Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Man sagt Zeit heilt alle Wunden, doch man gewöhnt sich nur an den Schmerz...

von MoinSue
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Ben Kessler Katja Metz
05.01.2020
29.01.2020
8
7.523
2
Alle Kapitel
13 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
29.01.2020 1.228
 
Bevor ihr das letzte Kapitel lest, möchte ich mich nochmal bei euch allen bedanken für das Lesen meiner Fanfiktion und das Schreiben von Reviews! Ich habe mich sehr über alle eure Meinungen zu meiner Geschichte gefreut!

Bis bald!
Eure Sue

------------------------------
„Mooin“, begrüßte Katja Metz ihre Kollegen, die schon in der Wachstube saßen oder standen. Lothar Krüger stand am Fenster und schaute nur kurz zu Katja, bevor er wieder rausstarrte.
„Moin. Sag mal Katja, war das nicht das Auto von…“, fing er an, doch da ging seine Kollegin schnellen Schrittes in den Flur Richtung Aufenthaltsraum. Es sah fast so aus, als würde sie flüchten. Lothar sah ihr etwas verwirrt hinterher, zuckte dann aber nur mit den Schultern und setzte sich wieder an seine Arbeit.

Ein paar Minuten später betrat Dirk die Wache, ging in den Aufenthaltsraum und blieb erstarrt im Türrahmen stehen.
Das hatte er wirklich nicht erwartet…nicht nach den Ereignissen des letzten Jahres.
Katja Metz stand pfeifend an ihrem Spind…pfeifend!

Dirk zog eine Augenbraue hoch und überbrückte die wenigen Schritte zu seinem Spind.
„Was is denn hier los?“ Katja hörte auf zu pfeifen, grinste und zuckte mit den Schultern. „Nix ist los. Was soll schon sein?“
Der ältere Polizist zog erneut die Augenbraue hoch und sah zu seiner Partnerin. „Seid wann läufst du pfeifend durch die Wache?“
Harry, die ebenfalls jetzt Dienstbeginn hatte, hörte die letzte Frage von Dirk und grinste breit wie ein Honigkuchenpferd. „Seid sie Ben wiedergetroffen hat. Stimmt doch, oder?“ Katja verdrehte die Augen, nickte dann aber lächelnd. „Es könnte sein, dass das zusammen hängt…du weißt aber auch alles, Harry.“
Die Blondine schloss ihren Spind und ging zu ihrem Waffenfach, um ihre Pistole herauszuholen.

Dirk und Katja hatten heute einen entspannten Tag auf Streife. Als hätten alle Verbrecher sich auf einen freien Tag geeinigt…
Gerade fuhren sie an den Landungsbrücken entlang Richtung Fischmarkt. Katja beobachtete Touristen, die entlang der Straße auf dem Bürgersteig liefen. Die Blondine war erstaunt, wie sehr die Menschen nach Touristen aussahen.
Der Mann in den Dreißigern trug ein Kind und eine Tüte des Hardrock Cafe‘s, die Mutter einen größeren Handtaschenrucksack. Zusätzlich hatte die junge Frau noch eine Spiegelreflexkamera in der Hand. Sie schätzte das Kleinkind mit dem I love Hamburg-T-Shirt auf drei oder vier.
„Also, du und Ben?“, begann Dirk plötzlich. Katja zuckte zusammen und drehte ihren Kopf zu ihm. „Vielleicht…ich weiß noch nicht genau, was das wird“, sie lächelte ganz leicht. „Also, war das doch heute Morgen Bens Auto?“, Dirk zog mal wieder eine Augenbraue nach oben. Katja grinste. „Du hast es auch gesehen? Kaum war ich im Wachraum wollte Lothar mich schon danach fragen, doch ich bin einfach geflüchtet.“ Dirk grinste und sagte: „Das kann ich gut verstehen. Ich bin hinter euch gefahren und habe mir beim Aussteigen einfach besonders viel Zeit gelassen“, grinste der Ältere Polizist. „Ich wollte euch nicht stören.“
Katja seufzte. „Du störst nie, Dirk. Ich hätte es überhaupt nicht schlimm gefunden, wenn du es als erstes erfahren hättest…naja, eigentlich hast du das ja trotzdem…es geht mir echt gut, seitdem wir zusammen sind. Ich habe inzwischen sehr selten schlechte Laune, die Albträume, die ich öfter mal hatte sind verschwunden…“, sie lächelte. Dirk nahm kurz eine Hand vom Steuer, griff nach ihrer linken Hand und drückte diese einmal. „Ich freu mich für euch. Ihr passt gut zusammen. Das sieht sogar so ein alter Seebär, wie ich.“ Katja lächelte nur still vor sich hin.
Nach einigen Minuten kam ihr eine Idee. „Sag mal, Dirk…was hältst du davon, wenn wir an der Repsold eine kleine Grillfeier veranstalten?“ Dirk lächelte. „Das klingt an sich gut. Aber auf der Repsold will ich doch eigentlich nur meine Ruhe.“ Katja winkte mit einer Hand ab.
„Ach, an einem Abend kannst du das wohl auch mal ignorieren. Aber deine Repsold ist halt einfach perfekt mit ihrer Anlegestelle und dem Platz, dem wir auf dem Schiff haben“, sie legte den Kopf schief und sah zu ihrem Partner.
„Na gut, überredet. Wann?“ Sie lachte laut auf und antwortete: „Nächste Woche?“ Er nickte nur zustimmend.


Eine Woche später trafen sie sich Samstags zum Grillfest bei Dirk Matthies auf der Repsold.
Katja und Ben waren schon etwas früher zu Dirk gefahren. Sie wollten bei den Vorbereitungen helfen, da dieses Grillfest ja auch auf ihrem Mist gewachsen war.
„Hallo Dirk!“, rief Katja. Sie hatte sehr gute Laune und ließ das jeden in ihrem Umkreis auch spüren. Ben grinste. Heute konnte wohl niemand die Laune seiner Freundin zerstören. Seine Freundin…er mochte den Klang dieser Worte, aber musste sich erst noch daran gewöhnen es auszusprechen.
Schnell waren alle Vorbereitungen getroffen und sie konnten schon mal den Grill anwerfen. Sie hatten den Grill und einen Tisch mit acht Stühlen auf dem Steg platziert, da auf der Repsold einfach nicht genug Platz war.
Dirk hatte sich bereit erklärt heute der Grillmeister zu sein, unter der Voraussetzung, dass er immer einen Assistenten zur Verfügung hatte. Er wollte schließlich nicht alles alleine machen. Ben hatte überhaupt kein Problem den Assistenten zu spielen. Er mochte Dirk, egal wie brummbär-artig dieser durch die Gegend lief.
Wenig später waren auch die anderen Teammitglieder am Schiff. Es waren tatsächlich alle gekommen. Harry und Henning, Lothar und Nicky, Dirk und Regina Küppers.

„Boah, bin ich voll!“, Harry rieb sich über den Bauch. Henning neben ihr grinste nur in sich hinein und biss nochmal demonstrativ in die Wurst, die noch auf seinem Teller lag.
Katja, die gerade bei Dirk am Grill stand, musste ebenfalls grinsen. „Ach Harry…ein Außeneinsatz und du hast es wieder abtrainiert“, sie zwinkerte ihrer Freundin zu. „Oder du kommst halt mal zu mir ins Training…dann ist das auch ganz schnell Geschichte“, warf Ben ein. Katja schüttelte lachend den Kopf. „Du bist unmöglich, mein Schatz.“
Schon bei dem Lachen hatten alle verwundert zu Katja geschaut, aber jetzt wurden die Augen von Harry, Henning, Lothar und Nicky groß. Harry öffnete mehrmals den Mund, aber vor Erstaunen kam kein Ton raus.

Keiner der vier hatte erwartet, dass es so schnell gehen würde. Frau Küppers lächelte nur leicht. Sie hatte sich schon so etwas gedacht, als sie gesehen hatte, wie die Beiden miteinander umgingen. Heute hatten sie vielleicht versucht sich zurück zu halten, aber funktioniert hatte das nicht so gut. Dafür war Regina Küppers zu lange Polizistin.
„Das ist aber schön, dass es bei Ihnen doch noch geklappt hat“, sprang sie nun ein, da sonst keiner der Kollegen reagierte. „Mein Schatz?“, Harry fand doch noch ihre Sprache wieder. Katja nickte und stellte sich hinter Ben, der gegenüber von Harry am Tisch saß. „Seit wann?“, platzte es aus Nicky raus. Ben sah zu seiner Freundin hoch, die ihre Hände auf seine Schultern gelegt hatte, und überlegte kurz.
„Sind es schon 4 Wochen?“ Katja schüttelte lächelnd den Kopf. „Erst am Mittwoch, Ben“, sie beugte sich zu ihm runter und gab ihm schnell einen Kuss. Harry grinste glücklich. „Das ist so schön! Darauf müssen wir anstoßen! Dirk, du musst dafür zu uns kommen. Lass den Grill mal Grill sein“, sie winkte ihrem Kollegen zu. Dieser seufzte und kam aber wie befohlen an den Tisch.
Henning kümmerte sich noch schnell darum, dass jeder etwas zu trinken hatte.
„Na dann, auf Katja und Ben und darauf, dass wir immer so ein gutes Team bleiben“, sagte Nicky und erhob ihre Bierflasche. Die Anderen taten es ihr gleich.

„Auf Katja, Ben und unser Team!“
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast