Die verlassene Psychiatrie

GeschichteKrimi, Thriller / P12
10.01.2020
14.08.2020
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10.01.2020 611
 
Da standen sie nun, irgendwo am Arsch der Welt vor den Toren dieser verlassenen Psychiatrie und fragten sich, worin sie sich diesmal eingelassen hatten. Nur wegen diesen dummen Loyalitätsbeweis, welches sie aufbekommen hatten. Naja, um ehrlich zu sein nicht alle. Aidan zum Beispiel war ein zu loyaler bester Freund und hatte zugestimmt freiwillig mitzumachen, was einige gar nicht erst wunderte. Er mit seiner stillen Art eckte kaum irgendwo an. Mit sein 16 Jahren gehörte er zu den ältesten der Clique und möchte diesbezüglich ein Auge auf diese kleine Gruppe haben, besonders auf die Mädchen. Denn genau ihnen gefiel die Sache nicht, aber das sie es doch durchziehen wollten zeigte, wie mutig sie waren. Neben ihm waren da noch drei Mädchen und sein bester Freund Kyle. Beide waren grundverschieden. Da sie sich von Kindesbeinen an kannten, waren sie deshalb noch so gut befreundet.
„Na dann, auf in die Höhle der Löwen“, meinte eins der Mädchen und schulterte ihren Rucksack.
Dies kam von Lea, die in Gedanken gerade jemand bestimmten die Gurgel umdrehen wollte, nämlich ihren Freund Sam, der ihnen das quasi fast schon aufgebrummt hatten. Sie war ein Gegenteil von Aidan, zumindest was das anecken anging. Mit ihrer Art machte sie es öfter, da sie leicht eingebildet und zickig werden konnte. Aber mit ihren schwarzen glatten Haaren, hellbraunen Augen und olivbraunen Teint war sie hübsch genug, dass ihr es viele Jungs verziehen. Naja, ihr Freund war eifersüchtig genug, dass sich kaum ein Junge wirklich viel bei ihr traute. Nicht mal in seiner eigenen Clique traute er jeden, lag wahrscheinlich an seiner leicht misstrauischen Art. So gesehen war so gut wie jeder froh ihn nicht dabei zu haben, da er sicherlich nur mit Lea herumknutschen würde. Dies wollte sich wirklich niemand antun.
Eine andere meinte augenrollend: „Worauf wir uns jetzt wieder eingelassen haben?“
„Das werden wir wohl bald herausfinden“, meinte Kyle.
Dies gefiel die Fragende namens Megan nicht und sie schaute wenig begeistert aus, was man ihr nicht übel nahm. Schließlich konnte man es ihr nachfühlen, da niemand wirklich Lust hatte hier zu sein.
Die Letzte der Runde sprach: „Ich hoffe nicht allzu lange.“
„Meg, Em, macht euch mal keine Sorgen. Schließlich sind wir Jungs da, um auf euch aufzupassen“, tat Kyle auf beschützerisch und zwinkerte ihnen zu.
Die Angesprochenen schauten sich leicht zweifelnd an, nahmen es aber dann doch als gegeben hin.
Dennoch konnte Megan eins nicht stehen lassen: „Wir und Angst? Es liegt eher am gesunden Menschenverstand.“
„Wo sie recht hat“, stimmte Emma ihr zu.
In dieser Hinsicht waren sich beide einig, was nicht immer der Fall war. Naja, eins hatten beide noch gemein, nämlich das Aussehen täuschen konnte. Während Megan mit ihren roten Haaren, grünen Augen und den Sommersprossen am Anfang immer als temperamentvoll angesehen wurde, wurde die blondhaarige Emma mit ihrer leicht rundlichen Figur als Mauerblümchen abgestempelt.
Seufzend hörten sie Lea einige Meter vor sich sagen: „Seit ihr angewachsen?“
Erst da machte sich auch der Rest der Truppe auf den Weg und folgten ihr, wobei einige sich darüber unterhielten, was sie nun genau vor hatten. Naja, um zu beweisen das sie hier waren, sollten sie zumindest hin und wieder eine Kamera laufen lassen und auch die Umgebung etwas filmen. Vor allem das Innere des Gebäude. Irgendwie eine total dämliche Aktion und dafür brauchte man nicht einmal reiflich zu überlegen. Naja, zumindest war es nur eine Nacht und würde schnell vorbei gehen, danach hatten sie wieder ihre Ruhe und konnten machen was sie wollten. Warum sie es überhaupt taten? Einige wollten nicht als Angsthasen dastehen und andere wiederum zeigten hiermit ihre Loyalität. Jeder hatte seine eigenen Gründe, weshalb sie sich nicht lange bitten ließen und gemeinsam das Gebäude betraten.
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