Never says no to orders

GeschichteAllgemein / P12
Anthony "Tony" DiNozzo Leroy "Jethro" Gibbs OC (Own Character) Timothy "Tim" McGee Ziva David
08.01.2020
08.01.2020
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Es ist einer dieser Morgene, an die sie sich schon viel zu sehr gewöhnt hat. Wie sogut wie jeden Morgen war sie schon vor den ersten Sonnenstrahlen mit einer Trainingsgruppe unterwegs gewesen, hatte kurz geduscht und gefrühstückt und nun war sie auf dem Weg zu ihrem Vorgesetzten. Denn dieser hatte sie zu sich gebeten, in der Regel war das kein gutes Zeichen und sie würde diesem Treffen am liebsten fern bleiben, doch sie wusste mit ihren 17 Jahren genau, dass das unschöne Konsequenzen mit sich ziehen würde. Also richtete sie sich nochmal auf, klopfte wenig später an die Tür und betrat, nach Aufforderung, mit strammen Schultern das Büro. Nur um kurz darauf vor ihrem Vorgesetzten zu stehen. "Ava Haviva Cohen, wir haben einen neuen Auftrag für sie. In einer Woche geht es los. Genauere Informationen finden sie in dieser Akte und jetzt finden sie sich schleunigst in der Trainingshalle ein." "Verstanden!" Bestätigte ich, wie es die Regeln besagten und wartete ab.

Daraufhin überreichte mein Vorgesetzter mir eine dicke Akte und ich verließ eilig sein Büro. Auf dem Weg zur Trainingshalle brachte ich die Akte in mein Zimmer und zog mir schnell meine Trainingsklamotten an und rannte förmlich durch die Gänge zur Trainingshalle. Die anderen hatten bereits mit dem ersten Teil des Trainings begonnen und ich ordnete mich schnell ein. Als erstes stand Seil springen und Schattenboxen auf dem Plan. Anschließend wurde gegeneinander gekämpft. Normalerweise war ich eine der beseren, doch heute musste ich relativ viele Schläge und Tritte einstecken und zu allem Überfluss durfte ich gegen Ende auch noch gegen unseren Trainer kämpfen. Das Glück war also nicht unbedingt auf meiner Seite. So war es allerdings öfter seit dem wechsel meiner Gruppe vor einigen Wochen, immer wieder hatte ich einige Probleme. In der jetzigen Gruppe war ich die jüngste und auch schwächste, das einzige was mich gegen die anderen Halbwegs bestehen ließ war meine Technik. Anfangs hatte ich mich noch gefreut die Gruppe zu wechseln, denn es bedeutete das ich gut genug war um in die Gruppe der "Großen" zu kommen, aber jetzt  war ich einfach froh als die Unterrichtseinheit vorbei war. Mir tat alles weh, mein ganzer Körper schmerzte, aber zeigen durfte ich dies nicht. Schwäche und Schmerz war verboten, so etwas durften wir vom Mossad nicht zeigen. Es gab Tage da viel mir das besonders schwer. Der heutige Tag gehörte dazu, aber auch die Todestage meiner Eltern, Feiertage und eben diese Tage zu denen auch der heutige gehörte.
Die Tage wo ich einfach daran denken musste wie ein normales Leben wohl währe.
Die Tage wo ich Schmerzen hatte und sie nicht zeigen durfte.
Die Tage an denen das Training besonders hart war.
Ich war froh eine Stunde Mittagspause zu haben, denn ich brauchte jetzt diese Ruhe. Ich ging in mein Zimmer setzte mich auf mein Bett und lehnte mich erschöpft an die Wand. In einer Stunde musste ich wieder 100 Prozent geben, zum Glück hatte ich "nur" Sprachtraining, wenigstens nichts körperlich anstrengendes. Ich schaute auf die Uhr und stellte fest das ich schon eine Viertelstunde nur rumgesessen hatte und beschloss das es Zeit war mich auf meinen Auftrag vorzubereiten. Ich nahm mir die Akte, die ich heute morgen auf meiner Kommode abgelegt hatte und schlug sie auf. Gründlich las ich mir alles durch und stellte fest das es in meinem Auftrag darum ging in den USA einen Mann genauer zu beschatten und mich dafür als Austauschschülerin in seine Familie einzuschleusen. Na super! Das konnte lustig werden. Ich sollte auf eine normale Schule gehen und ein normales Mädchen sein. Was war überhaupt normal? Was tat ein normales Mädchen? Hilfe, ich machte mir schon wieder zu viele Gedanken.

Und als ich wieder auf die Uhr blickte traf mich fast der Schlag. Der Unterricht hatte bereits vor 10 Minuten wieder begonnen. Verdammt das würde richtig Ärger geben. Schnell schlug ich die Akte wieder zu und verließ mein Zimmer. Ich eilte durch die Gänge und klopfte nur zwei Minuten später an die Tür zum Unterrichtsraum. Noch während des klopfens richtete ich mich auf und stellte mich stramm hin. Die Tür wurde geöffnet und mein Lehrer stand vor mir. "Ava Haviva Cohen sie sind 14 Minuten zu spät, sie wissen was das bedeutet! Um 6 Uhr vor dem Gebäude!" Ich musste schlucken mir war überhaupt nicht gut bei dem Gedanken.  "Ja verstanden!" Ich bestätigte die Anordnung und setzte mich so aufrecht wie möglich auf meinen Platz. Die Stunde verging schleppend, es viel mir schwer mich zu konzentrieren. Mühsam versuchte ich allem zu folgen, antwortete aber dennoch konzentriert auf Fragen, um ja nicht noch mehr Probleme an diesem Tag zu bekommen. Irgendwie war da scheinbar echt nicht mein Tag. Nach dem Sprachtraining, stand Schießtraining auf dem Plan. Ich gab mir die größte Mühe und lieferte am heutigen Tag tatsächlich noch eine zufriedenstellende Leistung ab. Nachdem am späten Nachmittag auch die Anderen Trainingseinheiten zu Ende waren, zog ich mich erneut auf mein Zimmer zurück um mich noch genauer mit meinem Auftrag zu beschäftigen. Sechs Tage hatte ich nur zur Vorbereitung dann müsste ich meine neue Identität perfekt können, komplett so sein wie sie sein sollte. Ich würde Haviva Levy heißen, währe auch 17 Jahre alt und lebe glücklich mit meinen Eltern in Israel. In die USA möchte ich um mein Englisch zu verbessern und um etwas Neues kennen zu lernen. Ich musste also das glückliche Mädchen mit Bilderbuchfamilie und normaler Schulbildung sein.
Ich nahm mir vor, mir meine Identität in den nächsten Tagen immer wieder anzuschauen, um perfekt vorbereitet in den Auftrag zu starten. Schließlich durfte ich auf leinen Fall auffliegen, denn das würde nicht nur den Auftrag gefährden sondern mein zukünftiges Leben, denn ein Leben ohne Mossad gab es für mich nicht. Ich hatte keine Ausbildung, keine Familie, keine Unterkunft, keine Freunde außerhalb des Mossad, ich kannte nur dieses Leben und es würde wohl bis zu meinem Tod mein Leben sein.
Meine restliche Zeit bis zu meinem Unfreiwilligen Treffen um 6 Uhr vor dem Hauptgebäude, verbrachte ich damit mich näher über meine Zielperson zu Informieren, ich musste schließlich wissen mit wem ich es zu tun bekam, um im Notfall zu wissen was zu tun war.
Dann war es auch schon kurz vor 6 Uhr.
Meine normale Kleidung wechselte ich, erneut am heutigen Tag, gegen einen Trainingsanzug und Sportschuhe, um mich anschließend pünktlich vor dem Gebäude einzufinden. Ich musste keine zwei Minuten warten, da kam auch schon mein Lehrer zu mir und ich wusste schon an seinem Blick, das er ausgerechnet Heute einen besonders schlechten Tag hatte. Innerlich wusste ich somit genau das die nächsten Stunden anstrengend und hart werden würden. Und ich hatte recht drei Stunden durfte ich mit hartem Training verbringen. Keine Pause wurde mir von ihm gegönnt. Drei Stunden durchgängig 100% geben den ansonsten würde es noch länger dauern. Am Ende dieser drei Stunden stand ich erschöpft unter der Dusche und ließ das kalte Wasser über meinen Körper fließen. Ich war einfach nur fertig. Dank der Strafarbeit hatte ich das Abendessen verpasst und würde somit ohne zu essen ins Bett müssen.
Aber das war ich gewöhnt, als ich noch jünger war kam das öfter vor, denn in den ersten Jahren hier war ich nicht so wie ich heute war. Als ich dann endlich im Bett lag, schweiften meine Gedanken nochmal kurz ab, ehe ich dann schlussendlich einschlief.

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