04. Januar: Mein neuer Bruder [by Nyanlove]

OneshotFamilie, Freundschaft / P12
Himawari Uzumaki Inojin Yamanaka
04.01.2020
04.01.2020
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1.994
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04.01.2020 1.994
 
Tag der Veröffentlichung:  4. Januar
Zitat: "Warum gehst du nicht nach Hause und schaust Anime?" (Hetalia: Axis Powers)
Titel der Geschichte: Mein neuer Bruder
Autor: Nyanlove

Hauptcharaktere: Inojin, Himawari
Nebencharaktere: Boruto
Pairings: keins
Kommentar des Autors: Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen ^o^





Das Leben einer kleinen Schwester war nicht immer einfach, das wusste Himawari nur allzu gut. Was sie auch wusste war, dass es irgendwann echt langweilig wurde nur zu Hause zu sitzen und alleine zu spielen. Früher ging sie immer mit Boruto zusammen draußen auf dem Spielplatz spielen, oder sie spielten in der Wohnung zusammen. Aber das ist schon ewig her. Missmutig sah sie aus dem Fenster. Sie war gelangweilt und wusste nichts mit sich anzufangen. Ihre Mutter hatte zwar vorgeschlagen, dass die zwei zusammen ein Kartenspiel spielen könnten, aber darauf hatte sie keine Lust.

Hinata konnte es nicht mehr ertragen ihre Tochter so zu sehen. „Komm, wir gehen spazieren“, meinte sie fröhlich und hob Himawaris Jacke einladen hoch. Die Jüngste des Uzumaki-Clans drehte sich lethargisch zu ihrer Mutter um, ehe sich mit einem gegrummelten, „Nein, danke“, wieder zur Fensterscheibe wandte. Hinata seufzte, früher war das einfacher. Sie legte die Jacke auf dem Sofa ab und setzte sich neben ihre Tochter. „Was ist denn los mit dir? Du bist doch sonst nicht so schlecht gelaunt“, fragte sie sanft, doch bekam nur ein Schnaufen als Antwort. „Nur hier zu schmollen macht doch auch keinen Spaß, komm wir gehen raus. Vielleicht sehen wir ja Boruto, er sollte heute wieder von seiner Mission zurück sein.“
Bei der Erwähnung ihres Bruder leuchteten Himawaris Augen förmlich auf, „Worauf warten wir dann noch?“ Sie flitzte zum Schuhregal und schlüpfte in Windeseile in ihre Schuhe hinein. „Mama, beeil dich!“, rief sie und Hinata kam ihr schmunzelnd hinterher.

Nachdem die beiden fertig angezogenen waren, verließen sie ihr Haus und machten sich auf in die Innenstadt. Während Hinata die Gelegenheit nutzte kleine Einkäufe zu machen, hielt Himawari Ausschau nach ihrem großen Bruder. Sie konnte es kaum abwarten diesen nach seiner zweiwöchigen Mission wiederzusehen. Sie musste ihn unbedingt erzählen, dass sie das Level geschafft hat durchzuspielen, an dem ihr Bruder schon Ewigkeiten saß. Bei den Gedanken daran,, was für ein Gesicht dieser wohl machen würde, grinste sie, schließlich behauptete dieser immer, dass sie dieses Spiel eh nicht verstehen würde. Das Mutter-Tochter-Duo ging gerade an Borutos Lieblingsburgerladen vorbei, als Himawari diesen durchs Fenster sah. Aufgeregt zog sie am Arm ihrer Mutter, „Schau, er ist da. Darf ich rein gehen?“, mit großen Welpenaugen sah sie ihre Mutter an. Diese sah zuerst durchs Fenster und dann wieder zu ihrer Tochter. Nach kurzem Überlegen nickte sie jedoch, „Ok, denkst du, du kannst etwas bei ihm bleiben? Ich würde dann noch etwas erledigen“
Himawari nickte glücklich, „Mach ich“, und stürmte dann in das Speiselokal.

„Brüderchen~“, sagte sie lachend, als sie zu dem Tisch kam, an dem ihr Bruder mit Mitsuki, Shikadai und Iwabe saß. „Oh Hima, was machst du denn hier?“, kam es überrascht vom Blonden, dieser hatte nicht mit seiner Schwester gerechnet. „Ich bin so froh, dass du wieder da bist, es war total langweilig mit Mama“, erzählte sie fröhlich ohne auf die Frage ihres Bruders zu achten. „Ich muss dir zuhause was zeigen, ich hab das super duper schwere Level geschafft, an dem du schon so lange gesessen hast. Es war total einfach“
Sie war sich sicher ihr Bruder würde sie dafür loben, aber dieser sah sie wütend an, während Iwabe zu lachen anfing, „So viel zum Thema du hättest es schon durchgezockt“
„Sei leise! Und du, geh nicht einfach an meine Sachen“, maulte Boruto seine kleine Schwester an, die ganz verdattert dreinsah. Sie dachte er würde sich darüber freuen, stattdessen bekam sie Ärger dafür. „Vielleicht sollten wir in Zukunft Himawari um Spieltipps bitten“, stichelte Shikadai und Borutos Gesicht lief rot an. Während sich Boruto lautstark verteidigte, wandte sich Mitsuki an die Jüngere, „Möchtest du was essen?“, noch bevor Himawari antworten konnte kam Boruto dazwischen, „Ne, Mama wartet bestimmt schon draußen auf sie. Sag ihr Bescheid, dass ich erst heute Abend nachhause komme, ich zieh noch ein bisschen um die Häuser“
„Aber ich dachte wir können zusammen was unternehmen?“, meinte Himawari schmollend, „Ich hab mich schon darauf gefreut“
„Ich hab aber keine Zeit. Warum gehst du nicht nach Hause und schaust Anime? Wir machen dann später vielleicht was“, sagte Boruto genervt und Himawari verzog wütend das Gesicht. „Dann geh ich eben, bleh!“, sie streckte ihn die Zunge raus, rannte aus dem Laden und ignorierte das Rufen ihres Bruders.

Sie wusste nicht wohin sie rennen sollte, aber sie wollte ganz weit weg von ihrem gemeinen Bruder.
Im großen Park kam sie dann zum Stehen und schnaufte erstmal. Sie sah sich kurz im Park um und überlegte wirklich nachhause zu gehen. So ganz alleine fand sie es doch etwas gruselig. Doch dann fiel ihr im Gras eine bekannte Person auf, „Oh, da ist ja Inojin“
Winkend ging sie auf ihn zu, was dieser aber nicht bemerkte. Inojin war viel zu vertieft in seinen Skizzenblock, als auf seine Umgebung zu achten. „Das sieht auch scheiße aus“, frustriert riss er das Blatt aus den Block und warf es Richtung Mülleimer, traf ihn aber nicht. „Das musst du aufheben“, ertönte es neben ihm, was ihn erschreckte. „Wieso schleichst du dich so an?“, fragte er, als er sah, um wen es sich handelte. Schwerfällig stand der Genin auf, um das Papierstück wegzuwerfen. „Ich hab mich nicht angeschlichen“, erklärte Himawari fröhlich, „Ich wollte nur schauen, was du da malst“
„Ich male nicht, sondern zeichne“
„Ist da ein Unterschied?“, mit großen, fragenden Augen, sah sie zu dem Älteren auf. „Ist- ist doch auch egal“, wechselte Inojin schnell das Thema und setzte sich wieder auf die Wiese, Himawari setzte sich direkt neben ihn. „Was willst du zeichnen?“, fragte sie unschuldig und warf einen Blick auf Inojins leeren Skizzenblock. Dieser zuckte nur mit den Schultern, „Das ist es ja, ich hab keine Ahnung. Irgendwie sieht alles schei- dumm aus. Ich habe so gar keine Idee, oder Inspiration, was ich machen soll“
Nachdenklich sah die junge Uzumaki auf den Block, ehe sie enthusiastisch nach einem der vielen Stifte in Inojins Mäppchen griff und anfing, einen kleinen Hasen auf das Papier zu malen. „Wenn ich nicht weiß, was ich malen soll, kritzel ich einfach rum“, erklärte sie, „Hier ist ein süßes Häschen und es sitzt unter einen Baum“ Schnell malte sie einen krakeligen Baum neben den Hasen und sah lächelnd zu Inojin, „Ich bastle meine Geschichte und mal dann weiter. Ist ganz leicht“ Dieser schien nicht so ganz davon überzeugt zu sein, „Ich weiß ja nicht“
„Die Sonne fehlt noch“, sagte Himawari und wollte wieder nach einem Stift greifen, doch Inojin kam ihr zuvor und zeichnete eine kleine Sonne in die linke Ecke des Bildes. „Was fehlt noch?“
„Hm, er braucht einen Freund“, meinte die Uzumaki fröhlich und Inojin zeichnete noch ein Häschen vor das andere. Dann griff Himawari selbst zu einem Stift und malte eine grüne, gestrichelte Linie unter die zwei Hasen. „Wir haben den Boden komplett vergessen“, grinste sie, was auch Inojin ein Lächeln entlockte.
Immer mehr füllte sich das Bild mit kleinen Details, Wolken, kleine Vögel, ein Ast am Baum und Blumen auf der Wiese. Nachdem sie dieses Bild fertig hatten, begannen sie die nächste Bildgeschichte und dann wieder die Nächste. Die zwei waren so vertieft darin, dass ihnen gar nicht auffiel, wie es spät es eigentlich war.

„Oh je, es ist bestimmt schon ganz spät, ich muss Nachhause“, sagte Himawari aufgeschreckt und stand auf. „Aber ich will eigentlich nicht. Es ist gerade total schön hier“, sie ließ ihre Schultern sinken. „Also ich kann dich auch später heimbringen, das ist gar kein Problem“, sagte Inojin und versuchte möglichst desinteressiert zu klingen. Himawaris Augen funkelten ihm entgegen, „Wirklich? Ich stör dich auch nicht?“ Er schüttelte lachend den Kopf, „Quatsch du störst mich nicht. Wegen dir hab ich meine Musée wiedergefunden. Ich schulde dir also was“, er machte ein Blatt von seinen Block ab und hielt es ihr hin, was die junge Uzumaki nur zu gerne annahm. Während die zwei nebeneinander zeichneten, besserte sich Himawaris Laune. So viel Spaß wie jetzt hatte sie schon lange nicht mehr gehabt.

Als es dunkel wurden packten die zwei ihr Zeug zusammen und machten sich auf zu dem Haus der Uzumakis. Als sie dort ankamen, brannten bereits alle Lichter und Himawari sah besorgt zur Tür. „Ob ich jetzt Ärger bekomme, weil ich einfach weggelaufen bin?“, fragend zog Inojin eine Augenbraue hoch, „Wieso denn das?“
Schüchtern spielte die junge Uzumaki mit ihren Fingern, als sie ihm antwortete, „Boruto war blöd zu mir und hat mich weggeschickt, obwohl ich mit ihm Zeit verbringen wollte. Und ich wollte nicht dumm zuhause sitzen, also bin ich einfach weggegangen. Ich hätte Mama Bescheid sagen sollen, bestimmt hat er jetzt Hausarrest wegen mir“
Aufmunternd klopfte der Yamanaka auf ihre Schulter, „Boruto ist ein Schwachkopf und du viel zu nett zu ihm. Wenn er Ärger bekommt, hat er ihn verdient, schließlich ist er ein Idiot“, grinste er und Himawari musste lachen. „Ich hab noch was für dich“, meinte der Blonde und holte seinen Skizzenblock hervor. Sorgfältig machte er ein Blatt ab und übergab es Himawari, die das Bild staunend bewunderte. „Wow, sieht toll aus, danke“, sagte sie und knuddelte ihn.
Das Bild war eine Bleistiftzeichnung von Himawari, die umgeben von schönen Blumen einen kleinen Hasen vor sich zeichnete. Glücklich darüber, dass sein Bild gut ankam, lächelte er sie an und wollte gerade die Klingel der Uzumakis drücken, als die Beiden schnelle Schritte hinter sich hörten.

„Himawari!!! Endlich hab ich dich gefunden!“, keuchend kam Boruto bei den Zweien zum Stehen, „Du hast- du hast mir einen echten Schrecken eingejagt. Warum bist du einfach weggelaufen? Ich hab mir totale Sorgen gemacht!“
Himawari verzog das Gesicht, „Du wolltest, dass ich gehe, also bin ich gegangen.“ Sie verschränkte die Arme und sah böse zu ihrem Bruder, der sie nur verständnislos ansah. „Ich hab das doch nicht so wörtlich gemeint, ich hätte dich vorher noch nachhause gebracht“, versuchte sich Boruto zu erklären, doch seine Schwester rümpfte nur die Nase. Amüsiert beobachtete Inojin die streitenden Geschwister vor sich. Das war einer der Momente, wo er froh war Einzelkind zu sein, da gab es sowas nämlich nicht.

„Ich hab es nur nett gemeint, du musst ja nicht gleich alles persönlich nehmen“
„Du warst gemein zu mir, aber ich geh dir nicht mehr auf die Nerven. Inojin ist sowieso der bessere Bruder“, verkündete Himawari und hakte sich beim Genannten unter, was diesen verwundert in die Runde schauen ließ, „Ich brauch dich nicht mehr“
„Hey! Ich bin immer noch dein Bruder, du kannst nicht einfach einen neuen bestimmen“, sagte Boruto geschockt. „Gut, dann wird er eben mein Ehemann“, kicherte sie und kuschelte sich an Inojin, der sie, wie Boruto, mit tellergroßen Augen ansah. Das störte die junge Uzumaki allerdings nicht. Sie hatte eine Entscheidung getroffen, und wenn sie so darüber nachdachte, gefiel ihr das sowieso wesentlich besser.





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Und weiter geht's mit Naruto. Ja, ich nenn's Naruto, auch wenn's streng genommen eigentlich Boruto ist, wobei es ja auch "Naruto Next Generations" heißt und damit auch irgendwie richtig ist.
Ich kenne den Manga selbst nicht richtig, habe nur die ersten drei Bände von Boruto gelesen und  "Der siebte Hokage und der scharlachrote Frühling". Ich meine allerdings im Hinterkopf zu haben, dass Inojin eine Schwäche für Himawari hat (nicht im romantischen Sinne, sondern eher, dass er sie süß/niedlich findet).
Auf jeden Fall hat Nyanlove mit diesem Oneshot auf einen tollen Moment zwischen Himawari und Inojin eingefangen, der süßer nicht sein könnte. Besonders Himawaris kindliche Aussage, dass Inojin, wenn er nicht ihr Bruder sein kann, eben ihr Ehemann wird, fand ich sehr süß. Allgemein ist dieser Oneshot Nyanlove meiner Meinung nach sehr gelungen.

Eure lula-chan
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