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Feind aus dem Schatten

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Het
15.01.2020
07.06.2020
39
79.023
3
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Dieses Kapitel
1 Review
 
21.01.2020 1.159
 
Die Kunde, dass Moira eine gesunde Tochter zur Welt gebracht hatte, verbreitete sich wie ein Lauffeuer in Ironforge.
Dragomier lief gerade durch die große Halle in Richtung Lazarett. Es waren inzwischen zwei Tage vergangen seit Dragomier Vater geworden war. Immer wieder gratulierten ihm Zwerge und Gnome, die ihm über den Weg liefen. Dragomier lächelte und setzte seinen Weg fort.
Als er das Zimmer betrat, in dem Moira lag, musste er grinsen. Moira saß aufrecht im Bett. Ihr Oberteil war hochgeschoben und ihre linke Brust lag frei. Karia lag in ihren Armen und wurde von ihr gestillt. Orina saß neben ihr auf der Bettkante und beobachtete sie. ''Das machst du gut'', sagte sie. ''Lass ihr Zeit. Sie wird aufhören wenn sie genug hat.'' Moira nickte und schaute auf. Sie lächelte Dragomier an. Der lächelte zurück und setzte sich auf die andere Seite des Bettes. Er betrachtete seine Tochter und sagte: ''Einen gesunden Appetit hat sie.'' Moira nickte und schaute auf Karia hinab, die noch immer trank. ''Sie weiß halt, was gut ist'', antwortete Moira grinsend.  ''Ich bevorzuge Fleisch'', sagte Shira, die am Fußende des Bettes lag und die ganze Szenerie beobachtete. ''Du bist auch eine Raubkatze'', antwortete Dragomier laut. Moira und Orina schauten erst Dragomier und dann Shira an. ''Was hat sie gesagt?'', fragte Orina. ''Sie hat gesagt, dass sie Fleisch bevorzugt.'' Orina lachte kurz und sagte dann: ''Dafür ist sie noch zu klein. Sie hat ja noch nicht einmal Zähne um Fleisch zu kauen.'' Shira schaute Orina an und bleckte ihre messerscharfen Zähne. Orina nickte grinsend und sagte: ''Ja, ich weiß. Du hast welche.'' Shira bleckte noch immer ihre Zähne und versuchte zu grinsen. Alle mussten lachen, da Shira dabei sehr komisch aussah.
''Na, hast du genug meine Kleine?'', fragte Moira ein paar Minuten später, bei der alle einfach nur still zugeschaut hatten. Karia hatte aufgehört zu trinken und hatte die Augen wieder geschlossen. Moira gab ihre Tochter in Dragomiers Arme und zog sich ihr Oberteil wieder an. Dragomier betrachtete Karia und da fiel ihm etwas auf. ''Sie hat ja schon die ersten Härchen.'' ''Und sie sind rot'', fügte Orina hinzu. Dragomier grinste und streichelte Karia über die Wange. Die öffnete die gelben Augen und blickte verschlafen in Dragomiers grüne. Ein paar Tränen sammelten sich darin. ''Drago, was ist los?'', fragte Moira. Dragomier schaute auf und antwortete: ''Ich find‘s einfach schön, dass dieses kleine bezaubernde Wesen von uns ist.'' Moira lächelte und schmiegte sich an Dragomier.
Shira hatte sich erhoben und lief, auf dem Bett, langsam auf sie zu. Dragomier drehte Karia um, sodass sie Shira sehen konnte. Vorsichtig kam Shira näher und beschnupperte Karia intensiv. Das Zwergenbaby blieb ruhig und schaute Shira aus leuchtend gelben Augen an. Shira hauchte das Zwergenbaby leicht an. Das fing an zu kichern und berührte Shiras Schnauze mit ihren kleinen Händchen. Moira legte ihren Kopf auf Dragomiers Schulter und sagte: ''Ich glaube, sie mag dich, Shira.'' ''Und ich mag sie'', antwortete Shira, was Dragomier übersetzte. Moira lächelte.
Im nächsten Moment klopfte es an der Tür. ''Herein'', sagte Moira. Eine königliche Wache erschien und sagte: ''Verzeiht die Störung, Prinzessin, aber draußen wollen Senara, ein Dunkeleisenzwerg, und eine Menschenfrau zu euch.'' Moira und Dragomier grinsten und Dragomier sagte: ''Lass sie rein.'' Die Wache nickte und verschwand. Einige Momente später öffnete sich die Tür erneut und Barl, Morgana und Senara betraten das Zimmer. Dragomier, der Karia wieder in Moiras Arme gegeben hatte, erhob sich und sagte: ''Barl, mein Freund. Schön dich zu sehen.'' Beide umarmten sich und Barl sagte: ''Ich freue mich auch, Drag. Es hat viel zu lange gedauert.'' Die beiden lösten sich voneinander und Dragomier sagte zu Morgana: ''Schön auch dich zu sehen, Morgana.'' Die ging in die Knie und umarmte Dragomier mit den Worten: ''Auch schön dich zu sehen, Drag.'' ''Also, wo ist denn jetzt das kleine Wunder?'', fragte Barl. ''In meinen Armen'', antwortete Moira. Barl und Morgana traten an Moiras Bett und umarmten erst sie und dann Orina. Senara stellte sich hinter Dragomier, der sich wieder auf das Bett gesetzt hatte. Barl und Morgana beugten sich leicht über Karia und betrachteten sie. Karia lag in Moiras Armen und gähnte gerade einmal kräftig. ''Ohh, ist die goldig'', sagte Morgana. ''Sie ist wirklich ein kleines Wunder'', fügte Barl hinzu. Moira lächelte und streichelte Karia liebevoll über die Wange. ''Das ist sie'', sagte sie. Karia öffnete die Augen und schaute Moira mit ihren gelben Augen an. ''Sie hat ja deine Augen'', bemerkte Morgana lächelnd. ''Und ein paar Härchen hat sie auch schon'', fügte Senara hinzu.

Zehn Minuten später saßen Dragomier, Moira, Shira, Barl, Morgana, Senara und Orina zusammen. Karia lag in Dragomiers Armen und schlief. ''Die Kleine hat echt einen gesunden Schlaf'', sagte Orina. ''Liegt in der Familie'', sagte Dragomier. ''Varla hat mir erzählt, dass ich als Baby auch so einen tiefen Schlaf hatte.''
Im nächsten Moment öffnete sich die Tür und Varla trat, gefolgt von Magni, in den Raum. Hinter ihnen erschien ein Nachtelf mit langen lilanen Haaren. Er trug einen großen Bogen auf dem Rücken und wurde von einem grauen Bären begleitet. ''Meister Bärenhüter, Barok'', sagte Dragomier und trat auf seinen Meister zu. Der legte ihm die Hand auf die Schulter und sagte: ''Schön dich zu sehen, Dragomier.'' Sein Blick wanderte zu dem Zwergenbaby in seinem Arm und er sagte mit einem Lächeln auf den Lippen: ''Und herzlichen Glückwunsch.'' ''Danke'', entgegnete Dragomier lächelnd. Barok trat zu Dragomier und schnupperte vorsichtig an Karia. Dragomier streichelte ihm über den Kopf. Dann trat Moira an seine Seite. ''Schön euch zu sehen, Bärenhüter. Wie war eure Reise?'' ''Gut. Es war schön mal wieder den Weltenbaum und Darnassus, meine Heimat, zu sehen.'' Bärenhüter, Magni und Varla setzten sich zu den anderen und auch Dragomier und Moira nahmen wieder Platz. Barok legte sich neben Shira auf den Boden.
''Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren'', sagte Varla. ''In fünf Tagen ist es soweit'', sagte Magni und schaute zu Dragomier und Moira. ''In fünf Tagen ist eure Hochzeit.”
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