Geschichte: Fanfiction / TV-Serien / Glee / destiny.

destiny.

GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
Jeff Nick
15.01.2020
21.01.2020
4
7606
 
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Hallo du!
Auch wenn die letzte Folge Glee nun beinah fünf Jahre her ist (es kommt mir vor wie gestern) habe ich meine liebsten Charaktere niemals vergessen. Hier also das erste Kapitel von destiny. - eine Niff Fanfiktion. Ihnen kommen die letzten fünf Jahre auch vor wie nichts. Aber es ist doch schon eine sehr lange Zeit, nicht?
Ich hoffe sie gefällt euch, wenn ja lasst doch mal einen Kommentar da ;) würde mich freuen. Ansonsten: viel Spaß beim Lesen!



__________________________________________________


vor fünf Jahren


Eine dicke Träne rollte über die Wange des Blonden. Er schüttelte den Kopf und seine Stimme war brüchig als er weitersprach.
„Ich schaffe das, Baby. Es sind doch nur zwei Jahre, dann komme ich nach. Und dann ziehen wir in eine süße, kleine Wohnung und können gemeinsam glücklich werden. Wir sind glücklich. Wir müssen nichts daran ändern.“
Doch er wusste, dass das Unsinn war. Ab nächstem Montag würden die Beiden weit über 3.000 Meilen trennen. Sie würden ab Montag auf unterschiedliche Kontinenten leben. Ab Montag war ihre einzige Möglichkeit miteinander zu kommunizieren das Telefonieren , SMS schreiben oder Skypen. Und auch das würde ab Montag zu einer Herausforderung werden, denn sie würden eine Zeitverschiebung von fünf Stunden durchstehen müssen.
Und sie beide waren doch noch so jung, ihre Beziehung erst einige Monate. Alles war noch frisch, welche Grundlage hatten sie denn eine zweijährige Fernbeziehung durchzustehen. Und doch wollte der Jüngere ihn nicht gehen lassen, wollte all das nicht glauben.

„Ich liebe dich. Du weißt, dass ich dich liebe. Aber das tue ich dir nicht an, das will ich uns beiden nicht antun. Jeff, du bist erst 16 Jahre alt. Willst du dich jetzt zwei Jahre für mich aufsparen? Was, wenn ich mich da drüben verändere? Amerika ist anders als Europa und ich werde mit dem Studium anfangen. Ich will es dir nicht kaputt machen. Bitte, leb dich hier aus und werde glücklich. Du brauchst mich nicht um glücklich zu sein.“
„Ich bin glücklich. Genau so wie es jetzt ist. Mit dir. Wegen dir. Nick, ich liebe dich wirklich. Das ist für mich keine gewöhnliche Highschool Beziehung, so sehe ich das nicht. Ich-„ er brach ab, weil er nach Luft schnappen musste. Seine Augen brannten bereits vom vielen Weinen, aber was sollte er denn tun?
Nick war seine erste, große Liebe. Er war überhaupt der erste Mann, den er je geküsst hatte. Mit dem er je geschlafen hatte. Zu dem er „Ich liebe dich“ gesagt hat und er meinte es so. Vielleicht war er mit seinen 16 Jahren noch jung und sicherlich auch naiv, aber nicht was seine Gefühle für Nick angingen. Bei denen war er sich so sicher wie noch nie.

„Ich bin auch glücklich. Aber sobald ich nicht mehr hier bin wird dieses Gefühl schwinden. Wir ersparen uns eine Menge Schmerz wenn wir es jetzt beenden.“ Er strich ihm sanft über die Wange. „Und heute ist ja auch erst Freitag."
Erst Freitag, dachte Jeff und runzelte die Stirn: „Machst du gerade mit mir Schluss, aber willst mich übers Wochenende noch vögeln?“ Seine Tränen verstummten und er wischte sich über die Wange.
„Nein. Also…ich meine…wieso sollen wir die letzten Tage nicht nutzen?“
„Geh.“
Nick blickte seinen Freund - oder Ex-Freund? - verwirrt an.
„Jeff, du verstehst das falsch. Wir müssen nicht miteinander schlafen, aber ich will die letzten Tage mit dir verbringen. Nur mit dir. Ich liebe dich.“
Nun wurde die Mimik des Blonden hart: „Nein, so funktioniert das aber nicht. Geh, Nick.“
„Jeffy.“
„Geh!“



„Geh!“ rief Nick und scheuchte seinen Mitbewohner aus dem Weg um sich den Weg in die WG Küche zu bahnen. Dort griff er nach der Kaffeetasse und nahm einen großen Schluck. Das warme, angenehme Gefühl bildete sich sofort in seiner Magengegend aus und er schloss die Augen, seufzte genussvoll.

„Also erstens klingt das so als würdest du dir einen runterholen, so wie du stöhnst und zweitens ist das mein Kaffee.“

„Ach, mein, dein - das sind doch bürgerliche Kategorien“, kicherte der Dunkelhaarige und lehnte sich gegen die Anrichte.

„Wieso bist du überhaupt so spät dran?“ Sebastian betätigte die Taste der billigen Kaffeemaschine, die sofort zu knacken und brutzeln anfing, dann stellte er eine andere Tasse drunter und sah zu wie die dunkle, heiße Flüssigkeit die rosa Tasse füllte. Ein bisschen Milch, ein Stück Zucker, so war der Kaffee perfekt fand Sebastian.

„Ich hab verschlafen, ich bin erst heute Morgen nach Hause gekommen.“

Sebastian verdrehte prompt die Augen. Er konnte es einfach nicht mehr hören wenn Nick von seinen One Night Stands berichtete. Nicht nur, dass Sebastian absolut kein Fan von so einer schnellen Nummer war, sein Mitbewohner hatte auch noch die schlechte Angewohnheit sehr detailliert zu berichten was er alles mit seinen Errungenschaften anstellte und das wollte Sebastian nun wirklich nicht hören.

„Okay, die Info reicht mir dann auch schon. Hast du Vorlesung?“ Das neue Semester hatte gerade erst begonnen und es würde einige Wochen dauern bis sie sich auf den Plan des jeweils Anderen eingestimmt hatten. In den vergangenen zwei Jahren hatte das immer sehr gut funktioniert, sie wussten wann wer das Badezimmer für ein ausgiebiges Bad nutzen konnten und auch, wann man ein Date mitbringen konnte um in der schönen WG Küche etwas zu kochen und danach bei Netflix & Chill ins Wohnzimmer verschwinden konnte - wobei Chill zumindest bei Sebastian meist eher „chillen“ bedeutete als das, was es eigentlich bedeuten sollte. Und auch wenn Nick behauptete auch noch nie Sex auf der WG-Couch gehabt zu haben, so war Sebastian nicht sonderlich davon überzeugt. Ihre anderen beiden Mitbewohner, ein schwules Paar welches sie in ihren ersten College-Jahr kennengelernt hatten, die hatten definitiv schon Sex auf diesem Sofa - Sebastian war sogar Zeuge davon geworden.

Nick streckte sich und nickte: „Ja, direkt montags um acht Uhr morgens. Wer bitte denkt sich so einen schrecklichen Stundenplan aus? Immerhin hab ich früh Schluss, die Vorlesung geht nur bis 12 Uhr. Aber ich hab mich gleich heute für die Mittagsschicht im Kunstkaffee einteilen lassen.“

„Ach, die haben deinen Vertrag verlängert? Obwohl du den ganzen Sommer nicht arbeiten konntest?“ Das erste Mal seit Nick nach New York gezogen war hatte er die Semesterferien in seiner Heimat verbracht und das war für ihn wirklich eine ganze Strecke. Gebürtig kam der Kunststudent aus London und das lag mit dem Flugzeug immerhin acht Stunden entfernt. Innerhalb von acht Wochen Semesterferien lohnte sich das allerdings und Nick hatte die Gunst der Stunde genutzt.

Sebastian hingegen hatte die gesamten Ferien gejobbt und war irgendwie auch ganz froh gewesen die WG mal für sich zu haben. So konnte er tun und lassen was er wollte - naja, das konnte er eigentlich auch, wenn Nick da war. Wenn sie ehrlich waren, dann waren beide Jungs froh sich nach den paar Wochen wiederzuhaben. Nick war erst Freitag Nacht wieder angereist, hatte den halben Samstag aufgrund des Jetlag schlafend verbracht und war dann am Abend direkt mit Kommilitonen losgezogen. Sebastian, der in der Bar arbeitete in der Nick für gewöhnlich feiern ging, hatte auch bis halb zwei an der Gesellschaft teilgenommen. Als die Gruppe dann jedoch weitergezogen war und Sebastian Feierabend gemacht hatte, war er in den wohlverdienten Schlaf versunken. Nick hingegen hatte wohl noch ordentlichen einen draufgemacht.
„Klar, die lieben mich da!“ Er nahm noch einen Schluck von dem Kaffee und schüttelte denn angewidert den Kopf, bevor er zwei weitere Stücke Zucker in das laue Getränk war. Sebastian verkniff sich seinen Kommentar dazu, auch wenn er das absolut widerlich fand. Das hatte doch nichts mehr mit einem richtigen Kaffee zutun, das war nur noch Zucker, Wasser und Koffein.

„Naja, lieben?“ scherzte Sebastian und erntete dafür einen bösen Blick von Nick, der sich direkt danach jedoch in ein Lachen auflöste.

„Okay, vielleicht kann man da nicht von Liebe sprechen, aber ich arbeite ja auch gerne da. Ich hab denen vorher gesagt, dass ich für sechs Wochen ausfalle und sie haben gesagt wenn sie keinen würdigen Ersatz für mich finden, dann kann ich wieder anfangen. Und was soll ich sagen? Ich bin wohl schwer ersetzbar. Mein Vertrag ist erstmal wieder verlängert worden und ich freue mich meine zwei Tage die Woche eine Auszeit von der Uni zu kriegen.“ Sebastian nickte. Aus dem gleichen Grund arbeitete er in der Studentenbar. Des Geldes wegen müsste er nicht dort arbeiten, denn seine Eltern finanzierten sein gesamte Studium und auch diese Wohnung. Nick zahlte auch einen Teil der Miete, jedoch einen erheblich kleineren Teil als die Wohnung ihn eigentlich kosten würde. Für Sebastian war das cool, denn so hatte er einen sympathischen Mitbewohner und für Nick war es noch besser, denn so konnte er das verdiente Geld für Studienmaterial ausgeben und auch um mal was unternehmen zu können.

Der Dunkelhaarige hatte nicht das Glück mit einer reichen Familie gesegnet zu sein, sie bekamen gerade einmal die Studiengebühren für ihn zusammen. Alles Andere musste Nick selbst zahlen und gerade als Künstler war das nicht so einfach viel Geld zu verdienen, wenn man nicht gerade ein Ausnahmetalent ist. Doch es war seine Passion, er wollte schon Künstler werden da war er noch in der Middle-School gewesen - in der High-School und auch danach hatte sich an diesem Wunsch rein gar nichts geändert.
„Kann ich gut verstehen. In den Semesterferien war es richtig cool in der Bar zu jobben, so lernt man richtig viele neue Leute kennen.“

Nun grinste Nick breit: „Und? Hast du wen Tolles kennengelernt?“

Sebastian lief rot an und nickte langsam: „Naja, er ist schon toll, aber er ist auch unerreichbar. Ich hab die letzten Wochen damit verbracht ihn anzuschmachten und ihm Bier an seinen Tisch zu bringen.“

„Uh, Bier. Eine Hete, also. Sebastian, du sollst dich doch nicht in Heteromänner verlieben, das weißt du doch.“

„Wer ist in eine Hete verliebt?“ Kurt betrat die Küche und immer wieder war Nick beeindruckt davon wie gut dieser bereits so früh am Morgen aussah. Er hatte sich bereits die Haare gestylt, ein wahnsinnig stilsicheres Outfit angezogen, in dem Nick total lächerlich aussehen würde und seine Haut war rosig und sah gesund aus, als hätte er schon einen morgendlichen Spaziergang gemacht.

„Niemand!“, murmelte Sebastian, doch Nick grinste.

„Sebastian hat in der Bar wen kennengelernt während ich nicht da war. Wo wart du und Blaine bloß? Ihr müsst dem Kleinen doch helfen wenn er jemanden kennenlernt.“

„Ach, spricht er von Professor Clarington?“ Kurt nahm sich ein Glas Wasser und goss sich sprudelndes Wasser ein.

„Ein Professor?“ Nick grinste noch breiter und stupste Sebastian hatte. Da hatte sich sein bester Freund doch wirklich einen Lehrer angelacht während er über den Sommer nicht da gewesen war. Man, warum verpasst er immer das Beste?

„Ja, ein Professor. Er ist der neue Professor von Blaine und Kurt, er unterrichtet Gesang. Aber er ist wirklich super heiß und überhaupt nicht tuntig. Dabei ist er sogar schwul.“

„Ja. Und verheiratet.“ Kurt nahm einen Schluck und verdrehte die Augen. „Sebastian, der ist heiß. Aber du musst dir abgewöhnen dir Typen angeln zu wollen die nicht für dich erreichbar sind. So, ich gehe jetzt zurück ins Bett und werde meinen sehr erreichbaren Typen ein bisschen verwöhnen bis er um zehn Uhr zu Uni muss.“ Kurt klimperte mit den Augen und verschwand dann auch schon aus der Küche in sein und Blaines Schlafzimmer. Nick sah ihm nur noch grinsend nach und blickte dann wieder zu Sebastian.

„Also…nochmal zu Professor Sexy.“

„Bist du nicht spät dran?“ fragte Sebastian bloß locker.

„Ach, fuck!“


__________________________________________________


mood : vienna - billy joel