Die verlassene Psychiatrie

GeschichteKrimi, Thriller / P12
10.01.2020
01.08.2020
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Bei den fragenden Blicken der drei neu Hinzugekommenen erklärten die Freunde kurz und knapp, was sie bis nach dem auftauchen getan hatten. Auf einmal riss Aidan die Augen auf, als ihm etwas klar wurde.
„Der Keller!“, rief er aus, obwohl er sonst nie laut wurde.
Die Freunde warfen nur mit Blicken um sich und verstanden nicht, wie sie diesen Bereich außer Acht lassen konnten. Aber wäre es wirklich möglich, dass jemand ausgerechnet im Keller ausharrte? Dieser Gedanke gefiel nicht mal den Jungs, was sie natürlich nicht zugeben würden.
Brandon überlegte kurz, dabei runzelte er leicht die Stirn: „Und ihr habt außer den Keller sonst alles durchsucht?“
Zustimmend nickte jeder der Angesprochenen und die meisten von ihnen wurde bewusst, was der junge Mann ihnen damit sagen wollte. Man solle nun den Keller durchsuchen. Aber was war, wenn die Person nicht mehr im Keller war? Wenn sie überhaupt je da war. Sie mussten das ganze Gebäude wohl von neuen durchsuchen, worauf Lea genervt aufseufzte. Doch sie sah ein, es gab keine andere Möglichkeit. Hastig wurden alle in vier Gruppen eingeteilt. Kyle und Megan würden sich den Keller vornehmen, natürlich nicht ohne Waffen. Sicherheitshalber nahmen sie ein Taschenmesser mit, auch wenn sie bezweifelten, dass es ihnen viel nutzen würde. Das nächste Team bestand aus Lea und Brandon, die den Obergeschoss unter die Luppe nehmen wollten. Da blieben noch Leonie und Aidan für das Erdgeschoss und sicherheitshalber einigte man sich darauf, das ein Team im Büro des früheren Chefarztes warten würde und auf die Rucksäcke acht gab. Diese waren natürlich Emma und Terry, da man aus jeder Gruppe eine Person ausgewählt hatte und es der Blondine sowieso lieber wäre dort zu warten. Nachdem sie ihre Rucksäcke wieder dort abgelegt hatten, nahm jeder noch seine Taschenlampe mit und Werkzeuge, die nützlich sein könnten. Bevor jeder verschwand, wünschte Emma jeden viel Glück und im stillen hoffte sie, dass alles gut werden würde. Doch ihr wurde schnell mulmig zumute, als sie kurz darauf mit Terry alleine war. Diesem fiel dessen Gemütszustand auf und deswegen lenkte er sie auf ein anderes Thema, was sie gerne annahm.

Sie waren so tief in das Gespräch verwickelt, dass die beiden erst nicht bemerkten, wie sich etwas veränderte. Schritte, sie kamen direkt von dem Gang vor dem Zimmer her. Und sie wurden lauter. Emma hielt die Luft an, als sich langsam die Tür öffnete und Terry saß ein wenig verspannt da und starrte in die gleiche Richtung. Als sie offen war und sie erkannten wer herein kam, atmeten beide erleichtert aus.
„Man, musstet ihr uns so erschrecken?“, kam es von Terry.
Es waren Kyle so wie Megan und man sah es dem sportlichen Typen an, dass es teilweise mit Absicht war und er einfach nicht widerstehen konnte. Hingegen lächelte Megan entschuldigend, was Emma schnell verzieh, denn viel zu erleichtert war sie, dass die Beiden unversehrt wieder gekommen waren. Naja, der Keller war wahrscheinlich nicht besonders groß. Aber Moment mal! Eigentlich hatte jeder erwartet, im Keller jemanden vorzufinden. Doch dann musste die Person, sollte wirklich noch jemand hier sein, entweder weitergewandert sein in ein anderes Stockwerk, oder aber das Gebäude ganz verlassen haben. Natürlich hoffte man auf Letzteres.

Mit Taschenlampen leuchteten Aidan und Leonie vor sich her, mit den Gedanken im Hintergrund, immer jemanden begegnen zu können. Aus diesem Grund waren sie etwas nervös und würden am liebsten sofort umkehren.
„Ich habe das Gefühl, dass die Person uns nicht wohlgesonnen sein wird“, murmelte Leonie leise, mit einer ängstlichen Stimmlage.
Natürlich hakte Aidan nach, irritiert über diese Äußerung: „Wie kommst du darauf?“
„Naja.....als ich euch von dem Schatten erzählt habe, welches ich gesehen habe, habe ich euch allen etwas verschwiegen. Ich habe, als ich die Silhouette gesehen habe, noch etwas gehört“, gab sie zu, erzählte jedoch nicht weiter.
Der Braunhaarige ließ ihr Zeit, die sie wahrscheinlich brauchte. Sie schien von dem Ereignis noch sehr aufgewühlt zu sein, weshalb er fürs erste verzichtete nachzufragen und einfach erst mal abwartete. Dabei schaute er stur geradeaus, um bei seiner Begleiterin keinen Druck auszuüben. Dies schien ihr zu helfen, denn nur kurz darauf erzählte sie weiter.
Leicht befangen flüsterte sie: „Als ich in einen der Badezimmer war um kurz in den Spiegel zu schauen, da habe ich es gehört. Es war ein recht leises lachen, doch kalt und grausam...“
Abrupt blieb Aidan stehen und schaute sie, nein, starrte sie fast schon an. Da wunderte es ihm kein bisschen, dass Leonie geschrien hatte. Und er gab ihr auch diesbezüglich recht, dieser Jemand, der hier herumschlich, konnte nichts gutes im Schilde führen....
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