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Das Herz einer Gryffindor

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 Slash
Draco Malfoy Hermine Granger OC (Own Character)
12.01.2020
12.01.2020
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4.819
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Dieses Kapitel
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Hinweis: Man sollte "Die Armee der Lustsklaven" gelesen haben. Sonst entgehen einem (abgesehen von einer äußert amüsanten Zeit xD) etliche der folgenden "Insider-Gags".

Warnung: Es kommt neben homosexuellen Handlungen auch zu heterosexuellen. Schreck lass nach! ;-)

Anmerkung: Hier kommt mein kleines Dankeschön an meine "Armee der Süchtigen". Ich konnte nicht widerstehen, euch dieses kleine "Schmankerl" noch zu servieren. xD Und da einige Leser dieses Pairing echt gefeiert haben, hier nun ein paar Zeilen zu unserem zweiten Lieblingspairing.

Es wird natürlich auch ein bisschen Snarry geben. :-D Beste Unterhaltung!


"Du siehst umwerfend aus!" Harrys Stimme riss Hermine aus ihren Grübeleien. Lächelnd sah sie auf und drehte sich zu Harry um, der gerade in ihrem Zimmer erschienen war. Ihr Blick glitt an dem grünen Umhang, dem dunkelgrauen Hemd und der schwarzen, engen Stoffhose entlang. Ihr Lächeln wurde breiter. "Professor Snape wird aber definitiv auch auf seine Kosten kommen."

Harry sah an sich hinab und wurde verlegen. Schmunzelnd ging Hermine auf ihn zu und setzte spontan einen Kuss auf seine Wange. "Und wenn so schaust, wird er dir keine zwei Minuten fernbleiben können." Sie konnte praktisch mitansehen, wie Harry seine Verlegenheit bekämpfte und Entschlossenheit wieder an die Oberfläche trat. "Das scheint auch deine Intention zu sein", sagte er mit Blick auf ihr knielanges seidiges Kleid, das von einem tiefen Blau war, festlich und doch durch den leichten fluffigen Rock verspielt.

Nun war es an Hermine kurz den Blick zu senken. Harry hatte unwissentlich genau ins Schwarze getroffen. Monate des Hoffen und Bangens, der zärtlichen Blicke und des noch sehnsuchtsvolleren Sehnens in ihrer Brust später, hatte Hermine beschlossen, dass es an der Zeit war, ihrem Haus alle Ehre zu machen. Und so Ravenclaw-schlau sie auch war, und so gerne sie Zeit mit Slytherins verbrachte, war sie im Herzen doch immer eine Gryffindor. Daher reckte sie nun ihr Kinn energisch vor und sah Harry direkt in seine strahlenden grünen Augen. "Absolut. Die Prüfungen sind vorbei und noch so eine Chance werde ich nicht bekommen. Heute Nacht wird sich klären, ob meine Gefühle erwidert werden oder nicht."

Sie sah ein zärtliches Schmunzeln auf Harrys Gesicht und seine Arme schlossen sich um ihre Taille, zogen sie nahe an sich heran. "Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, aber wenn ich die schmachtenden Blicke der beiden richtig interpretiere, darfst du dich auf eine Nacht der Leidenschaft gefasst machen."

"Harry", entwich es Hermine entsetzt und sie rückte ab. "Ich will erst mal nur wissen, ob das alles eine Zukunft hat."

Harry grinste sie verschwörerisch an. "Und wenn nicht, solltest du das beste aus dieser Nacht herausholen."

Hermine sah ihren Freund verblüfft an. "Entweder hat dich der Sprechende Hut wirklich ins falsche Haus gesteckt oder Professor Snape hat deutlich mehr Einfluss auf dich als mir klar war." Harry lachte nur sein kleines süßes Lachen und hakte sich bei Hermine ein. "Dann lass uns mal unseren Slytherins den Kopf verdrehen."

***

Sie betraten die Große Halle Arm in Arm. Die anderen Schüler waren bereits am Morgen gefahren und so war das Schloss ungewöhnlich leer. Nur noch die Abschlussklasse und die Lehrer waren anwesend. An der einen Seite der Halle stand ein großer Tisch, während sich die Schüler direkt vor der Erhöhung des Lehrertischs versammelten, auf der nur noch ein Rednerpult und sämtliche Lehrer stand.

Wenig später trat McGonagall nach vorne. "Liebe Abschlussklasse, ich gratulieren Ihnen herzlich zu Ihrem Abschluss." Die anwesenden Schüler applaudierten, ebenso wie die Lehrer. "Ich werde nun gleich einen nach dem anderen aufrufen und durch den entsprechenden Hauslehrer das Zeugnis vergeben lassen."

Es verging alles wie im Flug. Die Schüler wurden nacheinander nach vorne gerufen und beglückwünscht. Als Hermines Name aufgerufen wurde, spürte sie deutlich die Aufregung in ihrem Innern. Nicht nur Professor McClaire gratulierte ihr, sondern auch Professor McGonagall, die besonders stolz aussah, weil Hermine Jahrgangsbeste war - dicht gefolgt von Clara und Draco. All das trug nicht gerade dazu bei, dass Hermine sich beruhigte - im Gegenteil. Zeugnisvergabe und Sehnsucht waren keine gute Kombination. Trotzdem schaffte sie es, ihren Freunden aufrichtig zu applaudieren, als auch sie ihr Zeugnis erhielten. Sie konnte es kaum glauben. Sie hatten tatsächlich ihren Abschluss. Schließlich war die Zeugnisvergabe vorbei und die Lehrer mischten sich unter die Schüler.

Erst als sie Professor Snapes dunkle Stimme vernahm, bemerkte sie, dass Harry direkt hinter ihr stand und Snape ganz nah an ihn heran getreten war. "Du könntest nicht deutlicher "Fick mich!" sagen, wenn du nackt herumlaufen würdest." Hermine schaute demonstrativ in die andere Richtung, auch wenn das nicht ihr Gehör abschaltete. Es war unglaublich zwischen Harry und Professor Snape, dass diese nach all den Monaten noch immer so aufeinander reagierten. Sie freute sich für die beiden, hatte aber kein gesteigertes Interesse daran, Zeugin weiterer geraunter Obszönitäten zu werden.

So wandte sie sich ab und schnappte sich an der Bar einen Cocktail. Für einen Moment musste sie zurück an das Fest beim Ritual der Alten Zeit denken, wo sie zuletzt einen Cocktail getrunken hatte. "Meine lieben Schüler", erklang plötzlich McGonagalls Stimme erneut und Hermine richtete ihre Aufmerksamkeit nach vorne. "Der offizielle Teil ist nun vorbei. Ein Buffet findet ihr zu eurer Rechten. Darüber hinaus wird in einer Stunde eine Band auftreten und so lange spielen, wie ihr euch auf den Beinen halten könnt." Sie gluckste vergnügt und erntete damit einige irritierte Blicke und noch mehr Lacher. "Möge die Feier beginnen!", rief sie euphorisch und die Schüler brachen in Jubel aus.

Dann verteilten sie sich nach und nach an dem großen Tisch, der nahe des Eingangs stand. Hermine ließ sich nieder und recht schnell saßen Harry zu ihrer einen Seite und Clara zu ihre anderen Seite. Rob, Draco und Blaise saßen nicht weit entfernt, aber auch nicht nah genug für eine Unterhaltung. Hermine pustete ihre Polyfransen aus ihrem Gesicht. Hoffentlich würde sich die Gelegenheit für ein klärendes Gespräch noch ergeben.

Das Essen wurde eine kurzweilige, amüsante Angelegenheit. Highlight war definitiv, als Seamus mit einem abwertenden Augenrollen in Harrys Richtung sah und sich daraufhin Professor Snape zu Harry beugte und ihn dermaßen verlangend küsste, dass die versammelte Schülerschar verlegen den Blick senkte, jubelnde Pfiffe ausstieß oder nur "Geht auf euer Zimmer rief!".

Hermine hatte ihren Blick von dem glücklichen Paar abgewendet und zu Draco und Rob gesehen, die ihren Blick erwiderten und alle drei gleichzeitig in eine andere Richtung blickten. Verdammt! Das musste endlich aufhören.  

Entschlossen griff sie zu ihrem Cocktail. Sie würde das heute noch durchziehen. Die Band begann zu spielen und schnell füllte sich die Tanzfläche. Nur noch wenige saßen am Tisch und Hermine blickte zu Harry und Professor Snape, die gerade noch einen Drink zu sich nahmen und ausnahmsweise, so schien es zumindest Hermine, lediglich ein paar Worte wechselten anstatt sich mit Blicken zu verschlingen.

Während ihr Blick für einem Moment auf Snapes schlanker Statur verweilte, fiel ihr wieder etwas ein, das sie schon lange hatte tun wollen. Sie erhob sich und schritt auf ihren ehemaligen Lehrer zu. "Professor! Dürfte sich um diesen Tanz bitten?"

Snape sah sie einen Moment beinahe verblüfft an, Harry ebenso, dann neigte er sein Haupt und führte Hermine an der Hand auf die Tanzfläche. Etliche Momente vergingen, in der Hermine nur spürte, wie ihr die Hitze in die Wangen stieg. Sie hatte Professor Snape tatsächlich gefragt und er hatte Ja gesagt.

"Gibt es einen bestimmten Grund, warum Sie dieses Unterfangen gewagt haben?", ertönte plötzlich Snapes ölige Stimme.

Hermine sah hoch in seine Augen. "Es schien mir seit dem Fest beim Ritual äußerst erstrebenswert, selbst einmal in den Genuss Ihrer Tanzkünste zu kommen."

Snape hob eine Augenbraue. "Schmeicheln Sie mir, Miss Granger?" Hermine lachte. Snapes Humor war einmalig. "Vielleicht versuche ich Sie nur gnädig zu stimmen, damit meine nächste Frage mit Wohlwollen aufgenommen wird."

"Sie haben meine Neugierde geweckt."

"Ich würde Ihnen gerne das Du anbieten, Sir. Es scheint mir lächerlich zu sein, nachdem wir nun nicht mehr Lehrer-Schüler sind. Zumal wir uns bei allen Familienfeiern sehen werden."

"Logik konnte ich noch nie widerstehen", kam da die dunkle Antwort und Hermine lachte erneut auf. "Also, Hermine, was sind deine Pläne bezüglich Mister Clark und Mister Malfoy?"

Hermine sah Severus entsetzt an. "Sie wissen-" Sie hielt inne, sah das süffisante Grinsen auf Severus' Gesicht. Sie hatte ihn vor Schreck doch tatsächlich wieder gesiezt. "Woher weißt du davon?", fragte sie atemlos.

Severus hob seine Augenbrauen in einer Geste, als zweifle er an ihrem Verstand. "Abgesehen, dass es offensichtlich ist, sind die Blicke, die mir gerade zugeworfen werden, sehr eindeutig." Hermine blickte während der nächsten Drehung unauffällig über Severus' Schulter hinweg in die Menge. Recht schnell sah sie Draco und Rob mit Harry zusammenstehen. Die beiden Slytherins sahen finster drein, während sie immer wieder verstohlene Blicke in ihre Richtung warfen. Harry hingegen betrachtete das Ganze mit einem leichten Schmunzeln. Hermine lächelte still vor sich hin, während sie das warme Gefühl in ihrer Brust auskostete. "Ich werde beiden zu späterer Stunde sagen, was ich empfinde. Dann können sie entscheiden, was sie damit tun wollen."

"Sehr rücksichtsvoll", kam es von Severus und Hermine war sich nicht sicher, ob sie gerade verspottet wurde. "Wenn ich eine Empfehlung aussprechen darf", begann Severus und wartete bis Hermine ihm zunickte. "Zu späterer Stunde sind die beiden Herren vielleicht schon zu alkoholisiert für eine derartige Diskussion. Die Tanzfläche hingegen ist ein geeigneter Ort für vertrauliche Gespräche."

"Zu dritt?", fragte Hermine etwas atemlos. "Du kannst die Herren auch nacheinander beglücken." Trotz der Tatsache, dass dieser Tipp sie etwas verlegen machte, dachte sie darüber nach. Es war eine schöne Vorstellung, mit den beiden zu tanzen, aber es würde Aufmerksamkeit erregen und für das, was sie vorhatte, brauchte sie Ruhe.

Plötzlich fiel ihr etwas ein. "Ich habe eine Idee", rief sie. "Bitte entschuldige mich. Aber ich bin sicher, dass Harry mehr als nur erfreut sein wird, dich wieder in seinen Armen zu wissen." Sie zwinkerte ihm zu und sah dann mit Amüsement, dass Harry auf sie zukam, direkt an ihr vorbeilief und Severus um den nächsten Tanz bat. "Wenn ich noch weiter zusehen muss, wie gut du tanzen kannst, ohne selbst in den Genuss zu kommen, werde ich noch wahnsinnig." "Du willst doch nur meinen Körper an deinem spüren", war die dunkle Antwort. Hermine hörte Harry lachen. "Und wenn es so wäre?", fragte Harry keck. "Würde ich nicht widersprechen."

Hermine schmunzelte. Diese beiden waren wie gemacht füreinander. Sie freute sich sehr mit Harry, denn dieser hatte ein Haus in Hogsmeade gemietet, um in Severus' Nähe sein zu können. McGonagall hatte seinen Plan zur Haltung der Goldschuppenschlangen genehmigt. So undenkbar es für sie selbst war, nicht studieren zu gehen, so sehr gönnte sie es ihrem Freund. Jetzt musste sie aber erst mal selbst ihr Leben auf die Reihe kriege, denn zumindest in der romantischen Abteilung war noch alles offen.

Sie atmete tief durch und ging zu Rob und Draco, die zum Glück noch da und alleine waren. So nervös war sie nicht mal vor den Abschlussprüfungen gewesen, als sie nun zu den beiden Männern trat, die sie sofort ansahen. Da waren Dracos graue Augen, die immer ein wenig distanziert schauten und Robs dunkelblaue Augen, die immer eine gewisse Wärme transportierten. Sie knetete ihre Hände, die furchtbar schwitzig geworden waren.

Dann blickte sie beide direkt an. Ein letztes Mal atmetet sie tief ein und sagte dann schnell: "Ich möchte Klarheit haben. Ich habe mich in euch beide verliebt und ich möchte einfach wissen, woran ich bei euch bin und ob es irgendeine Form von Chance für uns gibt. Ich weiß, dass wir Drei sind, dass wir sehr unterschiedlich sind, und dass die Chancen, dass wir uns alle Drei gleichwertig mög-" Ein Finger auf ihren Lippen ließ sie überrascht innehalten. Rob war zu ihr getreten und hatte sie so effektiv zum Stillschweigen gebracht.

Die dunkelblauen Augen sahen sie volle Wärme an und Hermine wurde leicht ums Herz. Sie spürte ein aufgeregtes Flattern in ihrem Innern. "Draco hat mir vor wenigen Stunden seine Zuneigung gestanden." Hermine spürte Hoffnung und Angst gleichermaßen. Galt Dracos Zuneigung auch ihr?

"Seiner Zuneigung zu mir und zu dir", konkretisierte Rob und Hermine strahlte ihr strahlendstes Lächeln, denn graue Augen blickten sie nun an und Hermine erkannte die Zärtlichkeit unter all dem Eis. Zärtlichkeit für sie.

"Und ich habe ihm gesagt", fuhr nun Rob mit seiner dunkeln Stimme fort, die eine Gänsehaut auf Hermine Körper zurückließ. Sie blickte ihn direkt wieder an. "Dass ich seine Zuneigung erwidere und das gleiche für dich empfinde." Robs Hand war wieder an ihrem Gesicht, streichelte ihre Wangen mit überraschender Zärtlichkeit. Hermine konnte nicht anders als unentwegt zu lächeln.

Sie wusste genau, was sie wollte. Morgen würden sie alle im Zug sitzen, und in ihre Zukunft fahren, aber heute wollte sie das genießen, was sich ihr bot. Sie musste doch tatsächlich an Harrys Worte denken und schüttelte kurz belustigt über sich selbst den Kopf. Genau das würde sie jetzt wirklich tun. "Es gibt so viel zu besprechen und zu klären, aber jetzt gerade", sagte sie und sah auf in graue und blaue Augen. "möchte ich einfach mit euch aufs Zimmer gehen und euch spüren."

Beide Männer sahen sie an, und während Rob sie liebevoll musterte, schien Draco ein wenig verblüfft zu sein. Es sprach für die Tiefe seiner Empfindung, dass er nicht im Stande war, einen ätzenden Kommentar von sich zu geben.

Rob nahm Hermines Hand in seine, dann streckte er Draco seine andere hin, der sie sofort nahm. Hermines Herz schlug so schnell wie noch nie, als sie sich zu dritt auf den Weg in ihr Zimmer machten. Sie schritten die dunklen Gänge entlang und Hermine fühlte sich wie in einem Traum. Geschah das gerade wirklich?

"Schaut mal", hielt Rob sie zurück, als sie in einem Gang mit vielen dunklen Nischen ankamen. Er zeigte auf eine Stelle zu ihrer Linken, wo das Mondlicht durch ein Fenster mit buntem Glas fiel und eine traumhafte Farbpalette in eine Nische warf. Rob zog die beiden in die Nische und presste sie an sich. Hermine schmolz an den starken Körper. Rob war so groß und kräftig. Draco neben ihr schien es nicht anders zu gehen.

"Küsst mich!", murmelte Rob leise bittend. Hermine schmunzelte und nickte Draco dann zu, der sich vorbeugte und Robs Lippen mit einem sachten Kuss verschoss. Dann lösten sie sich voneinander und Hermine konnte kaum begreifen, was geschah, als Rob sie aus seinen wunderschöneren Augen ansah und sie wie in Trance auf ihn zuglitt, um ihn dann ebenfalls zu küssen. Robs Lippen waren weich, seine Zunge berührte ihre und Hermine tat nichts lieber als diesen Kuss zu vertiefen, während ihre eine Hand nach Draco griff und ihn zu sich zog, sein Mund bald an ihrem.

Drei Zungen kosteten einander und Hermine fühlte ihren ganzen Körper in heillosem Durcheinander reagieren. Es war gigantisch. Ihre Hände bewegen sich tastend über die harten Körper. Rob, der muskulös und kräftig war; Draco, der sehnig und schlank war, versetzten sie gleichermaßen in einen Zustand gierigen Verlangens.

Zärtliche Hände an ihrer Bluse, an ihren Beinen, sie küsste Robs Kiefer, dessen Mund sich nun wieder vollkommen Dracos Lippen widmetet, was ein unglaublicher Anblick war. Ein seltsamer Laut drang an ihr Ohr, den Hermine im ersten Moment nicht zuzuordnen vermochte. Sie merkte nur, wie Draco plötzlich hörbar nach Luft schnappte und Rob beinahe ein knurrender Laut entwich.

Hermine rückte ein Stück von den beiden ab und lauschte in die Dunkelheit. Da war es wieder. Ein Zischen ertönte in dem dunklen Gang, das aus einer anderen Nische kam. Hermine brauchte einen Moment, um es zuzuordnen, dann begriff sie. Parsel.

"Harry!", rief sie lautstark empört. "Hör auf meine Slytherins zu erregen!" Sie zückte ihren Zauberstab, ging einige Schritte auf das Zischen zu und erhellte die Nische mit einem Lumos.

"Was?" Ein ziemlich zerzaust aussehender Harry blinzelte in das Licht ihres Stabes. Hermine konnte nicht verhindern zu bemerken, dass er kniete und eine schwarze Robe blitzschnell eine sehr beachtliche Erektion verdeckte. Sie kämpfte gegen ihre Schamröte an und sprach entschlossen: "Hör mit dem Gezischel auf, es gibt in diesem Gang nicht nur einen Slytherin."

Harrys Blick klärte sich etwas und er blinzelte an Hermine vorbei in die Dunkelheit. Dann sah er wieder hoch in Hermines Gesicht und grinste breit. "Ich freue mich sehr für euch." Hermine und Harry tauschten einen zärtlichen Blick.

"Das ist alles sehr rührend und zu gegebener Zeit werde ich dir meine Glückwünsche aussprechen, Hermine", kam es schneidend von Severus. "Aber könntest du, mein liebster Verbundener, deinen Mund endlich wieder sinnvolleren Aufgaben widmen?"

Hermine wandte sich nun eindeutig errötend wieder ab, während sie Harry lachen hörte. Und da es absolut still in dem Gang war, konnte Hermine nicht verhindern zu hören, wie Harry Severus zuflüsterte: "Ich würde gerne nicht nur meinen Mund für Sinnvolleres nutzen." Hermine beeilte sich zu ihren Männern zurückzukehren.

"Lasst uns in mein Zimmer gehen. Hier werden gleich Sachen geschehen, die wir nicht miterleben wollen." Als die beiden sie fragend ansahen, murmelte sie nur abwinkend: "Ausufernde sexuelle Handlungen zwischen Natürlich Magisch Verbundenen." Die Augen der beiden vergrößerten sich, was Hermine zum Schmunzeln brachte.

Schnellen Schrittes gingen sie in Hermines Quartier. Kaum, dass die Tür sich hinter ihnen schloss, sahen sie einander an. Da lag Spannung, Zuneigung und Kribbeln in der Luft. Hermine und Draco machten gleichzeitig einen Schritt aufeinander zu und waren dann bei Rob, der seine starken Arme sofort um die beiden schloss, ihre Lippen fanden sich erneut in einem Kuss. Hermine war überrascht, wie gut das zu dritt klappte. Ihre Gedanken wurden abrupt unterbrochen, als vorsichtig tastende Finger unter ihr Kleid glitten. Sie keuchte auf. Bei Merlin! Wie lange hatte sie sich das schon gewünscht. Aber auch ihre Finger blieben nicht untätig.

Während sie Dracos Hintern fest mit der einen Hand umgriff, und mit Freude feststellte, dass dessen Atmung plötzlich nur noch stoßweise entwich, fühlte sie an Robs prallem Bizeps auf und ab. Bei Merlin! Der Junge war unglaublich durchtrainiert. Wenn sie schon bei diesem Oberarm weiche Knie bekam, wollte sie sich nicht ausmalen, was sie zum Rest sagen würde. Ihre Hand glitt über seinen Arm hinab dann die Taille entlang, über die schmalen Hüften bis hin zu starken Oberschenkeln.

Rob keuchte heftig und löste sich ein Stück von ihnen, um sie anzublicken. Seine dunklen Augen schienen mit einem im Licht des Kaminfeuers noch dunkler zu sein. "Habt ihr das schon mal getan?", fragte er.

Hermine und Draco tauschten einen Blick und sahen ihn dann an. Hermine strich sich eine Strähne hinters Ohr, während Draco anfing: "Ich habe mit zwei Mädchen geschlafen und mir von einem Jungen mal einen blasen lassen." "Ich habe einmal mit einem Jungen geschlafen", sagte Hermine und dachte kurz an ihr erstes und einziges Mal mit Ron. Damals war beiden klar geworden, dass sie gute Freunde bleiben sollten. Es war okay gewesen, aber kein Kracher-  nichts im Vergleich zu dem, was sie jetzt spürte, wenn sie mit diesen beiden zusammen war.

"Du?", fragte sie zu Rob hin, der ein wenig sprachlos wirkte. "Noch keine Erfahrungen."

Überrascht sahen Hermine und Draco einander an. "Das heißt", murmelte Draco, "Das eben war dein erster Kuss?", fragte er und hauchte Rob einen hauchzarten Kuss auf die Lippen. "Ja", murmelte dieser. Hermine fühlte sich, als würde sie ein kostbares Geschenk in den Händen halten. "Hast du Bedenken?", fragte sie vorsichtig. "Nein", antwortete Rob kopfschüttelnd und sein braunes Haar fiel ihm ins Gesicht. "Ich wollte nur wissen, woran ich bin", fügte er hinzu und küsste dann Hermine und im Anschluss Draco, die beide atemlos zurückblieben. "Du bist ein Naturtalent", entkam es Draco mit einem herrlichen Rotstich im Gesicht, der Hermine unglaublich antörnte.

Rob lächelte sie liebevoll an, dann beugte er sich zu Draco und küsste sein Ohrläppchen. "Gut zu wissen, denn irgendwann möchte ich einmal in dir sein." Durch Dracos Körper ging ebenso ein Zittern wie durch Hermines, die diese Vorstellung anscheinend ebenso erregend fand wie Draco. Robs Hand glitt plötzlich über ihren Busen und Hermine sah ihn erhitzt an. "Und in dir auch", hauchte er und küsste Hermine dann in einem zerschmelzenden Kuss.

"Bett! Sofort!", befahl Draco und zerrte an seinen beiden Geliebten, die lachend mit ihm ins Bett stolperten. Während Hermine und Draco sich leidenschaftlich küssten, begann Rob langsam und zärtlich ihre Körper zu streicheln, hier und da erste Knöpfe zu öffnen und Hermines Kleid immer weiter hochzuschieben.

Während Hermine eine Hand in Dracos Haar vergrub und es streichelte, tastete die andere nach Rob, spürte dessen Oberschenkel unter ihren Fingern und streichelte, was sie erreichen konnte. Heftiges Atmen und das Knistern des Feuers erfüllte den Raum, die Hitze steigerte sich mit jedem Moment, bis es Hermine zu viel wurde und sie vom Bett aufstand, ihre Schuhe abstreifte und sich dann zwei Männern mit erhitzten und verlangenden Blicken gegenüberstehen sah.

Sie öffnete den Reißverschluss an der Seite ihres Kleides und zog es dann langsam hoch offenbarte immer mehr von ihren schmalen Beinen. Das Verlangen in den glasigen Augen der beiden Männer erregte sie über alle Maßen und sie spürte, wie ihr Höschen nass wurde. Sie zog das Kleid immer weiter nach oben, offenbarte ihre Unterwäsche und zog es sich über den Kopf, stand nun nur noch in ihrer sorgsam ausgewählten Unterwäsche vor den beiden, die sie sprachlos anstarrten. Es war ein so unbekanntes Gefühl, das Hermine durchströmte und doch liebte sie es augenblicklich. Sie wollte diesen Ausdruck immer wieder auf den Gesichtern ihrer Männer sehen.

Sie ging auf die beiden zu, die sie sofort mit offnen Armen empfingen. Ihre heißen Hände und Körper ein prickelndes Erlebnis der Sinnlichkeit. Dracos Lippen verfingen sie in einem leidenschaftlichen Kuss, während Robs Hände ihren Körper erkundeten. Sie streifte Dracos Hemd aus, wobei Rob ihr schließlich half und dann Draco auch aus seiner Hose befreiten. Hermine lief wortwörtlich das Wasser im Mund zusammen, als sie die heftige Beule sah. Rob schien es ähnlich zu gehen, denn er stöhnte, legte sich auf den Rücken und zog beide wieder in seine Arme. Sofort machten sich Draco und Hermine daran Rob auszuziehen.

Schließlich waren sie alle nackt und Robs Finger tasteten vorsichtig nach Hermines Schambereich, die nun ein heftiges Zittern spürte, sie wollte es so sehr. Sie wollte endlich von ihnen berührt werden. Die Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen sprach Bände. Dann schoben sich Robs Finger in sie und Hermine keuchte auf. Derweil beugte sich Draco über Robs Schoß und nahm dessen stattliche Erektion in den Mund.

Rob warf den Kopf zurück während seine Finger verlangend in Hermine rein und wieder heraus glitten. Robs Finger in ihr waren der Himmel auf Erden. Es war so feucht und gut und prickelnd und erregend. Sie war hin und weg von der Stärke der Empfindungen, die sie vollkommen einnahmen. Und dann noch der Anblick von Draco Lippen, wie sie den großen, harten Schaft umschossen und an ihm auf und abglitten, Rob kehlige Laute entlockten. Hermine konnte nicht widerstehen, als sie sah, dass Draco so erregt war, dass er Lusttropfen absonderte.

Sie strecke ihre Hand aus und umfasste Dracos Erektion, der sie plötzlich mit weit aufgerissenen Augen ansah. Sie biss sich auf die Lippe, warf stöhnend den Kopf zurück, während Robs Finger in ihr waren und sie Dracos harten Schwanz, dessen Haut so unglaublich weich war liebkoste. Zärtlich und doch fordernd. Es schien genau richtig zu sein, denn Draco bewegte seinen Kopf immer heftiger, während ihm gurgelnde Laute der Erregung entwichen. Hermine selbst wusste nicht mehr aus noch ein in ihrer Lust. Das Verlangen pulsierte heftig durch ihre Adern, dazu die Geräusche der Begierde. Es war unglaublich.

Ihr Orgasmus näherte sich immer weiter, ihr Stöhnen wurde lauter, sie legte ihre andere Hand an Robs Brust, streichelte über die wohl definierte Muskulatur, neckte Robs harte Nippel, woraufhin dieser in ein lautes Stöhnen ausbrach und Hermine wenige Momente später so heftig die Finger in ihre feuchte Vagina schob, das Hermine mit einem spitzen Schrei der Überraschung kam.

Rob war so überwältigt, dass er sich mit einem Grölen in Dracos Mund entlud, der all das nicht mehr fassen konnte, Hermines Hand an seinem Schwanz umfasste, und feste zudrückte, wodurch auch er seinen Höhepunkt erreichte.

Völlig ausgelaugt sanken sie aufs Bett und starrten heftig atmend an die Decke. Hermine schmunzelte. Das war fantastisch gewesen. So warm und wohl hatte sie sich schon ewig nicht mehr gefühlt. "Es fühlt sich fantastisch an. So richtig und einfach gut", murmelte Hermine wohlig. Rob stimmte ihr brummend zu, während Draco nach einer Weile leicht leidend äußerte: "Ich fasse es nicht, dass wir all das tatsächlich Harry Potter zu verdanken haben."

Hermine dachte nach. Wenn dieser nicht Zari gefunden hätte, hätte er nie Severus näher kennengelernt und somit auch nicht das Ritual durchgeführt. Tatsächlich, so hatte Hermine es noch nie betrachtet. Harry hatte sie zueinander geführt. Sie lächelte. Es gab so viele gute Erinnerungen, die sie mit dieser Zeit verband. "Ich werde nie vergessen, wie sexy ich dich in Professor Snapes Küche fand", meinte sie etwas verlegen zu Rob. Der Hüne lachte sein tiefes, brummendes Lachen, das durch seinen ganzen Körper ging. "Die Schürze war nicht nur aus dem offensichtlichen Grund mein Lieblingsmoment", sagte er. "Du sahst unglaublich sexy aus", raunte Rob und sah Draco mit feurigem Blick an.

"Ich stimme zu", murmelte auch Hermine und setzte einen Kuss auf Dracos Mundwinkel.

"Irgendwann will ich dich mal nur in dieser Schürze sehen", flüsterte Rob in Dracos Ohr, derweil Hermine ihre Finger spielerisch über die nackte Brust gleiten ließ. Es war so berauschend zu erleben, wie Draco unter den Liebkosungen erzitterte. Draco wandte seinen Kopf Rob zu, der sich vorbeugte und die einladenden Lippen mit einem Kuss verschloss. Hermine spürte bei diesem Anblick ein heftiges Brennen in ihrem Unterleib.

Und plötzlich war da Dracos Hand in ihrem Nacken, zog ihren Kopf liebevoll zu sich. Er löste sich von Rob, um sie im nächsten Moment zärtlich, beinahe hingebungsvoll zu küssen. Hermine seufzte in den Kuss. "Ihr glaubt gar nicht, wie glücklich ich gerade bin." Robs Stirn lag an ihrer. Sie waren sich alle Drei so nahe, so verbunden.

"Ich hätte nie gedacht, dass es mal soweit kommen würde", gestand Draco und die beiden anderen nickten. Ja, es war wie ein Wunder, dass sie sich gefunden hatten. Zärtliche Finger streichelten warme Haut, während sie sich in der Wärme und Geborgenheit des Moments verloren und schließlich zu dritt einschliefen.

***

Ein Klopfen riss Hermine aus einem traumhaften Schlaf. Sie konnte es kaum fassen, dass Rob und Draco wirklich bei ihr waren. Im nächsten Moment ging die Tür auf und Harry trat ein. "Ist alles in Ordnung?", fragte er und blieb dann wie angewurzelt stehen.

Hermine konnte sich ein glückliches Lächeln nicht verkneifen. Sie zog die Decke etwas höher, trotzdem war ihre Lage eindeutig, war doch Draco direkt an sie gepresst und Rob hatte Draco von hinten fest umschlungen. Harry schien trotzdem etliche Momente zu brauchen, und den Anblick zu verkraften. "Was möchtet du?", fragte Hermine, die kein Interesse hatte, sich aus der Umarmung von Draco zu befreien.

"Ich wollte nur sehen, ob es dir gut geht."

Hermine lächelte ihn zärtlich an. "Noch nie besser."

"Und nun zieh Leine, Potter", murmelte Draco schlaftrunken, seine Augen geschlossen haltend.

Harrys Augen blitzten herausfordernd und Hermine wusste, dass dieser gleich was Unbedachtes sagen würde. "Entspann dich, Malfoy. Hier gibt es schließlich nichts, was ich nicht schon gesehen hätte."

Graue Augen sahen ihn funkelnd an. "Ich sprach auch nicht von Rob und mir, sondern von unserer Freundin." Hermine spürte ein sehr warmes Gefühl in seinem Innern, als sie diese Worte hörte.

"Ich bin schwul", sagte Harry abwinkend.

"Ist mir egal", gab Draco zurück. "Geh einfach!"

"Spricht man so mit seinem Schlangenpriester?", neckte Harry, der die Tür blitzschnell schloss, bevor drei Kissen schwungvoll dagegen gepfeffert wurden. Hermine lachte laut, während sie sich mit den anderen beiden wieder ins Bett sinken ließ und sich dem herrlichen Gefühl der Vollkommenheit hingab. Die Zukunft versprach wunderbar zu werden.

***
ENDE

Ich freue mich sehr auf eure Rückmeldungen zu diesem kleinen Spin-Off. :-)

Bald kommt meine nächste Geschichte.
Wir lesen uns.
Eure Krissy
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