Die Quelle

von LiaLight
GedichtPoesie, Romanze / P12
14.01.2020
14.01.2020
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Du bringst die Worte in mir zum Fließen

wie sprudelndes Wasser, frisch und klar,

wo du einmal gewesen bist,

ist nichts mehr so wie es mal war.



Du entspringst im höchsten Gebirge

fließt immer weiter, immerzu.

Dein Ziel

– spielt keine Rolle,

denn die Quelle, das bist du.



Und auf einmal war Sommer in mir

und um mich herum auch,

ein Sommer voller Bilder,

auf allen bist du drauf.

Schnappschüsse, Momentaufnahmen,

hundertmal mit dir.



So wie Apfelsaft und freche Sprüche

auf den Lippen,

Lachen, bis wir fast ersticken,

mein Sommer klingt wie deine Stimme.



Du bist die Quelle,

alles fließt zu dir,

wie das natürlichste der Welt

bist du einfach hier.



Und dann Mittwochmorgen,

Frühstück und Kaffee,

meine Zweifel, meine Sorgen,

du verwandelst sie

in Sonnenlicht und Poesie.



Mit dir ist alles leicht wie Fließen,

und dieses Leben ist ein Traum,

wir wachen noch nicht daraus auf.

Lass es uns einfach noch genießen.



Du bist die Quelle,

du fließt, lebst, lachst,

kommst aus dem Gebirge

und bahnst dir deinen Weg, du machst dir Platz.



Doch jeder Strom wird irgendwann schwächer,

jeder Wasserfall zu einem stehenden Gewässer

und der Sommer muss den kalten Jahreszeiten weichen

und verblassen, mit jedem herbstlich kühlen, bleichen

Luftzug.



Aber ein Sommer ist mir nicht genug,

geh doch nicht,

fließ noch nicht weg.

Bitte sag mir, es wird alles gut,

dass wir nie alt werden, du und ich,

ja, ja, ich weiß, nichts dauert ewig...



Und es wird kalt, bevor du es bemerkst.

Versteh mich nicht falsch, ich liebe den Herbst.

Und ich weiß, dass nichts für immer neu bleibt,

alles geht weiter und hat seine Zeit,

doch das heißt nicht, dass ich es akzeptier,

denn ich frage mich, was dann mit uns passiert.



Du bist die Quelle

und wirst es bleiben,

es wird nie aufhören, dein Treiben

und deine Melodie.

Für immer, immer fließt du, fließen wir,

und meine Worte verdanke ich dir.