich diese Identitätskrise bald überwunden habe.
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