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Man sagt Zeit heilt alle Wunden, doch man gewöhnt sich nur an den Schmerz...

von MoinSue
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Ben Kessler Katja Metz
05.01.2020
29.01.2020
8
7.523
2
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22.01.2020 750
 
Die zwei Tage zwischen ihrem letzten Treffen und dem Samstag waren nur so dahin geflogen.
Katja und ihre Kollegen trafen sich an der S-Bahnhaltestelle Holstenstraße und liefen gemeinsam zum Fußballplatz.
Die Blondine freute sich schon sehr auf das Treffen mit Ben. Sie hatte die Kollegen angewiesen nichts davon zu erzählen, dass sie zu sechst kommen würden. Ben wusste nur, dass Katja vorbei schauen wollte. Und Nicki, Harry, Henning, Dirk und sogar Lothar hatten dicht gehalten.

„Hallo Ben!“, rief Katja, als sie auf den Ehemaligen zu liefen.
Dem war die Überraschung deutlich anzusehen, als er die Gruppe erblickte.
„Hey! Ich dachte, es kommt nur Katja. Ihr seid ja cool!“, er umarmte erst seine ehemalige Partnerin und dann die anderen ehemaligen Kollegen. „Das ist doch bestimmt auf deinem Mist gewachsen, oder?“, fragte er begeistert und grinste noch breiter, als sie nickte. „Wirklich cool. Danke! Jetzt muss es ja gut werden. Wenn ihr was essen oder trinken wollt, findet ihr dort am Grill, alles was ihr braucht. Über Spenden freuen wir uns immer. Ansonsten gibt es freie Platzwahl am Spielfeld. Vielleicht können wir ja nach dem Spiel noch etwas trinken gehen in Altona“, er zeigte auf die verschiedenen Dinge am Grillstand.
Die Polizisten nickten und gingen auch direkt zum Grill, um sich mit Getränken und Bratwurst einzudecken. Sie freuten sich alle sehr auf das Fußballspiel.

2 Stunden später war die Stimmung immer noch so ausgelassen wie vor dem Spiel. Es war für Bens Mannschaft sehr gut ausgegangen, sie hatten jetzt die Chance auf die Meisterschaft. Ob sie es schaffen würden, sollte sich in vier Wochen entscheiden. Allerdings müssten erst noch ein paar andere Mannschaften gegeneinander spielen, denn ihr Gegner stand noch nicht fest.
Die Mädchen wollten aber natürlich den heutigen Sieg noch ein bisschen feiern und ließen ihren Trainer nicht gehen. Aus dem gemütlichen Abend in einer Bar in Altona, sollte wohl nichts werden.
Das war aber überhaupt nicht schlimm, da die Polizisten vom 14. Revier von den Spielerinnen und ihren Familien sehr gut aufgenommen wurden.

Katja saß neben einer Mutter auf einer Biergarnitur und unterhielt sich angeregt über ein Buch, dass die beiden Frauen gelesen hatten, als Ben zu ihr kam. Sie unterbrachen ihr Gespräch und sahen zu dem Trainer hoch.
„Hey Katja. Sorry, das ich kaum Zeit für dich hatte“, er ließ sich neben sie auf die Bank fallen und sah sie kurz entschuldigend an.
Er legte seinen linken Arm über ihre Schulter und strich mit den Fingern über ihren Oberarm. Katja lehnt sich unbewusst ganz leicht an ihn. Keiner von beiden fand es komisch, dass sie so vertraut miteinander umgingen.
„Alles gut. Ich habe tolle Bekanntschaften den ganzen Nachmittag über gemacht und mich sehr gut unterhalten“, sie lächelte die Frau zu ihrer Linken an.
Diese lächelte zurück und sagte: „Ben, du hast das wirklich gut mit unseren Mädchen gemacht. Ich hatte ja erst ein paar Bedenken, als du das Team übernommen hast, aber du hast wirklich gute Arbeit geleistet. Nur hättest du ja mal deine Freundin früher mitbringen können. Ich muss euch ja echt sagen, dass ihr ein sehr süßes Paar seid“, sie wurde von ihrer Tochter gerufen und drehte sich zu dieser um. „Wir sind aber gar kein Paar“, versuchte Katja noch zu protestieren. „Wirklich nicht? Wir haben kurz nach dem Spiel sogar schon im Team spekuliert, ob ihr irgendwann heiratet“, die Mutter grinste und stand auf. „Ich wünsche euch auf jeden Fall noch einen schönen Abend. Mein Kind möchte nach Hause und dem muss ich mich dann wohl mal beugen. Wir sehen uns bestimmt irgendwann wieder, Katja. Dich sehe ich dann beim nächsten Training, Ben“, sie nickte ihnen noch einmal zu und folgte dann ihrer Tochter Richtung Hoftor.

„Wir, ein Paar?“, fragend sah Katja zu Ben, der immer noch den Arm über ihrer Schulter liegen hatte. Dieser zuckte mit den Schultern, grinste und stand auf. „Schöne Idee. Also ich hätte ja nix dagegen“, er grinste schelmisch, so dass Katja ihm leicht gegen die Schulter haute. Sie war sich allerdings nicht sicher, wie ernst er es meinte. Aber ob sie es rausfinden wollte, wusste sie auch noch nicht so wirklich.
„Wollen wir gehen? Den Abbau übernehmen die Herren, die grade mit am Grill stehen“, Ben zeigte mit einer halbherzigen Handbewegung auf eine Gruppe von Männern. „Gerne. So langsam werde ich tatsächlich müde“, die Blondine lächelte und stand auf.
Nachdem sie ihre sieben Sachen zusammen gesucht hatten, verließen sie das Vereinsgelände dicht nebeneinander laufend. Das ihre Hände sich beim Laufen immer wieder berührten, registrierten sie auch diesmal nicht.
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