Zwischen Liebe, Frieden und Verrat

GeschichteDrama, Romanze / P16
Astoria Greengrass Blaise Zabini Draco Malfoy Pansy Parkinson Theodore Nott Tracey Davis
04.01.2020
23.10.2020
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17.10.2020 3.471
 
Da war sie wieder. Zuhause in ihrem Zimmer, so wie sie es von Anfang an von Nott gefordert hatte. Sie sollte also glücklich sein und den Todesser aus ihrem Kopf verbannen. Ihn vergessen, so wie er sie vergessen würde. Schließlich hatte Nott ja laut genug gesagt, dass sie ihm egal war. Das war ja schlecht zu überhören gewesen, also sollte er Tracey genau so egal sein. Irgendwie fühlte sie sich seit dem nur seltsam. Es waren nur dumme Worte eines Todessers, den sie nicht einmal leiden konnte, aber seit dem fragte sie sich ob sie nicht schön war. Ob sie wirklich so abstoßend war, dass es Nott unangenehm war sich zusammen mit ihr sehen zu lassen. Er war ein Idiot und seine Worte unwichtig. Trotzdem trafen sie Tracey mehr als sie zugeben wollte.
Nachdenklich sah sie aus dem Fenster und berührte ihr Spiegelbild, das sich auf der Scheibe abzeichnete.
Sie war blass und auch dünn. Tiefe Augenringe zeichneten sich in ihrem Gesicht ab und ließen sie ein wenig wie eine Leiche aus sehen. Kein Wunder dass sie ihm unangenehm war. Sie fand ihr Äußeres ja selber abstoßend.
Tracey seufzte und blicke aus den Gedanken gerissen auf, als jemand ihre Zimmertür öffnete. Nach all der Aufregung hatte sie auf etwas Ruhe vor Morgen gehofft.
„Warum liegst du noch nicht im Bett? Du musst doch hundemüde sein.“ fragte Lucy fürsorglich und kam mit einer Tasse Kakao auf sie zu.
Sie war auch müde, hatte aber fürchterliche Angst ein zu schlafen. Den Albträumen wieder zu begegnen und vollkommen machtlos zu sein.
Fragend setzte die Blonde sich zu ihr auf die Fensterbank und drückte Tracey die warme Tasse Kakao in die Hand. Das hatte sie früher auch immer gemacht, nur das Tracey nicht mehr klein war und größere Sorgen als eine Schlechtes Gewissen wegen zerbrochenem Geschirr, hatte.
„Ich weiß du hast es schon mehrfach beteuert,“ fing Lucy wieder an,: „aber hat er dir wirklich nichts getan? Du bist so verändert seit dem du wieder hier bist.“
Nachdenklich betrachtete Tracey ihre Arme und schüttelte den Kopf,: „Nein wirklich nicht. Das war nicht Nott.“
Zwar hatten sie gestritten, aber das war anders gewesen. Rabastan hingegen hatte ihr bewusst weh tun wollen. Doch das sagte Tracey nicht. Je weniger Lucy über das Verhör wusste, um so weniger konnte sie sich aufregen. Im Moment wollte sie einfach nur etwas Ruhe und alles vergessen.
„Ich hätte einfach nicht zu dem Verhör gehen sollen.“
Dann hätte sich alles andere nicht gezogen wie ein Rattenschwanz und sie würde weiterhin glücklich und zufrieden leben. Ohne Nachts um ihr Leben zu schrien und dann immer panisch auf zu wachen.
„Nein, das hättest du wirklich nicht.“ sanft strich Lucy ihr über die Schulter,: „Aber du wirst es vergessen. Glaub mir. Wenn der Alltag wieder einkehrt, wirst du dich kaum daran erinnern.“
Hoffentlich. Sicher war sie sich da nicht. Besonders bei dem was ihr in den nächsten Tagen bevor stand. Constance hatte es Tracey ja bereits regelrecht angedroht. Das Kleid musste noch ein letztes mal anprobiert werden, der Schmuck dafür noch ausgesucht und ihre Frisur war ebenfalls noch nicht besprochen. Es würde einfach alles so weiter gehen, als wäre nie etwas passiert.
Der Grund warum sie Bälle generell nicht mochte. Der ganze Stress vorher raubte ihr den letzten Nerv. Jetzt war sie sich nicht einmal sicher, ob sie das nach den letzten Tagen die Vorbereitungen überhaupt durchhielt.
„Bei Constance Plänen ja auch kaum möglich.“ scherzte Tracey lächelnd und versuchte so das Thema Nott und die letzten Tage beiseite zu schieben.
Mit ihrer Stiefmutter traf sie nur bei Lucy anscheinend einen wunden Punkt. Ihr entspanntes Gesicht verfinsterte sich leicht und offenbarte Tracey, dass in den letzten Tagen mehr zwischen der Frau ihres Vaters und ihrer Tante vorgefallen war, als ein paar Beleidigungen, die fasst schon als erster Punkt an der Tagesordnung standen.
„Sie soll sich einfach nicht so auf spielen als wäre die plötzlich die Übermutter schlechthin. Nur weil sie Pansy nicht mehr unter Kontrolle hat und sich ständig mit ihrer Tochter streitet.“  erboste sich Lucy verärgert und nahm der irritierten Tracey die Tasse ab, um wohl ihre bitteren Gedanken hinunter zu spülen.
Kurz spielte sie mit dem Gedanken ihrer Tante zu erzählen, dass sie ungewollt bei der Nächtliche Unterredung mit Constance gelauscht hatte. Doch sie wollte nicht schon wieder Streit aufkommen lassen. Ihre Wiederkehr hatte den letzten vergessen lassen und so war Tracey einfach froh darum Lucy wieder zu haben und nicht mehr alleine in diesen Irrenhaus zu sein.  
„Scheint, als hätte ich eine Menge verpasst, als ich nicht da war.“ stellte Tracey sachlich fest und trank selber wieder einen Schluck Kakao.
„Allerdings.“ stimmte ihre Tante ihr zu und schien in Gedanken noch immer bei Constance zu sein.
Während ihre Stimme wieder warm und herzlich klang, war ihre Hand zu einer Faust geformt, in der ihren Tante wohl Gedanklich ihre Stiefmutter zerquetschte.

Unsicher betrachtete Tracey sich am nächsten Tag im Spiegel des Juweliers und fühlte sich alles andere als wohl dabei. Das Diamanteilcollie um ihren Hals schien eine Tonnen zu wiegen und sie gewaltsam auf den Boden der Tatsachen ziehen zu wollen.
Nicht das sie es nicht als schön bezeichnen würde. Es war einfach zu protzig und groß für sie. Das ganze war er Pansy‘s Stil und nicht ihrer.  
„Und?“ fragte ihre Stiefschwester neugierig und und trat hinter sie.
„Ich weiß nicht.“ gestand Tracey ehrlich und drehte ihren Hals leicht auf die Seite,: „Ich glaube das passt nicht zu mir.“
Natürlich sollte sie sich jetzt in dem Ballkleid vorstellen und dann überlegen ob der Schmuck dazu passte. Es war nur schwer, wenn man mit einem rosafarbenem Sommerkleid und einer Jeansjacke vor dem Spiegel stand und fasst jedes Schmuckstück zu diesem Outfit übertrieben und überladen wirkte.
Die großen weißen Steine wirkten klobig an ihrem Hals und die Tropfenförmigen Anhänger, komplett deplatziert.
Nachdenklich betrachtete Pansy sie und verzog dann nach ein paar Sekunden das Gesicht, ehe sie den Kopf schüttelte und sich wieder zu der Verkäuferin herum drehte,: „Nein das passt nicht zu meiner Schwester.“
„Wir haben noch wunderschöne andere Diamanteilcollies die sich bestimmt Perfekt an dem Hals ihrer Schwester machen würden.“ schlug diese stattdessen vor.
Unsicher schaute Tracey zu Pansy, die aber erneut den Kopf schüttelte,: „Nein, das ist zu aufdringlich für ihre Person. Wie ist es mit Perlen. Habe sie da etwas?“
Sofort nickte die Verkäuferin und war fasst schon mit einer Staubwolke verschwunden.
Pansy holte tief Luft, während Tracey sich fragend zu ihr herumdrehte und dabei zu sah, wie ihre Stiefschwester sich einen Schluck Champagner gönnte.
„Erträgst du mich nicht ohne Alkohol?“ scherzte sie und ihre Stiefschwester schüttelte lächelnd den Kopf.
„Entgegen meiner Befürchtungen ist es nur halb so schlimm.“ sie stellte das Glas wieder ab und betrachtete sich selbst im Spiegel,: „Aber meine Mutter ist im Moment unausstehlich. Seit du weg warst hat sie sich wie eine Hyäne auf mein Privatleben gestürzt.“
Fragend sah Tracey sie an,: „So schlimm? Ich meine so interessant kann das doch nicht sein, dass ihr aneinander geratet.“
Was tat die Brünette, ohne ihr etwas zu wollen, schon anderes als Bälle und Empfänge zu planen, oder von Draco Malfoy zu schwärmen.  
„Glaub mir, es ist die Hölle. Das steht die nämlich auch noch bevor.“
Tracey schnaubte und hoffte das die Verkäuferin gleich wieder kam um ihr das Monster am Hals ab zu nehmen. Das hätte sie ja keinen ganzen Abend ausgehalten.  
„Was bitte könnte deine Mutter an meine Leben interessieren? Sie weiß doch schon alles.“
„Nein,“ Pansy strich sich eine Strähne, die sich aus ihrem Dutt gelöst hatte hinters Ohr,: „Sie glaubt dass du nach dem Verhör bei einem Liebhaber warst, von dem sie nichts weiß. Sie fürchtet um deine Jungfräulichkeit.“
Erschrocken drehte Tracey sich herum und glaubte sich verhört zu haben. Seit wann kam Constance denn auf solche Ideen und warum zum Teufel schaltete sich da nicht einmal ihr Vater ein? Er wusste, dass sie anständig war.
Mit Nott hatte sie auch nicht geschlafen, obwohl sie am letzten morgen nebeneinander aufgewacht waren. Ihre Verzweiflung hatte das zugelassen, aber mehr war auch nicht passiert. Auch wenn ihr der Gedanke daran schon unangenehm war.
Schnell verneinte Tracey, weil Pansy sie auf ihr erschrockenen Nachdenken hin fragend musterte,: „Ich bin noch Jungfrau. Und selbst wenn nicht, würde es sie nichts an gehen.“
„Sag das ihr und nicht mir. Mir ist es doch egal ob du einen hast oder nicht. Wenn du nächstes mal nur verschwindest, sag mit bitte vorher Bescheid, ich habe mir echt Sorgen gemacht nachdem Lucy deinen Vater angefahren hat, wie er zulassen konnte dass du da hin gehst.“
„Es wird kein nächstes mal geben Pansy.“
Zum einem weil sie nie wieder zu einem Verhör gehen würde und zum anderen, weil sie nie wieder etwas von Nott hören oder sehen wollte.
Die Verkäuferin kam wieder, ehe ihre Stiefschwester sie weiter necken konnte. Vorsichtig nahm die Hexe ihr das Collie ab und legte ihr nun eine schlichte weiße Perlenkette um. Sie vielen an Traceys Hals kaum auf und wogen auch keine Tonnen.
„Besser oder?“ fragte Pansy fachlich und Tracey nickte.
„Sie ist schön.“ lächelnd betrachtete sie sich im Spiegel.
Das war schon eher ihr Stil.
Die Verkäuferin strahlte erleichtert über das ganze Gesicht und war wohl froh ein so gutes Geschäft trotz Tracey Eigenheiten zu machen.
„Ich hätte da noch passende Ohrringe und ein Armband zu, wenn die Damen möchten.“ schlug die Verkäuferin vor und Pansy stimmte zu, alles einmal zusammen sehen zu wollen.
Kaum war die Hexe wieder weg, fragte Tracey,: „Wo ist eigentlich deine Mutter? Ich dachte es ist ihre Persönliche Lebensaufgabe mich Ball-fähig zu machen.“
Entgegen ihrer Tochter, würde Constanze sie unzählige protzige und teilweise auch hässliche Collies anprobieren lassen, bis sie merkte dass Tracey so etwas nicht tragen konnte. Ähnlich wie bei den Kleidern.  
„Sie musste noch was im Ministerium erledigen. Keine Ahnung was genau, aber es schien wichtig zu sein. Also hab ich mich aufgeopfert, ich hoffe dass das keine all zu große Enttäuschung war.“ scherzte Pansy gelassen.
„Ich bin froh dass du da bist.“ gestand Tracey ehrlich,: „Und nicht deine Mutter. Abgesehen davon habe ich dich wirklich vermisst in der letzten Zeit.“
Die Abwesenheit der Parkinson war ihr sehr schnell aufgefallen und hatte Tracey ab und zu auch etwas alleine fühlen lassen.
Ihre Stiefschwester lächelte ehrlich, so dass ihre weißen Zähne zum Vorscheinen kamen,: „Ich dich auch.“
„Wir sollten man wieder mehr zusammen machen. Zwar leben wir im selben Haus, aber sind noch mehr verstreut, als in Hogwarts.“
Was kein Wunder war, das Leben hatte sie alle im Griff. Trotzdem sehnte Tracey sich nach der Parkinson. Wenn es jemanden gab der sie von Nott und dem erlebten Verhör ablenken konnte, dann sie.
Lucy hatte momentan an fasst jedem Abend in der Wochen einen Auftritt und wollte sich sicher auch noch mit ihrem James treffen. Das war nämlich auch etwas, das sich in Traceys Abwesenheit noch weiter entwickelt haben musste. Selbst Pansy kannte mittlerweile den Namen des Operndirektors, was bedeutete, das ihre Tante kein all zu großes Geheimnis mehr daraus machte.
„Sagt die von uns, die man nur zum Essen zwischen all den Büchern zu sehen bekommt.“ behauptete Pansy prompt und gönnte sich einen weiteren Schluck Alkohol.
Dabei lächelte sie aber, was Tracey nur ergeben mit den Schulter zucken ließ.
Die Verkäuferin kam mit dem Restlichen Schmuck des Sets wieder und nachdem Tracey alles zusammen anprobierte, stimmte ihre Stiefschwester einem Kauf zu.
Als sie dann eine Unsumme an Gold für die paar Teile ausgegeben hatten, schlenderten sie zusammen durch die Winkelgasse und machten an dem einen oder anderen Schaufenster kurz halt. Ein wenig erinnerte Tracey das an früher und sie genoss es mit alltäglichen Problemen beladen zu werden, die leicht aus der Welt zu schaffen waren.
Trotzdem wanderte ihren Gedanken wieder zu Nott, als sie sich in einem Kaffee niederließen um eine Pause zu machen.
Während sie in ihrem Tee die Milch verrührte, sah sie immer wieder den erschrockenen Gesichtsausdruck des Todessers, als sie neben ihm aufgewacht war und Draco in der Tür stand.
„Geht es dir wirklich gut?“ Pansy legte ihre Hand auf die von Tracey und schaute sie besorgt an,: „Du hast doch was.“
Die Brünette saß entspannt mit überschlagenen Beinen in dem Stuhl und musterte Tracey fragend.
Es war schrecklich wie gut Pansy Tracey kannte. Als wären sie wirklich Geschwister, so wie Astoria und Daphne.
„Eigentlich ist es dumm. Immerhin hasse ich ihn eigentlich.“
Und er sie.
„Ihn?“ wiederholte Pansy überrascht und zog fragend die gezupften Augenbrauen hoch.
Tracey nickte und strich sich die Haare aus dem Gesicht. Sie fasste es nicht das der Todesser sie selbst in seiner Abwesenheit fertig machte.
„Theodor Nott. Unser alter Klassenkamerad.“ erklärte sie dann,: „Er hat mich aufgegabelt und um mich gekümmert. Das stimmt alles schon. Aber es gab da so einen Moment.“
Pansy wurde misstrauisch,: „Moment? Habt ihr etwa… na ja du weißt schon.“
„Bei Merlin nein!“ erschrocken hob Tracey die Hände hoch schon schrie beinahe, so peinlich war das worauf ihre Stiefschwester hinaus wollte,: „Wir haben nicht. Ich wollte nicht! Ich meine ich hasse ihn! Aber… als es mir nicht so gut ging und wir in der Nacht geredet haben… Am nächsten Morgen ist er im Bett neben mir aufgewacht! Keine Ahnung warum und wieso. Wir waren so vertraut und haben uns sogar verstanden. Stattdessen springt er dann panisch aus dem Bett, als hätte ich die Krätze oder ähnliches und prahlt Rum wie egal ich ihm doch bin!“
Sie wollte nichts von Nott. Sie war fasst jedes mal, wenn er sie berührt hatte, erschrocken zusammen gezuckt, weil ihr das Gefühl, was er damit verursacht hatte unangenehm gewesen war. So als ob ein Kalter Schauer ihren Rücken hinunter laufen würde. Bisher hatte sie ein Junge ja noch nicht einmal geküsst.
„Aber wenn da doch nichts gewesen ist und du ihn ja nicht einmal magst, warum vergisst du diesen Idioten dann nicht einfach? Unverheiratet das Bett mit einem Mann zu teilen ist kein Verbrechen Tracey. Auch wenn meine Mutter das anders sehen würde. Wenn nichts zwischen euch gewesen ist, verstehe ich nicht warum dich der Todesser so fertig macht.“ eindringlich schaute die Brünette sie an und versuchte zuversichtlich zu wirken.
Aber Tracey schüttelte entschieden den Kopf und widersprach energisch,: „Du hättest seinen Blick in dem Moment einmal sehen müssen! Er hat mich nur angesehen und ist dann weg gelaufen! Als wäre er total angeekelt von mir.“
Der Moment hatte sich tief in ihr Hirn gebrannt und ließ sie seit dem nicht mehr los. Sorge dafür dass sie sich schrecklich fühlte.
„So ein Idiot!“ schimpfte Pansy und verschüttet ihr ihrer Wut fasst den Tee,: „Jetzt verstehe ich was du meinst. Aber nimm dir das nicht so zu Herzen. Du bist weder abstoßend noch sonnst irgendetwas in der Art. Du bist schön, sehr schön. Lass das nicht zu nah an dich heran. Wer weiß was dem Todesser ins  Hirn geschissen hat! Es gibt genug andere Männer die von dir verzaubert sind!“
Mochte sein, aber dieser Blick von Nott schien sie zu verfolgen und immer daran erinnern zu wollen doch nur ein widerliches Halbblut zu sein.
Trotzdem versuchte sie Pansy für ihre netten Worte ein dankbares Lächeln zu schenken,: „Danke. Behalte das nur bitte für dich. Lucy würde Nott vierteilen, wenn sie das aus bekäme mit dem Bett. Von deiner Mutter will ich gar nicht erst anfangen.“
Wenn sie schon so absurde Gedanken wie die eines Liebhabers hatte, wollte Tracey nicht herausfinden was ihre Stiefmutter tun würde, wenn das raus käme.
„Selbstverständlich.“ Pansy wank mit der Hand ab und trank genüsslich eine Schluck aus ihrer Tasse,: „Ich kann ja schlecht zu sehen wie sie dich in ihrer Angst um deine Jungfräulichkeit im Zimmer ein sperrt und dir irgendwann einen Mann vorsetzt denn du nicht einmal leiden kannst.“
Sie stimmte lachend zu,: „Nein kannst du nicht.“
Wobei Constance das sicher auch tun würde, wenn sie je heraus fand, dass Pansy ihre Jungfräulichkeit bereits in Hogwarts verloren hatte.
Sie hatte ihre Tochter verdächtigt. Aufgrund der zahnlosen Geschenke, die die Eulen in den Ferien brachten. Aber Tracey hatte für Pansy gelogen. Behauptet, dass das alles nur Jungs wären die ihrer Tochter zwar verfallen waren, sie aber nicht anrührten. Pansy eben nur mit ihren spielte, um der Langeweile in dem großen Schloss zu entkommen. Die bei dem Berg an Hausaufgaben ja auch so schnell auf kam.
Constance hatte ihr geglaubt und Tracey angehalten es ähnlich zu machen, ein Buch mal gegen einen Jungen zu tauschen, um Erfahrungen im Umgang mit ihnen zu sammeln.  
Ihr Blick musste Göttlich gewesen sein. Pansy hatte sie noch Tage danach ausgelacht und es ihr bei Gelegenheit immer wieder unter die Nase gebunden. Grund genug es doch Constance zu sagen. Aber Tracey war kein Verräterin. Irgendwann hätte sie ebenfalls Pansy's Hilfe gebraucht und sie daran erinnert. Es ärgerte sie nur dass es wegen so einem Idioten wie Nott war.  
„ Hu hu Kinder!“ kaum war die Stimme der Blondine zu vernehmen, verdrehte Pansy genervt die Augen und tat so als ob sie ihre Mutter nicht gehört hätte.
Strahlend, als wäre Constance mit dem Merlinorden Erster Klasse ausgezeichnet worden, stöckelte sie ihn ihrem Besch farbenen Etuikleid auf sie zu und atmete, nach dem sie sich auf den freien Stuhl gesetzt hatte, wie nach einem anstrengendem Marathonlauf.  
„Ich dachte ihr währt womöglich schon zurück nach Hause gegangen.“
„Nein, wir sind noch etwas bummeln gewesen.“ erklärte Tracey ruhig, da Pansy nicht einmal Anstalten machte ihre Mutter an zu sehen.
Das bemerkte die zwar auch. Ließ sich davon wohl aber ihre perfekte Laune nicht ruinieren lassen zu wollen.
„Habt ihr denn was schönes gefunden meine Lieben? Was war mit dem Collie das ich hatte zurück legen lassen? Das war doch wunderschön, nicht war Tracey?“
Wie eine Hyäne legte sie ihre Hand auf Traceys Knie und schaute sie voller Erwartung an.
Bestimmt erhoffte sie sich, das Tracey es umwerfend fand und ihrer Stiefmutter danken um den Hals fiel. Nur das dass nicht ihre Art war und nie passieren würde. Dass das Collie von dem die Blondine sprach, zudem verdammt hässlich gewesen war ganz zu schweigen.
„Sicher, das war es.“ nur mit mühe brachte sie die Lüge zwischen den Zähnen hervor,: „Aber wir haben dann doch beschlossen das Perlen besser zu dem Kleid und mir passen.“
Constance perfektes Lächeln geriet leicht ins wanken und fasst schon glaubte Tracey für den Bruchteil einer Sekunde die spitzen Nägel der Hexe auf der Haut zu spüren. Doch kaum hatte sie das Gefühl, war es schon wieder weg und Tracey schob es auf Einbildung, als ihre Stiefmutter die Hand wieder zurück zog und für sich einen Tee orderte.
„Und nicht zu lange ziehen lassen. Ich habe einem empfindlichen Gaumen!“
Pansy schnaubte und Tracey konnte sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen. Schnell trank sie allerdings etwas von ihrem eigenen Tee, damit Constance das nicht mit bekam.
„Wie schade, aber gut es muss ja dir gefallen Schätzchen.“
Glücklich war die Frau ihres Vaters damit nicht. Nur ein Troll würde den säuerlichen Unterton in der Stimme überhören. Dennoch ging sie nicht weiter darauf ein.
„Habt ihr beiden den etwas passendes für heute Abend?“
„Heute Abend?“ fragte Pansy irritiert gegen und schaute ihre Mutter das erste mal an.
Genervt schnalzte Constance mit der Zunge,: „Das Abendessen zu dem Edgar Traceys Retter eingeladen hat. Diesen Theodor noch was.“
„Theodor Nott.“ korrigierte Tracey sofort und hoffte auf einem dummen Scherz von Seiten ihrer Stiefmutter, als kleine Rache wegen dem nicht gekauften Collie.
„Genau der.“ stimmte die Hexe aber nur zu und fuhr trotz Traceys überfordertem Blick fort,: „Ein stattlicher junger Mann. Aber um auf meine Frage zurück zu kommen, habt ihr etwas angemessenes?“
Sie antwortete nicht während Pansy wie ferngesteuert nickte. Tracey wollte Nott nicht in ihrem Haus haben, geschweige denn auf dem selben Grundstück. Er sollte weg von ihr bleiben. Als ob er nicht schon genug getan hätte.
„Tracey würdest du bitte antworten, wenn ich mit dir rede? Du siehst ja aus als würdest du einen Geist sehen.“ schallte die Stimme Constance in ihren Kopf. Als Tracey wieder in der Gegenwart an gekommen war, begegnete sie dem Ungeduldigen Blick ihres Gegenübers.
Fahrig strich sie sich die Haare aus dem Gesicht und nickte,: „Äm ja habe ich. Entschuldige.“
„Wunderbar.“ die Blonde wirkte wieder zufrieden wie eh und je,: „Ich weiß dass du wohl möglich etwas traumatisiert bist Schätzchen, aber heute Abend solltest du dir das nicht anmerken lassen. Immerhin ist das unhöflich.“
„Mutter!“ zischte Pansy ärgerlich während Tracey wieder gedankenverloren in den Tee starrte.
Sie wollte Nott nicht wieder sehen. Schon gar nicht bei einem Abendessen, wo er als Held gefeiert wurde, der er nicht war.



So meine Lieben wieder ein Kapitel. Ich weiß es ist ein paar Wochen her das ihr etwas von mir gehört hab, aber ich würde mich schon über eine kleine Rückmeldung freuen wenn ihr die Zeit dazu finden würden.
Bis dahin, bleibt gesund und noch ein Schönes Wochenende
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