Cosmic Triangle

von - Leela -
OneshotSci-Fi, Übernatürlich / P12
08.01.2020
08.01.2020
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Kurzbeschreibung: Die TARDIS folgt ihren eigenen Gesetzen. Doch was hat sie im Sinn, als sie einen scheinbar zufälligen Passanten entführt und sich auf die Reise an einen speziellen Ort im Universum begibt? [Geburtstagstribute]

Projektanmerkung: Diese Geschichte wurde für den Jahreskalender 2020 von lula-chan geschrieben.
      Das Zitat für den 8. Januar 2020 war: "Manchmal scheint es, als würde es das Universum darauf anlegen, von uns bemerkt zu werden." (aus: Das Schicksal ist ein mieser Verräter)
      Schaut doch auch mal bei den anderen Tagen rein:
      7. Januar 2020: »Der Rat der Niedertracht« von mir
      9. Januar 2020: »Gestank« von NamiraKayleighFaolan

Kommentar des Autors: Dies ist ein Geburtstagstribute für Larry Storch (Eddie Spenser aus der Filmation’s Ghostbusters-Live Action-Serie aus 1975), William Hartnell (der allererste Doctor Who) und Elvis Presley (dem King of Rock’n’Roll). Als ich das Zitat zum Datum gelesen habe, wußte ich, daß es kein passenderes für diesen besonderen Tag geben kann. Viel Spaß bei meinem kleinen Geburtstagsgeschenk.
      Die Fandoms in dieser Geschichte sind: »Filmation’s Ghostbusters« und »Doctor Who«, sowie Elvis Presley.
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Cosmic Triangle

Das Landegeräusch der TARDIS hinterließ ein seltsames Echo im Gefüge des Universums, als sie materialisierte. Der Doctor checkte bereits die Anzeigen. Mitten in Raum und Zeit waren sie vom Kurs abgekommen, das machte ihm Sorge.
      „Was ist passiert, Grandpa?“ erkundigte sich Susan beunruhigt.
      „Wenn ich das wüßte, mein Kind.“ erwiderte der alte Timelord nachdenklich. „Es scheint, als wäre die TARDIS einem ganz eigenen Ruf gefolgt.“
      „Dann hoffe ich, es ist etwas gutes, wo sie uns hingeführt hat.“ Die dunklen Augen des jungen Mädchens lagen mit einer Mischung aus Neugierde und Vorsicht auf dem Element der sechseckigen Konsole, welches ihr Großvater gerade begutachtete.
      „Das werden wir gleich sehen.“ Konzentriert sah der Doctor auf verschiedene Displays. „Die Zusammensetzung der Atmosphäre ist optimal für einen Spaziergang. Auch alle anderen Bedingungen sind sehr lebensfreundlich. Alles in allem sieht es nach einer sehr freundlichen Welt hier aus. Wollen wir uns draußen mal umsehen?“
      „Oh, ja!“ freute sich Susan. Das dunkelhaarige Mädchen hatte zusammen mit ihrem Großvater schon viele Welten gesehen und war immer wieder neugierig, neue Orte und Planeten kennenzulernen. Nur hoffte sie wie immer, daß ihnen hier keine Gefahr drohte.
      Der Doctor öffnete die Tür der TARDIS; dazu, sein Raum-Zeit-Schiff zu verlassen, kam er allerdings nicht – denn just in diesem Moment stürmte ein Mann in die vermeintliche Polizei-Notrufzelle.
      „Sie schickt der Himmel!“ waren seine Worte, als er, sich den Hut auf dem Kopf festhaltend, in den Innenraum lief und die Türen hinter sich zuschlug.
      In eben diesem Augenblick passierten mehrere Dinge gleichzeitig. Zum einen sahen der Doctor und Susan den Mann erstaunt an.
      Zum anderen wurde sich eben der gerade bewußt, daß er nicht in dem engen Raum einer Notrufzelle gelandet war, sondern in dem geräumigen, sechseckigen Kontrollraum des Raum-Zeit-Schiffs, was sich daran bemerkbar machte, daß er ehrfürchtig seinen Hut abnahm und in den Händen hielt, während er ungläubig den Blick durch den Raum schweifen ließ, welcher innen deutlich größer war, als es von draußen den Anschein hatte.
      „Guter Mann, was hat das zu bedeuten?!“ ergriff der Doctor schließlich das Wort, als er sich vom ersten Erstaunen erholt hatte.
      Der unwillkürliche Besucher fing sich schnell aus seiner Ehrfurcht. „Geister! Die Geister von Bonnie und Clyde gehen um!“ erklärte der Fremde in dem modischen Anzug mit den unordentlichen dunklen Haaren.
      Und das wiederum passierte genau in dem Moment, als die TARDIS wieder startete, ohne daß jemand etwas dazu getan hatte.

Es dauerte eine Weile, bis alle Unklarheiten beseitigt waren. Der Doctor begann mit den Aufräumarbeiten, indem er fragte, wer der unvermittelte Gast der TARDIS war.
      „Gestatten, Eddie Spenser!“ stellte sich der Mann vor. „Im allgemeinen nennt man mich aber nur Spense. Ich arbeite bei der Firma »Spenser, Tracy & Kong«. Und das ist auch schon das Dilemma. Wir sind nämlich Ghostbuster!“
      Susan hörte dem Bericht mit einem Lächeln zu. Offenbar fand sie den neuen Mitreisenden ganz amüsant.
      Nun war es aber an Spense, eine Frage zu stellen. „Wo… sind wir hier?“
      „Das kommt nun auf die Perspektive an.“ erwiderte der Doctor bedächtig. „Darauf gibt es mehrere passende Antworten. Eine richtige davon ist: Wir sind hier in der TARDIS. Das ist mein Raum-Zeit-Schiff. Und das bringt mich zu der nächsten möglichen Antwort. Denn wie der Name schon sagt, kann man mit diesem Schiff durch Raum, Zeit und Dimensionen reisen. Und da wir gerade unterwegs sind, und der Kurs vom Schiff anstatt von mir gesetzt wurde, ist die weitere richtige Antwort auf die Frage, wo wir sind: Ich weiß es nicht!“
      Es war Spense anzusehen, daß die Informationen Schwierigkeiten hatten, in seinem Geist Fuß zu fassen.
      Susan studierte in der Zwischenzeit die Anzeigen auf den Displays. „Grandpa, kann es sein, daß wir nur zu dem Zweck hier gelandet sind, um auf Spense zu treffen, und dann weiterzufliegen?“
      „Wie kommst du darauf, mein Kind?“ erkundigte sich der Doctor interessiert.
      „Schau dir mal diese Aufzeichnungen an. Diese Daten hat die TARDIS während unserer Landung mitprotokolliert.“ Das junge Mädchen deutete auf den Teil der Konsole, den sie gerade studiert hatte.
      Neugierig trat der Timelord an die Seite seiner Enkelin, und auch Spense stellte sich wißbegierig dazu. Während der Doctor akribisch die Daten durchging, bemerkte der Ghostbuster aber nur, daß er überhaupt nichts verstand.
      „Ja, du hast tatsächlich Recht!“ stellte der Doctor fest. „Die TARDIS landete nicht weit entfernt von Mister Spensers Aufenthaltsort. Zu der Zeit wurde noch die Energie empfangen, die er als,… wie sagtest du, Junge?“
      „Bonnie und Clyde?“ half Spense verwirrt aus.
      „Genau, als Bonnie und Clyde wahrgenommen hast. Diese hat dich direkt in die TARDIS getrieben – und verschwand in dem Augenblick, als die Türen sich schlossen! Es wirkt tatsächlich, als wäre alles nur auf eine Begegnung mit uns ausgelegt gewesen, nur um anschließend weiterzufliegen.“
      Spense sortierte noch immer die ganzen Informationen. „Soll das heißen… Bonnie und Clyde… Also, ich meine, ihre Geister… waren nicht wirklich hinter mir her?“
      „Nicht in dem Sinne, wie es für dich den Anschein hatte, zumindest, mein Junge.“ bestätigte der Doctor.
      Spense stieß frustriert eine Faust in die Luft. „Sowas! Wenn ich das gewußt hätte! Und das, wo ich eigentlich nur gerade vom Friseur auf dem Weg nach Hause war!“
      „Tatsächlich? Das sieht man gar nicht!“ kommentierte Susan amüsiert, und fing sich damit einen tadelnden Blick ihres Großvaters ein.
      „Rate, warum!“ erwiderte Spense verheißungsvoll. „Da hält doch keine Frisur stand, wenn plötzlich Geister hinter einem her sind! Na, zumindest kann ich es mir jetzt sparen, meine Kollegen zu alarmieren. … Wenn ich es mir recht überlege, könnte ich es nicht einmal, wenn ich wollte. Was mich zu einer anderen Frage zurück bringt: Wo geht es denn nun überhaupt hin?“
      „Wenn wir das wüßten!“ entgegnete der Doctor. „Die TARDIS taucht für gewöhnlich genau dort auf, wo sie sein soll, nicht, wo man sein will.“
      „Mit anderen Worten, es hat einen Grund, warum sie dich aufgesammelt hat und weitergeflogen ist.“ führte Susan näher aus.
      Spense sackte ein Stück in sich zusammen. „Warum befürchte ich, daß ich nun auf anderen Planeten Geister jagen darf…?“

Daß Spense mit seiner Vermutung nicht so ganz daneben lag, sollte er schon bald herausfinden. Und dennoch wurden alle Reisenden gleichermaßen überrascht, als die TARDIS das nächste Mal materialisierte.
      Spense sah dem Doctor über die Schulter, als dieser erneut die Anzeigen checkte. Dadurch verstand er zwar nicht mehr als vorher, aber es sah sehr interessant aus.
      „Wo sind wir?“ erkundigte sich Susan.
      „Tja, an einem ganz anderen Ort als vorher.“ erklärte der Doctor unbestimmt. „Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.“
      „Können wir raus und uns umsehen?“ fragte Susan aufgeregt.
      „Ich wüßte nicht, was dagegen spricht.“ verkündete der Doctor.
      Und so wandten sich die drei aufmerksam den Türen zu. Der Doctor ging voran, Susan und Spense folgten ihm. Als sich die Türen der TARDIS öffneten, offenbarte sich den Passagieren die trostlose Ebene eines kleinen Mondes, an dessen Himmel drei große Kugeln in bunten Pastellfarben zu sehen waren, einer davon war mit einem ebenso pastellfarbenen Ring versehen.
      Ein weiteres Mal nahm Spense ehrfürchtig seinen Hut ab, als er in den Himmel sah. So etwas eigentümlich schönes hatte er noch nie gesehen. Das Augenmerk des Doctors lag allerdings wo ganz anders. Er hatte die kleine, einsame Country Bar bemerkt, das einzige Gebäude weit und breit, das mit viel Lichtern auf sich aufmerksam machte. Es erklärte auch die letzte Bemerkung des Doctors in der TARDIS, bevor sie das Schiff verlassen hatten. Es war ein solch sonderbarer Anblick, daß sich einem der Sinn dahinter nicht ganz erschloß.
      Susan verschloß die TARDIS sorgfältig und drängte dann, sich die Bar näher anzusehen. Da es ohnehin nichts anderes in diesem Fleckchen Universum anzusehen gab, schlossen sich der Doctor und Spense automatisch der Meinung an.
      „Was ist das für ein Ort hier?“ fragte Spense, an keine Adresse im speziellen gerichtet.
      Der Doctor antwortete trotzdem. „Den Anzeigen der TARDIS zufolge sind wir im Zentrum des Universums. Im Grunde sollte hier exakt nichts sein. Und dennoch…“ Er ließ den Satz bedeutungsvoll ins Leere laufen, mit den Augen auf das Gebäude gerichtet, das nun immer näher kam.
      „Aber… Aus welchem Grund bin ich hier?“ sinnierte Spense. „Was habe ich mit der ganzen Sache zu tun?“
      „Ich will dich nicht beunruhigen, mein Junge,“ begann der Doctor. „Aber die TARDIS hat eine spektrale Signatur in dem Gebäude aufgezeichnet.“
      Die anfängliche Euphorie, mit der Spense der neuen Welt entgegen gesehen hatte, rutschte in Frust ab. „Ich hab’s geahnt!“
      „Nun laßt uns erst mal nachschauen gehen!“ rief Susan aufgeregt. Sie lief bereits voraus, als die Tür der Bar nur noch wenige Meter von ihnen entfernt war. Drei Stufen führten auf eine Holzveranda, von dort aus gelangte man in den Gastraum.
      Spense bereitete sich unbehaglich auf alles mögliche vor. Wenn das Universum ihn dazu auserkoren hatte, jenseits seines Planeten nach Geistern zu jagen, warum hatte es ihm dann nicht die Chance gegeben, einen Dematerialisator mitzunehmen?
      Susan trat gerade ein, dicht gefolgt von ihrem Großvater, und Spense beeilte sich, zu ihnen aufzuschließen. Sie gelangten in einen großen hellen Raum mit einer Bühne an der Seite und gemütlichen runden Tischen in dem Gastraum davor. Einige davon waren schon belegt, und die Gäste schienen in freudiger Erwartung auf die kommende Show.
      „Grandpa, wollen wir uns nicht auch die Show ansehen, wenn wir schon mal hier sind?“ fragte Susan aufgeregt.
      „Warum nicht?“ sagte der Timelord zu. „Irgendeinen Sinn muß unser Besuch hier ja haben.“
      Die drei Neuankömmlinge suchten sich einen freien Tisch recht weit vorne aus und bestellten schon bald ihre Getränke. Lange brauchten sie auch nicht mehr zu warten, bis ihr Gastgeber auf die Bühne trat und verkündete: „Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich darf Ihnen heute eine Legende präsentieren! Frisch von der Erde zurückgekehrt, ist hier für Sie, der unsterbliche Elvis Presley!“
      Als der Vorhang aufging hielt nicht nur die Welt den Atem an. Spätestens jetzt wußten die drei Besucher aus der TARDIS, woher die spektrale Energie kam, als sie die schimmernde Gestalt des berühmten Sängers auf der Bühne sahen, der auf der Erde schon seit einiger Zeit als von der Welt gegangen deklariert worden war – eine Umschreibung, die es am treffendsten beschrieb, wie Spense hier und heute feststellte, und dennoch von den meisten anderen Menschen sicherlich anders interpretiert wurde.
      Von seinem Elan und Charisma hatte Elvis jedenfalls nichts eingebüßt, wie er unter Beweis stellte, als er all seine Country-Klassiker zum besten gab. Das Publikum war begeistert, da bildeten auch Spense, Susan und der Doctor keine Ausnahme.
      Die Stimmung hätte nicht ausgelassener sein können, als Elvis »Blue Moon Of Kentucky«, »From A Jack To A King« und »Guitar Man« sang, »Gentle On My Mind«, »Blue Moon«, »Kentucky Rain« und andere Country Klassiker zum besten gab. Mit »A Hundred Years From Now« schien er genau den Doctor anzusprechen, bei »Lonesome Cowboy« fühlte Spense sich auf seine seltsame Weise direkt angesprochen, und sogar Susan bekam ihren eigenen Song mit »Susan When She Tried«. Die Show riß die Besucher mit, bis zu der letzten Zugabe, kurz bevor der Gastgeber schließlich verkündete: „Elvis hat das Gebäude verlassen!“
      Nach einigen heiteren Stunden voller Country-Euphorie, in denen Elvis den Laden gerockt hatte, verließen die drei zufälligen Besucher die Bar fröhlich wieder, um im Schein der Pastellgestirne zur TARDIS zurückzukehren. „Ich kann es nicht glauben! Ich dachte, Elvis sei tot!“ rief Spense aus dem Häuschen.
      Seine Stimme war kaum im endlosen Weltraum verklungen, als die Country Bar hinter ihnen mit einem Plopp verschwand. Zurück blieb nichts als ein trostloser Mond unter einigen Pastellgestirnen.
      Die drei Besucher starrten einen Augenblick aus der Bahn geworfen auf den Ort, an dem eben noch die Bar gestanden hatte.
      „W-was ist hier gerade passiert?“ stammelte Spense verwirrt.
      Der Doctor drehte sich als erster um, um seinen Weg zur TARDIS fortzusetzen. „Tja, manchmal scheint es, als würde es das Universum darauf anlegen, von uns bemerkt zu werden.“

Ein aufregender Tag lag hinter dem Doctor und seinen Begleitern. Die TARDIS hatte ihre Aufgabe erfüllt. So schien es jedenfalls zu sein.
      Kaum hatten die drei Besucher das Raum-Zeit-Schiff erreicht und sich die Türen hinter ihnen geschlossen, ging eine Vibration durch das Universum, und als der Doctor die Anzeigen checkte, war der Mond verschwunden. Aufmerksam öffnete er noch einmal die von einem Kraftfeld gesicherten Türen, so daß die drei hinaussehen konnten. Vor ihnen lag der weite Weltraum. Der Mond war nicht mehr da, die pastellfarbenen Planeten waren verschwunden und die TARDIS hing an dem Ort, an dem sie eben noch auf dem Boden gestanden hatte, im luftleeren Raum. Einzig und allein die unzähligen Sterne zeugten von ihrem Besuch hier, die auf dem samtschwarzen Untergrund des Universums den silbernen Schriftzug bildeten, der die Unterschrift des King of Rock’n’Roll darstellte, fast so, als hätte Elvis selbst sein Autogramm auf dem Himmel hinterlassen.
      Die TARDIS machte sich auf den Heimweg. Spense, der Doctor und Susan waren sich allerdings sicher, daß sie noch lange von diesem Besuch im Universum zehren würden.
      Spense war förmlich aufgedreht. „Wenn ich das meinen Leuten erzähle! Das glauben die mir nie! Ihr kommt doch mit, oder nicht? Ohne euch glaubt mir niemand ein Wort!“
      Während der Doctor als Antwort lediglich ruhig nickte, forschte Susan in den Datenbanken der TARDIS und schaute sich noch einmal die ganzen Aufzeichnungen richtig an, welche das Schiff in der Zwischenzeit gesammelt hatte. Dabei fand sie etwas erstaunliches heraus. „Hey, wußtet ihr, daß es tatsächlich etwas gibt, was euch verbindet?“
      Sowohl der Doctor, als auch Spense drehten sich erstaunt zu ihr um. „Den Doctor und mich?“ hakte Spense nach, obwohl die Antwort darauf schon offensichtlich schien.
      „Und Elvis!“ ergänzte Susan. „Es gibt eine Verbindung, eine Art identischer Geburtssignatur. Schaut mal hier!“
      Neugierig kam der Doctor näher und sah sich die Daten an. „Das ist ja erstaunlich. Du hast Recht, mein Kind. Es scheint das zu sein, was man langläufig als kosmisches Dreieck bezeichnet…“
      Susan strahlte. „Dann war das der Grund, warum die TARDIS euch ausgerechnet heute alle zusammen gebracht hat.“
      „Ja, ganz offensichtlich.“ Der Doctor nickte beeindruckt, während Spense noch nicht ganz sicher war, ob er alle Zusammenhänge richtig verstand. Wenn er ehrlich war, dann war es ihm aber auch nicht ganz so wichtig – für ein solch grandioses Konzert von Elvis hätte er alles gegeben, auch das Wissen um die kosmischen Zusammenhänge, die ihm dieses Event überhaupt erst ermöglicht hatten.
      Als sich die TARDIS der Erde wieder näherte, wurde Susan ganz aufgeregt. „Können wir nicht eine Weile auf der Erde bleiben?“
      Der Doctor dachte über diese Frage nach. „So unsinnig ist die Idee nicht. Du könntest eine Weile mal wieder vernünftig zur Schule gehen.“
      Hatte Spense erwartet, diese Aussicht würde ihrer Freude einen Dämpfer verpassen, hatte er sich getäuscht. Sie freute sich schon sichtlich darauf, die neue Welt zu erkunden, neue Freunde nicht hergeben zu müssen und neue Dinge zu lernen.
      Und Spense freute sich ebenfalls. „Das ist eine großartige Idee! Susan, ich bin überzeugt, du würdest dich gut mit meinem Sohn verstehen, Eddy junior.“
      Susan strahlte bereits, während die Miene des Doctors einen skeptischen Ausdruck angenommen hatte. „Ach, komm schon, Grandpa! Es muß doch einen…“
      „Wenn du mir jetzt damit kommst, daß diese Begegnung Bestimmung war, reisen wir sofort wieder ab, nachdem wir Spense auf der Erde abgesetzt haben!“ fiel der Doctor ihr ins Wort.
      „Ich sage doch nur, daß ich Eddy gerne kennenlernen würde!“ verteidigte sich Susan.
      Der Doctor seufzte. „Na gut. Warum nicht?“
      Spense und Susan strahlten um die Wette. Die junge Frau schien auf das neue Abenteuer, das sie auf der Erde erwartete, bereits gut vorbereitet zu sein. Und er freute sich schon darauf, seinen Freunden und seiner Familie die TARDIS zu zeigen. Sicher würde sich Tracy sehr dafür interessieren und schnell mit dem Doctor ins Gespräch kommen, und als der geniale Gorilla, der er war, schnell hinter die Geheimnisse des Innen-größer-als-draußen-Prinzips kommen. Und bestimmt wurden Susan und Eddy rasch gute Freunde werden.
      Das Landegeräusch der TARDIS setzte erneut ein und verstummte eine Weile später, als sie ihr Ziel erreicht hatte. Die Besucher der Country Bar im Zentrum des Universums waren zu Hause.

.~* 8. Januar 2020 *~.
Happy Birthday:
*1908: William Hartnell (der erste Doctor Who)
*1923: Larry Storch (Eddie Spenser aus der Filmation’s Ghostbusters Live Action-Serie)
* 1935: Elvis Presley, King of Rock’n’Roll
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