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Every Rose Has Its Thorn

von Lechey
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Archie Andrews Betty Cooper Cheryl Blossom FP Jones Jughead Jones Veronica Lodge
03.01.2020
17.04.2021
39
78.205
11
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03.01.2020 1.278
 
Rocks


Whyte Wyrm - Heute

Das Whyte Wyrm war gut besucht heute an diesem besonderen Tag. Die schwere, dunkle Holztür war einladend geöffnet, bereit jeden schaulustigen und neugierigen Gast zu dieser Feierlichkeit willkommen zu heißen. Und das waren eine ganze Menge.
Immer mehr und mehr strömten durch den Eingang, von lautem Geschnatter und den aufheulenden Motorengeräuschen der parkenden Bikes, auf dem Parkplatz, begleitet.

„Dann mal los", schnaubte eine hübsche Blondine zu sich selbst, die gerade über den Parkplatz stöckelte, mit ihren beigen und mit goldenen Nieten besetzten Pumps. Wie aus dem Nichts tauchte eine dunkelhaarige Schönheit neben ihr auf und stupste sie leicht an der Schulter an. Ihre haselnussbraunen Augen scannten das Outfit der Blondine ab und sie nickte ihr anerkennend zu.
„Du siehst ziemlich heiß aus", merkte sie an während ihre Augen den engen schwarzen Lederrock und die hellbeige Seidenbluse mit tiefem Ausschnitt betrachteten. Sie selbst hatte ein kurzes silbernes Glitzerkleid mit Fransen am Saum für heute ausgewählt. Elegant aber sexy.
„Er wird kaum seine Augen von dir lassen können, B", setzte sie noch hinterher. Lächelnd wandte sich das blonde Mädchen zu ihr. Es bedeutete ihr viel, dass sie sie so aufbaute. Die beiden waren schon fast an der großen Tür angelangt als sie ein verächtliches Schnauben hinter sich vernahmen. Aus der Dunkelheit trat eine große Rothaarige hervor und sah die zwei Mädchen vor ihr mit einem Blick an, der pure Verachtung ausstrahlte. Eine näselnde Stimme kam aus ihrem, mit knallrotem Lippenstift verzierten Lippen.
„Er mag vielleicht von deinem Aussehen geblendet sein, aber wenn es darauf ankommt eine passende Königin an seiner Seite zu wählen, wird er wissen, wer dem wirklich gewachsen ist, Schätzchen. Und das bist bestimmt nicht du!“
Die beiden Mädchen tauschten einen genervten Blick aus ehe die Blondine mit aufgesetztem Lächeln erwiderte,
„Möge die Bessere gewinnen, Cheryl", und sich wieder abwandte.
„Das werde ich bestimmt, Betty!“, rief ihr die rote Ausgeburt der Hölle hinterher.

Die zwei Freundinnen traten, ohne ihre Konkurrentin weiter zu beachten, durch die Tür und kaum setzten sie einen Fuß auf den alten Holzboden der Bar, ertönte auch schon ein einheitlicher Slogan.
„In der Einheit liegt die Stärke!“, rief die Meute aus alten, furchteinflößend aussehenden Bikern, jungen Rowdys und einigen, nach Stripperinnen anmutenden Frauen. Die beiden Mädchen stimmten in den Ruf mit ein und in das nachfolgende Applaudieren, als ein gutaussehender Kerl mit schwarzer Lederjacke die kleine Bühne, an der hintersten Seite der Bar, betrat. Sein Lächeln wirkte völlig ehrlich und er deutete der Menge an, ruhig zu bleiben.
„Jetzt geht’s ums eingemachte", flüsterte Bettys Freundin ihr ins Ohr. Betty nickte wieder und sofort begannen ihre Augen den Bühnenrand abzusuchen. Er fiel ihr augenblicklich ins Auge wie er dort stand, angelehnt an die mit Bandpostern verzierte Wand neben der Bühne. Seine schwarzen, dichten Haare fielen ihm ins Gesicht und seine altbekannte Mütze bändigte den Rest der wilden Haarpracht. Stählerne eisblaue Augen fanden die ihren und er stieß sich von der Wand ab, schlängelte sich zur Bar und ordnete zwei Schnapsgläser Tequila an. Mit den kleinen Gläsern bewaffnet trat er durch die Leute auf Betty zu.

„Trinkst du was mit mir?“, fragte er sie mit seinem charmanten Lächeln. Betty hob die Hand und nahm ihm eines der Gläser ab, prostete ihm zu und kippte es grinsend hinunter. Sie verzog keine Miene, obwohl das Gesöff brannte wie Feuer. Anerkennend nahm er ihr das Glas ab und stellte es neben sich auf einen Tisch.
„Du verträgst ganz nett was.“
Betty legte den Kopf etwas schief und wandte den Blick keine Sekunde von ihm ab. Beide hörten nicht auf die soeben gestartete Rede des Kerls auf der Bühne. „Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, wo ich vor ein paar Monaten noch war“, sagte sie mit ihrer sanften ruhigen Stimme.
„Und nun sieh dich an. Als hättest du nie etwas anderes gemacht!“, antwortete er ihr mit einem Funkeln in den Augen.
„Ich hoffe, du bereust das nicht irgendwann“ Seine Stimme klang ein wenig traurig, sogar einen Hauch ängstlich. Verwirrt runzelte Betty die Stirn.
„Warum sagst du sowas? Warum sollte ich es bereuen?“
Plötzlich griff er nach ihrer warmen, zierlichen Hand und drückte sie leicht.
„Es ist nur so viel passiert ...  und ich … ich muss dringend mit dir reden!“, platzte er heraus. Seine Augen weiteten sich und kurz schweifte sein Blick hinauf zur Bühne.
„Hab ich was falsch gemacht? Was ist los mit dir?“ Betty verstand im Moment gar nichts. Warum war er denn auf einmal so komisch? „Ich habe versucht einen passenden Augenblick zu finden, um mit dir alleine reden zu können, aber es war schier unmöglich in diesem ganzen Spektakel. Ich will nur, dass du weißt…“
Er kam nicht dazu seinen Satz zu beenden, denn rotes wallendes Haar drängte sich zwischen die zwei.
„Jughead Jones, du wirst doch sicher ein Gläschen mit einer guten Freundin kippen, oder?“ Cheryl hielt ihm ein Glas mit einer dunklen, fast schwarzen Flüssigkeit darin vor die Nase.
„Klar", erwiderte er und blickte entschuldigend zu Betty.
„Wir reden später, okay?“, rief er ihr noch über seine Schulter zu, denn Cheryl bugsierte ihn schon einige Schritte weiter. Entfernte ihn von Betty, ihrer schlimmsten Rivalin und größten Konkurrentin hier.
Betty konnte ihm nur noch hastig zunicken, ehe er in der Menge verschwand. Nur seine graue Mütze blickte hie und da durch. Etwas enttäuscht über sein schnelles Verschwinden, ausgerechnet mit der roten Schlampe, drehte sich Betty um und erblickte prompt ein bekanntes Gesicht.

„Betty!“, rief der große, muskulöse Kerl mit den roten Haaren und blieb vor ihr stehen. „Archie, ich wusste gar nicht, dass du auch hier sein wirst", entfuhr es ihr mit sichtbarer Überraschung. Mit den Händen in den Hosentaschen wippte er kurz auf seinen durchgetretenen Converse auf und ab. „Jughead hat mich sozusagen genötigt“, sein Blick wurde etwas kühler als er fortfuhr, „Ich sollte dir wohl gratulieren."
Wieder redete jemand mit Betty über etwas das sie absolut nicht verstand. Archie bemerkte wohl ihren verdutzten Ausdruck auf ihrem hübschen Gesicht und erklärte mit abfälligem Ton,
„Du siehst genauso aus wie sie. Ich schätze mal, du gehörst jetzt auch zu ihnen."
Es war keine Frage, sondern eine Feststellung, untermauert mit einem Blick über ihre Lederjacke, die sie über ihre Schultern gelegt hatte, mit dem deutlichen Schlangenemblem auf der Rückseite. „Morgen bist du schon die zukünftige Schlangenkönigin und unsere Wege trennen sich dann wohl."
Ein Seufzen entwich ihr und sie legte behutsam einen Arm auf seinen Unterarm. „Archie, sollte ich die Auserwählte wirklich sein, bleibe ich trotzdem noch die Alte!“
Er schüttelte ihre Berührung ab.
„Das ist schwer zu glauben, wenn ich dich hier so sehe. Du wirst dich automatisch verändern, was echt schade ist, denn ich mochte das Mädchen von nebenan."
Sie ließ sich nicht so leicht aus der Fassung bringen, auch wenn seine Worte schmerzten. „Ich verspreche dir, die werde ich bleiben, trotz der Lederjacke und dem ganzen Drumherum! Und sollte ich zu frech werden, erinnerst du mich einfach daran wie ich geheult habe als sich die Backstreet Boys getrennt haben", zwinkerte sie ihm frech zu. Sie kannten sich schon Jahre und er war ihr bester Freund. Dass alles so anders werden würde, hatte niemand geahnt. Archie blickte sie traurig an.
„Das fühlt sich wie eine Ewigkeit an, dabei ist alles nur einige Monate her."
Betty blickte durch die Menge und erhaschte Jughead, wie er mit einigen anderen jungen Mitgliedern der Southside  Serpents an der Bar stand.
„Es fühlt sich eher wie eine irre Story aus irgendeinem New adult Roman an“, sagte sie mehr zu sich selbst als zu ihrem Freund und in dem Moment prasselten all die erlebten Dinge der letzten Monate auf sie ein …
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