Liebe- Ein Packt mit dem Teufel

von ange Noir
GeschichteAllgemein / P18
12.01.2020
20.01.2020
3
1876
 
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Verdorben

Als ich dich damals kennen lernte, hätte ich nie geglaubt was du für mich wirst. Ich hatte nie geglaubt, hatte nur geträumt, ja war so naiv.
Und ich mochte dich nicht. Mittlerweile ist es ähnlich. Ja ich hasse dich. Doch genauso sehr liebe ich dich. Der Grund meines Hasses. Ich lasse mich immer wieder in deinen Armen fallen, gebe mich der Lust hin. Und verkaufe meine Seele dem Teufel. Dir.

Wieder liege ich da, Widersprüche in meinem Herz und meinem Kopf. Ich sollte nicht bei dir liegen, auf deinem Bett. Ich streiche dir durch dein weiches blondes Haar, welches dir in die Stirn fällt. Dein Gesicht so undurchdringlich, wie es im wachem Zustand war, hatte einen friedlichen Ausdruck. Ich strich weiter sanft durch dein Haar, während ich deinem ruhigen Atem lauschte. Es war wie ein Bann, der mich fesselte: Das leise Atmen, das sanfte Streichen durch dein Haar, die seichten auf und ab Bewegung deines Brustkorbes.
Ein sanfter Strahl der aufgehenden Wintersonne erreichte das Zimmer durch die Gardinen, welches noch von der letzten Nacht zeugte. Klamotten lagen überall verstreut im Zimmer umher, die Kissen waren von der Couch gefallen und der Schreibtisch leer gefegt. Es lagen noch Kleinigkeiten im Zimmer verstreut, welche in unserem Verlangen heruntergefallen waren. Ein leichtes Kribbeln durchzog mich und ich musste mir leicht auf die Lippe beißen, um nicht durch die Erinnerung daran leise aufzustöhnen. Selbst wenn ich mir das Zimmer nicht ansah, war mein Körper alleine Erinnerung genug. Er tat überall weh. Ich zog meine Hand aus deinem Haar und fasste mir an den Hals, gerötet durch Liebkosungen und Bisse der letzten Nacht.
Wie auf Kommando öffnest du deine Hellen grünen Augen. Du siehst mich leicht verschlafen an und lächelst auf diese charmante Weise. „Morgen“ murmelst du vor dich hin, als dein Arm nach oben schweifte und mich zu dich zog. „Morgen“antwortete ich  schmunzelnd an deinem Hals. Nur ein undefinierbares Geräusch Deinerseits, während du mich näher an dich ziehst unter die Bettdecke. Frech wie du warst, legst du einfach mein Bein um deine Hüfte. Im selben Atemzug legst du deine Hand an meine Taille. Mein , besser gesagt dein T-Shirt war hoch gerutscht, wodurch meine Seite frei lag. Du grummelst vor dich hin. Ich sah dich an, direkt in deine Augen. Ich könnte darin versinken. „Du bist gemein“ verdutzt sah ich dich an. „Warum?“
Als Antwort zogst du mich auf deinen Schoß. Ich konnte nicht anders als dich anzugrinsen und dich leicht zu necken. Du knurrst mich an. Und ich ließ mich fallen. Ich gab mich wieder einmal deinen Berührungen hin, ließ mich in deiner Verführung fallen. Du triebst mich wieder zum Wahnsinn und als Gegenleistung tat ich das selbe mit dir. Wir gingen bis zum Äußersten, bis unsere Körper nach mehr verlangten, Kontrolle nicht mehr existierte. Ich konnte nicht anders, ich konnte dir nicht widerstehen. Dieses Verlangen, das in mir ruhte seit du mich das erste mal so berührtest, ließ sich nieder um all die Jahre wieder gut zumachen, die dazwischen lagen. Um sich immer und immer wieder der Sinneslust hin zu geben. Ab dem Moment, wo ich wusste, was mein Herz begehrte, scharrte ich die Gefühle zusammen. Das Herz vereist und gebrochen. Für immer verschlossen. Ich schloss einen Packt mit dem Teufel, obwohl ich dir das nie sagen würde: mein Körper gehört dir, denn mein Herz darf, kann, ich dir nicht geben. Das begehrtest du nie. Du begehrst eher meinen Körper. Und dieser gehört dir. Ich bin verdorben von der Lust die ich Statt der Liebe wähle.


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So ich weiß noch nicht was das wird. vielleicht ein Paar Kurzgeschichten, vielleicht eine ganze.
l'ange noir
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