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Die Auserwählten in der Fremde

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
19.01.2020
23.01.2021
16
40.561
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19.01.2020 831
 
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»ANGST ist ewig.«


Von irgendwoher drang der Geruch von altem Metall.

Maschinen ratterten in einem immerwährenden Kreislauf, zuckten über Eisen und hinterließen tiefe Kratzer im glanzlosen Grau, bis das Schaben unerträglich laut wurde. Neonröhren flackerten über ihrem Kopf im hässlichsten, unnatürlichsten Weiß und lockten die Insekten an, die sich wie schwarze Punkte an die Lampen setzten. Motten, die zum Licht hetzten, um sich dort die Flügel zu verbrennen.

Eine Frau schritt mit strammen Schritten durch die Flure, ihre Schuhe schlugen einen harten Rhythmus auf den Steinboden, der von der staubigen Luft verschluckt wurde. Hitze drückte sich schwer und kräftezehrend auf ihr Haupt, doch sie dachte nicht daran, ihre Augen zu schließen und sich der aufkommenden Müdigkeit hinzugeben. Besonders sie konnte sich das nicht leisten.

Sie war schließlich die Kanzlerin von ANGST. Sie war die Anführerin einer Menge aus Menschen, in denen Angst statt Blut durch die Venen pulsierte. Sie war die Leiterin eines Unterfangen, das die ganze Welt retten würde.

»ANGST ist die Zukunft.«


Ihre eigenen Worte fühlten sich eigenartig an, falsch, als entkamen sie gar nicht ihrem Mund sondern stammten von einem Lautsprecher. Der Widerhall durch die leeren Gänge ließ sie erschaudern.

ANGST. Es klang beunruhigend und zynisch, dass sie dem Unternehmen ausgerechnet diesen Namen zugeteilt hatten. ANGST – schon lächerlich. Abteilung Nachepidemische Grundlagenforschung, Sonderexperiment Todeszone. Das Schicksal wollte, dass ihre Arbeit mit dem scheußlichsten Gefühl der Welt gleichgesetzt wurde. Selbst das Schicksal stand gegen sie.

»ANGST«, wiederholte sie, immer und immer wieder, wie ein Mantra, ein unumstößlicher Befehl. Eine Hymne. Es war, als ob sie eine unbeschreibbare Macht dazu zwang, dieses Wort zu flüstern, auch wenn sie immer leiser wurde mit jeder verstreichenden Sekunde. Sie merkte es nicht einmal, als sie nicht mehr laut sprach.

Doch daran wollte sie jetzt nicht denken. Es gab wichtigeres zu tun. Sie musste sich um die Forschungen kümmern, dafür sorgen, dass alles auch genaustens funktionierte. Sie wussten längst nicht genug über den Brand und wie man ihn aufhalten konnte.

Todeszone. Wie sie dieses Wort verabscheute. Der Nährboden jenen Virus, der dabei war, die Menschheit auszurotten – ohne Chance auf Heilung. Mit jeder Anstrengung, jedem Versuch in seinem Gedächtnis zu forschen, zu denken, wuchs der Brand, bis er sich vollständig um das Gehirn seines Opfers krallte und es zerquetschte. Ein zerquetschtes Gehirn, das beschrieb die Krankheit perfekt. Ein Mensch, aus dem jede Menschlichkeit raus gequetscht wurde.

Sie würde sie retten. Die Menschen, die sich mit ihren letzten Gedankenfetzen ans Leben krallten, an ihr echtes, menschliches Leben. Doch wer mit dem Brand infiziert wurde, glich schneller einem Monster, als sie es verstehen konnten. Bald – ja, vielleicht sogar schon in unerreichbarer Nähe – würden sie den Infizierten die Hände entgegenstrecken und ihnen ein Heilmittel schenken können. Sie würden ihnen das Leben schenken.

Bis dahin, war es noch ein langer Weg. Aber sie würden es schaffen.

»ANGST ist gut.«











Willkommen auf der Lichtung, Frischling!

Es freut mich sehr, dass dir die Beschreibung scheinbar genug Motivation und Interesse brachte, meine Geschichte anzuklicken und sie querzulesen. Der Prolog kommt zwar nicht gegen meine eigentliche Kapitellänge an, ist jedoch auch bloß eine Hinführung und keinesfalls die bedeutsamste Szene während der ganzen Geschichte.

Neben den Fanfictions, in denen Mädchen auf der Lichtung erscheinen und sich verlieben, ist meine Idee vielleicht eine gelungene Abwechslung. Es ist für mich die erste Geschichte in diesem Fandom, doch in meinem Ordner ist sie bereits nahezu fertiggestellt – und jetzt wollte ich sie einfach mal mit euch teilen!

Sie beginnt kurz vor Thomas Ankunft und besteht aus drei Abschnitten. Ich werde übrigens die unterschiedlichen Versionen von Buch und Film mischen. Während die Charaktere und einige Grundprinzipien der Maze Runner-Trilogie durchaus aufgegriffen und hoffentlich auch glaubwürdig beschrieben werden, äußert sich meine Kreativität in einem anderen Verlauf der ganzen Geschichte. Nun mag man vielleicht meinen, andere Lieblinge wie Brenda oder der Rattenmann erlangen keinen Auftritt, doch am Ende erkennt man Parallelen, die aufgegriffen werden und die in gewisser Weise einfach für mich Pflicht sind! Die Brandwüste gehört dazu, der rechte Arm und natürlich ANGST's letzte Stadt. Doch auch auf eigene Kreationen darf man gespannt sein, was wäre schließlich eine Fanfiction ohne etwas Neues?

Neue Figuren gibt es neben unseren heißbegehrten Lieblingen wie Newt, Alby, Minho, Gally und Co. natürlich auch – ach, und unser Held Thomas sollte auch nicht vergessen werden! Welche Charaktere wirklich neu sind und von welchen ihr beim Lesen einfach den Namen vergessen habt, wird unter dem Kapitel stehen in dem sie vorkommen.

Ach, und ich werde vermutlich das Leben ruppiger und rauer beschreiben als es in den Filmen rüberkam, doch ich hoffe, das werdet ihr mir nicht allzu übel nehmen. Auch die Protagonisten werden zu Anfang etwas unfreundlicher miteinander umgehen und erst mit der Zeit die wichtigsten Bindungen aufbauen, die man in solch grausigen Zeiten bloß aufbauen kann.

So, jetzt habe ich aber genug Klonk von mir gegeben und entlasse euch.
Vielleicht seid ihr genauso auf das Ende dieser Story gespannt wie ich.
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