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Feind aus dem Schatten

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Het
15.01.2020
07.06.2020
39
79.023
3
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21 Reviews
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24.01.2020 1.774
 
Und schon kommt Kapitel Nummer 3.

Viel Spaß.

                                                           

Der große Tag war gekommen. Schon am frühen Morgen durfte Dragomier das Schlafzimmer von ihm und Moira nicht mehr betreten. ''Es bringt Unglück, wenn der Bräutigam die Braut vor der Hochzeit sieht'', hatte Morgana gesagt und Dragomier die Tür vor der Nase zugeschlagen. Dragomier saß zusammen mit Barl, Magni und Shira in einem anderen Raum. ''Drag, alles in Ordnung mit dir?'', fragte Barl und schaute seinen Freund fragend an. ''So nervös war ich noch nicht einmal vor meiner ersten Jagdprüfung. Was wenn sie nein sagt? Was wenn ich mich irre?'' ''Dragomier!'', sagte Barl laut. ''Hör auf dich verrückt zu machen. Du hast Moira den Antrag gemacht und sie hat ja gesagt und ihr habt eine Tochter. Ihr beide seid für einander bestimmt.'' ''Barl hat recht'', sagte Magni. ''Und mach dir nichts draus. Als ich damals Eimear geheiratet hatte, war ich genau so nervös wie du. Auch ich hatte Zweifel, und weißt du, wer mir dann Mut gemacht hat?'' Dragomier schüttelte den Kopf. ''Torvak. Damals war er schon mit Atra verheiratet und wusste daher genau, was ich durchmachte.'' Dragomier lächelte.

Zur gleichen Zeit bei Moira.
''Ich bin so nervös.'' Moira stand, umringt von Morgana, Senara, Varla und zwei weiteren Zwerginnen, in ihrem und Dragomiers Schlafzimmer auf einem kleinen Hocker. Die beiden Zwerginnen waren Schneiderinnen und hatten Moiras Hochzeitskleid entworfen. Varla musste lachen. ''Du bist genau wie deine Mutter. Eimear war damals genau so nervös wie du jetzt.'' Die beiden Schneiderinnen traten zwei Schritte von Moira zurück und die eine sagte: ''Ihr seht wundervoll aus, Prinzessin.'' Moira stellte sich vor einen großen Spiegel und betrachtete sich genau. Ihr Kleid war weiß und reichte bis zum Boden. Es war trägerlos und das Korsett war mit unzähligen weißen Perlen bestückt. Ihr Haar war offen, reichte aber trotzdem nicht bis zu den Schultern. An ihren Ohren trug sie weiße Ohrringe. Sie waren wie Tropfen geformt und mit kleinen weißen Edelsteinen bestückt. Moira erkannte sich selbst nicht mehr wieder. Sie drehte sich um und betrachtete sich von hinten. Ihr Rücken lag frei. ''Jetzt siehst du wirklich aus wie eine Prinzessin'', sagte Morgana. Moira drehte sich zu ihr und lächelte ihr dankend zu. Varla trat zu ihr und sagte: ''Die Ohrringe haben deiner Mutter einst gehört. Eimear trug sie an ihrer Hochzeit mit Magni. Es war ihr sehnlichster Wunsch, dass du sie an deiner Hochzeit trägst.'' Moira lächelte noch immer und eine Träne floss aus ihrem Auge. ''Ich wünschte, sie wäre hier'', sagte sie. ''Sie wäre stolz auf dich, Kind'', sagte Varla und strich Moira die Träne aus dem Gesicht.'' ''Jetzt mach nicht so ein Gesicht'', sagte Senara. ''Heute ist deine Hochzeit. Die einzigen Tränen, die du da vergießen darfst, sind Freudentränen.'' Moira lachte und trat auf ein Kinderbettchen zu, in dem Karia lag und gerade die Augen aufgeschlagen hatte. Moira nahm sie heraus und sagte: ''Hey, meine Kleine. Hast du gut geschlafen?'' Wie auf Kommando gähnte Karia einmal kräftig.

Wieder bei Dragomier.
Die Tür öffnete sich und zwei Menschen traten ein. Dragomier, Magni und Barl erhoben sich und traten auf sie zu. ''König Varian, Königin Temptation'', sagte Magni. ''Schön euch zu sehen.'' Beide lächelten und Temptation antwortete: ''Danke, Magni.'' Sie trat auf Dragomier zu und sagte: ''Ich gratuliere dir, Dragomier. Zur Hochzeit und zu deiner Tochter.'' Dragomier nickte. Jetzt kam Varian zu ihm. ''Ich gratuliere dir auch, Dragomier.''

Der Moment war gekommen. Dragomier stand, in einem eleganten schwarzen Anzug, im Thronsaal. Seine roten Haare waren zu einem Zopf geflochten. Neben ihm stand ein Zwergenpriester, der Anhänger der Kirche des heiligen Lichtes war. Der ganze Saal war gefüllt mit Zwergen und Gnomen. Auch ein paar Menschen waren zu sehen. Barl, Morgana, Senara, Varla, Temptation, Varian und Bärenhüter standen ganz vorne. Alle waren elegant gekleidet. Varian, Bärenhüter und Barl trugen schwarze Anzüge. Morgana, Senara, Varla und Temptation trugen wunderschöne Kleider. Morganas war rot, Senaras gelb, Varlas grün und Temptations blau. Karia befand sich auf Varlas Armen und blickte sich neugierig um. Auch sie trug ein weißes Kleidchen. Shira und Barok lagen an der Seite und beobachteten das Geschehen aufmerksam. An den Seiten standen auch die königlichen Wachen und beobachteten das Geschehen ebenfalls aufmerksam.
Das Tor öffnete sich und alle Anwesenden drehten sich um. Im Eingang stand Moira in ihrem weißen Kleid und wurde von Magni geführt. Sanfte Musik erklang und die beiden schritten langsam vor. Dragomier blieb der Mund offen stehen, als er Moira erblickte. Sie war sogar noch schöner als sonst. Als Magni und Moira den Raum durchschritten hatten, reichte Magni Dragomier die Hand von Moira und stellte sich dann neben Varla. Moira stellte sich Dragomier gegenüber und lächelte ihn glücklich an. Er lächelte zurück und nahm ihre Hände in seine. Die Musik verstummte und der Priester trat hinter Dragomier und Moira. Er hob andächtig die Arme und sprach: ''Wir sind heute hier zusammen gekommen, um diesen Mann, Dragomier, und diese Frau, Moira, in den heiligen Bund der Ehe einzuführen.'' Er wandte sich an Dragomier und fragte: ''Ich frage dich, Dragomier: Bist du bereit, Moira zu deiner angetrauten Frau zu nehmen? Sie zu lieben und zu ehren, in guten wie in schlechten Zeiten, bis dass der Tod euch scheidet? So antworte mit Ja.'' Dragomier schaute in Moiras gelbe Augen und sagte laut: ''Ja.'' Der Priester wandte sich an Moira und fragte: ''Ich frage dich, Moira: Bist du bereit, Dragomier zu deinem angetrauten Mann zu nehmen? Ihn zu lieben und zu ehren, in guten wie in schlechten Zeiten, bis dass der Tod euch scheidet? So antworte mit Ja.'' Moira blickte in Dragomiers grüne Augen und sagte lächelnd: ''Ja.'' Der Priester nickte und ein kleines Gnomenkind brachte ein samtenes Kissen, auf dem zwei goldene Ringe lagen. In beide waren feine Einkerbungen geritzt, welche die Lebenslinien darstellten. Der Priester nahm das Kissen entgegen und sagte: ''Nehmt diese Ringe und schwört euch nun die Treue.'' Dragomier griff nach einem der Ringe, nahm Moiras linke Hand und sagte: ''Ich schwöre, dich immer zu lieben und unsere Traditionen immer zu wahren. So wahr mir die Götter helfen.'' Er steckte Moira den Ring an. Diese lächelte und griff jetzt nach dem zweiten Goldring. Sie nahm Dragomiers linke Hand und sagte: ''Ich schwöre, dich immer zu lieben und unsere Traditionen zu wahren. So wahr mir die Götter helfen.'' Sie steckte Dragomier den Ring an. Beide hielten sich noch immer gegenseitig die linke Hand. Der Priester gab das Kissen wieder an das Gnomenkind zurück und zog dann eine dunkelblaue Schärpe aus seinem Gewand hervor. Darauf war das Zeichen der Allianz abgebildet. Der gelbe Löwenkopf mit seiner prächtigen Mähne. Der Priester wickelte die Schärpe zweimal um Dragomiers und Moiras linke Hand und sagte: ''Im Namen aller Völker der Allianz, ernenne ich euch zu Mann und Frau.'' Er entfernte die Schärpe wieder und schaute Dragomier an. ''Du darfst du Braut jetzt küssen.'' Dragomier lächelte und zog Moira sanft zu sich. Er legte seine Lippen auf ihre und beide gaben sich einen Kuss. Der ganze Thronsaal begann zu jubeln und zu klatschen. Dragomier und Moira lösten sich von einander. Die Menge drehte sich zur Seite und wie aus dem Nichts tauchten mehrere Tische aus dem Boden auf. Alle setzten sich. Das Tor öffnete sich und etliche Zwerge schleppten allerlei Speisen in den Raum. Diese wurden auf den Tischen verteilt. Magni erhob sich und sagte: ''Lasst das Fest beginnen.'' Alle fingen an zu essen und zu trinken.

Nach einiger Zeit zog sich Moira zurück um Karia zu stillen. Niemand beschwerte sich darüber. Ganz im Gegenteil. Alle hatten Verständnis dafür. Nach knapp zwanzig Minuten kam Moira mit Karia wieder zurück und setzte sich wieder zu Dragomier. ''Unser kleiner Engel hat sich anscheinend Zeit gelassen'', sagte Dragomier schmunzelnd. ''Ich wollte schon einen Suchtrupp losschicken.'' Moira grinste und erwiderte: ''Deine Tochter ist halt eine Genießerin.'' Dragomier lächelte und gab Moira einen Kuss auf die Stirn.
Nach mehreren Stunden leerte sich der Raum langsam. Dragomier schaute auf seine Arme, in denen Karia lag und gähnte. ''Ich glaube, da ist jemand müde.'' Er und Moira erhoben sich und verließen zusammen mit Barl, Morgana, Senara und Shira den Thronsaal. Als sie verschwunden waren, saßen nur noch Magni, Varla, Bärenhüter, Temptation, Varian und Barok zusammen. ''Sie werden so schnell erwachsen'', sagte Magni, der schon leicht angetrunken war. Varla schaute zu ihm und nahm ihm den Krug aus der Hand, den er gerade an seinen Mund setzen wollte. ''Du hast genug getrunken, Magni'', sagte Varla. ''Du sollst dich schließlich morgen noch an die Hochzeit deiner Tochter erinnern.'' Magni wollte etwas erwidern, beließ es dann aber bei einem Schnauben. Nach einigen Minuten erhoben auch sie sich und wünschten sich alle eine gute Nacht.

Dragomier und Moira hatten Karia gerade in ihr Bettchen gelegt. Dragomier half Moira dabei aus dem Kleid zu kommen. Er zog sich seinen Anzug aus und beide legten sich in ihr Bett. Shira legte sich neben das Bettchen von Karia und schloss sofort die Augen. Moira kuschelte sich an Dragomier und schloss die Augen. ''Gute Nacht, Moira'', sagte er. ''Gute Nacht, Dragomier Bronzebart.''

Moiras Kleid: https://hochzeit.de/wp-content/uploads/produkt/Sincerity/2016/109-Justin-Alexander-Brautmoden-Brautkleider-Kollektion-2016-Sincerity-3901_FF.jpg

Moiras Ohrringe: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41f8i5jUd4L.jpg

                                                           

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