Raben, Vampire & ich

GeschichteAllgemein / P16
Eskel Geralt von Riva Lambert OC (Own Character) Yennefer von Vengerberg
07.01.2020
23.01.2020
16
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Achtundvierzig Stunden später, fehlte immer noch jede Spur von Shadow. Auch fühlte ich mich nicht mehr beobachtete und mir kam der Verdacht, dass Dettlaff weiter gezogen war. Nun ja, verstehen würde ich ihn. Die Umgebung von Kaer Morhen war nicht gerade die Beste und dort zu überleben war nicht leicht. Würde ich eine Pro- und Kontraliste erstellen, dann müsste ich die Hexerfestung verlassen. Aber ich könnte mir keinen anderen Ort zum Leben vorstellen, was großteils daran lag, dass ich nicht viel von dieser Welt gesehen hatte. Aber ich war noch jung und könnte einiges erleben. Obwohl ich darauf verzichten konnte, auf weitere Monster zu treffen. Das Abenteuer mit Gabelschwanz hatte mir gereicht. ,, Oh nein, das lässt du sein! Meckerfritze!'', rief ich, als die Ziege an einen Beutel knabberte, in dem sich getrocknete Kräuter befanden. Meckerfritze machte mehr Arbeit, als alle Tiere zusammen, aber ohne sie, wäre mein Leben langweilig. Sie glich eher einen Welpen, statt einer Ziege. Um sie und um mich zu schützen, hatte ich mir einen Bogen mit Pfeilen besorgt. Diesen fand ich in einer alten Kiste, die ziemlich eingestaubt gewesen war. Von Frühjahrsputz hatten die Hexer scheinbar niemals gehört oder es hatte sie nie interessiert. Ich spannte den Boden und schoss daneben, wie die Male davor. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, weshalb ich den nächsten Pfeil nahm und ein weites Mal schoss. Diesmal traf ich mein Ziel, besser gesagt, der Pfeil streifte es. Stolz auf mich selber, sammelte ich alle Pfeile ein und erschrak mich, als Dettlaff plötzlich vor mir stand. Mein Herz raste, schlug aber nach einigen Augenblicken normal weiter. Gerade als ich den Älteren begrüßen wollte, hielt dieser mir etwas hin. Bei diesem etwas handelte es sich um ein Wolfsmedaillon, was mich im ersten verwirrte. Woher hatte der Vampir es? Und dann fielen mir die Schuppen von den Augen, es handelte sich um Vesemirs Medaillon! Mir kamen die Tränen, als ich es aus seiner Hand nahm und es fest an mich drückte. So schnell konnte nicht einmal Dettlaff reagieren, umarmte ich ihn. ,, Danke.'', sprach ich, während ich versuchte die Tränen zurückzuhalten. Erst nachdem ich mir sicher war, dass ich nicht losheulen würde, löste ich mich vom Älteren. Dieser stand wie versteinert da und erst da fiel mir auf, dass er sich nicht in Nebel verwandelt hatte, um die Umarmung zu lösen. Konnte oder wollte er nicht? Doch statt ihn zu fragen, lächelte ich.



Nach diesem Tag hatte sich viel zum positiven verändert. Dettlaff besuchte mich täglich, stand meistens nur da und beobachtete mich, während ich meiner Arbeit nach ging. Auch Shadow war wieder auftaucht und wie erwartet, benutzte er mich abends als Kissen. Es tat mir tut Gesellschaft zu haben, auch wenn diese kaum sprach. Stattdessen hörte mir der Ältere zu, wenn ich ihm erzählte, was ich alles erlebt hatte. ,, Und dann tauchte plötzlich der Gabelschwanz auf und verschleppte mich in sein Nest. Aber ich hatte Glück, Geralt und Eskel kamen ein wenig später und haben mich gerettet. Danach durfte ich mir aber auch etwas von Eskel anhören, doch wirklich zugehört hatte ich ihm nicht, da ich verletzt war. Er schenkte mir danach Meckerfritze, die ebenfalls alles überlebt hatte. Narben sind aber geblieben, schlimm finde ich das aber nicht.'', erzählte ich Dettlaff, der neben mir ebenfalls unter einen Apfelbaum saß. Wir hatten uns unter diesen niedergelassen, nachdem ich mit Pfeil und Bogen geübt hatte. Mittlerweile war ich ziemlich gut darin geworden, sodass ich ein Wildschwein erlegen konnte. Das Fleisch würde für einige Wochen reichen, wenn ich es trocknen würde. Ich kochte auch für zwei, da der Ältere meistens mit aß, was mich am Anfang ziemlich überraschte. ,, Deshalb gehe ich auch nie mehr mit einem Hexer auf die Jagd. Es ist einfach zu gefährlich für mich, zudem ziehe ich Gefahren scheinbar magisch an. In meiner Welt war das ganz anders, da gibt es nämlich keine Monster. Dettlaff schau mal, es schneit!'', rief ich, während ich aufsprang. Leichte flocken fielen vom Himmel und fielen auf die Erde. Eine Schneeflocke landete auf meine Fingerspitze, schmolz Sekunden später dank meiner Körperwärme. ,, Ich liebe den Schnee, am liebsten baute ich Schneemänner oder mache Schneeengel. Ob morgen schon alles zugeschneit ist? Vielleicht sollten wir zurück, bevor es schlimmer wird.''



Mein Gesicht strahlte regelrecht, nachdem ich aus dem Fenster geschaut und gesehen hatte, dass alles weiß war. In der Nacht musste es heftig geschneit haben, der Winter war gekommen. Freudig zog ich mir warme Kleidung an und begab mich nach draußen. Kleine Wölkchen bildeten sich, immer wenn ich ausatmete, da es ziemlich kalt war. Ich als Frostbeule fror schnell, aber ich würde es überleben. Es dauerte einige Weile, bis ich durch den Schnee gelaufen war, um an die Schaufel heranzukommen. Schneeschippen, eins der Dinge, die am Winter hasste, doch es war notwendig. Erst danach konnte ich die Tiere versorgen und Holz hacken. Nun müsste den ganzen Tag über Feuer im Kamin brennen, sonst würde es drinnen zu kalt werden. Ich hielt inne, als ich etwas vernahm. Im ersten Moment dachte ich daran, dass ein Tier das Geräusch verursacht hatte, bis Eskel mit Scorpion durch das Haupttor ritt. Ich ließ die Axt fallen, rannt auf den Hexer zu und umarmte ihn fest. ,, Du bist wieder da!'' ,, Und du lebst noch.'' ,, Natürlich! So leicht bin ich nicht unterzukriegen, zudem muss sich doch jemand um die Tiere kümmern.'' ,, Du hast Hühne gekauft?'' ,, Ja, das habe ich.'' ,, Die lebt auch noch.'', meinte der Braunhaarige, als Meckerfritze angelaufen kam, so als würde sie ihn ebenfalls begrüßen wollen. Ich freute mich sehr, dass der Hexer zurückgekehrt war. ,, Und du wirst bis zum Frühling bleiben?'' ,, Nein.'' ,, Nein?'' ,, Wir reiten nach Toussaint.'' ,, Warte, wir? Das ist nicht dein Ernst oder?'' ,, Doch, ich werde meine Vorräte auffüllen und dann reiten wir los.'' ,, Aber wer kümmert sich dann um die Tiere!?'' ,, Sie werden den Winter schon überleben.'', sprach Eskel, bevor dieser an mir vorbeilief. Wie versteinert stand ich da, konnte nicht glauben, was ich gehört hatte. So schnell wie ich nur konnte, rannte ich in mein Zimmer und schrieb einen Brief an Dettlaff. Ich schrieb zwar etwas unsauber, doch für meine Schönschrift hatte ich keine Zeit. Nachdem ich fertig geschrieben hatte, legte ich das Papier auf das Bett, sodass der Vampir es sofort entdecken würde. Danach nahm ich das  Wolfsmedaillon von Vesemir und legte es mir um den Hals, aber so, dass niemand es sah. ,, KATHARINA!'', hörte ich Eskel rufen und wusste, dass es Zeit war Kaer Morhen zu verlassen.



Nachwort:

Wie wird es wohl weiter gehen? Was denkt ihr? Hoffe euch hat das Kapitel gefallen, wenn nicht, lasst einen Kommentar da, warum.

MfG SayakaAkasuna
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