Gefährlicher Verfolger

GeschichteDrama, Familie / P12
05.01.2020
18.01.2020
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Dieses Kapitel
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Ladys and Gentlemen, ich kann ihnen mitteilen, dass die 1000 Aufrufe für diese Geschichte geknackt wurden!
Hiermit bedanke ich mich an allen Lesern, meinem Gehirn, meine Beklopptheit und... und dem Essen! Ja, ich futter meist beim Schreiben xD
Danke für die Empfehlungen und die Favos und auch für die jeglichen Reviews, vor allem von 123Noemie123.

1000 Aufrufe und so ein Vorwand... ich muss bekloppt sein... denn es ist 00:42 *facepalm*
Grüße DarthSokratis

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Irgendwie gut, dass er am linken Bein verletzt ist. Er konnte ohne Beschwerden das Gaspedal bedienen.
Rupperts Anweisung folgend, wendete er den Wagen und verließ dann mit Karacho die Lichtung, wo er eben noch gestanden hatte. Im Rückspiegel sah er seine Kollegen aufspringen. Richter lief ihnen hinterher bis er ein weißes Etwas in die Finger bekam. Wenigstens hatte Maximilan den Umschlag losgelassen. Aber ob das wirklich die richtige Adresse war? Henning hoffte darauf, obwohl er wusste, dass Ruppert zu allem Fähig sein konnte. Arthurs schlimmste Befürchtung war, dass sie diesen Arzt tot auffinden würden. Dann würde er sich für den Rest seines Lebens die Schuld geben. Schließlich wurden er und seine Kollegen nur hineingezogen, weil er selbst nach Köln kam.

Henning verkrampfte leicht am Steuer als er über den Waldweg fuhr. Ruppert lachte neben ihm und hatte eine Schusswaffe hervor geholt, die er auf den Bauch des Beamten richtete.
"Du machst mir hoffentlich keinen Ärger Arthur", grinste er schief. Seine wahnsinnig funkelten Augen hatten den Fahrer fixiert und beobachteten jede einzelne Bewegung.
Die Augen von Henning waren auf die Straße gerichtet, aber konnte er einen kurzen Blick auf die Tür erhaschen. Sie war nicht abgeschlossen. So könnte er schnell aus dem Auto springen und vielleicht das Glück haben, nicht von einer Kugel getroffen zu werden.

"Wenn du erstmal von der Bildfläche verschwunden bist wird Helen verstehen, wieso ich die bessere Wahl bin. Immerhin kann ich sie beschützen, was du nicht konntest", grinste Ruppert und Henning knirschte leicht mit den Zähnen. Beschützen konnte er Helen, aber vor solchen physischen Attacken von Maximilian sie in Schutz zu nehmen, war so gut wie unmöglich. Immerhin hatte er auch extremes Stalking begangen und dadurch war die Angst zu groß gewesen, es seinen Kollegen zu melden. Henning machte sich einige Vorwürfe. Hätte er früher Hilfe ersuchen sollen, wäre alles dann besser ausgegangen? Er wusste es nicht und was geschehen ist, ist geschehen. Es war nicht mehr zu ändern. Er lebte in der Gegenwart und in den nächsten Minuten musste er handeln und damit hoffen, dass der Psychopath lebenslänglich hinter Gitter kommt oder in die Klapse, da würde er hundertprozentig nicht mehr heraus kommen.

"Ach ja. Ach ja. Ich werde mit Helen wieder glücklich werden. Sie wird sich nicht mehr gegen mich stellen. Sie wird für immer mein Mädchen bleiben", summte Ruppert und Henning könnte gerade kotzen, wie abartig der Kerl doch war.
Dann bemerkte der Beamte etwas im Augenwinkel und sein Hirn schaltete um. Es ging los. Maximilian schreckte hoch als auf einmal Polizeiwagen auftauchten und den Weg ca. 100 Meter vor ihnen versperrten. Die Fahrer der VW-Busse sprangen direkt aus den Fahrzeugen und liefen schutzsuchend in den Wald, wo die Bäume in diesem Gebiet recht nah beieinander standen
"W-was! Die sind bescheuaaaah!", kam es von Ruppert, der den Satz als Schrei beendete, da Henning das Lenkrad rumgerissen hatte. Der Wagen drehte scharf nach rechts. Während der Drehung öffnete Arthur die Tür und sprang heraus. Er kniff die Augen zusammen, er knallte auf den Boden und rollte einige Meter weiter. Er blieb keuchend liegen als ein Krachen ertönte, dann nur Stille.
Kein Schuss hatte ihn erwischt. Das Auto hatte ihn ebenfalls nicht erwischt. Er konnte aufatmen und strich sich übers Gesicht als sich jemand zu ihm runterkniete.
"Du hattest echt Schwein, hab das Schlimmste erwartet", erklang die Stimme von Westerhoven und Henning drehte den Kopf zu ihm.
"Meine Erwartungen waren nicht anders", keuchte er und brauchte einige Momente für sich.

Währenddessen näherten sich mehrere Beamte dem Wagen, der seitlich gegen einen Baum gekracht war. Der Baum stand auf der Seite der Fahrerseite, so hatten sie freie Sicht und freies Schussfeld auf Ruppert.
Dieser stützte sich am Amaturenbrett ab und hielt sich eine Kopfplatzwunde, er schwankte etwas im Sitzen und war zum Teil wohl auch unter Schock. Doch seine Verletzungen waren Zweitrangig für die Beamten, die ihn erstmal festnehmen würden. Dies ging auch relativ schnell. Demir öffnete die Autotür, hielt die Waffe dabei auf Maximilan gerichtet. Als die Tür offen war, wurde der Psychopath von Tom aus dem Auto gerissen und zu Boden gedrückt. Ruppert gab einen Aufschrei von sich und begann sich zu wehren. Muri half seinem Partner beim Festhalten während Winter seine Handschellen hervorholte um den Kerl dingfest zu machen.
"Verdammte Bullenschweine! Das werdet ihr mir büßen! Ich werde euch das Leben zur Hölle machen!", schrie Maximilian und wandte sich, bekam jedoch trotz all seiner Kraft die Acht angelegt. Er wurde auf die Beine gezogen und wehrte sich immer noch.
"Mistkerle! Bastarde! Dreck fressen sollt ihr!", schrie er herum und Tom sowie Muri hatten doch einige Mühe ihn in den Streifenwagen zu verfrachten. Als die Tür zu war, waren die Rufe nur noch gedämpft wahrzunehmen.

"Viel Spaß auf der Rückfahrt", grinste Klattmann seine beiden Kollegen an.
"Noch ein Wort und du wirst neben ihm zur Wache fahren", meinte Tom mit ernsten Blick, grinste danach aber dann.
"Dann muss er aber auch die Acht angelegt bekommen. Ehrlich gesagt, wollte ich das schon immer mal bei dir machen", meinte Florian nachdenklich und sein Partner sah ihn verblüfft an.
"Das ist doch jetzt nicht dein Ernst oder?", fragte Daniel.
"Und ob", grinste Winter und bekam eine Nackenschelle von seinem Kollege.
"Spielt doch Räuber und Gendarm. Dann kannst du Daniel mal richtig in den Dreck hauen", grinste Robin und bekam ebenfalls eine Nackenschnelle von Klattmann. Er kicherte.
"Sind die Sanitäter noch da? Können die diesem Ruppert nicht etwas zur Beruhigung spritzen?", fragte Muri und hatte wohl überhaupt kein Bock auf eine lautstarke Fahrt mit einem Psychopathen, der ständig Beleidigungen von sich gibt.
"Sieh es positiv, du kannst ihn mehrmals wegen Beleidigung anzeigen", grinste Klattmann.
"Na super…", brummte Muri während sich Marc mit Henning näherte.
"Danke Leute", meinte Arthur. Das es so gut geklappt hatte.
"Nichts zu danken, schließlich sind wir Kollegen", lächelte Winter.

***

Sie waren doch noch einige Minuten unterwegs. Die Gießener Kollegen hielten sich an den Streifenwagen der Kölner ran genauso wie der RTW. Sie fuhren durch das Stadtgebiet Neubrück. Die Anschrift hatte Koordinaten gehabt. So wurden sie schließlich in ein Waldstück geführt, welches am großen Baggerloch lag.
"Das habe ich jetzt nicht erwartet", murmelte Stephan und folgte den Anweisungen des Navis. Sie waren auf der anderen Seite des Baggerlochs, dort wo gesperrte Schwimmzone war. Sie fuhren durch den Wald bis das Navi sagte, sie hätten das Ziel erreicht.

Sindera hielt den Wagen an und beide Polizisten stiegen aus. Sahen sich um, konnten aber weit und breit nichts erkennen.
"Hat der uns doch verarscht?", regte sich Stephan leicht auf.
"Vielleicht ist es hier, nur müssen wir uns besser umschauen", meinte Richter und sah zu den Kollegen, die zu ihnen kamen.
"Sieht nicht sehr vielversprechend aus", kam es von Rotten.
"Wir werden uns erstmal umschauen. Wir gehen zu zweit vor. Je ein Beamter mit einem Sanitäter", sagte Paul und keiner sprach dagegen. Auch das Rettungsteam um Phli Funke hatte nichts entgegen zu setzen.

Richter beschritt mit dem Notarzt das unebene Gelände des Waldes.
"Ob es wirklich hier ist", sprach Funke seine Sorge aus und schaute sich um. Außer Bäume, Büsche und Blätter konnte er nichts erkennen.
"Wir können nur hoffen", meinte Paul darauf und kratzte sich am Kopf. Sie schritten eine ganze Weile, hatten jedoch keinen Erfolg. Sie fanden kein Gebäude und auch nichts, was einem ähneln könnte.
"Das kann doch nicht wahr sein!", regte sich der Notarzt auf und verschränkte die Arme. Paul sah ihn an. Für die Rettungskräfte muss es umso schwerer sein, da sie mehr Bezug zu Dr.Seehauser hatten als die Beamten der Polizeiwache.
"Wir finden ihn schon", sagte Richter.
"Und was wenn nicht? Wenn es schon längst zu spät für ihn ist? Verdammt! ", sagte Phil laut und kickte ein paar Blätter weg. Paul legte ihm die Hand auf die Schulter.
"Beruhig dich. Das bringt gerade niemanden etwas", meinte er. Der Notarzt sah ihn nur müde an als die Beiden Sindera schreien hörten.

"WIR HABEN WAS GEFUNDEN! KOMMT HER!", schrie der Beamte und die beiden Kollegen nahmen ihre Beine in die Hand um wenig später zu Stephan und Benjamin zu stoßen. Kurz darauf kamen auch die vier Anderen.
Sindera stand vor einer versteckten Tür, die nach unten zu führen schien. Man musste sich beugen um sie öffnen zu können. Wahrscheinlich ein ehemaliger Bunker? Der Polizist zückte einen Schlüssel.
"Der war doch in dem Umschlag drin. Du hast ihn mir gegeben Paul", meinte Stephan leicht grinsend.
"Da war was", brummelte Richter während sein Partner die Tür aufschloss und sie schließlich öffnete. Eine Betontreppe führte in eine Dunkelheit.

"Okay, gehen wir rein. Ihr bleibt erstmal draußen", sagte Richter an die Rettungskräfte gewandt und zog seine Waffe aus der Halterung. Seine Kollegen taten es ihm gleich. Er nickte Sindera zu und folgte seinem Partner in die Dunkelheit hinunter. Sie schalteten ihre Taschenlampen ein während eine kühlere, miffige Luft sie umgab und ihnen Gänsehaut bereitete
Die Treppen endeten in einem Gang. Spinnennetze waren an den Ecken und hier und da bildeten sich Pfützen auf dem teilweise mit Moos befallenen Boden. Nicht gerade eine Urlaubsatmosphäre hier.

"Uwäh", kam es von vorne, sodass Paul extrem zusammenzuckte. Er war seit der ersten Treppenstufen angespannt.
"Stephan!", zischte er erbost.
"D-da war eine Ratte…", erklang es leicht ängstlich von seinem Partner, der sich dann wieder zusammenrieß. Okay, Ratten waren eklig. Vor allem in solch gruseligen Gemäuern. Paul atmete tief durch ehe er seinem Kollegen weiter folgte.

"Hier sind Türen", kam es nach einigen Momenten von Stephan. Der Kerl hörte sich etwas sehr unruhig an. Die Ratte musste wohl dran schuld sein.
"Dann beginnen wir die mal zu öffnen", murmelte Paul und begab sich zu Stephan. Er hielt seine Waffe auf die Tür gerichtet während Sindera an den Türklinke griff, zum Glück hatte er Handschuhe an, und sie öffnete…

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Sorry für den Cliffhander *grins*
Gute Nacht, DarthSokratis
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