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Endlose Ohnmacht!?

von Dmagnus87
GeschichteDrama / P12 / Gen
Dr. Sabine Petersen Jan "Wollcke" Wollcke Jens Blank Johannes "Johnny" von Storkow
05.01.2020
18.01.2020
6
7.151
4
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05.01.2020 803
 
Es regnete. Leise Tropfen fielen auf den Boden und die umstehenden Menschen, fielen auf die Schirme und fielen auf den Sarg, ein eiskalter Wind wehte und brachte die Bäume zum hin und her wiegen, es war ein grauer, trüber und trauriger Tag, denn heute war der Tag, an dem Sabine und der Rest ihres Teams, Bille, Ihre Mutter, Charlie, Jens' Mutter, Kettwig, Homann, Cora und sogar Ralph war da, Abschied nehmen mussten. Abschied von einem Sohn, einem Freund, einem geliebten, einem Kollegen, Abschied von einem ganz besonderen Menschen. Alle weinten, alle waren von tiefer Trauer getroffen. Niemand hätte gedacht, das so etwas jemals passieren würde. Jedem stand der Schmerz über den Verlust ins Gesicht geschrieben. Aber am meisten litt Sabine. Sie weinte stummen Tränen, zitterte am ganzen Körper, hatte den Blick gesenkt, nasse Haare klebten ihr im Gesicht. Sie hatte einen Schirm dabei, spannte diesen aber nicht auf. Sie wollte den Regen auf ihrer Haut spüren. Wollte den kalten Wind fühlen. Ihr Schmerz war unerträglich. Er schnürrte ihr regelrecht die Luft zum Atmen ab. SIe fühlte sich wie ohnmächtig.

Jan und Johnny hielten sie fest, wollten ihr zeigen, das sie nicht alleine war. Das ihr Freunde für sie da waren und ihr helfen würden. Aber es reichte einfach nicht, der Schmerz war zu groß und es zerriss sie förmlich. Wie konnte das nur passieren? Wieso passierte das? Sie verstand das alles nicht, es war einfach zu viel. Sabine konnte das ganze einfach nicht verarbeiten. Wer weiß ob sie das je können würde.

Der Pfarrer war am Ende mit seiner Rede. Nun sagten seine engsten Freunde und seine Mutter noch ein paar Sätze über ihn...
Über Jens.
Auch Sabine wollte etwas sagen, aber sie konnte nicht. Es war einfach zu schwer.
Also stand sie einfach nur da. Vor seinem Grab. Hatte eine Handvoll Erde in die Hand genommen. Eine Rote Roße hatte sie in der anderen Hand. Tränen flossen in Strömen über ihr Gesicht. Das Zittern wurde schlimmer, sie warf alles hinab auf den Sarg und brach dann zusammen. Sofort kamen ihre beiden Freunde und halfen ihr auf, hielten sie fest.
"Warum hast du mich verlassen?! Ich brauche dich doch so sehr...." brachte sie unter Tränen heraus, Jan nahm sie fest in seine Arme. "Ich konnte dir noch nicht mal sagen, das ich dich Liebe..." murmelte sie.
"Das weiß er. Ganz bestimmt." versuchte Jan sie zu trösten.
Doch es war kein Trost! Er war nicht da und er würde auch nicht wieder kommen! Jens war weg! Und das für immer! Sie konnte es ihm nicht mehr sagen, wie sollte er das also wissen?!
Sie riss sich los. "WOHER!? ER IST NICHT MEHR DA! ER KOMMT AUCH NICHT MEHR ZURÜCK! WOHER SOLL ER DAS ALSO WISSEN?! ICH HABE ES IHM NIE GESAGT UND WERDE ES IHM NIEMALS SAGEN KÖNNEN!" Schrie sie und wurde plötzlich ganz ruhig. "Ich war so dumm...." murmelte Sabine und brach dann bewusstlos zusammen.


Als sie aufwachte, lag sie auf dem Sofa ihrer Mutter. Verwirrt blickte sie sich um. Wie war sie hier her gekommen? Sabine setzte sich auf und hielt sich den Kopf. Der dröhnte regelrecht. Was war denn bloß passiert? Sie dachte nach....und dann viel es ihr wieder ein! "Jens!" sagte sie nur und sprang auf. Ein Albtraum! Vielleicht war das alles nur ein sehr böser Albtraum!
"MAMA!!" Schrie Sabine panisch. Ihr Atem beschleunigte sich. Ihre Gedanken drehten Kreise, überschlugen sich und sie hatte Angst, riesige Angst. Sie Zitterte.
Ihre Mutter kam angerannt. Besorgt sah sie Sabine an.
"Was ist los, mein Schatz?" fragte sie Sabine gleich.
"Jens...was ist mit Jens? Ist es wahr?" fragte Sabine ihre Mutter.
Diese senkte den Blick. "Ja...Es tut mir sehr leid." sagte sie leise.
Tränen bildeten sich erneut in Sabines Augen und kullerten kurz darauf ihre Wangen herab. Es war also wahr...Es war kein Böser Albtraum. Es war ein Realer Albtraum. Sabine brach weinend zusammen. Ihre Mutter kniete sich sofort zu ihr und nahm sie fest in den Arm. Wollte ihr das Gefühl geben, das sie nicht alleine war. Es brach ihr das Herz, ihre Tochter so zu sehen und nichts weiter tun zu können. Wie gerne würde sie ihr diesen Schmerz abnehmen. Aber leider konnte sie das nicht.
Sie konnte ihre Tochter nur trösten und hoffen das sie es alles irgendwie überstehen würde.


Hallo,
Diese Geschichte ging mir sehr lange durch den Kopf, bis ich mich dann dazu entschieden habe sie doch aufzuschreiben. Ich hoffe ihr hasst mich nicht dafür bald kommt das nächste Kapitel. Ihr dürft mir auch gerne in den Reviews schreiben, wohin die Reise nach euren wünschen gehen soll, ich bin gespannt ob sie sich mit dem deckt, was ich bereits geschrieben habe.
Lg
Dmagnus87
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