Der Beginn eines neuen Lebenskapitels...

OneshotAllgemein / P6
19.01.2020
19.01.2020
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Hey Leute,
Dies ist zwar nicht das Erste, was ich selbstgeschriebenes veröffentliche, jedoch ist es das erste, was rein meiner Fantasie zuzuordnen ist.

Ich hoffe es gefällt euch und würde mich über positives wie negatives Feedback freuen.

P.S. Hat jemand vielleicht noch einen besseren Vorschlag für den Namen, dann nur her damit. (Ich war, was das betrifft, nämlich ein wenig unkreativ)













Der Beginn eines neuen Lebenskapitels...

Wie in Trance schließe ich meine Finger um das kalte Metall des Pokals den eines der Jury Mitglieder mir reicht und stoße ihn mit einem erneuten Jubelschrei gen Himmel. ‚Das hier ist die Realität und nicht einer meiner unzähligen Träume’ ,was mir überdeutlich bewusst wird als ich die schwere Medaille um meinen Hals, das langsam warm werdende Metall unter meinen Fingern und die dicke Pappe der Urkunde in meiner linken Hand spüre. Oder als ich die Deutschlandflagge um  meine Schultern rascheln höre als ich den Arm für Fotos ein wenig senke, die Menge vor mir jubeln sehe und wie durch Watte auch höre. Ich werde aus meiner Trance gerissen als das selbe Jury Mitglied, welches mir vorhin den Pokal gab, mich mit einer ausladenden Bewegung und mit den Worten:„Ladies and Gentleman, may I present you the worldchampion 2020 in the category Solo U16“, von der Bühne verabschiedet. Denn das bin ich-Weltmeister- und als ich so neben der Bühne stehe, denke ich daran zurück, wie all das hier begonnen hat und bis hierhin gekommen ist.

—————————FLASHBACK————————

Als ich ungefähr drei Jahre alt war, hatte meine Mutter mich in einer Tanzschule in unseren Nachbarort angemeldet, damit ich ein wenig Sport machte und unter andere Kinder kam. Dort fing alles an und ich begann dort zu tanzen und Gefallen daran zu finden. Über die Jahre hinweg hatte ich viele verschiedene Trainer und Trainerinnen, die meinen Weg, welcher sich immer mehr Richtung Hip-Hop richtete, begleiteten und mich weiterbrachten.
Doch dann kam einer als ich gerade mal zehn Jahre alt war, der mein Leben bedeutend verändert hatte. Sein Name ist Francesco – oder einfach nur Ces. Er entschied  sich dazu eine Turniergruppe für Leute in meinem Alter aufzumachen mit einem Casting. Ich ging nicht zu diesem Casting und hatte ursprünglich bereits den Beschluss gefasst mit dem Tanzen aufzuhören. Doch dann kam Ces beim nächsten Training auf mich zu und lud mich ein, doch einmal bei der Turniergruppe vorbei zu schauen.
Das war das erste Mal, dass mir jemand sagte, ich sei talentiert.

Ein Jahr lang hatte ich die besten Erfahrungen im Tanzen machen dürfen und gelernt wie sehr ich das Tanzen bis heute liebe und schätze bis WUMM-Ces würde nach Hamburg gehen und konnte uns so nicht mehr trainieren.
Ich war am Boden zerstört und hatte mit meinen gerade einmal elf Jahren das Gefühl, mir hätte jemand das Herz aus der Brust gerissen. Meine Freunde in der Schule verspotteten mich dafür und mir wurde in den nächste drei Jahten bewusst, dass ich mich all die Jahre in ihnen getäuscht hatte. Dachte ich vorher immer sie stärkten mit den Rücken und unterstützen mich, so wusste ich jetzt, dass dies nie der Fall gewesen war in all den Jahren „angeblicher Freundschaft“. Ebenso meine Eltern: Sie fielen mir zwar nicht in den Rücken und bezahlten mir das Training und willigten später sogar meinen Wechsel ein, jedoch konnte ich nie auf Unterstützung und Lob von ihnen hoffen. Sie waren der Meinung, das Tanzen sei nicht das Richtige für mich, allerdings liebten mich meine Eltern dennoch und zwangen mich deshalb nicht mit dem Tanzen aufzuhören. Drei Jahre nachdem Ces gegangen war, entschloss sich unsere gesamte Gruppe auf Grund unseres derzeitigen Trainers und der fehlenden Unterstützung der Tanzschule geschlossen zu wechseln.

Und so kam es, dass wir ins ‘Urban Movement Studio‘-kurz UMS-zu Yasmin kamen, die so ganz anders war als unser vorheriger Trainer. Yasmin war die Zweite, die mir sagte, ich hätte Talent und mich auf Grund dessen weiter förderte. Sie war es auch die mich vor ungefähr neun Monaten letztendlich dazu überredete mit Solo anzufangen. In dem Jahr, das ich bis jetzt im UMS war, hatte ich auch endlich wahre Freunde gefunden, die mich so lieben wie ich bin, mich jeder Zeit unterstützen, mich trösten und immer für mich da sind, um mich im Notfall zum Lachen zu bringen. Dies sind auch eben jene zwei Menschen, die mich gemeinsam mit meiner wunderbaren Trainerin mit nach England auf die WM begleitet haben.


———————-FLASHBACK ENDE———————

Diese drei Menschen sind es schließlich auch, die mich aus meinen Erinnerungen reißen als sie laut jubelnd/schreiend und heftig gestikulierend auf mich zu gerannt kommen. Lachend nehme ich die drei gleichzeitig in den Arm und lasse mich von ihnen beglückwünschen. ‘Wer weiß‘ , geht es mir in dem Moment durch den Kopf, ‘vielleicht holen wir heute und morgen noch mehrmals den Titel als Weltmeister, immerhin haben wir noch drei weitere Kategorien, in denen wir antreten werden in den nächste zwei Tagen‘.





Lächelnd blinzle ich der Sonne entgegen als wir in Frankfurt Arm in Arm aus dem Flughafengebäude treten. Ab heute konnte ich mich vierfacher Weltmeister nennen und ich hatte die beiden besten Freunde, die ich mir wünschen könnte plus eine mega Trainerin, die mich in wirklich Allem unterstützen würde, sollte es auch noch so dumm und dämlich klingen. Besser ging es also eigentlich gar nicht mehr.


‘Das hier ist nicht das Ende eines schrecklichen Kapitels meines Lebens, sondern bereits der Anfang eines Neuen, sollte es auch noch so schlimm werden, ich bin bereit die Risiken einzugehen, denn ich weiß, ich kann es schaffen mit der Unterstützung dieser drei Menschen!!!‘
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