DU MUSST NOCH BEI UNS BLEIBEN, SPENCER

OneshotSchmerz/Trost / P12
David Rossi Dr. Spencer Reid
06.01.2020
06.01.2020
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Vielen Dank, liebe ladyfangirl, für diese Challenge!
Wird aber schwierig, weil ich gerade nicht wirklich in Trauerstimmung bin, aber
schauen wir mal….

Personen: Rossi und Spencer
Ranking: P12
Genre: Schmerz/Trost
Wörter: Zauberkasten, Teppich, Heißluftballon
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Rossi versuchte es, er versuchte es wirklich, Spencer vor diesem Anblick zu bewahren.

Als er auf den toten Gideon hatte starren müssen, weil alles andere nicht mehr für ihn existiert hatte, war er für ihn dagewesen-nun lag er selbst so da, eingerollt in einem TEPPICH.

„Ausrollen.“
Spencer kniete sich hin.
„Ausrollen.“

„Agent, Ihre Kollegen haben die Leiche bereits untersucht, sie muss jetzt abtransportiert wer….“

„FICK DICH DU VERDAMMTER HURENBOCK!!!!! FICK DICH!!!!!! AUSROLLEN!!!!! AUSROLLEN!!!!! AUSROLLEN!!!!!“

Emily gestattete es ihrem Schmerz und ihrem Entsetzen, keine einzige Sekunde lang, Spencer so  sehen zu müssen, vollkommen Besitz über sie zu erlangen. Sie gab Luke und Matt mit einem knappen Nicken den Befehl, dass sie Dave helfen sollten, Spencer von dem Mann der Spurensicherung wegzuzerren und ihn anschließend auch aus diesem Haus, Morgans Haus schaffen sollten.

Matt und Luke wollten Rossi mit Spencer nicht alleine lassen, aber Rossi beteuerte ihnen, dass er schon  zu Recht kommen würde. Wahrscheinlich stimmte das sogar. Emily hatte drinnen im Haus zu tun, JJ war in diesem Moment bei Garcia, die mit einem Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert worden war, nachdem sie-sie über Morgans Tod erfahren hatten.

So war es an Dave, Spencer jetzt beizustehen. Aber wie, wie sollte er das nur anstellen?

Spencer und Morgan.
Spencer und Morgan, eine Seele, eine einzigartige Liebe.


Rossi setzte jetzt seine ganze körperliche Kraft ein, um Spencer in den Dienstwagen zu bekommen.  Der junge Mann wehrte sich noch immer heftig. Er schrie, weinte, tobte, schlug seine Fäuste gegen die Fensterscheibe.

Dave stieg nun ebenfalls ein, packte Spencer an der Schulter und hielt ihn jetzt fest.

Nein, keine Worte.
Welche denn auch?
< Spencer: Morgan ist tot, ja traurig, aber du musst dich jetzt zusammenreißen, damit wir seinen Mörder finden können?>
Wohl kaum.
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Vier Monate später
********           ****

„NEIIIIIIIN!!“
Rossi warf sich auf Spencer und schlug ihm die Pistole aus der Hand.


<Komm schon Kleiner! Oder hast du etwa Angst?>
<Natürlich nicht!>
Spencer schnaufte verächtlich durch die Nase.
< Aber kannst du so ein Ding denn überhaupt auch steuern?>


„LASS LOS JUNGE!! LASS LOS!!“
Spencer hatte es geschafft, sich die Pistole wieder anzueignen.

„ICH BRAUCHE HILFE!!! JJ!!!!“
Rossi warf sich jetzt mit seinem gesamten Körpergewicht auf Spencer.


<Na und wie ich so einen HEISSLUFTBALLON steuern kann, aber dann müsstest du feiges Hühnchen endlich zu mir in die Gondel hopsen.>


„Spence.“
JJ hatte den Oberkörper ihres besten Freundes umschlungen.


Rossi drehte sich weg, mit der Pistole in der Hand.
Tränen perlten über sein Gesicht. Er konnte diesen Anblick einfach nicht mehr ertragen.

Dave taumelte nach draußen.


Sein Smartphone vibrierte in seiner Hosentasche.
Mit zittrigen Fingern nahm Dave das Gespräch an.

„Ja?“
Nichts-  Keine Stimme, keine Stille.
Nichts.
Emily.

Rossi steckte sich seine Faust in den Mund und unterdrückte so ein Schluchzen.
Seine Fingernägel gruben sich in seine Gesichtshaut.

„DAVE!“
Jemand packte seine Hände.

Luke, oder Matt?
Nein, keiner von den beiden.


JJ hatte ihn auch bekommen, diesen stummen Anruf von Emily.
Weinend warf sie sich jetzt an Spencers Brust, dessen Augen starr in die Ferne gerichtet waren.



Rossi streckte seinen Zeigefinger aus und berührte Hotchs bebende Lippen.

„Wenn du ihn nicht zulässt, wird es immer qualvoller für dich werden.“


< Also mein Babygirl ist nicht so ein Angsthäschen wie du.>

Garcia saß in der Gondel des HEISSLUFTBALLONS und winkte Spencer fröhlich zu.


Herzschlag. Es war ganz schnell gegangen. Sie hatte nicht mehr ins Leben zurückgefunden-wollte nicht mehr zurückfinden.


„Ich werde euch helfen, Morgans Mörder zu finden, Dave.“
Hotch hatte Rossis Handgelenke gepackt, zog ihn jetzt zu sich heran und Dave brach weinend in Hotchs Arme zusammen.
„Den Mörder von Morgan und Garcia.“
                                                                                                                                                                                    
                                                                                                                                                                                    

Ein halbes Jahr später
*******          **********

Emily und Hotch- Sie beide waren jetzt Teamleitner.
Alle waren damit sofort einverstanden gewesen.

Spencer war es egal gewesen, so egal, wie nur irgendetwas.

Auch das Hotch jetzt wieder bei ihnen war, hatte er ohne Gefühlsregung angenommen.

Hotch  hatte sowohl Rossi und Spencer nicht mehr aus den Augen gelassen. Und nachdem es Spencer noch ein paar Mal versucht hatte, seinem Leben ein Ende zu setzen, hatte Hotch ihn in eine Klinik eingewiesen, wo er ihn jeden Tag für mehrere Stunden besuchte. Konnte er nicht zugegen sein, erteilte er mit seinem strengsten Hotch Blick, Luke den Befehl, Spencer, wie einen wertvollen Schatz zu hüten und nicht mehr von dessen Seite zu weichen.


„Davon werden sie auch nicht mehr lebendig, Dave.“
Hotch nahm Rossi die Schnapsflasche weg.

Schweigend umrundete Rossi seinen Schreibtisch und ließ sich danach auf seinen Sessel nieder. Auf seinem Gesicht lag ein grauer Schatten.

„Wie geht es Spencer?“
Hotch blickte Rossi an.
Dass genügte David als Antwort.

„Wir haben keine einzige verdammte Spur Hotch, keine einzige.“
Als ob Hotch das nicht wüsste, aber Dave ertrug es einfach nicht mehr.

Abrupt  erhob er sich nun.
„Ich fahre zu ihm.“

„Nein Dave. Erst morgen wieder. Ich habe mit Emily noch einiges zu besprechen.“
Rossi nickte und verließ danach sein Büro.



Natürlich hatte ich einen.
Ein absolutes Muss für mich, als Kind.

Und ich bin davon überzeugt, dass Morgan auch einen hatte.
Jeden Morgen, bevor er in die Arbeit gegangen ist, hat er seinen ZAUBERKASTEN der Liebe, der Stärke, des Humors und des Beschützerinstinktes geöffnet und all dieses in sein Herz gezaubert.

Spencer lag zusammengerollt auf der Seite in seinem Bett und weinte leise.
Dave saß auf der Bettkante und versuchte Spencers Gedanken zu lesen.

Er und Morgan hatten sich sehr gemocht, aber so eine Verbundenheit, wie Morgan und Spencer sie gehabt hatten, das war etwas ganz besonderes und einzigartiges gewesen.

Trauerte Spencer überhaupt um Penelope?
War es der Schock gewesen, der Spencer daran gehindert hatte?

Für Rossi hatte da es nie einen Zweifel gegeben.
Spencer hatte Garcia so abgöttisch geliebt.
Er trauerte um sie, aber er hatte es nicht mehr nach außen getragen, vielleicht auch, weil er nicht mehr die Kraft dazu gehabt hatte, oder aber weil zwischen dieser unendlichen Liebe zwischen ihn und Morgan, sich noch keine Lücke aufgetan hatte, um mit anderen zu teilen, den unsagbaren Schmerz zu teilen.


Nachdem sich Rossi von Luke verabschiedet hatte, checkte er kurz , ob er irgendwelche Nachrichten erhalten hatte.

Dave, er ist hier. Morgans Mörder ist hier.
                                 Hotch.

                                                    THE END