A love without feelings is a waste...

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
11.01.2020
19.01.2020
2
2.052
 
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Minho POV

“Wir machen uns nunmal sorgen um dich Schatz”, ich hörte die Verzweiflung in der Stimme meiner Mutter deutlich raus,wie schon so oft versuchte sie auf mich einzureden, herauszufinden was mit mir los war oder warum ich ständig so abweisend war.
Wie immer sagte sie das selbe, dass sie für mich da wäre, dass ich ihr immer alles sagen könnte.
Ich hatte sie wie schon so oft zum weinen gebracht, meine geliebte Mutter die mir doch nur helfen wollte...
“Dann hört dich einfach auf euch sorgen zu machen, es gibt überhaupt keinen Grund dafür. Mir geht es ausgezeichnet.”, wie so oft schon wiederholte ich diese Worte, immer, bei jeder einzelnen Konversation wie dieser. Es ging mir aber wirklich gut, es gab wirklich keinen Grund zur Sorge.

Gut, zugegeben hatte ich keine Freunde, kaum sozialen Kontakt und schlich mich nachts des Öfteren raus, ohne irgendwem Bescheid zu geben und genoss die Nacht alleine ohne irgendwelche anderen Personen.
Ich mochte den Kontakt zum anderen auch nicht, ich mochte es nicht Gespräche zu führen ich war still und sprach nur wenn es nötig war. Auch mochte ich körperlichen Kontakt nicht, ich konnte mir weder ein Hand schütteln, noch eine Umarmung vorstellen und erst recht nichts das außerhalb solcher Dinge war. Ich sah keinen Sinn an solchen Sachen, alleine sein hatte mehr Vorteile in meiner Sicht.

“Wir haben einen Anruf von der Schule bekommen Minho.”, sagte mein Vater monoton, während er meine Mutter versuchte zu trösten. Er hatte schon lange verstanden, dass solche Gespräche nichts nutzten, doch meine Mutter wollte die Hoffnung nicht aufgeben, dass ich irgendwann mal wieder fange spielend mit Freunden lachend durch Haus rennen würde.
Wie diese Hirnlosen Hühner, dachte ich. So etwas machte doch absolut keinen Sinn in meinen Augen. Zeitverschwendung. In der Zeit hätte man so viel Nutz volles machen können.

“Ist mir eigentlich so ziemlich egal”, antwortete ich auf die Information meines Vaters und verschränkte die Arme. Ich würdigte meinen Vater nur eines trockenen Blickes, ehe ich Anstalten machte zu gehen. Ich hörte meine noch leise vor sich hin schluchzen, ihre Ellbogen waren auf dem hölzernen Küchentisch abgestellt und hatte ihre Hände in ihre Haare gekrallt. Kleine Tropfen flogen ihre Nasenspitze hinunter und zerplatzen leise auf dem Tisch. Sie zitterte und ihr Brustkorb ging schnell auf und ab.
“Minho sofort zurück!”, verlangte mein Vater streng, woraufhin ich mich nur zu ihm drehte.
“Warum verprügelst du andere Schüler und bist frech zu Lehrern?!”, fragte mein Erzeuger streng und versuchte mir mit seinem Blick Respekt einzuflößen. Ich hatte mich nie Respekt vor ihm gehabt und das würde ich auch nie, ehrlich gesagt sah ich ihn noch nicht mal als meinen Vater an. Dieser Mann vor mir schwängerte meine Mutter und verschwand dann für Neun Jahre, ließ meine Mutter komplett alleine um mich erziehen. Plötzlich tauchte er dann vor Sieben Jahren wieder in unserem Leben auf. Ohne auch nur zu überlegen verzieh meine Mutter ihm, ließ ihn hier wohnen und jetzt hatte ich sogar eine Jüngere Schwester.

Als Antwort grinste ich bloß schief:”Na weil sie es verdient haben.”
Ich ging einfach ohne ein weiteres Wort.
“Bleib sofort stehen!”, hörte ich diesen Idioten noch rufen, doch ich ignorierte ihn gekonnt und verschwand runter in den Keller, in dem ich meine eigene Etage hatte. Dort hatte ich mein Zimmer, ein Badezimmer und mein geliebtes Aufnahme Studio, ohne dass ich mir ein Leben garnicht mehr vorstellen wollte oder konnte. Ich verbrachte jede freie Minute in diesem Raum, all meine Gedanken, all meine Gefühle, als auch alles was ich begehrte, war in diesen Vier Wänden.
Ich war leidenschaftlicher Songwriter und Sänger, aber niemand wusste davon, was ich zu schätzen wusste.
Alles was sich in meinen Gedanken abspielte schrieb ich auf und verarbeitete sie in Songs, lud sie anschließend anonym hoch und machte mich an den nächsten Song.

Viele Menschen hörten meine Musik und meine Aufrufe wurden auch immer mehr, ich war bekannt unter dem Namen Lee Know, doch niemand kannte mein Gesicht. Ständig hörte ich Jugendliche meine Musik hören, aus lauten Boxen spielten sie sie ab. Oftmals waren es jedoch die, die die Kontrolle über ihr Leben verloren hatten, in Sackgassen saßen, Alkohol tranken und weed rauchten, die meine Musik hörten.
Wie ich solche Menschen hasste, erstens war das total ungesund was sie machten und zweitens fehlte es ihnen an sehr viel Bildung. Sie fühlten sich cool und taten so als wäre ihnen alles erlaubt. Ungeduschte assoziale, die auf den Boden spuckten und in die Klapse gehörten. Tag täglich saßen sie am Handy, hatten kein normales Leben mehr.
Ich seufzte. Warum lebte ich nur in so einer Hirnlosen Generation?
Ich ließ mich in meinen Stuhl sinken und fuhr meinen PC hoch, in letzter Zeit hatte ich kaum mehr Inspirationen um Songtexte zu schreiben. Erneut seufzte ich.

Ich schloss meine Augen und ging noch einmal jegliche Gedanken durch die mir in den Sinn kamen. Nichts passendes. Frustriert fuhr ich mich dich die Haare und betrachtete die Decke meines Zimmers.
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