Liebe- Ein Packt mit dem Teufel

von ange Noir
GeschichteAllgemein / P18
12.01.2020
20.01.2020
3
1876
 
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Tränen

Es war kühl als ich nach draußen trat und das Licht der aufgehenden Sonne blendete meine müden Augen. Taub ging ich über die Straße, als die Ampel auf grün Schlug. Die Straßen waren kaum befahren. Es war früh und ein Samstag Morgen, als ich anfing den Weg hinunter zu laufen um zur Arbeit zu gelangen. Der Weg war teilweise gepflastert, teilweise war er aus Stein. Kleine, Große. Kaputte. Ein Bitteres Lächeln fuhr über meine Lippen bei dem Bittersüßen Nachgeschmack. Ich ging weiter. Meine Schritte klangen Dumpf auf dem Bürgersteig wieder, ein Leichtes Klacken durch die Absätze meiner Stiefeletten. Ich zog meinen Schal näher an meinen Hals als eine kalte Windböe über mich hinweg fuhr, und meinen Schwarzen Mantel Näher an mich heran. Der Wind wehte mir meine Roten Locken ins Gesicht, sodass ich mir die Kinnlange Strähne hinter das Ohr klemmen musste. Meine Augen lagen nun dem Wind ausgesetzt Frei. Ich musste sie leicht zusammenkneifen. Es machte mir nichts aus. Grüne Augen. Dunkler denn je, von Rot umrandet und  geschwollen. Die letzte Nacht war lang. Ich hatte kaum geschlafen, weil ich nur an ihn dachte. Warum. Warum muss es mir so schwer fallen. Ich könnte es so leicht beenden. Aber ich kann nicht. Ich habe den Packt mit den Teufel geschlossen und muss dafür nun bezahlen.
Ich kam endlich an den kleinen Laden an. Ein kleiner Salon, mit wenigen Kollegen und vielen Kunden, in einem kleinen Bezirk, der einem Dorf schon ähnlich war. Ich öffnete die Tür. Es war noch keiner da. Ich war viel früher da. Ich konnte eh nicht Schlafen. Ich hatte mehr als eine Stunde Zeit. Langsam ging ich nach hinten in den Aufenthaltsraum. Legte meine Sachen ab und begann schon den Tag vor zu bereiten. Immer wieder musste ich mir dabei die müden Augen jucken, während ich den Boden Wischte, aufräumte, die Kasse mit Wechselgeld befüllte und Musik an machte. Dabei viel mein Blick auf einen der Großen Spiegel, die hier standen. Mich sah diese Frau aus dem Spiegel heraus an. Sie sah aus wie ich. Nur anders. Irgendwie anders. Ihr Gesicht war rot und geschwollen. Es zeigten sich Rote und bläuliche Punkte überall dort wo kleine Äderchen geplatzt waren. Das Haar war zerzaust. Sie war ordentlich gekleidet in einer eng anliegenden Hose und einen sauberen Schwarzen Pullover. Aber es sah so aus, als würde sie sich gleich wieder in eine Ecke verziehen wollen. nicht durch die Kleidung. Doch sie unterstrich es. Ich seufzte leise in mich hinein, und ging nach hinten. Holte mein Make-Up Heraus und verzierte das Gesicht dieser Fremden, sodass die Spuren der letzten Nacht noch kaum zu sehen waren. Das würde schon reichen. Sie müsse sich nur zu einem Lächeln abringen. Dann würde alles super laufen.
Ich setzte mich nach vorne und wartete auf meine Kollegin. Heute würden nur wir beide da sein, da eine Kollegin Samstags nicht arbeitet und die andere Urlaub hatte.
Als sie herein kam, kam nur eine eilige Begrüßung, während sie rasch nach hinten rannte um zur Toilette zu gehen.
Als sie wieder kam grinste ich sie an, wobei mein Lächeln nicht mehr ganz zu den Augen kam.
"Mensch ich sach dir du", rief sie, auch lachend. "Ich werd alt." Sie sah mich leicht prüfend an.
"Gehts dir gut?"
"Joa. alles gut. und bei dir?"
"Joa. ich kann mich nicht beklagen. "
Wir unterhielten uns kurz über den Kommenden Tag, was passieren würde, was ich bei Welchen Kunden beachten müsse, und berieten uns über Farbe Frisuren und so weiter.
Der Tag verlief gut, die Kunden waren freundlich, und so herzlich, dass ich die Tränen der vergangenen Nacht fast vergaß.
Fast.
Er schrieb. Der Grund meiner Tränen. Der Teufel mit dem ich diesen Packt einging, der mir mein Herz kosten wird.
"Hast du heute Zeit?"
Ich las die Nachricht. Überlegte mein Handy einfach auf Lautlos, Flugmodus, Aus zu schalten. Weg zu schmeißen. Ich biss mir auf die Lippe. Überlegte ob oder ob nicht.
Doch..
"Ja"
"Magst du her kommen?"
Scheiße.
"Wann soll ich da sein."
Ich hab es schon wieder getan. Ich habe ihm nachgegeben. Ich wusste, worauf es hinaus laufen würde und ließ mich trotzdem darauf ein. Ich habe mein Herz verloren. Vereist. Verschlossen.

Als ich am Abend bei ihm ankam, zog er mich zu sich, er küsste mich, auf diese Weise, der ich nicht widerstehen konnte, so zärtlich, und doch, du fühlst alles. Dieses Verlangen. Und doch so Zärtlich. So leidenschaftlich. Es verjagt alle schlechten Gedanken. Und ich war wieder bei ihm. Nur wir beide existierten in diesem Langen schönen Kuss
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