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Ein Tag in Mahoutokoro

KurzgeschichteAllgemein / P12
OC (Own Character)
15.01.2020
30.09.2020
7
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30.09.2020 1.143
 
Bückeburg. Wie gelangen wir zum Zaubereiministerium? In dem wir einfach via Besen nach Berlin fliegen und mit der geheimen Linie des Hauptbahnhofes zum unterirdischen Gebäude des Zaubereiministeriums fahren. Diese Methode funktioniert aber auch nur so lange, bis die Zahl der Besucher die Kapazitätsgrenze nicht überschreitet. In Tokyo ist die Sache natürlich anders, denn diese Stadt besitzt die höchste Einwohnerzahl und damit auch die meisten Zauberer, die in einer Stadt wohnen.

Für dieses Problem musste eine Lösung gefunden werden, die mit dem Internationalen Status zur Geheimhaltung der Magie konform war. Zunächst beschloss man in der frühen Edo-Zeit, Portschlüssel zu verwenden. Diese Methode funktionierte jahrelang ganz gut, bis sich die Zahl von unbefugten Besuchern wegen der wachsenden Bevölkerung des alten Tokyos immer weiter erhöhte. Außerdem neigten viele Besucher dazu, die entsprechenden Portschlüsselzeiten zu verpassen, da sie nur an bestimmten Tagen benutzbar waren. Gleichzeitig wurden einige Portschlüsselkrank, wenn sie zu oft mit ihnen reisten.

Aus diesem Grund beschloss das Ministerium, die im Jahre 1927 eingesetzte Tokyoter U-Bahn zu verwenden. Hierzu wurden gewöhnliche Züge der Muggel verwendet, jedoch so verzaubert, dass nur Magier in der Lage waren, sie auch zu sehen. Damit sie nicht mit anderen Zügen der Muggel kollidierten, fuhren sie nur dann, wenn die Linien auch frei waren. Diese Methode war grösstenteils sicher, da die Züge der Muggel sehr pünktlich waren und sich die magischen Züge dementsprechend einfach in die Fahrpläne eingliedern ließen.

Allerdings bauten die Muggel immer mehr Linien, was so kein Problem darstellte. Lediglich die immer größer werdende Anzahl an Zügen wurde zu einem Problem; die Fahrpläne der Muggel wurden so eng, dass die magischen Züge kaum noch hineinpassten. Hinzu kamen noch die immer größer werdende Anzahl an Wartenden an den Bahnhöfen, denn wenn Leute einfach so verschwanden, konnte das doch schon ziemlich verdächtig sein. Aus diesem Grund wurde von Ministerium in den späten 70er Jahren beschlossen, ein eigenes U-Bahnsystem für Tokyo und andere große Städte zu entwickeln. Hierzu wurden unter Minister Yoshiro Yomato (1975 – 1990) mehrere Architekten beauftragt, das unterirdische Transitsystem zu erbauen. Hitoshi Kawoku, der von dem Minister beauftragt wurde, die Gruppe zu leiten, wurde durch diesen Auftrag zu einer nationalen Berühmtheit. Er war als Architekt nicht nur für die Planung zuständig, sondern auch für das Design der damaligen Züge, welche noch bis zum heutigen Tage verwendet werden. Dabei zeichneten sich die Züge durch ein besonders schlichtes Aussehen aus, da die Ziele nicht weit waren und die Fahrtdauer im Zug somit relativ kurz war. Außerdem lassen sich diese Züge sehr einfach warten.

Zu einem Durchbruch wurde das eigens für Magier gebaute U-Bahnsystem dennoch nicht, denn kurze Zeit später wurde es dank Oni Kisuki möglich, sich mittels den Maho-Shinto-Schreinen zu teleportieren. Da die Schreine zum einen in ganz Japan aufgestellt sind und zum anderen wesentlich kostengünstiger sind als das U-Bahnsystem, wurde der Plan zum japanweiten Ausbau aufgegeben und die Strecke beim Ballungsraum Tokyo belassen. Betrieben wird das System von dem japanischen Zaubereiministerium.

Wie in meinem vorherigen Artikel beschrieben, gibt es das unterirdische Transitsystem in allen großen Bahnhöfen um den Raum Tokyo herum. Hierzu muss nach den beiden Zeichen 魔法 Ausschau gehalten werden, um den geheimen Eingang zu finden. In der Nähe dieser Zeichen befindet sich dann eine abgelegene Tür, welche man vorsichtig öffnet und hineintritt. Dabei ist es wichtig, dies in überschaubarer Anzahl zu tun, um die Muggel nicht zum Misstrauen zu bewegen.

Gelangte man in dem kleinen Raum, so wird man von einem Mitarbeiter des Transitsystems bzw. Ministeriums gefragt, was man denn an diesem Ort zu suchen habe. Hier ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und seinen Zauberstab zu zeigen. Führt man einen kleinen Trick vor (und sei es auch nur der einfache Zauber Lumos), so genügt dies schon als Beweis und man darf weiter gehen. Weigert man sich hingegen, wird man freundlich herausgebeten. Verweigert man sich auch dieser Bitte, so wird einem ein Gedächtniszauber auferlegt, der einen sofort die nächste Erledigung in den Kopf ruft und man das gerade geschehene somit vergisst.
«Das passiert gar nicht mal so selten, dass sich Muggel in den abgelegenen Türen verirren», sagte Sakura mir. «Aber die meisten denken, dass sie einen nur für Bahnhofsmitarbeiter vorbehaltenen Raum betraten und verlassen ihn dann wieder, gefolgt von unzähligen Entschuldigungen. Die wirklich hartnäckigen Fälle sind seltener.»
Anschließend gelangt man auf einem weiten Bahnstieg, an der auch schon einige Magier auf dem Zug warten. An einem traditionellen Schalter können Tickets für die bevorstehende Zugfahrt erworben werden, welche jedoch nicht teuer sind. Gelegentlich befinden sich sogar einige Schaffner in den Zügen und kontrollieren die Tickets, deswegen sollten sie auch gekauft werden. Zumal Schwarzfahren nicht gerade gerne gesehen wird und im schlimmsten Fall sogar zu einem Verbot der Nutzung des Transitsystems führen kann!

Eine Fahrt in dem alten Zugsystem lohnt sich immer und ist eine unabdingbare Sehenswürdigkeit. Falls ihr die geheimen Zugänge zu den unterirdischen Bahnhöfen nicht findet (wobei man sich bei einigen echt Mühe geben musste, um sie zu finden), helfen euch diese Beschreibungen:

Tokyo:
Im Tokyoter Hauptbahnhof muss man bis zu den Stationen der U-Bahn gelangen, um den geheimen Zugang zu finden. Er befindet sich in einem abgelegenen Gang in der Nähe des ersten Gleises.

Yokohama:
Hier ist der Zugang schon schwieriger versteckt, denn er befindet sich nicht direkt im Bahnhof selber, sondern in einer Buchhandlung. Nehmt entweder die Rolltreppe oder den Aufzug, um in die zweite Etage zu gelangen. Anschließend sucht ihr die große Buchhandlung auf und geht in die Manga-Abteilung. Zwischen den unzähligen Mangas befindet sich eines mit einer Titelseite, wo ein Mädchen einen Zettel mit den beiden Zeichen in der Hand hält. Wenn ihr sie lange genug anschaut, zeigt sie mit dem Finger entweder nach links oder rechts. Folgt dem Weg und ihr werdet die Tür sofort finden.
Achtung! Der Manga befindet sich oft woanders, da er ständig von Kunden gekauft werden will, die Verkäufer dies jedoch (aus gutem Grund) ablehnen.

Kawasaki:
Der Zugang zum geheimen Bahnhof befindet sich in der Nähe des Bahnhofsgeländes an einem geschlossenen Kaufhaus. Hierzu muss der Ort für die Warenannahme aufgesucht werden. Die Zeichen befinden sich bei näherer Betrachtung genau an der Tür zum Lager.

Saitama:
Im Bahnhof Urawa befindet sich der geheime Zugang in einem Restaurant. Allerdings kann man diesen nicht ohne weiteres betreten, sondern muss zunächst einen Mitarbeiter des Restaurants darum bitten. Wenn dies getan wurde, wird man höflich zu der entsprechenden Tür geleitet in einem Hinterzimmer geleitet. Die Schriftzeichen befinden sich direkt im Namen des Restaurants.

Chiba:
Diese Stadt ist für ihre Schwebebahn bekannt, welche direkt über den hektischen Straßen verläuft. An einer Station befinden sich die Schriftzeichen für Magie und die Treppe, welche zu der Station nach oben führt, beinhaltet an der äußeren Seite eine Tür, welche wiederum nach unten führt. Dies ist der geheime Zugang zum Bahnhof.

Sagamihara:
An der Odakyū-Station befindet sich der geheime Zugang am Südeingang. Er ist am leichtesten zu finden.
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