Neuanfang

von safi93
GeschichteThriller, Freundschaft / P18
Danny "Danno" Williams Jerry Ortega Kona "Kono" Kalakaua Lou Grover OC (Own Character) Steve McGarrett
05.01.2020
14.02.2020
32
70498
4
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!!!Spoilerwarnung Staffel 9 Episode 11!!!

32. Laos

Danny setzte sich zu den beiden Frauen draußen auf der Bank. Catherine legte ihre Waffe auf den Tisch, da diese sie gerade im Halfter störte und überprüfte diese auf ihre Funktionalität. Elena bemerkte Dannys forschen Blick, der zwischen ihr und Catherine hin und her ging. „Du siehst aus, als würdest du etwas sagen wollen.“ bemerkte Elena, was Catherine ebenfalls aufsehen ließ. „Ich? Nein...es ist nur etwas...wie soll ich es sagen? Etwas komisch, euch beide hier in trauter Zweisamkeit sitzen zu sehen.“ meinte Danny mit seinen Händen gestikulierend. Elena musste sich ein Grinsen verkneifen und sah zu Catherine, die fragend zu Danny sah. „Danny, wir sind hier doch erwachsene Menschen, hm? Ich habe überhaupt kein Problem damit, dass Steve eine so tolle Frau gefunden hat.“ sagte Catherine, was Elena aufhorchen ließ. „Schon klar...du hast Recht.“ meinte Danny und neigte seinen Kopf hin und her. „Danke für die Blumen.“ sagte Elena leicht lächelnd zu Catherine, die ihr zunickte. „Damit das geklärt ist: Ich bin froh, dass du Steve hilfst und dass ich dich kennen gelernt habe. Die Blumen kann ich nur zurück geben.“ fügte Elena an, was Catherine lächeln ließ. „Hooyah.“ meinte Catherine und hob ihre Hand zu einer Faust, was Elena ihr gleich tat und einschlug. „Okay, ihr habt mich überzeugt.“ gab sich Danny geschlagen, als Schreie aus dem Verschlag, in dem Steve mit Thompson war, zu ihnen drangen.

Steve kam mit dem Wassereimer, einem Lappen und blutverschmierten Händen raus. Danny kam die letzte Stunde wie Tage vor. „Bist du endlich fertig mit der Sache? Weil es nicht leicht ist, die Bergluft zu genießen, bei dem ganzen Geschreie und Geheule.“ meinte er.
„Hasan ist im Vientiane in Laos.“ sagte Steve, ohne Dannys Anmerkung weiter auszuführen und wusch sich seine Hände. „Das ist ein Erfolg. Jetzt erzählst du das jemandem bei der CIA und die veranlassen das Nötigte. Problem gelöst.“ schlug Danny vor. Elena und Catherine sahen ihn an und Elena schüttelte leicht ihren Kopf. „Nein?“ fragte Danny, obwohl ihm das schon klar war. Steve würde das hier wohl selbst zu Ende bringen wollen. „Oh warte, willst du etwa selber nach Laos? Wir...du meinst, ich soll nach Laos fliegen?“ fragte Danny seinen Freund. „Äh, wir fliegen nach Laos.“ korrigierte Catherine ihn. „Das ist ewig weit weg und ich nehme an, der Kerl hat eine gut ausgestattete Security und wir sind nur zu Viert. Und ich hab meinen Pass nicht dabei also kann ich nicht ins Ausland.“ zählte Danny seine Gründe auf, warum das alles eine ziemlich schlechte Idee war. „Wir fliegen nicht offiziell hin.“ sagte Catherine. „Und wir werden nicht nur zu Viert sein.“ meinte Steve nickend und ging telefonieren.

Die Vier fuhren noch am selben Tag an den Flughafen in Montana. Eine Maschine, die Steve organisiert hatte, wartete darauf, abzuheben. „Das ist nicht mal ne Startaufstellung. Wir könnten  mit dieser traurigen Truppe nicht mal Baseball spielen.“ sagte Danny, während sie die Ausrüstung aus den Autos in das Flugzeug luden. „Deshalb kommt da Verstärkung.“ meinte Steve, als ein Motorrad mit einem älteren Mann angefahren kam. „Wade Gutches? Der könnte Werbung für Treppenlifte machen.“ sagte Danny leicht spöttisch. „Der ist zwar schon ne Weile pensioniert, aber er hat´s immer noch drauf.“ verteidigte ihn Catherine. „Wer ist das?“ fragte Elena und stellte sich zu Danny. „Wade ist auch ein Seal und ein alter Freund von Joe gewesen. Er hat uns und Steve schon ein paar Male geholfen.“ erklärte Danny ihr. Nickend schnappte sie sich noch einen Koffer und stellte ihn ins Flugzeug. „Na Gutches.“ begrüßte Steve ihn. „Schön Sie zu sehen.“ sagte er. „Ebenso Kumpel.“ meinte Gutches. „Danke, dass Sie gekommen sind.“ sagte Steve. Gutches wurde von allen reihum begrüßt. „Elena darf ich vorstellen, Commander Wade Gtuches.“ sagte Steve. „Es ist mir eine Ehre, Sir.“ begrüßte sie Gutches. „Die Ehre liegt ganz bei mir. Sie waren mit Catherine eine der ersten Frauen, die es bei den Seals bis ganz nach oben geschafft haben, stimmt´s?“ fragte er sie. „Ja, richtig. Das stimmt.“ meinte Elena überrascht.
Steve wollte noch kurz mit Gutches alleine reden. „Kommen Sie mit den Ganzen hier klar?“ fragte er ihn. „Na das wird sich dann wohl raus stellen. Ehrlich gesagt: Joe Whites Mörder zu Strecke zu bringen ist so ziemlich das Einzige, was mich aus dem Ruhestand holen konnte.“ sagte Gutches. „Okay, gut.“ meinte Steve, als die Pilotin aus dem Frachtraum kam. „Sag mal, wollt ihr den ganzen Tag quatschen oder endlich abheben? Also meine Herren, der Vogel ist voll getankt und bereit zu fliegen.“ rief Lucia den beiden zu. „Verstanden Lucia, danke, wir sind gleich so weit.“ sagte Steve zu ihr. „Wer ist das?“ fragte Gutches ihn, verwundert über diese Frau. „Das ist Frank Bamas Tochter. Sie ist wirklich ganz der Vater.“ erklärte Steve ihm. „Ist das gut?“ fragte Danny ihn und dachte an Frank Bama und wie er ihnen mit seinem Helikopter inoffiziell geholfen hatte, Steve von Wo Fat zurück zu holen. Seine Flugkünste in allen Ehren, wollte er mit Frank nicht noch ein zweites Mal fliegen und er hoffte, dass seine Tochter nicht die Flugkünste ihres Vaters geerbt hatte. Ohne auf Danny einzugehen, sagte Steve:“Also gut, los geht’s.“

„Einmal haben wir einen Typen aus einem Acker gezogen, einen Bombenbastler von Al Qaida und der Verrückte beschließt es darauf ankommen zu lassen. Er machte einen Hechtsprung aus dem Hubschrauber. Platsch. Joe will verhindern, dass alles was dieser Kerl vielleicht an Informationen  hat, im persischen Golf versinkt. Joe schnallte sich ab und sprang hinterher...“ erzählte Gutches im Flieger eine alte Geschichte von einem Einsatz. Steve driftete mit seinen Gedanken ab und dachte an diese eine Nacht in Marrakesch zurück, die er mit Greer verbracht hatte. Sie trägt die Schuld an allem und er würde sie finden, das wusste er. Steve konnte es immer noch nicht glauben, dass sie sich danach so verändert hatte und ihre eigenen Leute und Land verriet.

„Wir haben einen Raubüberfall.“ informierte Lou Adam, der vor ein paar Stunden ohne ein Ergebnis zurück kam. Greer musste sich irgendwo hin abgesetzt haben, es gab keine verwertbaren Spuren. „Aber wenn du dich erst mal ausruhen möchtest, versteh ich das. Wirklich.“ fügte Lou am Handy hinzu. „Nein, alles gut. Ich komme.“ meinte Adam und machte sich auf den Weg. Hannah war die Erste am Iolani Palace und freute sich, Adam endlich kennen zu lernen. „Schön ein neues Gesicht zu sehen. Elena hat mir schon einiges von dir erzählt.“ sagte Adam. „Na hoffentlich nur Gutes.“ meinte Hannah lächelnd, als Lou zeitgleich mit Jerry kam. „Hey Jerry. Was hast du für uns?“ fragte Lou. Es handelte sich um einen Schmuckraub bei einem reichen Ehepaar. Die Spurensicherung war schon vor Ort und hatte alle verwertbaren Spuren gesichert. Es gab leider keine Kameraaufzeichnungen, da die Eheleute sich sicher gefühlt haben und auf solche Technik verzichten wollten. „Die sparen einfach immer an der falschen Stelle.“ meinte Hannah kopfschüttelnd. „Da hast du leider Recht. Dann lasst uns mal das Umfeld abklopfen und mit den Eheleuten reden.“ schlug Adam vor und begab sich mit Hannah zu der Tochter des Ehepaars, während Lou zu diesem Ehepaar fuhr. „Warte, du bist hier zum Urlaub und hilfst uns bei den Ermittlungen?“ fragte Adam leicht ungläubig. „Ich wollte Danny helfen. Er und Steve sind ja schon fast so was wie ein altes Ehepaar.“ meinte sie lächelnd. Dem konnte Adam nur zustimmen. „Außerdem war Rum sitzen noch nie meine Stärke.“ sagte sie. „Dann passt ihr ja gut zusammen. Du und Elena.“ meinte Adam grinsend. So wie er Elena bis jetzt kennen lernen durfte, war sie niemand, der lange die Füße still halten konnte.

„Meine Damen und Herren, wir beginnen in Kürze mit dem Landeanflug. Also halten Sie sich gut fest, denn laut Wetterbericht wird es eine sehr holprige Landung.“ Die Durchsage von Lucia erfreut Danny nicht wirklich, er hasste schon das Fliegen ohne Turbulenzen.
„Hey.“ meinte Elena und sah Steve fragend an. „Alles gut?“ fragte sie ihn. „Ja...ich hab gerade nur daran gedacht, wir tun das alles um diesen Hasan zu bekommen und zwar aus gutem Grund. Aber letztens Endes kann ich ihn verstehen, ich weiß genau warum er so gehandelt hat. Er rächt den Tod seines Vaters, ich hätte dasselbe getan. Aber er hätte nicht viel erreicht, wenn Greer uns nicht verraten hätte. Sie war diejenige, die ihr Land und ihre Leute kaltblütig verkauft hat.“ sagte Steve. „Wir finden sie. Hasan hatte mit Greer Kontakt. Vielleicht kann er uns sagen, wo Greer sich aufhält. Und wenn nicht, dann suchen wir so lange weiter, bis wir sie finden, okay? Das ist das mindeste, was wir für Joe tun können.“ sagte Elena überzeugend. „Und wir alle werden dir dabei helfen.“ fügte sie an. „Ja.“ stimmte Steve ihr zu und war um ein weiteres Mal dankbar, solche Freunde und vor allem Elena zu haben.

„Ich werde einen alten Freund in einer Bar treffen. Harry hat in den letzten Tagen Informationen für uns gesammelt.“ gab Steve bekannt, nachdem sie gelandet waren und ihr Equipment in den Autos verstauten. „Okay und was sollen wir so lange machen?“ fragte Danny ihn. „Fallt einfach nicht auf. Ich werde euch Bescheid geben, wenn ich mehr weiß.“ bat Steve alle. „Na gut.“ meinte Danny schulterzuckend. „Was zu Trinken wäre nicht schlecht.“ schlug Catherine vor. Die anderen schlossen sich ihr an und zusammen suchten sie eine kleine Bar und unterhielten sich ein wenig.

„Ich warne Sie. Die Cocktail hier sind furchtbar.“ sagte Harry zu Steve, als dieser sich zu ihm setzte. „Ein Bier bitte.“ bestellte er bei der Bedienung und setzte sich an die Bar. „Noch mehr Insidertipps?“ fragte er Harry und nahm sein Bier entgegen. „Die habe ich tatsächlich. Ich habe für uns einen günstig gelegenen Unterschlupf gefunden. Ich weiß, wer Hasans Kontakt in der Stadt ist, hab verdammt viel Geld beim Würfeln gewonnen und die liebreizende Maid namens Watsan kennen gelernt.“ zählte Harry auf und trank von seinem Bier. „Ganz schön beschäftigt. Was wissen Sie über unseren Freund?“ fragte Steve ihn. „Das hat mich ein paar Gefälligkeiten in der Agentengemeinde gekostet. Es gab vor einer Woche eine Überweisung über acht Millionen von Hasan an den hiesigen Manderine Club. Das ist ein Etablissement der exklusiven Art. Die Superreichen haben ein eigenes Spielzimmer. Das zieht entsprechende Leute an.“ erläuterte Harry ihm. „Also was glauben Sie, hat diese Überweisung irgendetwas mit Geldwäsche zu tun?“ mutmaßte Steve. „Exakt. Ich habe ein paar Leute kennen gelernt, mit deren Hilfe konnte ich nachvollziehen, wie Hasan sein Geld wieder raus holt. An den vergangenen Abenden lief das so: Hasans Bote, ein Mann namens Dimitri, holte an der Kasse große Summen in Jetons ab. Jeweils etwa eine Million. Dann verbringt er eine Stunde am Spieltisch und verliert circa Hunderttausend.“ sagte Harry. „Das wären zehn Prozent. Das muss der Anteil sein, den das Casino einbehält dafür, dass sie das Geld waschen.“ rechnete Steve aus. Die waren nicht dumm, das musste man denen lassen, dachte er sich. „Das hab ich auch gedacht. Sobald er sein Geld hat, hält er sich nicht weiter auf. Die Abholung erfolgt direkt, sie nutzen mehrere Autos. Eine gut geplante Aktion. Vermutlich von jemandem durchgeführt, der selber mal Agent war. Wenn wir annehmen, dass das seit der Überweisung jeden Abend so ging, ist das heute Abend vielleicht die letzte Chance, ihn zu bekommen. Ich konnte hören, wie er einem Croupier gesagt hat, er würde heute Abend wieder im Club zugegen sein.“ erläuterte Harry ihm. „Dann sind wir das auch.“ stellte Steve fest.
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