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Man sagt Zeit heilt alle Wunden, doch man gewöhnt sich nur an den Schmerz...

von MoinSue
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Ben Kessler Katja Metz
05.01.2020
29.01.2020
8
7.523
2
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13 Reviews
Dieses Kapitel
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19.01.2020 701
 
„Aber Herr Krüger…“, setzte Frau Küppers an, die bei Lothar und Nicky am Schreibtisch stand, als die Zivilermittler gerade in die Wachstube traten. „Ah, Herr Schulz, Frau Möller. Alles ruhig an den Landungsbrücken?“, wandte sie sich lächelnd an die Beiden. Diese nickten und Harry grinste. „Alles ruhig. Keine Vorkommnisse…okay, nicht ganz. Oder, Henning?“, ihr Kollege grinste. „Wir haben etwas sehr seltsames gefunden“, er schaute zur Tür und pfiff einmal mit zwei Fingern.

Nicki, Lothar und Frau Küppers traten etwas verwirrt näher an den Tresen, um zu sehen, was oder wer jetzt kam. Nicki fing an zu strahlen, als sie Ben Kessler erblickte, der grinsend durch die Tür kam.
„Ben! Wie schön!“, sie lief um den Tresen herum und nahm ihren ehemaligen Kollegen in den Arm. Dann zog sie ihn mit den Worten „Komm rein“, hinter den Tresen. Er drückte kurz Lothar an sich und wandte sich dann an Frau Küppers. „Herr Kessler, schön Sie zu sehen. Womit haben wir denn diese Ehre verdient?“, fragte sie und gab ihm die Hand.
„Ich habe eine Geldbörse an den Landungsbrücken gefunden und wurde dann von zwei Zivilermittlern angesprochen, die dachten, dass ich ein Verbrecher sei. Allerdings wollte ich nur den Besitzer ausfindig machen. Ich dachte, ich hätte ihn noch in der Menge gesehen“, er zog das Portmonee aus seiner Bauchtasche und legte es auf den Tresen.
„Also sowas. Das tut mir Leid, dass sie für einen Verbrecher gehalten wurden. Schauen Sie doch mal mit Frau Beck nach dem rechtmäßigen Besitzer, fühlen Sie sich wie zuhause“, sie lächelte ihn an und lief in Richtung ihres Büros. „Herr Krüger, die Akte möchte ich bitte spätestens am Freitagmorgen auf meinem Schreibtisch haben. Ein ganzer Tag zum Suchen sollte ihnen wohl reichen“, mit diesen Worten verschwand die Chefin durch ihre Bürotür.
„Hat sich ja nicht viel geändert. Nicki, wollen wir starten?“, Ben sah zu der Jüngeren, die eifrig nickte. Er drehte sich den Stuhl neben ihrem Schreibtisch um, so dass er mit auf den Bildschirm schauen konnte. Dann legte er das Portmonee vor Nicki auf die Tischplatte.

Als Dirk und Katja von einem Einsatz zurück kamen, staunten sie nicht schlecht, als Ben in ihrer Wachstube saß.
„Ben? Was machst du denn hier?“, der Angesprochene stand auf, als er Katjas Stimme hörte. Sie lief hinter den Tresen und umarmte ihren ehemaligen Partner. Dirk zog eine Augenbraue nach oben und sah zu Nicki. Sie grinste.
„Wo kommst denn du plötzlich her, Junge?“, fragte Dirk und drückte den Ehemaligen ebenfalls an sich. „Harry und Henning haben mich an den Landungsbrücken als Verdächtigen aufgegabelt.“
Katja klappte der Unterkiefer nach unten. Sie legte ihre Jacke, die sie über dem Arm getragen hatte, auf den nächstbesten Stuhl vor sich und sah verwirrt zu ihren Kollegen. „Ihr habt was?!“, Harry grinste und erklärte schnell den Sachverhalt.

Ungefähr eine Stunde später waren Katja, Ben und Dirk auf dem Rückweg vom Besitzer des Portmonees.
Nicki und Ben hatten herausgefunden, dass der Besitzer Thomas Kodiak in Osdorf wohnte und die Besatzung des 14/2 hatte sich bereit erklärt den gefundenen Gegenstand bei ihm vorbei zu bringen. Frau Küppers hatte für diesen Sondereinsatz ihr Einverständnis gegeben, aber natürlich mussten solche Einsätze Ausnahmen bleiben.
Sie wären ja kein Fundbüro mit Rückbringservice, hatte die Leiterin der Wache dazu nur gesagt.
Der Mann hatte sich sehr gefreut, da er das Portmonee schon gesucht hatte. Nachdem sie die Formalien geklärt hatten und mit Hilfe des Reisepasses die Identität von Herrn Kodiak überprüft hatten, hielten sie auf dem Weg zur Wache noch bei ihrer Pizzeria, die sich regelmäßiger Bestellungen der Wache erfreuen konnte und auch heute wieder zwei Getränke gratis zur Bestellung dazulegte.

„Ben, es ist wirklich schön dich mal wieder hier zu haben“, gab Katja von sich, als sie kurz darauf zu zweit mit ihren Pizzen im Aufenthaltsraum saßen.
Er lächelte glücklich.

Es fühlte sich fast wie früher an. In manchen einsamen Momenten hatte er sich schon gefragt, ob es wirklich die richtige Entscheidung gewesen war, von der Polizei weg zu gehen. Die Entscheidung an sich war genau richtig gewesen…aber der Braunhaarige vermisste seine Kollegen sehr.
Vielleicht schafften er und die Besetzung der Wache 14 es ja ab jetzt, sich regelmäßiger zu treffen.

An ihm sollte es nicht liegen…
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