Just Some Happy Rocketshipping

von Lynara
KurzgeschichteRomanze / P6
James Jessie
14.01.2020
14.01.2020
1
2207
 
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Hi! Ich melde mich kurz bei Fanfiktion.de zurück um nach viel zu langer Zeit ein Versprechen an RocketDedenne einzulösen. Eine Rocketshipping FF! Ich hoffe sie ist gut geworden!


Team Rocket machte eine Pause. Heute wollten Jessie, James und Mauzi einmal nicht ans Pokémon stehlen denken. Immerhin waren es ihre letzten Tage in Alola und das Trio war sich einig, dass sie sich nach den Angriffen der Ultrabestien die Entspannung am Strand verdient hatten. Und den hätten sie auch bekommen, wenn nicht plötzlich ein Strandkleid tragendes Dedenne vorbeigehuscht wäre und James ein Flyer auf den Schoß geworfen hätte. Er überflog es stirnrunzelnd und versuchte prompt es hinter seinem Rücken zu verstecken.
„Was hast du da, James?“, fragte Jessie misstrauisch.
„N-nichts!“, behauptete James in einem wesentlich weniger überzeugenden Tonfall als er sich gewünscht hätte. „Überhaupt nichts!“
James!“, James kannte seine Kollegin gut genug um zu wissen dass es sinnlos war Widerstand zu leisten und überreichte ihr seufzend das Flyer. Wie er erwartet hatte, begannen Jessies Augen zu funkeln. „‘Model gesucht! Für unsere Strandkollektion wollen wir das schönste Mädchen in Alola!‘ Das bin ja wohl ich! ‚Hast du das Zeug zum Covergirl? Dann komm zu Jaques Modehaus!‘ James, Mauzi, ihr habt es gehört! Packt alles zusammen und kommt mit, ich werde ein Supermodel!“ und damit stolzierte sie los und überließ es James und Mauzi hastig Strandtücher, Sonnenschirm und Picknickkorb einzusammeln und ihr hinterherzuhechten. James seufzte. Es wäre schön wenn Jessie nur einmal ein Wort des Dankes hätte bevor sie sich in ihre nächste Unternehmung stürzte und ihn und Mauzi mitzog. Aber im Grunde genommen wusste er, dass es nur dieser Energie zu verdanken war, dass sie sich selbst nach so vielen Misserfolgen jedesmal wieder aufrappeln und den nächsten Tag mit Optimismus betrachten konnten. James war bereit selbst die wahnwitzigsten Ideen auszuprobieren einfach nur um zu sehen wie Jessie darüber in Begeisterung verfiel. Wenn es dieses Mal bedeutete den Tag damit zu verbringen sich über Damenmode belehren zu lassen war das für ihn in Ordnung. Und Arceus wusste dass James selbst nicht gerade Abneigung gegen einen gelegentlichen Ausflug in die Frauenabteilung des Bekleidungsgeschäftes verspürte. Aber dieses Mal war es Jessie, die zielstrebig ein Geschäft ansteuerte, dessen Schaufenster eine Auswahl Rüschenstarrender Bikinis und Strandkleider anpries.
„Guten Morgen! Ich bin Jessie, Ihr neues Supermodel!“, verkündete sie, kaum dass sie das Geschäft betreten hatte. Es zeigte Wirkung.
„Oh la la! Welch eine belle femme! Ich nehme an unsere Flyer haben Sie hergebracht, ma chérie?“, der Mann der sein Entzücken über Jessie‘s Erscheinen kundtat sah aus als wäre er selbst einem Modemagazin entsprungen. Er ergriff Jessie‘s Hand und hauchte einen Kuss darauf, was sie erröten ließ „Enchanté, Madmoiselle Jessie! Erlauben Sie mir mich vorzustellen: Je suis Jacques, der Besitzer dieses bescheidenen Geschäftes. Wie ich hörte wünschen Sie unsere Kollektion vorzuführen. Très bien! Ich brauche nur einen Blick auf Sie zu werfen um zu wissen, dass Sie parfaite für unsere Plakate sind! Wann können Sie beginnen die Fotos zu machen?“
„Einen Moment!“, Mauzi trat vor „Zunächst einmal möchte ich wissen wie viel Geld wir bekommen!“
Jessie wirkte sichtlich ungehalten dass Mauzi Jacques Aufmerksamkeit von ihr ablenkte, aber sie beruhigte sich als Mauzi, die Überraschung des Ladenbesitzers mit einem sprechenden Pokémon konfrontiert zu werden ausnutzend, eine sehr akzeptable Bezahlung verhandelte.
„Heute Abend gibt es mehr als nur Beeren!“, freute sich James. Er begann mehr und mehr sich mit der Situation anzufreunden. Zwar gefielen ihm die Blicke nicht, die Jessie Jacques zuwarf, aber damit konnte er umgehen. Immerhin gehörte Jessie ihm nicht und wenn es sie glücklich machte einen kalosianischen Modefanatiker anzustarren war das ihre Sache. Dennoch konnte James nicht umhin etwas ungehalten zu werden als Jacques seine alte Freundin mit Komplimenten und ma chéries überschüttete und sie die Aufmerksamkeit sichtlich genoss.
Hör auf so albern zu sein! Schalt er sich selbst. Nur weil du sie seit Unzeiten kennst heißt das noch lange nicht, dass sie für alle Zeit und Ewigkeit mit dir und Mauzi durch die Welt reisen muss! Sie ist eine wunderschöne, mutige und faszinierende junge Frau. Es war nur zu erwarten, dass sie eines Tages jemanden finden würde der sie wertzuschätzen weiß und glücklich macht. Du solltest dich für sie freuen statt dich irrational zu ärgern. Du bist nur neidisch auf sie.
Zum Glück endete das Fotoshooting irgendwann. Zu James‘ Leidwesen bedeutete das nicht das Ende der Flirts.
„Was hältst du von einem schicken Abendessen um diese Meisterwerke zu feiern?“, schlug Jessie Jacques vor. Jetzt duzten sie sich also schon.
„Ah, avec plaisir, belle Jessie!“, stimmte Jacques enthusiastisch zu. „Erlauben Sie mir Sie zu einem kulinarischen Erlebnis auszuführen! Mein Ehemann hat ein Restaurant hier dessen Menü Sie sprachlos machen wird!“
James sah Jessie‘s Schultern absacken. „Ihr… Ehemann?“
Mais oui! Natürlich ist es das schönste Stereotyp: Der schwule Designer! Aber ich habe meine Freude daran und kümmere mich nicht was andere sagen. Nun, ma chérie, was halten Sie davon?“
Jessie wandte sich ab und James konnte ihre Enttäuschung förmlich riechen. „Ich habe mich gerade erinnert dass ich heute schon etwas vorhabe. Ein anderes Mal vielleicht!“
„Ich freue mich darauf, Madmoiselle Jessie!“, rief Jacques ihr nach, als Jessie sich beeilte wegzukommen. James, der Jacques auf einmal viel sympathischer fand, winkte ihm zum Abschied zu und beeilte sich Jessie zu folgen, während Mauzi zurückblieb um Jessie‘s Bezahlung einzusammeln. Diese blieb nicht stehen bevor sie den inzwischen verlassenen Strand erreichte. Dort ließ sie sich in den Sand fallen und starrte hinauf in den Sternenhimmel. James setzte sich neben sie.
„Ich habe solches Pech in der Liebe, James!“, seufzte sie nachdem sie eine Weile stumm dagesessen hatte. James legte ihr tröstend einen Arm um die Schultern. „Manchmal frage ich mich, ob mein Traumprinz jemals kommen wird...“, beklagte sich Jessie zum Himmel „Jedes einzelne Mal wenn ich auch nur das kleinste Bischen Interesse habe sieht mich der Mann nicht einmal an… Oder ist vergeben… Oder reist gleich in eine andere Region!“, sie schlug mit der Faust auf den Boden „Sei ehrlich, James. Glaubst du ich werde je meine große Liebe finden?“
James zögerte keine Sekunde „Jessie, die Männer die dich nicht wollen sind Idioten! Du bist schön, klug und machst jeden Tag zum Abenteuer. Wenn ein Mann nicht sieht was er verpasst ist es sein Fehler.“
Jessie lachte leise „Natürlich würdest du das sagen, James. Du tust immer alles um mich aufzumuntern. Ich kann mich immer auf dich verlassen.“
Sie sahen sich an. Und wie Wolken die ohne sich zu verändern plötzlich zu Bäumen, Schlößern und Pokémon werden veränderte sich die Welt. Jessie und James sahen sich an als sähen sie sich zum ersten Mal. Und James verstand. Er war nicht auf Jessie eifersüchtig gewesen. Er war...  
„James?“, flüsterte Jessie und in ihren Augen war ein Ausdruck als wären die Sterne vom Himmel herabgekommen um in ihren Augen zu leuchten.
„Jessie…?“, flüsterte James und dann sagten sie gar nichts mehr weil ihre Lippen aufeinander trafen.
Manchmal braucht es einen schwulen Mann damit ein hetero Paar zusammenkommt.
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