Neuanfang

von safi93
GeschichteThriller, Freundschaft / P18
Danny "Danno" Williams Jerry Ortega Kona "Kono" Kalakaua Lou Grover OC (Own Character) Steve McGarrett
05.01.2020
14.02.2020
32
70498
4
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Dieses Kapitel
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Ohne langen Umschweif geht´s gleich mit dem ersten Kapitel los. Als kleine Info und falls es jemandem auffallen sollte: Die Geschichte war hier schon einmal online, ist jetzt aber ein wenig überarbeitet und wird weiter geführt.

1. Ankommen

„Hm, hier passt du doch gut hin.“ redete Elena mit sich selbst und stellte die dunkelrote Orchidee mit ihrem braunen Übertopf auf eine der unzähligen weißen Fenstersimse in ihrem neuen Zuhause ab. Es galt noch ein paar unwichtige Kartons auszupacken, die in einer Ecke standen und Dokumente beinhalteten, aber das konnte auch noch bis morgen warten. Sie hatte immerhin schon drei Tage hintereinander Sachen ausgepackt und in ihr kleines Heim eingeräumt, während es ihr so vorkam, als würde es Tag für Tag schöner werden. Jeden Morgen erwartete sie einen strahlend blauer Himmel mit einer Sonne, die alles noch mehr erstrahlen ließ. Vor einer Woche war sie hier auf Hawaii angekommen und hatte ihr neues Zuhause am Rand von Honolulu erstmals betreten. Zwei Tage später waren ihre Sachen in einem Container angekommen und so konnte sie sich einrichten. Mit einem Bier ließ sie sich auf der Veranda im Stuhl vor ihrem kleinen Haus nieder und betrachtete das Treiben auf der Straße vor ihr. Vereinzelt spielten Kinder Fußball oder fuhren mit ihren Fahrrädern herum. Während sie den Kindern belustigt zusah, nahm sie ihr Haarband von ihrem Handgelenk und band ihre langen Haare zu einem hohen Zopf zusammen. Das Klima hier war um einiges anders und sie musste sich erst einmal daran gewöhnen, dass es hier fast nie kalt wurde und wenn doch, trotzdem jeder in kurzen Hosen herum lief. Nach ein paar Minuten stand sie auf und betrachtete wieder einmal ihre kleine Hütte von außen. Sie hätte nie gedacht, das sie einmal so etwas besitzen würde, aber das kleine Haus, in leichtem Beigeton gehalten, passte zu ihr und die Zimmer reichten ihr völlig aus. Sie konnte alles so gestalten, wie sie wollte und der Vermieter ließ ihr sogar freie Hand bei der Farbwahl ihrer Tapeten. Aber erst wollte sie diese bei ihrem angenehmen hellbraunen Ton belassen.
Zufrieden ging Elena wieder rein und suchte sich etwas zu Essen im Kühlschrank. Am Ende schob sie sich eine Pizza in den Ofen und schaltete den Fernseher an. Sie war noch nicht wirklich dazu gekommen, in den Supermärkten herum zu stöbern und so ernährte sie sich gerade eher von Tiefkühlkost. Als sie dabei auf ihrem Handy herumtippte, klingelte es an der Türe. Wer wollte den hier etwas von ihr? Hat ihr Vermieter etwas vergessen? fragte sie sich stirnrunzelnd, während sie aufstand. Immerhin hatte sie noch nicht einmal ihre Nachbarn kennen gelernt und wenn sie ehrlich war, brauchte das die nächste Zeit auch nicht passieren, obwohl die Menschen ihr hier bis jetzt mit einer sehr offenen Art entgegen kamen.

„Komme.“ rief sie zur Türe, als es schon ein zweites Mal klingelte und aus Gewohnheit sah sie erst aus dem Fenster auf die Straße. Dort erkannte sie einen schwarzen Chevrolet Camaro, der hinter ihrem Auto geparkt stand. Außergewöhnliches Auto hier auf der Insel, dachte sie sich und öffnete dabei die Türe. Verwundert sah sie die beiden Männer auf ihrer Veranda an. Ein etwas größerer Mann stand vor ihr, musterte sie von oben bis unten, was Elena ihm gleich tat, wobei ihr gleich die militärische Haltung an ihm auffiel. Hinter ihm stand ein etwas kleinerer Mann mit Hemd, der sich in dem Moment durch seine blonden Haare fuhr, während er die Veranda betrachtete. „Hallo, was gibt’s?“ fragte Elena die beiden Männer. „Hallo. Ich bin Commander Steve McGarrett und das ist mein Partner Danny Williams. Wir sind von Five-O und würden uns gerne mit Ihnen unterhalten. Dürfen wir rein kommen?“ fragte McGarrett sie und hielt ihr dabei seine Marke hin. McGarrett wusste sie auf den ersten Blick nicht wirklich einzuschätzen, obwohl er ihre Akte gelesen hatte. Sonst ließ ihn seine Menschenkenntnis nie im Stich, aber diese Frau hatte etwas an sich, was sie schwer einschätzen ließ.
Überrascht über den Besuch ging Elena zur Seite und ließ die beiden eintreten. „Entschuldigen Sie, dass ich frage, aber ich bin erst hierher gezogen. Five-O, was ist das?“ fragte Elena, da sie noch nie etwas davon gehört hatte. „Wir sind eine spezielle Task Force, die hier auf der Insel Verbrechen aufklären.“ erklärte ihr Steve, der Mitte im Raum standen geblieben war, während sich Danny ein wenig umsah. „Schönes Haus.“ sagte dieser. „Danke, setzen Sie sich ruhig.“ sagte Elena und deutete auf den Tisch. Die drei nahmen Platz, während sich Elena fragte, was eine Task Force von ihr wollten. Sie war gerade einmal eine Woche hier und wollte endlich abschalten und alles hinter sich lassen. Neu anfangen. Und da stand schon die Hawaiianische Polizei bei ihr in der Wohnung. Das war ja mal ein gelungener Start, dachte sie sich und sah McGarrett fragend an. Dieser sah ihren fragenden Blick, wartete aber, bis sich Danny neben ihn gesetzt hatte. „Sie sind Elena Thompson?“ fragte Steve sie. „Ja, die bin ich. Bin ich zu schnell gefahren?“ fragte sie die beiden lächelnd. „Nicht das ich wüsste, aber deswegen sind wir auch nicht hier. Sondern wegen Ihnen.“ sagte ihr Danny geradeaus.

Elena wartete, bis sich einer von ihnen erklärte und sah deutlich wie Steve sie die ganze Zeit musterte, aber sie ließ sich nichts anmerken und darin war sie verdammt gut. Mit verschränkten Armen lehnte sie sich im Stuhl zurück und sah die beiden Männer an. Elena bemerkte erst jetzt McGarretts stechend blaue Augen und blieb eine Sekunde daran hängen, fing sich aber gleich wieder und sah mit hochgezogenen Augenbrauen zu Danny. Steve versuchte sie immer noch einzuschätzen, aber ihr Gesicht zeigte keinerlei Regungen, obwohl er bemerkt hatte, wie sie ihn ebenfalls musterte. „Wir brauchen Ihre Hilfe. Es geht um Fälle von Schmuggel, Kindesentführung und Mord.“ sagte Steve gerade aus, woraufhin Elena eine Augenbraue hob. „Und wie sollte ´Ich´ Ihnen dabei helfen?“ fragte sie die beiden. „Sie sind wohl die beste Profilerin, die man gerade auf der Insel finden kann.“ sagte Danny und lehnte sich auf den Tisch. Anerkennend nickte Elena. An ihre Akte war schwer zu kommen, dafür hatte sie selbst gesorgt.
„Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht, das muss man Ihnen lassen. Aber wenn Sie schon das wissen, dann dürften Sie auch herausgefunden haben, dass ich vor einem Monat bei meiner alten Stelle gekündigt, den Job an den Nagel gehängt habe und hierher gezogen bin.“ erklärte Elena den beiden, wobei Steve verständnisvoll nickte. „Sie hatten für ein paar Monate das Amt eines Commander inne. Das verdient man sich nicht einfach so. Sie haben ein hochdekoriertes Team geleitet, waren für Leute verantwortlich, wissen, wann jemand Ihre Hilfe braucht und das ist gerade ein sehr guter Zeitpunkt, es zu zeigen. Mein Team braucht Sie.“ sagte Steve. Danny kannte schon seine Reden, wenn er Menschen überzeugte, ihre Schwachstellen herausfand und sie im Gespräch nutzte. Daher nickte er nur. Kurz überlegte Elena, was sie sagen sollte und sah aus dem Fenster. Anscheinend hatten die beiden irgendwie Zugang zu ihrer Akte bekommen. Zum Glück stand dort nur, dass sie, wie McGarrett schon sagte, nach ein paar Monaten als Commander hingeschmissen hatte und beim FBI als Profilerin anfing. Bis vor einem Monat. Jetzt an solch einem wundervollen Ort hätte sie sich ein wenig Ruhe gewünscht.

Dass McGarrett mit ihrer Hilfsbereitschaft daher kam, wies ihn für Elena als sehr guten Menschenkenner aus. Oder aber er hatte ihre Akte nur sehr aufmerksam studiert. „Hören Sie beide. Ich bin erst seit kurzem hier und möchte meine Ruhe haben…“ wollte Elena Ihnen erklären, wurde aber von Steve unterbrochen. „Bitte überlegen Sie es sich, bevor sie noch etwas sagen. Hier sind einige Daten zu dem Fall.“ sagte McGarrett und legte einen USB Stick auf den Tisch. Dass sie unterbrochen wurde, überging sie mit einem langen Seufzen und sah auf den Stick. „Hier ist meine Karte mit der Adresse, wo Sie uns finden.“ fügte Steve an, legte die Karte zu dem Stick, stand auf und stützte sich auf der Lehne des Stuhls ab. Danny blieb noch einen Augenblick sitzen und sagte:“Auch wenn McGarrett das nie zugeben würde, aber wir brauchen Sie dringend. Wir stecken in der Klemme. Es geht immerhin um Kindesentführung und Mord.“ sagte Danny deutlich, klopfte kurz auf den Tisch und schloss sich Steve an. Elena hatte sich alles in Ruhe angehört, stand jetzt ebenfalls auf und ging mit den beiden zur Haustüre, die sie öffnete um die beiden Männer hinaus zu lassen. „Na gut. Ich werde es mir ansehen.“ sagte Elena und nickte den beiden zu. Sie wusste nicht, was sie von alldem halten sollte, aber dieser McGarrett hatte ihre Schwachstelle getroffen, einfach so. Sie opferte sich schon immer für andere auf, half, wo es nur ging. Und sie wusste, dass es irgendwann zu viel war, sie selbst daran kaputt gehen konnte, aber sie konnte es nicht abstellen.

Zufrieden nickte auch Steve und die beiden verabschiedeten sich von Elena. Die Türe hinter sich geschlossen, besah sich Elena den USB Stick, der auf dem Tisch lag. Eigentlich wollte sie sich einen ruhigen Abend mit irgendwelchen Serien oder Filmen machen, aber ihre Neugierde trieb sie dazu, sich an ihren Laptop zu setzen und den Stick anzuschließen.

Sie nahm ihre Pizza aus dem Ofen, setzt sich wieder und öffnete die Datei, wobei ihr verschiedene Sachen gleich ins Auge sprangen, was sie davon abhielt, ihre Pizza zu essen. Bilder von weiblichen Leichen, gerade einmal 16-jährigen, denen die Körper aufgeschlitzt wurden. In den Dateien war von Zwangsprostitution die Rede und Schmuggel von jungen Frauen über Kontinente hinweg. Elena war gleich klar, dass es sich dabei um eine gesamte, vernetzte Organisation handeln musste. Und Five-O wollte diese allem Anschein nach hoch nehmen.
Nachdem ihr die Randdaten geläufig waren, sah sie sich an, was Five-O bis jetzt alles hatte. Einen toten Mann, angeblich beteiligt an den Entführungen. Elena versuchte alle Details, die etwas bedeuten könnten, heraus zu fischen und nahm sich dafür einen Block mit Kugelschreiber zur Hand. Zwar tippte sie auch gerne auf ihrem PC herum, aber in solchen Sachen musste sie sich und ihre Gedanken austoben können.

Steve fuhr mit Danny zurück zur Zentrale, in der Kono und Chin mit Jerry ebenfalls versuchten, an dem Fall weiter zu kommen. „Da seid ihr ja wieder. Und, wie ist es gelaufen?“ fragte Chin die beiden. „Sie hat gesagt, dass Sie sich es überlegt. Steve hat ihr den Stick dagelassen.“ sagte Danny und deutete auf seinen Partner. „Du hast einfach so Material zum Fall herausgegeben?“ fragte Chin Steve etwas verwundert. Dieser verteidigte sich gleich. „Vertraut mir, sie wird uns helfen.“ sagte er, woraufhin Danny aber ansetzte. „Nach deiner Rede hoffe ich das für dich.“ meinte er, was Steve und Danny veranlasste, sich gleich wieder ein Wortgefecht zu liefern, wobei die anderen mit einem amüsanten Lächeln zusahen. Als das auch zu Ende war, fragte Steve:“Wo ist Lou?“ „Der ist Heim, irgendeine dringende Familienangelegenheit oder so.“ meinte Chin, was Steve nickend hinnahm. “Habt ihr irgendetwas Neues heraus gefunden?“ fragte er weiter in die Runde.
Alle im Raum verneinten. „Nichts, was uns weiter bringen würde.“ Sagte Kono. „Vielleicht kann uns diese Profilerin wirklich helfen. Irgendetwas müssen wir übersehen.“ sagte Chin und rief nochmals die Daten von dem Fall auf. Aber bevor das Team die gesamte Akte nochmal durchging, sagte Steve:“Genug für heute. Machen wir, dass wir hier weg kommen.“ woraufhin alle dankbar nickten, ihre Sachen nahmen und nach Hause fuhren.

Irgendetwas stimme bei dem Fall für sie nicht überein. Etwas irritierte sie gewaltig und so ging sie das ganze nochmal durch. Eine russische Gang entführte junge Mädchen, zwang sie zur Prostitution über Länder hinweg. Klang ja alles einleuchtend. Was ihr nicht passte, war das es sich hier auch noch um Rauschgiftschmuggel handelte. Die hatten schon alle Hände voll mit den jungen Frauen zu tun, aber schmuggelten Rauschgift UND die jungen Frauen zwischen den Grenzen hin und her? Was ergab das für einen Sinn? Klar, das alles brachte mehr Geld. Aber Elena hatte das Gefühl, dass da mehr dran war, als es von außen schien. Eine Weile saß sie an ihrem Tisch und überlegte sich Optionen zusammen, während sie die Karte von McGarrett in der Hand hin und her drehte. Sollte sie wirklich morgen zu diesem Five-O fahren und der gesamten Mannschaft von ihren Theorien erklären? Die würden sie doch für verrückt erklären, genau wie anfänglich ihr ehemaliges Team beim FBI. Bis sich herausstellte, dass ihre Vermutungen fast immer richtig waren, oder nah an der Wahrheit dran.
Das hatte sie viel Zeit und Nerven gekostet und fast hätte sie dort gleich wieder hin geschmissen, aber sie hatte sich zusammen gerissen und es durchgezogen. Bis ihr alles zu viel wurde und sie da raus musste.
Kurz überlegte sie und öffnete ihr Internet. In nicht einmal fünf Minuten hatte sie herausgefunden, wo McGarrett wohnte. Würde sie ihn überzeugen können? Immerhin ist er ebenfalls Commander und hatte ein Team um sich. Kurz rang sie mit sich. Reiß dich zusammen Elena, immerhin willst du hier neu anfangen, dachte sie sich. Am Ende schnappte sie sich ihre Tasche, den Block, ihre Lederjacke und ihren Autoschlüssel. In einer halben Stunde stand sie vor McGarretts Haus. Sie fragte sich in der Dämmerung  immer noch, ob das so eine gute Idee gewesen war, aber es war wohl besser, sich vor einer Person, als vor einem ganzen Team zu blamieren, dachte sie sich und stieg aus. Sie sah sich kurz das zweistöckige Haus an. In den unteren Stockwerken brannte Licht und so ging sie den gepflasterten Weg hin zur Türe und klingelte. Von drinnen hörte sie leise Stimmen, die verstummten als sie klingelte. Kurz darauf öffnete ihr McGarrett die Türe.

Steve unterhielt sich gerade mit Danny über dessen Plan, in der Rente eine Pizzeria zu eröffnen, als es klingelte. „Erwartest du noch Besuch?“ fragte Danny ihn und sah nach draußen. „Nein, eigentlich nicht.“ sagte dieser, stellte sein Bier ab und ging zur Türe. Verwundert sah er Elena vor sich stehen. „Hey, ich hoffe ich störe nicht, aber ich wollte Sie bitten, sich meine Vorschläge anzuhören.“ sagte Elena und konnte nicht anders, als kurz seinen durchtrainierten Oberkörper zu betrachten. Vorher hatte er ein T-Shirt an, aber jetzt in einem schlabbrigem Muscleshirt sah sie seine durchtrainierten Arme und konnte erahnen, was sich unter dem Shirt befand. Also bitte, wie alt bist du Elena, dachte sie sich kurz und verdrehte innerlich die Augen. Das Thema war für sie schon vor Ewigkeiten abgeschlossen. Steve sah kurz nach hinten zu Danny, der in den Flur gekommen war. „Nein, Sie stören nicht, kommen Sie rein. Ähm, Danny ist auch da.“ meinte Steve und trat zur Seite, sodass Elena rein konnte. „Hey.“ sagte sie, als sie Danny erblickte. Dass sie jetzt zwei Leuten ihre Theorien erklären musste, war auch schon egal. „So schnell sieht man sich wieder.“ sagte dieser und hob kurz sein Bier zur Begrüßung. „Gehen wir ins Wohnzimmer, dort rechts.“ sagte Steve und ließ Elena vorgehen. Dass sie hier war, irritierte ihn ein wenig. Woher kannte sie seine Privatadresse? wunderte er sich, holte noch ein zusätzliches Bier aus dem Kühlschrank und ging ins Wohnzimmer, in dem Danny schon auf der Couch Platz genommen hatte und Elena gerade ihre Sachen auf den Tisch legte. „Setzen Sie sich ruhig. Hier, bitte.“ sagte Steve und gab ihr das Bier, was sie mit einem Kopfnicken annahm und sich in den Sessel setzte und somit den Jungs gegenüber setzte.

„Sie haben sich entschieden?“ fragte Danny drauflos. „Nun, ich habe mir die Info´s auf dem Stick angesehen und mir Notizen gemacht. Deswegen bin ich ehrlich gesagt auch hier. Mich hat etwas an den gesamten Info´s neugierig gemacht.“ erklärte Elena und sah die beiden Männer an. Danny beobachtete sie und wartete bis sie weiter redete, gespannt darauf, was sie heraus gefunden hatte. Elena erklärte den beiden ihre Theorien zu dem Fall, während sie merkte, dass beide sie gespannt ansahen. „Es sind nur Theorien, aber mein Bauchgefühl hat mich in der Vergangenheit nie im Stich gelassen. Ich weiß, dass diese Theorien ziemlich waghalsig klingen, aber es würde alles zusammen passen und eine Verbindung zwischen den jungen Frauen und den Drogen geben. Einen ähnlichen Fall hatte ich schon einmal, aber wir sind nie zu einem eindeutigen Ende gekommen.“ endete Elena ihre Erklärung. Die beiden saßen erst einmal ziemlich verblüfft da. „Das sind in der Tat gewagte Theorien…“ wollte Danny gerade ansetzen, als Steve ihn aber unterbrach. „Die uns aber weiterhelfen könnten.“ beendete Steve den Satz, was Danny hörbar ausatmen ließ. Steve musste doch immer das letzte Wort haben, dachte er sich kurz mürrisch, widmete sich aber gleich wieder den beiden. McGarrett entging das nicht. „Danny, denk doch mal nach. Bis jetzt haben wir fast nichts. Mit diesen Erklärungen…“ „Theorien.“ verbesserte Danny ihn gleich. „…na gut, Theorien, können wir arbeiten.“ versuchte Steve seinen Partner zu überzeugen. Elena lehnte sich in dem Sessel zurück und hörte den beiden leicht amüsiert zu. Wenn die immer so drauf waren, wollte sie die beiden nicht in Action erleben, dachte sie sich leicht schmunzelnd.

„Ok, ok. Aber wir haben immer noch keine wirklich Verdächtigen, geschweige denn, einen Anhaltspunkt, irgendwelche nennenswerte Verdächtigen zu finden.“ sagte Danny und sah Steve an, der kurz die Stirn runzelte und dabei zu Elena sah, die sich wohl an ihrem Schlagabtausch amüsiert hatte. „Wenn Sie diese Theorien morgen meinem Team vortragen und Sie sich bereit erklären uns zu helfen, können Sie die restlichen Unterlagen ansehen, während wir versuchen, ihre Theorien zu beweisen.“ schlug McGarrett vor. Elena überlegte kurz. Da sie jetzt eh schon die Akten vom Stick ausgewertet hatte, konnte sie Steve und seinem Team auch weiterhin helfen. Aber nur dieses eine Mal, schwor sie sich. Danach wäre für eine Zeit Schluss damit. „Also gut, ich bin dabei.“ sagte Elena schulterzuckend, was Steve mit einem Nicken aufnahm, während Danny von einem zum anderen sah. „Ach was soll's. Willkommen im Team.“ Sagte Danny und reichte Elena lächelnd seine Hand. „Nenn mich Danny. Und ihn einfach Steve.“ meinte dieser und zeigte auf seinen Partner neben sich, der das ganze mit einem leichten Grinsen verfolgte. „Danke, ihr könnt mich Elena nennen.“ sagte sie und merkte einmal mehr die hawaiianische Freundlichkeit, an die sie sich erst noch gewöhnen musste. Nachdem das erledigt war räumte sie ihren Block wieder in die Tasche. „Ich sollte gegen. Bis morgen.“ meinte sie und stand auf. „Ich bring dich noch zur Türe.“ sagte Steve und folgte ihr, wobei Danny den beiden neugierig hinterher sah. Er kannte Steve jetzt lange genug, um zu wissen, wie sein Partner tickte.

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