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Kakashi, der Krieger mit dem Sharingan

GeschichteAbenteuer, Drama / P16 / Gen
Kakashi Hatake OC (Own Character)
04.01.2020
04.04.2020
16
46.522
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12.01.2020 2.830
 
Jede unserer Entscheidungen hat Auswirkungen auf unser weiteres Leben, jede unserer Taten zieht Konsequenzen herauf.
Sakumo schaffte sein Team zurück nach Konoha zu bringen, ohne weitere Zwischenfälle. Die Gesundheit ihres Freundes war ernst. Kisuke wurde im Konoha Krankenhaus versorgt, sein Rücken würde schon sehr bald heilen, doch er würde nur noch aus Narbengewebe entstehen.
Kakashi hätte nicht gedacht, dass ihr Mission für soviel Aufregung sorgen würde, klar sie hatten die Regeln nicht bedacht, doch sie hatten auch ihren Kameraden gerettet.
Nachdem sie im Dorf angekommen waren und sie Kisuke ins Krankenhaus gebracht hatten, machten sie sich ohne Umwege auf zur Hokage Villa, wo der Dritte bereits mit seinen zwei Beratern auf sie wartete.

Ich saß mitten auf dem Schreibtisch, des Hokages, dieser saß dahinter, die Ellenbogen auf dem Tisch gelegt und die Hände gefaltet. Dieser übermächtige Shinobi strahlte tiefe ruhe aus, doch seine Entschlossenheit und Macht war im ganzen Raum zu spüren. Dieser Mann war nicht umsonst im Amt des mächtigsten Shinobis im Dorf. Seine Berater standen jeweils rechts und links neben seinem Schreibtisch. Tebi, war ein Mann, dessen Alter schon sehr weit vorgeschritten war, der jedoch wachsam und streng wirkte, als ob er keine Fehler verzeihen würde. Menora, eine Kunoichi, mittleren Alters, zweifellos sehr talentiert, hatte nicht einen Funken Mitgefühl in ihren Augen. Sie wirkte hart und kalt.
Nicht gerade die besten Voraussetzungen für dieses Meeting.
Nette Leute, denke ich. Seit wann, war ich sarkastisch?
Vor ihnen stand das Team Sakumo, ausgenommen Kisuke, der sich im Krankenhaus erholte und medizinisch versorgt wurde. Der Hokage blickte einen nach den anderen an.
Kakashi blickte nervös zu seinem Vater. Waren ihre Taten so schlimm gewesen.
„Ich habe soeben beunruhigende Neuigkeiten von unserem Observierungs Teams erhalten“, begann der Dritte.
„Kusagakure Ninjas sind auf direkten Weg zu uns. Noch haben sie keine Möglichkeit unternommen, mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Doch ihre Absichten sind zweifellos nicht friedlich Natur, nachdem wir in ihr Land eingedrungen sind. Dabei erwischt wurden, wie wir sie ausspioniert haben und ihr Militärstützpunkt angegriffen worden ist.“

Betroffenheit entstand. „Es war meine Entscheidung und demnach trage ich die volle Verantwortung für mein Team und all ihre Handlungen.“
Menora seufzte genervt. „Du wirst die Verantwortung dafür tragen, Sakumo. Und glaub bloß nicht, dass du so einfach damit davon kommst. Einen Krieg mit Kusagakure anzufangen war wirklich eine schlechte Idee.“
Kakashi bekam mit einem Mal Angst. Noch nie hatte er mitbekommen, wie sein Vater sich rechtfertigen musste und ihm mit einer Strafe gedroht wurde.
„Wir haben unser besten gegeben und wir wollten keinen Krieg anfangen, sondern haben unsere Mission erfüllt und haben den Militärstützpunkt observiert, wie verlangt. Dass es zu diesen Zwischenfall kommen sollte, damit konnte niemand rechnen.“
Tebi hob die Hand, um Sakumo zu unterbrechen. „Halt stopp. Erstmal solltet ihr sie observieren und euch dabei nicht erwischen lassen. Dann hat dein Untergebener auf eigenen Faust gehandelt und sich gezeigt, als er das Team von Kusagakure verfolgt hat. Was nicht euere Mission war. Es scheint, als hättest du dein Team nicht im Griff, Sakumo.“
Der Hokage hatte sich schweigend das Wortgefecht angehört, doch nun war er an der Reihe.
„Das reicht jetzt. Tebi, Menora, ich danke euch für euer kommen. Ich werde euch später sprechen, jetzt möchte ich allein mit Sakumo reden. Hinoto, Kakashi ihr könnt gehen, ruht euch aus.“
Hinoto und Kakashi rührten sich nicht vom Fleck. „Ist schon gut, ihr könnt ruhig gehen. Hinoto, würdest du dich um Kakashi kümmern?“ Am liebsten hätte Kakashi gesagt, dass er keinen Babysitter brauchte. Aber der entscheidende Blick seines Vaters, der besagte, keine Diskussion, ließ ihn verstummen und sich von Hinoto hinausführen.
„Meister Hokage, bei allem Respekt, wir sind noch nicht fertig.“ Tebi wollte nicht gehen und Menora stimmte ihm zu.
„Wenn ich sage, dass ich euch momentan nicht brauche, dann erwarte ich, dass ihr meinen Wusch respektiert. Also nochmal, lasst uns allein.“
Tebi und Menora wechselten einen Blick und entschuldigten sich, dann verschwanden sie durch die Tür.
Der Hokage wartet und sah Sakumo einfach nur an, dieser atmete tief durch.
„Ich verstehe, wenn ihr enttäuscht seid, Meister Hokage. Und ich bitte darum meine Beweggründe erklären zu dürfen.“ Sein Vorgesetzter nickte und gab ihn zu verstehen, dass er fortfahren konnte.

„Ich weiß, dass ich mit meinen Entscheidungen, das Dorf in Gefahr gebracht habe, aber ich konnte nicht meinen Kollegen im Stich lassen. Er ist mein Freund. Sie haben ihn gefoltert, gequält und unendlich viel leid zu gefügt. Vielleicht denken sie, dass er das verdient hat, weil er sich meinen Anweisungen widersetzt hat. Vielleicht ist es meine Schuld, weil ich nicht genügend Autorität ihm gegenüber gehabt habe und somit als Teamleiter versagt habe. Jeder von uns macht einmal Fehler, manche auch mehr als einmal. Aber niemand hat es verdient von seinen eigenen Leuten im Stich gelassen zu werden. Zurück gelassen, in einem fremden Land, ohne aussieht auf Rettung. Niemand verdient dieses Schicksal. Ich konnte meinen Kollegen, meinen Freund nicht zurücklassen, er ist meine Familie.“

Der Dritte Hokage lehnte sich in seinen Stuhl zurück und starrte für einen Moment an die Decke.
„Ich respektiere dich Sakumo und ich verstehe dich.“ Er erhob sich von seinem Stuhl und ging um seinen Schreibtisch herum auf Sakumo zu. „Ich denke, wir sind hier fertig.“
Sakumo runzelte die Stirn. „Das war's? Keine Strafe? Degradierung? Sonstiges?“
„Nein. Du hast das richtige getan. Dafür kann ich dich nicht bestrafen.“
Sakumo bedankte sich und wollte schon gehen, da hielt ihn der Hokage noch zurück.
„Sakumo, es tut mir leid, du kannst dich jetzt leider nicht ausruhen. Es wartet eine weitere Mission auf dich. Der Kategorie S. Und eines kann ich dir sagen, dieser Auftrag wird nicht leicht.“

„Ich bringe dich nach Hause, wenn du willst.“ Hinoto ging neben Kakashi durch die Straßen von Konoha. Es versprach ein schöner Tag zu werden. Der Himmel war klar und wolkenlos. Die Sonne brannte herunter.
„Ich möchte nicht nach Hause. Ich würde gerne Kisuke besuchen.“ Hinoto legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Ich weiß, will ich auch, Grünschnabel. Aber er wird noch behandelt. Wir können frühestens morgen zu ihm.“ Niedergeschlagen senkte Kakashi seinen Kopf. Das war alles zu viel für ihn.
„Hast du hunger, Grünschnabel? Wir konnten Dangos essen gehen oder vielleicht Nudelsuppe bei Ichiraku?“
„Nudelsuppe klingt gut.“ Hinoto lächelte und forderte Kakashi zu einem Wettrennen heraus. Was dieser blöd fand, den Spaß jedoch dennoch mitmachte.

„Deine Nudelsuppen sind wirklich die besten. Im Ernst, sowas leckeres habe ich selten gegessen.“ Hinoto schaufelte sich die Suppe regelrecht in den Hals. „Danke, das freut mich, dass es dir schmeckt.“
Teuchi sah Kakashi an. „Wie schmeckt es dir Kakashi?“ Während er seine Gäste unterhielt, kalkulierte er nebenbei den Einkauf für die nächsten Tage. „Sehr gut, danke.“
Teuchi freute sich immer, wenn seine Gäste zu Frieden ware. „Dein Vater hat dich sehr gut erzogen. Du bist sehr höflich, ich hoffe, dass ich auch einmal Kinder haben werde, die so gut erzogen sind wie du. Ich habe gehört, du warst mit deinem Vater auf Mission. Bist du denn schon bereit, in die Fußstapfen deines Vaters zu treten?" Kakashi schüttelte denn Kopf. „Niemand ist so gut wie Vater.“
Mit vollem Mund sprach Hinoto: „Das stimmt. Konohas legendärer weißer Reißzahn. An ihn kommt keiner ran.“
Er schlürfte weiter. „Wie ich höre, darf man dir gratulieren? Du bist jetzt verlobt Teuchi?“
Teuchi wurde rot. Verlegen kratzte er sich am Kopf. „Ja, sie ist toll.“
Kakashi lächelte ihn an. „Und wann wirst du heiraten?“
„Es sind noch ein paar Monate. Aber wir sind beide schon sehr aufgeregt.“

Hinoto beglich die Rechnung für sie beide und bedankte sich noch mal für das tolle essen.
Kakashi verabschiedete sich bei Teuchi und verließ den Shop zusammen mit Hinoto.
„Also, ich weiß nicht wie es dir geht, Grünschnabel. Aber ich würde jetzt gerne nach Hause und mich etwas ausruhen. Es ist noch früh, du könntest zu deinen Freunden gehen.“
Wollte er seine Freunde sehen, er hatte nicht das Gefühl, das sie ihn verstanden. Er war der einzige von ihnen, der schon auf Missionen war. Er hatte mit ihnen nichts gemeinsam.
„Nein, ich gehe nicht zu meinen Freunden.“ Was wahr nur los mit Kakashi. Als er in seinem Alter war, konnte ihn nichts fernhalten von seinen Freunden, mit denen er mehrere stunden, am Stück spielte und sie jedes Mal die Zeit vergaßen, sodass es natürlich ärger mit ihren Eltern gab.
„Was willst du dann machen, Grünschnabel?“
„Ich werde wohl auch nach Hause gehen. Bis dann.“
Hinoto dachte nach, sein kleiner Freund wirkte sehr traurig. „Sag mal, Grünschnabel?“ Kakashi blieb stehen und drehte sich um. „Was denn?“
Hinoto grinste. „Was hältst du von einer Pyjamaparty? Das heißt, nur wenn du mich bei dir reinlässt.“
„Was ist denn eine Pyjamaparty?“ Hinoto lachte. „Na wir können Schach spielen, solange aufbleiben wie du möchtest und im Grunde jeden Quatsch machen, den du willst, bis dein Vater auftaucht.“ Er streckte ihm die Hand entgegen. „Was sagts du Grünschnabel?“
Kakashi schlug ein. „Geht klar.“

Ich war noch nie auf einer Pyjamaparty und ich glaube kaum, dass ich nochmal auf eine eingeladen werde. Okay, ich würde nicht eingeladen. Ich habe mich wie üblich ungesehen ins Haus geschlichen und mich dazu gesetzt und so getan als wäre ich ein Teil von ihrer Welt, ihrem Leben, als würde ich dazu gehören. Hinoto hatte für sie beide Popcorn gemacht, furchtbar süßes Zeug. Kakashi hatte während dessen, das Schachspiel aufgebaut. Sie spielten eine Party und aßen dabei. Dann schnappte sich Hinoto zwei Decken und ging mit Kakashi nach draußen. Er legte jeweils eine Decke für jeden ins Gras und sie legten sich hin. Die Sonne ging gerade unter und der Himmel spielte mit tausenden Farben.
Ich legte mich unauffällig neben sie und starrte zur verschwindenden Sonne.

„Ich frage mich, wo Vater bleibt?“ Kakashi schloss die Augen und genoss die wärme, die die letzten Strahlen erzeugten, die auf seinem Gesicht landeten. „Entweder kommt er gleich oder er wurde noch zu einer Mission einbezogen.“ Kakashi verschränkte die Hände hinter seinen Kopf, um etwas bequemer zu liegen. „Ohne dich?“ Hinato runzelte die Stirn. „Du gehörst zu seinem Team, warum sollte der dritte Hokage nur ihn für die Mission wollen. Warum nicht auch dich zur Verstärkung?“
„Dein Vater ist eine klasse für sich, Grünschnabel. Hin und wieder ist er Solo unterwegs. Das war schon immer so.“
Kakashi ließ den Tag Revue passieren und fragte sich, ab welchen Punkt alles schiefgelaufen war.
„Ich verstehe den Hokage nicht. Und auch nicht seine beiden Berater. Hätten wir Kisuke einfach da lassen sollen? Das kommt mir falsch vor.“
Der Himmel wurde dunkler, je weiter die Sonne verschwand, mit ihr, ging auch die wärme. Es war ruhig hier draußen. Diese Ruhe hatte etwas Beruhigendes.
„Die Regeln, der Ninja, gibt es nicht ohne Grund. Welche Auswirkung und Konsequenzen unsere Mission haben wird, werden wir schon sehr bald wissen. Wichtig ist, dass du mit deinen Entscheidungen Leben kannst. Dass du davon überzeugt bist, was du tust, denn dann wirst du auch die richtige Wahl treffen.“

Sakumo war zusammen mit einer Anbu Einheit an der Grenze. Die Ninjas aus Kusagakure wurden zuletzt hier gesichtet. Die Nacht war hereingebrochen, die Sicht war dadurch stark eingeschränkt. Alle Shinobi waren angespannt. Sakumo lief der Schweiß von der Stirn. Er hatte sich nicht einmal von Kakashi verabschieden können, eines wahr ihm klar. Diese Situation war sehr ernst. Laut den Beobachtern wurden fast 100 feindlich Shinobi entdeckt. Vielleicht auch weniger. Tatsache war, dass seine Mission, als Kriegsakt gewertet wurde und somit war dies seine Schuld. Der Hokage hatte an der gesamten Grenze Einheiten aufgestellt, für den Fall eines Angriffs. Die Zeit verging und es passierte nichts. Sakumo bewegte sich keinen Zentimeter, er war ganz starr, aus Furcht, durch die kleinste Bewegung entdeckt zu werden.
„Sakumo?“, flüsterte der Anbu rechts von ihm. „Da tut sich etwas. 150 Meter von hier, auf 12 Uhr.“
Sakumo schaute zur genannten Stelle und auch er sah es jetzt. Da waren sie.
Dann begann es also, die Frage war nur, wer hier sterben wurde, die Gegner oder etwa sie selbst?

Ich spürte es, noch bevor ich sie sah. So viele Seelen brauchten mich. Ich musste zur Grenze. Dort hatte eine gewaltige Schlacht stattgefunden und es gab sehr viele Tote. Noch immer lag ich neben meinen kleinen silberhaarigen Freund und starrte in den Sternenhimmel. Doch sie riefen mich, es war für mich an der Zeit zu gehen. Ich stand auf und blickte auf Hinoto und Kakashi hinunter, die mittlerweile eingeschlafen waren. Bis später meine Freunde, es war ein schöner Abend und meine erste Pyjamaparty.
Von einer Sekunde zur nächsten war ich verschwunden.

Was hatte ich erwartet? Ein blutiges Schlachtfeld? Ja, genau. Ich hatte in meinem Leben schon viele Schlachtfelder gesehen. Das ausmaß des Kriegs, die Tragödien die darauf folgten. Das würde für mich eine lange Nacht werden. Doch mein erster Gedanke war, wer hatte diesen Kampf überlebt? Welches Reich würde als der Sieger gewertet werden. Gab es nach einer Schlacht überhaupt einen Sieger? Tödlich verwundete und Tote, gab es zu genüge, auf beiden Seiten. Also wer hatte gewonnen?
Die Antwort war einfach. Ich hatte gewonnen, denn ich bekam all diese Seelen.
Ich gewinne immer.

Im Dorf wurde der Notstand ausgerufen. Alle Ninjas wurden zur Hilfe aufgefordert, die Grenzen des Dorfes zu verteidigen, die Toten zu bergen und die Verwundeten in die Krankenstation zu bringe. Es war eine Nacht, in der niemand schlief. Es war eine Nacht des Grauens, in dem jeder hoffte, sie möge bitte so schnell wie möglich vorbeigehen. Kinder schrien nach ihren Eltern, gehörten sie zu den gefallenen? Frauen und Männer suchten unter den Toten und verletzten nach ihren Ehepartnern. Eltern beteten für ihre Kinder, dass sie nicht dort zu finden waren und es ihnen gut ging.
Die Opferzahl war sehr hoch und sie würde noch weiter steigen. Die Kusagakure Ninjas waren zurückgeschlagen worden, doch der Preis war sehr hoch gewesen.
Sakumo brachte einen Kameraden gerade auf die Krankenstation, er hatte während der Schlacht sein Bein verloren, er war in Lebensgefahr. Er stieß die Tür zum Krankensaal auf. „Hilfe, ich brauche Hilfe.“
Eine Schwester stürzte herbei und holte eine Trage. Sakumo half ihn hinauf und die Schwester schrie nach einem Arzt und schob ihn weiter. Sakumo nutze die Gelegenheit um zu Atem zu kommen, er wischte sich den schweiß von der Stirn und sah sich um. So viele verletzte, so viele Tote.
Was hatte er getan? Das alles hier war seine Schuld. Er konnte nicht verhindern, dass ihn Tränen in die Augen traten, er versuchte sie wegzublinzeln. Keine Chance. Er weinte. Es fühlte sich an, wie der schlimmste Tag seines Lebens. Sogar noch schlimmer, wie Mijukis Tod.

Beim Verlassen der Krankenstation traf Sakumo auf Hinoto. Sein Kamerad sah ihn besorgt an.
„Komm mit mir Hinoto, es gibt noch mehr verwundete. Wir müssen sie zurück ins Dorf bringen.“
Hinoto nickte und die beiden machten sich auf den Weg zur Grenze.
Unterdessen war Kakashi ebenfalls unterwegs. Auf seinen Weg durchs Dorf traf er auf Obito.
„Hey Kakashi, weißt du was los ist?“ Obito rannte ihm entgegen.
Kakashi blieb stehen und sah seinen Freund an. „Ich glaube, es gab einen Angriff, bei der Grenze. Wir müssen dahin und ihnen helfen.“
Obito hielt Kakashi zurück, der sich schon wieder auf den Weg machen wollte. „Wie stellst du dir denn das vor? Wir können ihnen nicht helfen, wir würden nur den anderen im Weg stehen. Wir sollten hier bleiben und versuchen hier vor Ort zu helfen.“
Kakashi riss sich von ihm los. „Sei nicht so ein Feigling, Obito. Unsere Kameraden da draußen brauchen uns und ich lasse sie nicht im Stich, unter keinen Umständen. Wenn du lieber hier bleiben willst, ist das deine Sache, ich jedenfalls gehe jetzt da raus.“ Damit verschwand Kakashi und begann Richtung Haupttor zu laufen. Obito blieb entgeistert zurück. Er wollte auch so mutig sein, wie Kakashi.
Am Haupttor angelangt, wurde Kakashi von einem älteren Shinobi zurückgehalten.
„Halt stopp Kleiner. Wo willst du denn hin? Wir sind mitten in einer Ausnahme Situation. Da draußen hast du nichts zu suchen, klar?“
„Ich will doch nur helfen.“ Der ältere stieß ihn zurück. „In dem du dich ebenfalls in Gefahr bringst? Nein, du bleibst hier. Anweisung vom Hokage, nur befugte Personen, dürfen das Dorf verlassen, um zu den Verwundeten zu kommen, also seh zu, dass du nach Hausse kommst. Du bist hier nur im Weg.“
„Aber mein Vater ist dort draußen.“ Der ältere Shinobi wurde zunehmend genervter. „Das ist mir egal, Bursche, sieh zu, dass du Land gewinnst.“
Kakashi fühlte sich in diesem Moment unbrauchbar und seine Sorgen um seinen Vater wurden größer.
Mein kleiner Freund, wie recht du doch mit deinen Sorgen liegst. Doch in diesem Moment konnte ich nichts für ihn tun. Noch immer kümmerte ich mich um die vielen Seelen, die ihre letzte Reise antreten mussten.
Es blieb mir keine Zeit mich auszuruhen oder auch nur kurz innezuhalten um zu beten. Wobei ich noch nie gebetet habe, doch die Menschen tun dies ständig. Ich habe allerdings noch nie gesehen, dass es etwas gebracht hätte.
Betet nur. Vielleicht kommt eines Tages der Tag, an dem sie jemand erhören würde, ich jedoch, würde nicht derjenige sein.
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