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Der neue Component

von Knirps
GeschichteFreundschaft / P12 / Gen
Electra Joule Volta Wrench
06.01.2020
18.01.2020
7
5.608
1
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
17.01.2020 1.059
 

Tja.
Begonnen hab ich diese FF, während ich in der Berufsschule im Unterricht fast eingegangen vor Langeweile bin. Leider hab ich mir pünktlich zum Ende des Berufsschulblocks eine ziemlich heftige Erkältung eingefangen, die es mir nicht erlaubt hat weiter zu schreiben. Und just in dem Moment, in dem mein Hirn wieder anfängt zu denken, ich in der Lage wäre die letzten verpassten Tage auf FF.de nachzuholen - ist mein Datenvolumen vom Wlan aufgebraucht. Also nix mehr mit FF.de. Das funktioniert nur mit ordentlich arbeitendem Internet und natürlich hab ich im Haus kein Netz - und ganz ehrlich, so groß ist meine Liebe zu Geschichten auch wieder nicht, dass ich mich dafür raus in die Kälte setze.
Hab die Zeit aber natürlich genutzt und fleißig weitergeschrieben.
Es schien mir passend die Geschichte zeitig zu beenden, da ich mich sonst zu sehr in irgendwas verrenne aus dem ich nicht mehr heraus komme.

Deswegen - genießt jetzt das vorletzte Kapitel dieser Geschichte!



Mit der tatkräftigen Unterstützung von Joule schaffte es Killerwatt den Weg in und vor allem durch die Stadt zu finden. Es war erstaunlich, wie viele Gleise und Weichen es hier gab und wie schwierig es war rechtzeitig dafür zu sorgen dass man auch an der nächsten komplexen Weichenstellung noch in die richtige Richtung fuhr. Schließlich schien Joule in einem Einkaufszentrum ihr Ziel erreicht zu haben. Gleich nach Betreten des großen Gebäudes musste er am ersten Klamottenladen auch schon anhalten. Innerhalb von Sekunden hatte sich Joule abgekoppelt, Volta ließ ihre Kupplungsringe los, und der Sprengstoffwagen stürzte sich in das Getümmel, das um einen Rabatttisch wütete.
Überrascht über die plötzliche Eile sah Killerwatt ihr hinterher, verstand er doch nicht den Grund für die Hetzjagd. Mit den Schultern zuckend und den Fakt, dass er noch nicht lange genug unter den Components weilte um all ihre Beweggründe zu kennen, akzeptierend setzte er sich auf eine Bank im Gang zwischen den einzelnen Geschäften. Erst jetzt viel ihm auf dass Volta sich nicht in das Getümmel gestürzt hatte, denn sie nahm gerade neben ihm auf der Bank Platz. "Willst du nicht mit?" fragte er überrascht, woraufhin Volta die Lippen schürzte und den Kopf schüttelte. "Nicht mein Stil" war ihre knappe und wie es Gewohnheit schien kühle Antwort, dann breitete sich ein überraschend angenehmes Schweigen zwischen den beiden Wagen aus.
Sie warteten eine ganze Weile, bis Joule mit leeren Händen wieder aus dem Laden kam.

Der gleiche Vorgang - anhalten, blitzschnelles abkuppeln und reinstürzen von Joule in den nächstbesten Laden, stummes Warten, weiterfahren ohne neuem Gepäck - wiederholte sich mehrfach. Während sie vor dem fünften Geschäft standen - eine Gruppe Kinder hatte die in der Nähe stehenden Bänke in Beschlag genommen - unterbrach Killerwatt schließlich die Stille: "Warum kommst du freiwillig mit und tust dir das an, wenn du eh nichts ansiehst und haben willst?" fragte er neugierig. Er würde gerne mehr über Volta erfahren, was sich aber als schwierig herausstellte, da sie sehr zurückhaltend war. Als Antwort bekam er erst nur ein Schulterzucken und eisernes Schweigen, es dauerte eine ganze Weile, ehe sie zwei Geschäfte weiter plötzlich antwortete: "In letzter Zeit finde ich die Mode einfach nur noch schrecklich." Killerwatt nickte verstehend, er hatte zwar nicht wirklich Ahnung und war auch noch nicht alt genug um eine These a la 'früher war alles besser' aufzustellen, aber das was er da in den Schaufenstern sah war sehr knapp und kurz gehalten, definitiv zu knapp und kurz. Bevor sich erneut Schweigen ausbreiten konnte, kam Joule aus dem Laden, beziehungsweise sie streckte ihren Kopf aus der Türe und rief laut zu den beiden Wartenden hinüber: "Killerwatt, komm ma! Ich hab was für dich gefunden!" und unterstützte das Gebrüll mit intensiven Gesten. Beinahe löste sie dabei den Alarm der Anti-Diebstahl-Sicherung aus, denn in der anderen Hand hielt sie mehrere ausgewählte Kleidungsstücke.

Seufzend erhob sich der Angesprochene und sah Volta hilfesuchend an, welche nur mit den Augen rollte, dann aber doch mitkam. Während der letzten schweigsamen Minuten, in denen sie zusammen auf die übermotivierte Joule gewartet hatten, hatte sie seine Zurückhaltung schätzen gelernt und wollte ihn nun nicht alleine in die Hölle schicken. Er war ein überraschend angenehmer Zeitgenosse.

Joule zerrte, am Eingang hatte sie Killerwatts Hand ergriffen, diesen in die Männerabteilung. Eigentlich betrat sie diesen Bereich nicht, doch ein besonders exponiertes Teil war ihr ins Auge gestochen und genau das musste sie jetzt ihrem männlichen Begleiter zeigen.

Skeptisch betrachtete Killerwatt das schrill gelbe Hawaiihemd, welches Joule für ihn ausgesucht hatte. Auch von Volta war ein leises abfälliges Schnauben zu hören. "Nein, danke" wehrte der Sicherheitswagen einen Anprobeversuch ab.
"Das kannst du ihm nicht antun" versuchte Volta ihre Freundin zur Vernunft zu bringen, denn sie kannte Joule gut genug um zu wissen dass diese Mittel und Wege kannte, um Killerwatt zum tragen dieses Hemdes zu zwingen.
"Ach komm, das ist doch Schmuck! Und es würde ihm mit Sicherheit stehen, es passt doch sicher gut zu seiner Sonnenbrille."
"Joule, wirklich, ich weiß deine Fürsorge zu schätzen, aber Killerwatt ist ein Sicherheitswagen! Security! Hast du schon mal Security in einem gelben Hawaiihemd gesehen?"
"Jepp! Krupp! Krupp hatte so ein Hemd!"
"Welches du ihm zu Weihnachten geschenkt hattest und dann war er dazu gezwungen es zu tragen weil du mit irgendetwas Electra erpresst hattest damit dieser es Krupp befielt! Das war auch nicht freiwillig!"
Killerwatt fühlte sich langsam etwas unwohl zwischen den beiden Waggonmädchen und bewegte sich in Richtung Ausgang.
Ja, er war hier der Mann für die Sicherheit, doch lieber würde er es allein mit einer Diesel-Gang aufnehmen als weiter diesem Streitgespräch zu zu hören.
Doch halt, stritten sie überhaupt? Auf Voltas Gesicht war die Andeutung eines Lächelns zu sehen und bei Joule berührten sich die Mundwinkel schon fast hinter ihren Ohren. Dennoch flogen die Argumente und mittlerweile auch Beleidigungen nur so zwischen den beiden hin und her.
In höchstem Maße verwirrt trat Killerwatt die Flucht an, versuchte so langsam und damit so unauffällig wie möglich davon zu rollen. Doch natürlich blieb sein Fluchtversuch nicht unbemerkt, gerade Volta, die bis jetzt auf seiner Seite zu sein schien, war die erste die das Wort gegen ihn erhob: "Oh nein, du bleibst schön hier! Glaub ja nicht du könntest einfach verschwinden während wir uns wegen DIR die Köpfe einschlagen!"
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