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I‘ve always loved you [Chrollo x OC]

von lisukuxx
GeschichteAllgemein / P12
Chrollo Lucilfer OC (Own Character)
18.01.2020
18.03.2020
19
9.043
4
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Dieses Kapitel
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18.01.2020 934
 
„Du kannst sie wiederhaben."

Brutal wurde ich wieder in den dunklen, modrigen Keller geschubst. Münzen klimperten, Schritte entfernten sich. Es war wieder wie vorher. Wollte ich das so?

„Das war schon das 3. Mal diesen Monat. Deine Strafe wird schlimmer ausfallen."

Er packte mein Gesicht.

„Der einzige Grund warum du noch lebst, ist deine Schönheit. Aber bald habe ich keine Lust mehr dich am Leben zu lassen. Komm jetzt mit."

Die Kette an meinem Handgelenk, an der ich fest gemacht wurde, klimperte und ich wurde aus der Zelle gezogen und an zwei Handschellen an der Decke angebracht. Jeder Schlag mit dem Stock schmerzte wie verrückt. Nach der Bestrafung wurde ich wieder zurück in die Frauenzelle gezerrt. Die jungen Mädchen und Frauen neben mir schauten zu Boden und es herrschte Stille. Ich kauerte mich in eine Ecke. Ich musste hier weg.

Die Nacht brach an. Ich würde hier herauskommen. Dafür hatte ich jeden Tag und jede Nacht meinen Geist gestärkt. Ich habe die Fähigkeit entwickelt, Menschen in einem Alptraum gefangen zu halten und sie zu kontrollieren. Mit dieser Kraft werde ich es aus der Sklaverei schaffen. Und ich werde ihn finden.

Das Kerzenlicht schimmerte und erhellte den Raum etwas. Vor unserer Zelle stand ein Mann. Er achtete strengstens darauf das niemand von uns entwischte. Ich stellte mich an die Gitterstäbe, worauf der Mann mich genervt ansah.

„Was willst du. Du hast heute schon genug Ärger gemacht. Wage es nicht noch mehr Unsinn zu-"

Ich streckte meine Hand aus den Gitterstäben. Die Augen des Mannes weiteten sich kurz und schlossen sich danach. Er sackte auf die Knie. Das Gesicht verzerrte sich und lief rot an. Er musste fürchterliche Qualen erleiden. Der Alptraum hatte begonnen.

„Schließen sie die Tür auf."

Mit zitternder Hand griff er in seine Jackentasche und holte einen einzelnen Schlüssel heraus. Er steckte ihn in das Schloss während er weiter wimmerte. Die Tür sprang auf und ich trat ins Freie.

Ich wollte die Türe hinter mir schließen als der Mann zu schreien begann. Ich wusste nicht was er träumte. Ich glaube die Träume werden auf die Person zugeschnitten und meistens wird seine größte Angst im Traum eine große Rolle spielen.

Jemand hielt mein Handgelenk fest. Ein Mädchen, etwas jünger als ich, wimmerte hinter mir.

„Ich weiß nicht was oder wie du das gerade gemacht hast, aber ich bitte dich nimm mich mit! Hol mich hier raus! Bitte!"

Die anderen Sklaven wachten auch auf und bettelten mich an. Sie wollten mit mir in die Freiheit.

„In Ordnung kommt alle mit. Aber baut keinen Mist. Ein kleiner Fehler und alles ist vorbei."

Alle liefen hinter mir her und wir kämpften uns durch den Korridor bis an die frische Luft. Vor der Tür stand noch ein Mann, den ich ebenfalls einen Alptraum durchleben ließ.

Ich hatte es geschafft. Mit dieser Kraft war es so einfach gewesen. So einfach konnte ich hier heraus kommen. Die ganze Anlage war nicht groß gesichert, denn letztendlich waren wir alle ja nur Sklaven. Ich öffnete die sperrige Tür und sah zum ersten Mal seit Langem wieder den Mond. Ich hatte seine Schönheit schon wieder ganz vergessen und ganz benommen vom weiß schimmernden Licht blieb ich darunter stehen. Die anderen kamen hinter mir aus der Tür. Wir alle schnupperten endlich wieder den Duft der Freiheit, der Unabhängigkeit, des Glücks.

Doch ich war nicht vollkommen. Ich musste ihn, den Sinn meines Lebens, die Person wegen der ich überhaupt hier herauskommen konnte, finden.

„Du sag mal."

Ich drehte den Kopf zu der neben mir stehenden Person. Ein kleines Mädchen, vielleicht gerade mal zehn, zwölf Jahre alt.

„Was machst du jetzt? Was hast du vor? Ich weiß nicht wo ich hin soll. Ich habe noch nie wirklich in Freiheit gelebt."

Ich schaute wieder zum Himmel.

„Ich werde in eine Stadt namens York New City gehen. Es ist eine der größten Städte der Welt und es ist ein guter Startpunkt für mich. Ich muss eine bestimmte Person finden."

Bewundernd schaute mich das Mädchen an.

„Kann ich mit dir kommen? Ich will auch zu dieser Stadt!"
„Ich weiß nicht."
„Bitte du musst mich mitnehmen! Nur bis wir in York New City angekommen sind. Ich weiß nicht wie ich sonst dahin kommen soll. Ich verspreche dir, nachdem wir in dieser Stadt sind verlasse ich dich und gehe meinen eigenen Weg."
„Wenn du dann wirklich gehst, in Ordnung."

Mit diesen Worten lief ich los. Ich wusste nicht wo York New City ist. Mir blieb nichts anderes übrig als einfach nur loszulaufen. Das Mädchen blieb erst stehen, kam dann aber schnell nach.

„Sag mal wie heißt du eigentlich, kleine?"
„Mein Name? Ich habe gar keinen. Ich komme aus Meteor City weißt du."

Abrupt blieb ich stehen.

„Meteor City?"

Verwundert schaute mich das Mädchen an.

„Was ist denn?"
„Nichts. Sag mal, wie fändest du es wenn ich dir einfach einen Namen gebe."

Ihre Augen fingen an zu leuchten.

„Das wäre großartig!"
„In Ordnung. Lass mich mal überlegen. Wie wäre es mit Yuki?"

Den Namen hatte ich irgendwann einmal aufgeschnappt und er gefiel mir.

„Der Name ist wunderschön! Ich möchte so heißen. Bitte!"

Ich lachte.

„Okay dann ist dein Name ab jetzt Yuki."
„Ja!"

Yuki tobte und lachte und sah einfach ausgelassen aus. Ganz anders als in Gefangenschaft. Ich bemerkte erst jetzt wie schön die Freiheit doch war und wie glücklich sie mich machte.

Jetzt gerade, in diesem Moment, schienen alle Sorgen und Probleme dieser Welt, in Luft aufgelöst zu sein.

Und das war einfach nur unglaublich.
 
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