Ein neues Leben

von S-Mimi
GeschichteDrama, Romanze / P16
07.01.2020
18.02.2020
22
20024
9
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So einen versuch starte ich noch. Viel Spaß bei meiner neuen FF.
Wie immer gehört mir nichts.



Der Unfall

Daniel Klattmann und Stephan Sindera hatten Ihren letzten Fall für den heutigen Tag abgeschlossen und waren zurück auf den Weg zur Wache.
„Wir sind uns einig, dass wir nicht mehr an die Funke gehen?“ grinste Stephan.
„Aber so was von“, steuerte Daniel den Streifenwagen. „Schließlich müssen wir auch noch die Berichte schreiben. Also eh schon Überstunden“.
Wie oft haben es die Streifenpolizisten schon erlebt, dass Sie kurz vor Feierabend noch einen Einsatz rein bekamen? Sie konnten es nicht mehr zählen. Für heute konnten Sie nur hoffen, dass die Funke still blieb.

Ein 30 Tonner fuhr durch Köln, war auf den Weg auf die Autobahn. Die Musik bis hinten hin aufgedreht, den Fuß auf dem Gaspedal. Neben Ihn ein aufgedrehter Joint. Zur Musik wippend steuerte er seinen LKW über die Straße, guckte ab und an auf seinen Joint, auf den er sich schon freute. Dabei übersah er eine rote Ampel und erfasste einen BMW 3er. Dieser wurde erst einige Meter von dem LKW mitgeschliffen bis er Anfing sich zu Überschlagen. Erst an einer Hauswand blieb der BMW auf der Seite liegend.

„Arnold an 15/9 schwerer Unfall auf der Paderborner Straße. Feuerwehr und Rettungsdienst rollt“.
„Gibt es mehr Informationen?“ fragte Paul Richter.
„Ein LKW hat eine rote Ampel überfahren und dabei einen PKW erwischt“.
„Oh man, dass hört sich nicht gut an. Verstanden, wir rollen“.
Marc drückte aufs Gaspedal. „Wenn das mal gut geht. LKW gegen BMW“.
„Wenn es ein 3,5 LKW gegen einen BMW SUV ist, gibt es Chancen“.

Am Unfallort angekommen, waren die Rettungskräfte schon bei Ihrer Arbeit. Der LKW- Fahrer stand neben seinem Truck. „Ich habe Sie nicht gesehen“, stammelte er unter Schock.
„Die rote Ampel oder den BMW?“ fragte Marc.
„Welche rote Ampel?“
„Laut Leitstelle, haben Sie eine rote Ampel überfahren“.
„Das kann nicht sein, die war sicher grün“.
„Erzählen Sie doch keinen Mist“, kam eine Frau dazu. „Ich stand auf der Linksabbiegerspur, als dieser Irre von hinten angerauscht gekommen ist, die Musik habe ich bis in meinen Wagen gehört“.
„Ist es jetzt verboten Musik zu hören?“ ging der Fahrer die Frau an.
„Nein, nur wenn Sie so laut ist, dass man vom Verkehr abgelenkt wird und rote Ampeln überfährt“, teilte Marc mit. „Ihre Ausweispapiere bitte, auch von Ihnen, wir brauchen Sie als Zeugin“.
Genervt gab der LKW- Fahrer Marc seinen Ausweis. Auch die Frau reichte Ihren rüber. „Das Bild werde ich nie vergessen. Wissen Sie den wie es Ihren Kollegen geht?“
„Kollegen?“ fragte Marc.
Die Frau hielt sie die Hand vor den Mund. „Sie wissen es nicht? Er hat einen Streifenwagen erwischt“.
„Was?“ Doch Marc musste jetzt Professionell bleiben, musste sich um den Tatverdächtigen und die Zeugin kümmern. Musste auf den Rettungsdienst vertrauen. Paul war in den LKW geklettert, der kaum etwas abbekommen hatte, und wusste wahrscheinlich genau so wenig, dass es sich um Kollegen handelte. Marc beeilte sich die Daten aufzunehmen und setzte den LKW- Fahrer dann in den Streifenbulli.
„Paul?“, ging Marc zum LKW. „Hast du was?“
„Ja, einen Joint.“ Paul stieg aus dem Fahrerhaus des LKWs und hielt Marc den Joint hin, den Paul bereits in eine Tüte gesichert hatte. „Was ist los?“ erkannte Paul die blasse Gesichtsfarbe seines Kollegen.
„Weißt du, wer von uns hier Streife hatte?“
„Daniel und Stephan, aber die haben Feierabend, darum haben wir übernommen. Warum fragst du?“
Marc guckte zum Verunfallten BMW rüber, es war nicht zu erkennen, dass es ein Polizeiauto war. „Das ist Ihr Auto. Paul, der Typ hat unsere Kollegen erfasst“.
„Was?“ Paul hatte sich nicht unter Kontrolle und rannte zum Unfallauto. „Doc, was kannst du uns sagen?“
„Das du bei Seite gehen sollst“, Oliver Dreier meinte es nicht böse, aber er hatte alle Hände voll zu tun.
Franco nahm Paul bei Seite. „Daniel ist bereits mit dem RTW auf den Weg ins Krankenhaus. Stephan ist eingequetscht und muss freigeschnitten werden“.
„Wie geht es Ihnen?“ Auch Marc hatte sich dazu gestellt.
„Sie leben, mehr kann ich nicht sagen. Wenn Ihr hier fertig seid, könnt Ihr ja ins Krankenhaus fahren.“
Marc zog Paul mit sich. „Wir können nichts für Sie tun. Lass die Ihre Arbeit tun und wir erledigen unsere. Je schneller können wir ins Krankenhaus“.
Paul guckte Marc sorgenvoll aber auch wütend an. Wie konnte dieser so mit der Situation umgehen? Aber nein, Paul wusste es besser, Marc ging es nicht anders als Ihm, nur schaffte er es, es zu verbergen.
„Gib mir mal die Funke“, Marc nahm die Funke. „15/9 an Arnold.“
„Arnold hört“.
„Um den Verunfallten PKW handelt es sich um die 15/14. Daniel ist bereits auf den Weg ins KH, Stephan muss noch freigeschnitten werden“, berichtete der Polizeioberkommissar.
Kurze Stille, dann ein „Verstanden“, am anderen Ende.

Nach dem Marc und Paul den Unfall aufgenommen hatten und die Stelle wieder frei gegeben werden konnte, brachten Sie den LKW- Fahrer auf die Wache. Klaus gab Ihnen für den Rest des Tages frei, war das kein einfacher Einsatz gewesen. Er wusste, dass die Beiden zu Ihren Kollegen ins Krankenhaus fahren würden, denn er konnte die Wache nicht verlassen, zu viel war los.

Im Krankenhaus angekommen, verwies man Sie in den Wartebereich. Marc hatte zwei Kaffee und belegte Brötchen aus der Cafeteria geholt. Auch wenn keinem zum Essen zumute war, so wusste er, dass Sie es tun mussten um nicht selber schlapp zu machen.
Paul nahm nur den Kaffee an, aber nur um sich an den Becher festhalten zu können. „Waren Sie im Einsatz?“
„Nein. Sie waren auf den Weg zur Wache um Feierabend zu machen“.
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