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Wiedergeburt und was bin ich jetzt?!

von Kurushina
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
09.01.2020
10.01.2020
8
14.677
 
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09.01.2020 3.173
 
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(Ich frage mich ob ich den Ausgang jemals finden werde.) ,dachte ich, nachdem
ich wieder eine Black Spider erledigt hatte. Das ging genau 3 Wochen so und es
wurde mir langsam zu nervig. Klar, die Teile der Monster bringe vielleicht Geld
ein und ich trainiere dadurch auch meine Skills, aber langsam habe ich es echt
satt. Ich machte eine Pause und widmete mich meinen Skills. Durch Wahres Können
kann ich meine Skills kombinieren oder verbessern. Dadurch habe ich den Klebe-
und Stahlfaden, der Black Spider, zum Skill Klebe-Stahlfaden kombiniert.

Auch habe ich starke Panzerung und Körperpanzer zum Skill starke
Körperpanzerung verbessert. Ich zerlegte auch die Monster, was nicht lange
dauerte. Ich erfuhr durch Library das man Hipokte-Gras auch zu Salben machen
kann oder für etliche Gegenmittel verwendet wird. Zum Glück fand ich nochmal
ein See mit Hipokte-Gras und nahm alles mit, aber das wurde nicht ganz
verarbeitet. Ich habe jetzt 500 Heilsalben und noch 250 Hipokte-Gras übrig,
falls ich mal ein Gegenmittel machen/brauen muss. Nur fehlte mir dazu leider ein
Skill namens Alchemist, was mich ärgerte, aber daran kann ich leider nichts
ändern.

Ich seufzte und stand auf. Dann ging ich weiter. Es half nicht mal, dass es sich
länger anfühlt als 3 Wochen. Ich brauche ja kein Schlaf und habe weder Hunger
oder Durst. Durch Library weiß ich wie viel Zeit vergangen ist, seit dem ich in
dieser Höhle bin. Nach 3 weiteren Stunden und Monster töten und zerlegen, fand
ich den Ausgang. Es war eine alte Tür, die ungefähr  3m hoch und 2m breit war.
Erst kriegte ich sie nicht auf, egal wie stark ich schiebte oder an der Tür
zog, bis mir eine Idee kam. Ich ging eine Schritte zurück, streckte meine Hand
aus und rief ,,Wasser-Blast!"

Der Wasser-Blast traf die Tür und es wurde sehr viel Staub aufgewirbelt. Als
der sich dann legte, klaffte ein riesiges Loch in der Tür und ich sah das
Tageslicht. (Endlich frei!) ,dachte ich voller Freude und rannte durch das Loch
ins freie. Die Aussicht die ich dann bekam, war überwältigend. Ich stand auf
einen Hang und vor mir erstreckte sich ein sehr großer Wald. Ich konnte jetzt
endlich austesten was mein neuer Körper so drauf hat. Ich sprang von dem circa
1m hohen Hang runter und sie landete auf dem Boden. Dann rannte ich los und war
erstaunt. Ich war sehr schnell unterwegs und ich konnte auch ganz leicht auf die
Äste springen und  bewegte mich so von Baum zu Baum weiter. Das hätte ich mit
meinen alten Körper niemals so hingekriegt, dass ist wirklich fantastisch.

,,Hilfe!!", hörte ich plötzlich jemand schreien. Es war eine sehr junge
Stimme.Ich sprang/hüpfte von dem Baum auf den Boden , um mich rennend in die
Richtung zu bewegen, wo die Stimme her kam. Durch Wärmesensor konnte ich 3
Personen ausmachen. Wobei eine Person noch ein Kind war. Kurz bevor ich ankam,
verlangsamte ich meine Geschwindigkeit und schleichte mich an. Durch die Bäume
war ich geschützt und konnte mir das Geschehen ansehen.

(Zum Glück habe ich in der Höhle mein Gehör trainiert und somit den Skill
Perfektes Gehör erlernt, sonst hätte ich jetzt ein Problem.) ,dachte ich, weil
zwischen mir und den drei unbekannten Personen 1m Abstand war. Ich konnte somit
das Gespräch mithören ohne in der Nähe sein zu müssen. Das was ich sah,
machte mich schon wütend, denn einer der unbekannten Personen, hielt das
Mädchen an den Haaren und zerrte es daran hoch, aber das Gespräch, was ich
mitbekam, machte mich so richtig sauer.

Unbekannte Person 1 ,,Halte still, du drecks Gör und schreie nicht hier so
herum! Es bringt sowieso nichts, also lass es lieber und hör auf dich zu
wehren."

Unbekannte Person 2 ,,Genau! Keiner wird dich retten kommen! Vor allem da du ein
Oger und somit ein Monster bist! Ha ha ha!"

Unbekanntes Mädchen ,,Lasst  mich los! Was wollt ihr überhaupt von mir und was
habt ihr mit mir vor?!"

Unbekannte Person 1 ,,Werd nicht frech! Was wir mit dir vorhaben, fragst du? Wir
werden dich als Sklaven verkaufen, zwar würde eine erwachsene Oger-Frau mehr
einbringe, aber das ist leider zu riskant. Für Oger- Kinder, egal welches
Geschlechts, kann man aber ein schönes Sümmchen bekommen."

Jap, ich war sauer und zwar richtig. Ich ging aus mein Versteck und setzte ein
Pokerface auf und zwar ein monotones Gesicht, aus dem man nichts lesen kann.
,,Hallo, die Herren." ,machte ich auf mich aufmerksam und sie sahen zu mir. In
den Augen des Mädchen spiegelten sich sehr viele Emotionen ab. Angst,
Unsicherheit und Freude. (Hoffentlich klappt es. Ich will die Kleine nicht
verängstigen, aber was sein muss, muss sein. Naja, sind zum Glück nur 2 Kerle,
die ich besiegen muss.) ,dachte ich.

,,Wer sind sie und was wollen sie?", fragte einer der Männer und zwar der, der
die Kleine an den Haaren hält. Darauf antwotete ich ,,Mein Name lautet Maren
Black und ich habe ihr Gespräch mitbekommen. Sie sagten, dass die Kleine als
Sklave verkauft werden soll, ist das richtig?". Die Augen der Kleine weiteten
sich geschockt, bestimmt weil sie denkt, dass ich ihr nicht helfen werde, was
aber dem Gegenteil entspricht.

,,Ja, wir wollen sie als Sklaven verkaufen. Warum fragen sie? Sind sie
interessiert?" ,fragte mich der zweite unbekannte Mann, wobei ich sagen muss,
dass er einen Alchemisten ähnelt von der Kleidung her. Brille, ein Heft in der
linken Hand, Gläser an den Gürtel und einen weißen Kittel. ,,Kleine Frage:
Sind sie von Beruf her Alchemist?" ,fragte ich und die Augen beider Männer
weiteten sich. (Also habe ich ins schwarze getroffen.) ,dachte ich und grinste
in mich hinein, wobei außen hin alles monoton blieb. ,,Ja, ich habe den Skill
Alchemist und übe das als Beruf aus.

Woran haben sie das bitteschön erkannt?" ,fragte mich der Alchemist und ich
antwortete da drauf ,,Ihre Kleidung hat es mir verraten. Da wo ich herkomme,
haben nur Ärzte oder Alchemisten einen Kittel. Außerdem tragen sie Gläser an
ihren Gürtel, was meine Vermutung nur bestärkt hat." Ich nahm eine Hand hinter
meinen Rücken und formte den Skill Wasserklinge.

Beide Männer sahen sich an. Sie schienen irgendwas zu planen, aber egal was sie
gerade planen, ich ließ ihnen keine Zeit es auszuführen. Der Alchemist der
näher an mir dran war, bekam nämlich die Wasserklinge ab, die ich erschaffen
hatte. Sie trennte seinen Kopf von seinen Körper, der zu Boden fiel. Der andere
Mann konnte gar nicht so schnell realisieren was gerade geschehen ist und hatte
auch dazu keine Chance. Denn auch sein Kopf wurde von einer zweiten Wasserklinge
vom Körper getrennt. Der Körper ließ das Mädchen los, und viel zu Boden. Das
Mädchen war geschockt und dadurch nicht fähig sich zu bewegen.

Ich ging auf sie langsam zu, hockte mich vor ihr hin und sprach sachte ,,Hey,
meine kleine. Ist alles in Ordnung mit dir?",das kleine Mädchen vor mir kam aus
ihrer Schockstarre und sah mich an. ,,Ja, mir geht es dank ihnen gut. Vielen
dank das sie mich gerettet haben. Wer weiß was passiert wäre, wären sie nicht
gekommen.", sagte die Kleine dankend zu mir und verbeugte sich sogar.

(Sie ist gut erzogen worden) ,dachte ich mir und lächelte sie leicht an. Dann
stand ich auf und sah zu den zwei toten Männern. ,,Schließe bitte deine
Augen.", bat ich die Kleine und sie machte es auch. Ich absorbierte beide
Männer und erlernte einige Skills. Nämlich Alchemist, Gehör-,Geruch- und
Geschmackssinn. Da war der eine wohl kein Mensch. ~Das stimmt. Er war scheinbar
mal eine Pflanze, die aus irgendeinen Grund, sich in einen Menschen verwandeln
konnte.~ ,erzählte mir Library.

~Skill Gehör hat sich durch Wahres Können zum perfektes Gehör entwickelt.

~Skill Geruchssinn hat sich durch Wahres Können zum Skill perfekter Geruchssinn
entwickelt.

~Skill Geschmackssinn hat sich durch Wahres Können zum Skill perfekter
Geschmackssinn entwickelt.

Zählte Library auf. (Das ist wirklich merkwürdig, aber ich muss mich erstmal
um das Mädchen kümmern. ) Ich hockte mich wieder vor dem Mädchen und sagte
,,Du kannst deine Augen wieder öffnen." Das machte sie auch und sah fragend zu
mir, aber ich lächelte sie nur sanft an. ,,Wo ist denn dein zu Hause?", fragte
ich und sie meinte das es so ungefähr 100m östlich, von unseren Standpunkt
aus, entfernt wäre. Ich ging in die Hocke und sagte zu dem Mädchen ,,Komm,
steige auf meinen Rücken. Ich bringe dich nach Hause."

Die Kleine tat es zögerlich, aber als sie auf meinen Rücken war, griff ich sie
unter den Kniekehlen, damit sie ja nicht runterfällt. Dann rannte ich in die
angegebene Richtung und wir waren in 3 Stunden bei ihren Dorf angekommen. Ich
sah weitere Oger, die sich am Eingang unterhielten, stehen. Als sie dann zu uns
sahen, waren sie scheinbar überrascht. Dann kamen zwei weitere Oger, aber als
das Mädchen die Zwei sah rufte sie laut ,,Mama! Papa!" und ich ließ sie
runter.  Die Kleine rannte zu ihren Eltern, die überglücklich waren. Ich lief
langsam dazu und hörte solche Sachen wie ,,Wo warst du?"

,,Wir haben uns solche sorgen um dich gemacht."  und so weiter, bis sie mich
entdeckten. ,,Wer sind sie?", fragte mich der Vater des Mädchen und sah mich
misstrauisch an. Bevor ich antworten konnte, sagte das Mädchen ,,Sie heißt
Maren Black und hat mich gerettet." Die Kleine erzählte ihren Eltern alles. Das
sie Blumen pflücken war und dabei von den zwei Mistkerlen überrascht worden
ist. Das sie als Sklave geendet hätte, wäre ich nicht gekommen und das ich sie
hierher gebracht habe. Die Gesichter der Eltern wechselten von geschockt auf
wütend und dann auf Erleichterung. Sie sahen mich beide dankend an, standen vom
Boden auf und sagten gleichzeitig ,,Ich danke ihnen sehr, dass sie unserer
Tochter geholfen haben und sie wieder nach Hause gebracht haben."

,,Das habe ich gerne getan." ,sagte ich verlegend, aber was jetzt kam,
überraschte mich. ,,Wenn es für sie in Ordnung ist, würden wir, als Zeichen
unserer Dankbarkeit, ihnen etwas  Kleidung geben. Sie tragen ja fast gar nichts
und somit könnten wir unsere Schuld ihnen gegenüber begleichen.", sagte die
Mutter und ich antwortete ,,Das müssen sie nicht tun, aber die Kleidung würde
ich trotzdem gerne annehmen, wenn es ihnen nichts ausmacht."

,,Es macht uns nichts aus. Außerdem ist ein Mensch, der solch einen noblen
Charakter hat, selten anzutreffen. Kommen sie mit. Wir haben im Dorf einen
Schneider, der kann für sie etwas machen.", erklärte der Vater und ging. Die
Frau und folgte ihm. Die Kleine nahm mich an der Hand und zog mich mit, somit
begleitete ich die drei. Es ist eher ein großes Dorf, weil ich durch
Wärmesensor 294 Oger spüre, die Zahl kommt von Library, er hat nämlich sehr
schnell alle durchgezählt.

Die kleine erzählte mir ganz aufgeregt, dass in dem Dorf 300 Oger leben und der
junge Anführer mit seinen Freunden, gerade nicht da ist. Es dauerte ungefähr
30 Minuten bis wir beim Schneider ankamen. Es war eine Frau und ein Mann. Beide
musterten mich überrascht. Der Vater des Mädchens erklärte Ihnen den Grund
für unseren Besuch. ,,Wir hätten etwas in ihrer Größe." ,sagte die Frau und
ging nach hinten in den Laden und holte etwas.

Das brachte sie zu mir und ich musterte die Sachen. Es waren ein graues Hemd,
eine blaue Hose,schwarze Stiefel und sogar Unterwäsche, wobei es zwei Tücher
waren. ,,Ich würde es anprobieren um sicher zu gehen das es passt.", erklärte
ich und nahm ihr die Sachen ab. Die Frau zeigte auf eine Tür und erklärte mir,
dass dahinter das Zimmer fürs anprobieren sei.

Ich ging also zu der Tür öffnete sie und verschloss sie dann hinter mir. Ich
probierte die Sachen an, wobei ich die Tücher im Inventar verstaute, über den
Rest der Kleidung war ich positiv überrascht, denn die Sachen passten perfekt.
(Da scheint jemand hier im Dorf vom Körper her gleich groß und schlank zu
sein.) ,dachte ich und öffnete die Tür. Alle im Raum sahen zu mir, was mich
ein bisschen nervös machte.

War an sowas in meiner Welt nicht gewöhnt so angestarrt zu werden. ,,Vielen
Dank. Die Sachen passen perfekt, deshalb habe ich sie gleich an behalten."
,sagte ich und verbeugte mich sogar vor ihnen. ,,Das freut uns zu hören. Sie
haben ja eine ähnliche Statur einer Kundin, die uns oft besuchen kommt."
,erklärte mir der Mann lächelnd, als ich wieder gerade stand. Ich musste auch
ein bisschen Lächeln.

Der Vater des Mädchens fragte nach dem Preis und bezahlte die Sachen. Als wir
den Laden verließen, bemerkte ich,dass irgendwas geschehen ist. Einige Oder
rannten hin und her, andere wiederum machten einen besorgtes Gesicht. Ich ging
zur einem Oder und fragte ,,Ist irgendwas passiert?" Der Oger sah mich erst
misstrauisch an,seufzte dann aber und erklärte mir ,, Jemand hat unseren
Anführer scheinbar vergiftet. Wir wissen aber nicht wer oder mit was er
vergiftet wurde."Da kann ich es verstehen, dass man besorgt ist. ,,Kann ich mir
ihren Anführer ansehen? Vielleicht kriege ich ja heraus was ihn vergiftet
hat.", erklärte ich und der Oger musterte mich erstmal, dann seufzte er und
erklärte sich bereit mich dorthin zu bringen, wo gerade ihr Anführer liegt.

Es war ein sehr großes Haus. Ich schätze circa 2 bis 3m groß und 1 bis 2m
breit. Wir gingen durch die Tür ins Haus rein und ich sah einen Oger am Boden
liegen. Er hatte ein leidendes Gesicht und die Oger um ihn herum sahen ihn
voller Sorge an. Als wir rein kamen, zogen wir ihre Blicke auf uns und der Oger,
der mich hergebracht hatte, erklärte, dass ich vielleicht heraus finden würde,
was ihren Anführer, vergiftet hat. Ich ging langsam zu den Ogern und kniete
mich hin und berührte mit meiner Hand den Oger-Anführer. ~Erstatte Bericht: Er
wurde durch einen Fliegenpilz vergiftet.~ ,erstattete mir Library Bericht und
ich dachte nach. Dann fragte ich ,,Was hat er gegessen und haben sie noch etwas
davon da?"

Sie sahen mich verwirrt an, dann sagte die Oger-Frau, die die einzigste Frau im
Raum war, wenn man mich auslassen würde,zu mir ,,Er hat Suppe gegessen. Wir
haben von der Suppe nichts angerührt. Ich war es auch der die Suppe gemacht
hat. Ich bringe ihnen einen Teller." Sie stand auf und ging in einen anderen
Raum. ich vermutete dort die Küche, denn sie kam mit einem Teller zurück. Sie
gab mir den Teller, der mit Suppe gefüllt war, und ich sah mir das essen an. Es
waren einige Pilzstücke drinnen und ich nahm eins in die Hand. ~Bestätige. Das
ist ein Fliegenpilz.~ ,bestätigte mir Library und hatte somit herausgefunden,
was den Oger-Anführer, vergiftet hat. ,,In der Suppe ist Fliegenpilz drin.
Dieser Pilz ist giftig. Ich kann ein Gegenmittel herstellen. Dafür gehe ich in
die Küche und bereite das Gegenmittel zu.Vielleicht wusste sie nicht, dass es
ein giftiger Fliegenpilz ist, was sie da eingesammelt hatten." ,erklärte ich
den Ogern im Raum und stand auf.


Dann ging ich in die Küche und absorbierte das Pilzstück. Library erklärte
mir, dass man ein Gegenmittel mit Alchemist aus dem Hipokte-Gras und aus dem,
was die Vergiftung verursacht hat, gemacht wird. Aber durch Wahres Können, kann
ich ein Gegenmittel machen, was gegen jedes Gift hilft. Nachteil, manche
Gegenmittel dauern bis sie wirken. Zum glück zählte dieses Gegenmittel noch
nicht dazu. Ich stellte also durch Alchemist ein Gegenmittel aus Hipokte-Gras
und Fliegenpilz her. Es gelang mir.

Ich machte auch ein Allheilgegenmittel für jedes Gift fertig, wer weiß wann
ich es mal gebrauchen könnte. Ich schnappte mir eine Tasse aus Ton und machte
darin das Gegenmittel rein. Dann ging ich wieder zurück. Alle Auge richteten
sich auf mich, aber das war mir egal. Ich hob den Kopf des Oger-Anführers an
und gab ihn das Gegenmittel, was er bereitwillig trank. Nachdem ich die Tasse
abgesetzt hatte, verging nicht mal eine Minute und der Anführer öffnete seine
Augen. Von allen im Raum, außer von mir, viel die Anspannung und die Sorge ab.

Als er sich aufrichtete fragte er ,,Was ist passiert?" ,,In der Suppe war ein
Fliegenpilz, der dich vergiftet hat. Dieser Frau haben wir es zu verdanken, dass
du geheilt und gerettet wurdest." ,erklärte die Oger-Frau dem Anführer und er
sah mich an. In seinen Augen spiegelte sich Verwunderung und Dankbarkeit wieder.
,,Ich danke ihnen vielmals. Waren sie nicht gewesen, hätte meine Frau und mein
Sohn mich verloren." ,sagte er und verbeugte sich.

,,Nicht doch. Es war nur Zufall das ich heute im Dorf war und ihnen somit helfen
konnte." ,sagte ich und kratze mich verlegend an die Wange. Alle sahen mich
überrascht an. (Scheinbar halten sie nicht viel von Menschen oder sie begegnen
zum ersten mal jemanden mit meinem Charakter.) ,dachte ich, weil die Reaktionen
auf mich entweder überrascht oder freudig waren. Gut, manche waren auch
misstrauisch, aber das kann ich verstehen. Wenn es eine fremde Person ist, die
man nicht kennt, weiß man nicht, was für einen Charakter der- oder diejenige
hat.

,,Ich muss ehrlich gestehen, dass ich einen Menschen mit ihren Charakter zum
ersten mal begegnen tue. Die meisten Menschen, denen ich begegnet bin, waren
egoistisch, eingebildet oder von sich zu sehr überzeugt. Da ist jemand wie sie
eine Rarität oder einfach nicht so oft anzutreffen." ,erklärte mir der
Anführer der Oger ehrlich  und die anderen nickten. Sie stimmten ihn somit zu
und bestätigten somit meine Vermutung. (Na toll, werde wieder in die nette,
freundliche Schublade gesteckt. Ich wollte nur einen guten Eindruck hinterlassen
und nichts weiter.) ,dachte ich und musste ein seufzen unterdrücken.

,,Ich muss langsam weitergehen." ,sagte ich und stand auf. ,,Wo wollen sie
eigentlich hin?", fragte mich die Oger-Frau und ich antwortete ihr ,, Weiß ich
nicht. Ich will mir die Welt ansehen, da ich zum ersten Mal reisen tue."
,erzählte ich und das war nicht mal gelogen. Ich kenne mich hier in der Gegend
nicht aus und möchte sie erkunden. Die Oger verstanden und ließen mich gehen.
Ich ging aus dem Gebäude raus und machte mich auf dem Weg zum Ausgang. Dabei
begegnete ich nochmal dem kleinen Mädchen, was ich gerettet habe und
verabschiedete mich von ihr. Sie brach zwar in Tränen aus,  aber als ich ihr
versprach, sie wieder zu besuchen, hörte sie auf zu weinen und strahlte mich
an.

Bis zum Ausgang begleitete mich die kleine und als ich ein paar Schritte vom
Dorf entfernt war, hörte ich aufeinmal ,,Maren-sama!" und drehte mich um. Ich
sah die kleine mit ihren Eltern und den Anführer mit seiner Frau am Dorfausgang
stehen. Die kleine winkte und rufte dann ,,Komm uns bald besuchen! Ich freue
mich schon auf unser Wiedersehen und passt auf euch auf!" . Ich lächelte und
winkte zurück. Dann drehte ich mich um und begab mich auf die Reise.

Sicht Dritter:
Die Oger-Frau bekam keinen Äger, da sie den Anführer nicht absichtlich,
sondern ausversehen vergiftet hat.

Fortsetzung folgt...
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