16. Januar: von Vater zu Sohn [by ladyfangirl]

OneshotFamilie / P12
Magnus Bane
16.01.2020
16.01.2020
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Tag der Veröffentlichung: 16.01.2020
Zitat: „Wir entkommen niemals unseren Dämonen, Mordo. Wir lernen uns nur über sie zu erheben.“ - das Original ist aus MarvelStudios´ "Doctor Strange"
Titel der Geschichte: von Vater zu Sohn
Autor: ladyfangirl
Hauptcharaktere: Magnus Bane; Asmodeus
Nebencharaktere: -
Pairings: -
Kommentar des Autors: Es gab tatsächlich eine Zeit, in der sich ein Vater noch um seinen Jungen gekümmert hat. Ungewöhnlich, aber wahr. Ein bisschen was zur Vergangenheit unseres Lieblingshexenmeisters und ich wünsche viel Spaß


von Vater zu Sohn


"Wie ich sehe, bist du mit den großen Buch der einfachen Beschwörungen durch, Sohn", Asmodeus schaut den kleinen Magnus an und erhascht einen Blick auf das neue Buch in dessen Schoss. "Du weißt aber auch, dass du all das nicht benötigst?"
"Die Sprache ist aber toll, Dad." Goldene Augen in der Form, wie sie normalerweise nur Katzen haben, schauen von den alten Pergamentseiten auf.
"Natürlich ist sie toll, du als Sohn eines Dämonenfürsten hast ja auch das angeborene Talent dafür. Und trotzdem brauchst du diese alten Dinger nicht lesen oder gar lernen. Du musst nur auf deine innere Stimme hören und der Macht in dir einfach ihren Lauf lassen."
"Wäre es nicht schon besser, dass ich sie wenigstens kontrollieren kann?"
"Das ist ja drollig", Asmodeus bricht in schallendes Gelächter aus, dass es nur so von den kargen Wänden ihres Heims widerhallt, "ein Dämonenspross macht sich Sorgen, Chaos zu verursachen, wenn die Macht aus ihm rausbricht." Mit einem Grinsen lässt sich der Höllenfürst neben seinen Sohn nieder. "Hör zu, Magnus", er muss ein Kichern unterdrücken. "Wir sind sehr mächtige Wesen und auch du wirst eines Tages ein sehr begnadeter Hexenmeister sein, der mit einem Fingerschnipp bekommt, was er will." Der Höllenfürst springt wieder auf und läuft fast schon manisch durch den kleinen Raum mit all seinen Büchern. "Niemand wird sich dir in den Weg stellen und alle Welten werden dir zu Diensten sein, wenn du es willst. Keiner wird es wagen Hand an dich zu legen, wenn du als Sohn von Asmodeus bekannt sein wirst." Er kniet sich wieder vor seinen Sohn, der ihn nur mit großen, goldenen Augen anschaut. "Zusammen können wir die Hölle beherrschen und damit meine ich die Ganze, nicht diesen kleinen Teil der Ewigkeit hier." Er deutet um sich rum. „Wir entkommen niemals unseren Dämonen, Magnus. Wir lernen uns nur über sie zu erheben. Du musst also nicht all den unnützen Kram hier lernen. Du musst nur auf das Feuer in dir hören und schon stehst du über den Dingen und kannst dein Umfeld formen, wie es dir zusteht."
"Aber sollte ich nicht trotzdem lernen, dieses Feuer, die Macht, zu kontrollieren? Was wenn ich was falsch mache und alles vernichte?" Magnus schaut betroffen zu Boden, man sieht den kleinen Jungen die Angst, zu versagen, deutlich an. Asmodeus berührt seinen Sohn unter dem Kinn und zwingt ihn mit ein wenig Druck, den Kopf wieder zu heben.
"Dann ist es so, mein Kind. Wir sind Dämonen, Hexenmeister, Fürsten unserer Art und dazu bestimmt, Chaos und Verderben zu verursachen. Die Menschen verlangen es ja beinahe schon mit ihren ganzen Anbetungen und Huldigungen, also warum sollten wir sie dann enttäuschen und ein braves Leben führen? Davon haben wir nix, die Angst und der Schrecken dieser Wesen versorgt uns und lässt uns noch größer werden. Da werden wir uns nicht Däumchen drehend in den Keller setzen und den Menschen da oben den Spaß lassen." Asmodeus´ Miene verändert sich wieder, hin zu einem fast schon grimmigen Mann. "Wir sind besser als sie und werden es immer sein. Die Dämonen werden sich eines Tages über die Welt erheben und dann, dann schlägt unsere große Stunde und wir werden zu Königen. So, wie es mein und dein Geburtsrecht schon immer war." Sein Blick hellt sich wieder auf und Asmodeus scheint eine Idee zu haben, die er für wahnsinnig gut hält. "Pack die Bücher weg, Sohn. Wir machen einen Ausflug an die Oberfläche."
"Muss uns dazu nicht jemand beschwören?" Asmodeus lacht wieder auf bei der unschuldigen Frage von Magnus.
"Wir sind Fürsten. Wenn wir unter die Menschen gehen wollen, dann gehen wir. Dazu brauchen wir keine Einladung, von niemanden, wir gehen einfach. Komm, Sohn, schauen wir uns mal an, was in ein paar Jahren Unser sein wird." Der Höllenfürst läuft los, zu dem vermeintlichen Ausgang des Raumes und sein Sohn folgt ihm ganz gespannt. In der Oberwelt war Magnus noch nie und so ist er sehr neugierig, ob die ganzen Geschichten aus den Büchern und die Erzählungen seines Dads stimmen.
Draußen hat Asmodeus schon einen Bannkreis gezogen und die ersten Flammen züngeln hoch. Fasziniert folgt Magnus seinem Vater in das Feuer, was ihm mehr kitzelt als wirklich verbrennt und als der Junge die Augen kurz schließt, merkt er, wie er von einem Wind erfasst wird. Als er sie wieder öffnet, steht er mitten auf einer grünen Fläche, umgeben von Bäumen und Häusern.
"Willkommen in der Oberwelt, mein Sohn." Mit ausschweifenden Armen präsentiert Asmodeus seinem Jungen die neuen Eindrücke und mit großen Augen schaut sich der junge Hexenmeister um ...





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Ein sehr interessantes Gespräch zwischen den beiden,  wie ich finde. Es hat mir gut gefallen. Das war echt schön zu lesen. Ich selbst kenne nur die beiden ersten Bücher, kann mich aber beim besten Willen an einen Magnus erinnern. Der Name sagt mir aber trotzdem irgendwas ...

Eure lula-chan
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