The bad guy & the good guy

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Ingo "Easy" Winter Richard "Ringo" Beckmann
12.01.2020
19.02.2020
9
9363
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Immer wieder sieht Easy hinter sich zum Leidenden Ringo. Beinahe bricht es ihm das Herz und würde zu gerne alles daran setzen, dass Ringos Beschwerden schwinden. Dieser kauert sich in die Decke auf der kleinen Couch, ist schwitzig und bereut es bereits zutiefst, mit dieser Intrige überhaupt angefangen zu haben - musste er doch vor Easys Augen vorhin wirklich eine Tablette schlucken. Schon zuvor blickte Easy immer wieder zu Ringo, nur diesmal kann er seine Augen nicht abwenden. Er sieht ihn an, als würde er um das Leben seines eigenen Freundes bangen. Sich fast nicht trauend, fragt er behutsam flüsternd nach seinem Zustand, obwohl dieser für Easy offensichtlich scheint

"Wie geht's dir?! Was macht der Kopf!"

Sein Gesicht weiter ins Kissen gedreht, bringt Ringo nur einen dumpfen Ton raus und signalisiert

'Beschissen!'

Für Easy ist die Lage schon angespannt genug, dennoch kann er sich der Anmutung Ringos, mit seinen zerzausten Haaren, dieser klaren und nassen Haut sowie dämmernden Zustand nicht wirklich entziehen. Dieser starke Mann, plötzlich so schwach. Ein wenig öffnet Ringo ein Auge und sieht Easy leicht verschwommen. Ein Moment, wo sich beide ansehen. Vor lauter Erschöpfung lässt er seinen Arm unter der Decke hervor nach unten baumeln und schließt sein Auge wieder. Easys Blick erfasst dessen Hand unweigerlich und würde sie zu gerne halten. Wieder Ringos leicht nasses Gesicht betrachtet, trocknet er dies wiederholt mit einem Tuch. Sanft geht er dabei vor, als sich Ringo ruckartig überbeugt und sich erneut übergeben muss. Fast hilflos sieht Easy, wie Ringo mit dem Kopf überhängt, legt seine Hand auf den Rücken des Leidenden und versucht ihn mit leichtem Streicheln zu trösten. Ringos leicht gequälte Reaktion lässt Easy erschauern

"Hätte nie gedacht ... dass ich das mal sage ... aber gerade bin ich froh, nicht allein zu sein!"

Nur langsam bewegt sich Ringo wieder zurück, als Easy ihn mit beiden Händen am Rumpf hält und ihm hilft, sich vorsichtig zurückzulegen. Nun berührt er Ringo auf bislang noch nie dagewesene Weise und blickt ihm mitleidig in die Augen. Dieser schließt sie immer mal, dreht seinen Kopf dabei leicht hin und her, und schluckt seinen trockenen Mund. Noch hat Easy seine Hände an Ringos Rumpf und verspricht ihm mit leicht feuchten Augen

"Du bleibst solange bis es dir wieder gut geht!"

Als Easy seine Hände allmählich entfernen will, erfasst Ringo mit einer Hand einen Arm von seinem Mitleidenden. Er hat dabei die Augen geschlossen, den Kopf geringfügig zur Seite, schluckt und flüstert

"Ich ... ich will ... dass das weggeht!"

Direkt nach den letzten Worten verlässt Husten seinen Mund, während Easy noch immer leicht geschockt bei sich auf den Arm blickt, an den sich Ringo klammert. Zu sagen weiß er nichts, stattdessen lässt er von Ringo ab, dessen Hand auf's Bett fällt, greift das Glas Wasser auf dem Suhl, setzt sich wieder vor das Bett und hält es an seinen Mund

"Hier, trink was - du musst alles rausschwitzen!"

Leicht angestrengt hebt Ringo widerwillig brummend seinen Kopf und schluckt das Wasser die Kehle runter, gleichzeitig stützt Easy ihn mit einer Hand am Kopf ab. Sich wieder auf's Kissen zurückgelegt, stellt Easy das Glas weg, sieht wieder zu Ringo, erhebt sich, greift die Decke und zieht sie bis nach oben an Ringos Kinn. Erneut vor das Bett platziert, trocknet Easy abermals mit dem Tuch das schwitzende Gesicht und blickt ihn anschießend wieder mitleidend an. Eine kleine Weile vergeht und Ringos geschlossene Augen und dessen leicht offener Mund verleiten Easy dazu, mit seinen Fingerrücken sachte über jenes Gesicht zu fahren. Er betrachtet nach Sekunden Ringos Lippen, stoppt kurz das streicheln und fährt nach einem Zögern mit dem Daumen über jene. Easy merkt, wie zart sie sich anfühlen. Mit seinen Augen verliert sich daraufhin kurz in Ringos Antlitz, bis er dessen Lippen erneut behutsam berührt. Um der Atmosphäre nicht gänzlich zu erliegen und nicht in die Versuchung zu kommen, Ringo womöglich noch zu küssen, streicht er mit seinen Fingern langsam wieder über dessen Wange. Als er auch davon wieder ablassen will, flüstert Ringo zu Easys Erschrecken dösig und kaum merklich

"Nicht aufhören ... das tut gut ...!".

Er ahnt nicht, dass er Teil einer Intrige ist, die Ringo durch seine Emotionalität mehr und mehr aus den Händen zu gleiten droht.
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