Mein Märchen und du!

GeschichteRomanze, Thriller / P18 Slash
03.01.2020
23.05.2020
45
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23.05.2020 8.159
 
Hallöchen :D
So nun wird endlich hier ein Missverständnis aufgedeckt XD
Ja, Mamoru's Partner war mit ihm zusammen im Waisenhaus, aber es nicht der Mann der mal namentlich erwähnt wurde und nun kann ich es endlich sagen :P
Ihr müsst euch weiter gedulden, ääätsch :P
Aber keine Sorgen, alle Geheimnisse werden gelüftet und mein Märchen ist noch lange nicht zu ende :D ♡

Viel Spaß!
Eure Doreen ♡♡♡



"Bist du taub verdammt! Gib mir deinen Boss!", brüllt Mamoru plötzlich und Rai und ich fahren erschrocken zusammen.

"Was geht denn jetzt ab?", fragt Rai mit weit aufgerissen Augen.

"Komm, werden wir gleich heraus finden.", sage ich aufgeregt und ziehe sie an der Hand zügig die Treppe hoch. Oben angekommen bleiben wir abrupt stehen und erblicken beide beunruhigt Mamoru lässig mit angewinkelten Beinen auf der schmalen Brüstung sitzen, ohne sich festzuhalten.
Oh Gott, er ist ja total lebensmüde!

"Oh Mann, er ist genauso irre wie Yuichiro, wir dürfen ihn bloß nicht erschrecken oder hat Mamoru auch so ein gutes Gehör?", fragt sie in Sorge und doch sehen wir ihn beide irgendwie fasziniert an.

"Endlich! Schmeiß den Typ raus bevor ich ihn die Finger kriege!
Wie kommt ihr voran? Was hat er ausgespuckt?", fragt Mamoru aufbrausend und ich verstehe wie immer nur Bahnhof.

"Darauf kannst du deinen Arsch verwetten, er wird uns schon gehört haben wie wir die Treppe eben hoch gerannt sind.", antworte ich wissend.

"Super, dann können wir ja jetzt offiziell zuhören. Sei leise Usa, damit wir ihn nicht stören.", sagt sie raffiniert grinsend und in dem Moment dreht sich Mamoru grinsend mit hochgezogene Augenbraue zu uns um, was mich zum Lachen bringt.

"Spionieren üben wir dann wohl nochmal Ladys. Ihr seid die schlechtesten Spione die ich bisher sah.", ärgern Mamoru uns wieder ganz cool und keine Spur von seiner Wut in seiner Stimme ist zu vernehmen. Rai streckt ihm frech die Zunge raus und setzt sich schnaubend auf die Bank. Er zwinkert mir zu, aber ich strecke ihm auch belustigt die Zunge raus.

"Geh mir nicht permanent auf den Sack mit deinen bescheuerten Ideen! Er wird es nicht wissen, weil er nicht dem Befehl von Saphir unterliegt. Prügel aus ihm heraus wo Tomoe ist und nichts anderes!", schimpft Mamoru schon wieder los und ich setzte mich unberührt davon zu Rai. Haben Sie jemanden entführt? Wer ist ER?

. . . . .

"Du hast Sie gesehen und du hast gesehen was er ihr antat. Ich kille diesen abgefuckten Hurensohn!
Vorschlag abgelehnt!", schreit Mamoru voller Hass wegen Saphir und er scheint wohl zu wissen dass die Geisel nicht weiß wo der sich befindet. Mamoru gefällt irgendein Einfall nicht und sein Schmerz ist deutlich heraus zu hören.
Mein Ohr und mein Handgelenk wird verheilen, aber die abgeschnitten Haare werden uns noch lange an seine Abwesenheit erinnern. Ihn wird es aus unbegründeter Schuld begleiten und mich solange bis er sich verzeiht woran er einfach nichts ändern konnte.
Ach mein armer Mamo, ich hoffe bald ist das alles vorbei und seine Selbstvorwürfe gehören bald der Vergangenheit an. Mitleid empfinde ich mit Saphir irgendwie gar nicht und ich verstehe Mamoru's Zorn, auch wenn seine Ausdrucksweise unterste Schublade ist. Mit diesen Ausbrüchen fand ich mich schon ab und er ist ja kein Choleriker, doch manchmal ist diese Wandlung erschreckend.

"Wen schreit er denn so an?", fragt Rai leise und ich zucke nichtsahnend mit den Schultern. Sie wirkt eingeschüchtert von Mamoru, verständlich und so extrem fühlte ich es auch mal.

"Es könnte jeder sein, Freundlichkeit ist nicht gerade seine Stärke wie du weißt.", flüstere ich und beobachte genau wie Mamoru sich bewegt, denn ich finde es äußerst leichtsinnig in dieser Höhe sich solch einen Sitzplatz aus zu suchen.

"Ich kann es mir schlecht vorstellen, aber ich muss es  trotzdem von dir hören.
Hat er dich auch schon mal so angeschrien?", fragt sie sorgenvoll und ich verstehe ihr Misstrauen. Sie verspürt nicht wie ich Zuneigung für Mamoru und es besteht überhaupt noch kein freundschaftliches Verhältnis, zumal er ihr in Minako's Gegend mit seiner ruhigen gefährlichen Art einen guten Schreck eingejagte. Ich weiß noch genau wie furchteinflößend er am Anfang auf mich wirkte, obwohl ich mich sofort in ihn verliebte und wenn er so ausrastet, beherrscht mich auch zwischendurch eine gewisse Besonnenheit. Es ist Vorsicht angesagt wenn die Wut mit ihm durch geht, aber bei mir ist es kein Unwohlsein mehr aus angst um mich und die gilt höchstens jemand anderem. Die taffe Rai wird damit auch irgendwann umgehen können, er würde ihr nie böses an tun und ich glaube Mamoru mag sie sogar.

"Ich hab ihn schon bei anderen jähzornig erlebt und er erhob schon seine Stimme mir gegenüber wenn er mich beschützen wollte, aber er schrie mich WIRKLICH noch nie an Rai. Er ist ganz lieb zu mir und trägt mich auf Händen.", antworte ich wahrheitsgemäß um sie zu beruhigen und betonte es dementsprechend.

"Er braucht nicht schreien um seinen Willen zu bekommen.", erwidert sie leise etwas gelassener und ich muss mir das Lachen verkneifen, denn sie hat Recht. Ich kann mir das nicht länger ansehen wie er da so furchtlos sitzt und ich habe angst um ihn, mir egal welche Fähigkeiten er besitzt.

"Mamo! Geh da bitte runter, das ist zu gefährlich!", rufe ich ihm zu und er springt sofort elegant von der dem Gemäuer. Er muss sich genauso wie ich daran gewöhnen, dass er nun nicht mehr alleine ist und sich etwas mit seinen verwegenen Fähigkeiten zurückhalten. Ich kann mir zwar sicher sein kann, dass er genau weiß was er tut und Gefahr genau einschätzen kann, aber man muss nicht heraufbeschwören.

"Saphir als Köder  interessiert Tomoe nicht verdammt! Sobald Tomoe selbst Gefahr droht, wird ihm sein Neffe scheißegal sein und außerdem will ich den Psychologen sofort tot sehen! Also Nein!", lehnt er gereizt nochmal ab und wer traut sich seine Nerven so überzustrapazieren? Wenn er über den Tod spricht bekomme ich jedes Mal eine Gänsehaut. Ich kann verstehen dass er am liebsten alle in die Hölle befördern will, aber es ist grausig das mit an zu hören und ich kann es nicht vermeiden dass mir wieder skrupellose Sätze von ihm ins Gedächtnis kommen. Er hätte kein Gewissen, gnadenlos brutal und ein schlechter Mensch.

"Jaaaa, Mamoru soll den zu Hackfleisch verarbeiten.", freut Rai sich kaum hörbar und boxt mit der Faust in ihre Hand, was mein Gemütszustand wieder entspannter werden lässt. Ich lächele dezent über diese Geste und glaube in Haruka findet Rai eine tolle Freundin. Unerklärlichweise lässt Rai's Reaktion auf Mamoru's harte Worte sie gar nicht mehr so schlimm erscheinen, sehe ich es vielleicht zu eng???
Muss ICH einfach lernen damit umzugehen, dass mein Freund jeden umbringt der mir nur ein Haar krümmt???
Ist schwer sowas zu akzeptieren, wenn ich da an den armen Yaten denke. . . . .
Meine Denkensweise ist doch normal oder???
Dennoch macht Rai es mir gerade irgendwie leichter und ich liebe diesen Mann über alles, mir bleibt nichts anderes übrig als ihn so zu nehmen wie er ist.

"Yaten hat Mina schon ganz schlimm angeschrien und das wollte ich dir eben noch erzählen.", sagt Rai mitfühlend und ich war gerade so in Gedanken, dass ich sie voll ausblendete.

"Naja, weil er angst um sie hat und. . . . ."
Ich wollte Yaten in Schutz nehmen, aber Rai greift schroff nach meiner Hand und sieht mich eindringlich an.

"Nein! Es ging diesmal nicht um euch! Sie fand Unterlagen und wollte diese nur weg räumen, dann ist er ausgerastet. Er riss ihr die Mappe weg, Mina hielt sie vielleicht zwei Sekunden in der Hand und er schrie sie an wie ein Geisteskranker. Sie ließ es sich zwar nicht gefallen, aber sie hatte sogar angst vor ihm und dann ging er.
Das hatte nichts mehr mit Schweigepflicht zu tun ihrer Erzählung nach! Deswegen war Yaten überhaupt gestern Morgen unterwegs, um sich abzureagieren, weil sie sich wieder abartig gefetzt haben. Ich hätte es dir schon gestern erzählt, aber du brauchtest dringend Ruhe wegen den vergangenen Tagen.", erzählt sie flüsternd und ich bin entsetzt.

"Was? Das würde ja bedeutet, er traf explosions geladen auf Haruka und dann drückte er ihr in seiner Wut wohl noch einen dummen Spruch über mich. Kein Wunder dass es so eskalierte und Haruka sagte auch dass er über mich sprach, aber ich ließ sie nicht ausreden.", gebe ich schuldig zu und bin gedanklich bei Minako. Ob Yaten schon öfter so ausgetickt ist?

"Jemanden ausreden lassen ist ja auch nicht gerade deine Stärke Odango.", zieht sie mich tadelnd auf und ich quittierte es mit einer lustigen Grimasse.

"Leck mich.
Also konnte sie noch sehen welche Unterlagen es waren?", frage ich interessiert und Rai schüttelt verneinend mit dem Kopf.
Wieso flippt man denn so aus? Was verbirgt er?

"Mina lässt es keine Ruhe und du kennst sie, sie wird finden was sie sucht.", antwortet sie wissend und Minako wird definitv nicht locker lassen.

"Sie war morgens bei mir, wieso sagte sie nichts?", frage ich irritiert.

"Hmm, bestimmt wegen Mako.", vermutete sie und das kann gut sein. Minako weiß wie alle auf ihn zu sprechen sind und vielleicht hätte sie es sogar erzählt wenn Makoto ihre Klappe gehalten hätte.

"Kobayashi ließ so eine blöde Bemerkung über Yaten los. Ich würde Yaten nicht richtig kennen und wenn er in Bedrängnis gerät tut er unüberlegte Dinge. Ich sprach Haruka darauf an. . . . . Entweder ging sie mir unglaublich geschickt aus dem Weg und dies wäre eine Leichtigkeit für sie. . . . . Oder sie weiß es gar nicht. . . . .
Wir fragen Mamoru! Ich wette er weiß es, es wäre zwar dann komisch wenn Haruka es nicht wüsste, aber dafür Kobayashi.", sage ich verwirrt und ich dachte erst, ich hätte mir einbildet dass mehr hinter dem Satz vom Computerfreak steckt, aber jetzt bin ich mir sicher das es so ist.

"Mit Yaten stimmt was nicht Usa. Es hat nichts damit zu tun dass ich ihn nicht mag, dieses Gefühl war letztens Jahr schon da als sie ihn uns vorstellte.", sagt Rai besorgt und ich nicke zustimmend zu.

"Davon bin ich auch überzeugt, aber wenn er Mina gefährlich werden könnte, dann hätte Mamoru schon längst für mich eingegriffen und es hätte ihn noch gefreut meine Zustimmung zu bekommen. Mamoru sagte mal zu mir, ich soll unbesorgt sein und Yaten wäre nicht wie seine Brüder. Er sei ungefährlich für Minako, aber der Jäger Clan und auch Motoki hassen Yaten allerdings schon vor meiner Zeit und wegen mir ist es wohl nur schlimmer geworden.", gebe ich bekannt.

"Finde ich gut, aber was ist das grundlegende Problem?", fragt sie neugierig.

"Keine Ahnung was genau, aber es hängt mit seinem Beruf zusammen. Es macht ja keiner von denen die Klappe auf."
Wir stöhnen gleichzeitig und schauen wieder zu Mamoru. Toll wir bekamen nur noch Bruchstücke von seiner Diskussion mit.

"Ich hätte dich vor Usagi's Schule umbringen lassen sollen, dann würdest du mir wenigstens nicht den letzten Nerv rauben Kunzite.", sagt er genervt und nun wissen wir wer da Mamoru auf die Palme bringt. Genauso wie sich jetzt offenbart, welche DRINGENDE ARBEIT vorhin kam, wie der Mafiosi es nannte. Ich bin mir sicher Mamoru meinte ausnahmsweise seine Aussage nicht ernst und ich bekomme tatsächlich mit wie er sich einen zynischen Spaß mit Kunzite erlaubt. Mamoru und er können vielleicht wirklich keine Freunde werden, weil sie eine unterschiedliche Auffassung von Recht und Unrecht haben. Doch Mamoru hasst Kunzite nicht, Yaten aber schon. . . . . Hmm. . . . . Also Mamoru hat mit den kriminellen Machenschaften von Kunzite weniger ein Problem als mit dem Beruf von Yaten. Irgendwie ist das kein positives Ergebnis. . . . .
Im Hinblick auf Mamoru. . . . .
Oder eher auf Yaten. . . . .

Okay, okay, okay, fragen bringt mich in diesem Fall weiter und keine Spekulation! Mamoru sagte ja, wenn mir danach ist soll ich mir mein eigenes Bild von Kunzite machen, aber Yaten nehme ich auch unter die Lupe!

"Ja, er sagt die Wahrheit.", sagt Mamoru emotionslos.
Hä? Wer? Was geht da auf der anderen Seite ab?

"Im Park. Er wollte sie vergewaltigen.", gibt Mamoru zerknirscht bekannt und es ist eindeutig von Saiya die Rede. Sie haben ihn und er soll ihnen sagen wo Tomoe steckt oder was?

"Sie hätte es nicht verkraftet wenn ich Saiya vor ihren Augen getötet hätte. Es war eh schon schwierig zu ihr durch zu dringen, denn sie war völlig verstört wegen mir und ich musste ihre Wunde versorgen. Wenn Saphir sie nicht im Club angemacht hätte, wäre Taiki überhaupt nicht darauf gekommen dass eine Frau im Park etwas besonders ist. Taiki sprach mich an und ich konnte ihn ein weiteres Mal einschüchtern. Ich ließ ihn allerdings dann ein weiteres mal am leben damit niemand Verdacht schöpft, doch Rubeus sah Usagi auch im Club. Du kennst den ewigen Konkurrenzkampf bei der Sippe und dann fassten die Brüder doch den Mut um zu gestehen wieso Saiya ein wenig deformiert war, sie wollte natürlich die Lorbeeren zu erst ernten."
Er erzählt Kunzite einiges, über mich zu hundert Prozent nur relevantes und vermutlich wunderte Kunzite sich wieso die Brüder bei solch einem vergehen noch leben. Es hörte sich nicht an als wenn Mamoru sich für einen Vorwurf rechtfertigte und die Erklärung gab es wohl, weil er Kunzite mag.

. . . . .

"Nein, bereinige die Sache wenn er was brauchbares sagte, dann kann ich mich um größere Probleme kümmern nächste Woche.", sagt er eiskalt.
Ich erinnere mich in meiner Eifersucht wegen Michiru bei einem belauschten Telefon gehört zu haben, dass Mamoru es bereut Saiya nicht erledigt zu haben und ich habe es zu dem Zeitpunkt nicht glauben können, nun weiß ich er hätte ihn tatsächlich umgebracht. Er würde vor meinen Augen töten, aber nur wenn es sein muss sagte er und er hielt es im Park nicht für notwendig mich mit noch mehr Gewalt zu konfrontieren. Im Park war ihm selbst noch nicht bewusst, dass ich wusste dass er einem Mann die Finger Abschnitt, aber was er mit Saiya anstellte war Grund genug für ihn sich zurückzuhalten.
Durch meine zwei Abende im Club wäre es sowieso aufgeflogen, dass ich nicht irgendeine Affäre bin. Das meinte wohl Mamoru damit, er trug mich wohl einmal zu viel durch den Club und beim ersten Mal als ich dort so betrunken war, sah uns scheinbar niemand oder sie hielten mich für einen One-Night-Stand. Doch beim zweiten Party Abend wollte er mich davon abhalten mit Saphir weiter zu sprechen und Mamoru hielt sich ja lange zurück damit es nicht auffällt, aber ihm platzte aus Sorge der Kragen als Saphir mich um ein Date bat. So langsam versteh ich gewisse Dinge besser und ich glaube wenn Mamoru die Zeit zum Park zurückdrehen könnte, würde er die Brüder trotzdem töten. Nach dem Spruch von Kobayashi bin ich mir da sogar sehr sicher und es fällt mir sehr schwer damit umzugehen wie Mamoru sein kann, auch wenn er mich nur beschützen will.

"Wer ist Rubeus?", fragt Rai aufmerksam und ich zucke wieder nicht wissend mit den Schultern. Wieder ein neuer Name und ich weiß gar nicht ob ich alle Namen die ich am Mittwoch vor Schulbeginn hörte noch weiß.

"Herrgott, alles muss man selber machen. Du motivierst ihn nicht richtig mit deinen Methoden.", schnauzt er ihn ungeduldig an und es hörte sich echt gespenstig an. Krass, was für ein wechselnder Wesenszug und ich habe Mamoru's düstere Seite richtig verdrängt, obwohl sie durch sein ganzes auftreten offensichtlich ist.

"Ich hab keine Geduld für so eine Scheiße!
Warte kurz."
Kunzite kennt Mamoru's Ungeduld und es ist das krasse Gegenteil wie er zu mir ist. Er dreht sich zu uns um und hält das Handy zu.

"Ich möchte dass ihr runter geht, ich komme gleich nach.", fordert Mamoru uns freundlich auf mit eindringlichen Blick zu mir. Rai und ich sehen uns daraufhin an um stumm abzuklären ob wir Folge leisten und einstimmig sehen wir wieder zu Mamoru.

"Nein!", lehnen wir gleichzeitig beide grinsend ab.

"Usagi, das ist nichts für eure Ohren. Macht dass ihr runter kommt.", befielt Mamoru streng und mir vergeht das Grinsen.

"Wir haben schon genug gehört und behandle uns nicht wie Kinder.", entgegne ich stur.

"Das ist nicht meine Absicht euch so zu behandeln, aber es ist nicht relevant solch grausamen Dinge zu hören. Es war die Woche sehr viel, gerade für dich mein Engel.", sagt Mamoru nun liebevoll besorgt und nun verstehe ich, aber trotzdem!

"Ob es relevant ist, entscheide ich selbst. Was auch immer ich höre, ich muss damit klar kommen, denn ich werde mein Leben mit dir verbringen Mamo.", sage ich auch sanfter mit einem intensiven Blick.

"Tja, ich werde dann wohl oder übel auch damit klar kommen müssen.", sagt Rai bestärkend und sie würde alles in kauf nehmen, Hauptsache ich bin glücklich. Auf sie ist wie immer verlass und Mamoru ist mächtig unzufrieden.

"Eine sturer wie die andere. Seid leise."
Er geht sich angestrengt durchs Haar und nimmt das Handy wieder ans Ohr.

"Gib ihn mir!", befielt Mamoru barsch und ich bin gespannt wie er Saiya zum reden bringen will.

"Hör mir jetzt gut zu, wenn du uns nicht sagst wo Tomoe ist, wird Neflite sehr unliebsam zu dir sein. Ich werde ihm sagen dass er dich kopfüber aufhängen und wie ein Tier ausbluten lassen soll. Tiere werden betäubt, aber so gnädig wird er mit dir nicht sein. Er wird dir die Halsschlagader so aufschlitzen dass du nicht zu viel und nicht zu wenig Blut verlierst. Du wirst fühlen wie es langsam zu Ende geht, aber vorher werden die Kopfschmerzen unerträglich werden und der Druck auf den Augen wird äußerst schmerzhaft sein. Dein Blut wird sich einen Weg nach draußen suchen, aus deinen Ohren, aus deiner Nase und wenn Kunzite dass zu schnell geht dann wird Neflite dich nochmal umdrehen bevor du ins Koma fällst. Du wirst den Tod schon vor Augen haben und dann wird er dir eine Bluttransfusion geben um es nochmal zu machen. Die Methode können Sie tagelang durchführen, bis du dein Maul aufmachst.", droht er ihm eiskalt und ich bin geschockt. Ich sehe zu Rai, sie ist ganz schön blass und fassungslos sehe ich wieder zu Mamoru. Ich bin bestürzt welch einen bestialischen Druck er mit solchen Drohungen ausübt und ich hätte ihm an Saiya's Stelle alles gesagt was er wissen will. Doch er wird sich wegen uns noch zurückgehalten haben und ob er Menschen schon so quälte, so brutale Worte schon in die Tat umsetzte?

. . . . .

"Bring ihn einfach um, mehr weiß der nicht."
Saiya gab wohl irgendwas Preis und Mamoru spricht genauso abgebrüht wie ich ihn kennenlernte. Es beruhigt mich aber zuhören, dass es nur eine Einflussnahme war um an Informationen zu kommen und Mamoru KEINE Qual vorschlug, aber seine Sätze waren echt heftig.

. . . . .

"Kunzite was willst du halbtot mit dem? Du weißt doch dass Tomoe sich nicht für seine Handlanger interessiert.", sagt er plötzlich mit einer Belustigung und es ist markerschütternd wie unbarmherzig Mamoru nun lachen kann.

. . . . .

"Du willst Spaß? Usagi und Rai sitzen hier, sie haben genug gehört. Mach mit ihm was du willst.", sagt Mamoru emotionslos.
Was wollte Kunzite wissen?

"Sie fiel im Park in eine Glasscherbe, die im Knie stecke blieb und Saiya fand dies sehr lustig. Ich hörte sie schmerzerfüllt schreien."
Wieso erzählt er das noch? Was passiert nun?
Er legt auf und mir wird jetzt erst klar, wie schlimm für Mamoru mein Schreien im Park gewesen sein muss.

"Kommt, wir gehen runter und bringen euren Kreislauf wieder in Schwung, damit ihr wieder etwas Farbe bekommt.", sagt Mamoru einfühlsam, streckt mir die Hand höflich entgegen und ich setzte mich ohne zu zögern in Bewegung um erstmal in seine Arme zu sinken.

"Mamo, dein gefühlswechsel ist furchtbar.", sage ich überfordert und er verstärkt die Umarmung.
Genau dies brauche ich jetzt.

"Ich sagte dir, ich bin nicht der Held für den du mich hältst und diese Seite gehört zu mir.", erinnert er mich leise und es schmerzt ihn selbst mir dies sagen zu müssen. Er konnte mir aber jetzt nichts positives entgegenbringen und nichts zu sagen war für wohl keine Option, er führt mir wie versprochen die Wahrheit langsam vor Augen. Doch er würde es noch sanfter wollen, deswegen wollte er uns hinunter schicken und bin froh dass er nachgab.

"Es war wichtig das zu hören. Ich bin froh dass du Wort hältst und mir nach und nach mehr Einblick gibst. Ich mache keinen Freudentanz darüber, aber du wirst immer mein Held sein.", sage ich lieblich und seine zärtliche Nähe lässt jetzt schon seine eisigen Worte verblassen.
Was nicht heißt, dass mich das Gehörte unberührt lässt.

"Ach, mein süßer Engel.", erwidert er liebevoll mit seinem typisch erleichterten Ausatmen, dass ich es relativ gut hinnehme, aber doch mit diesem ängstlichen Unterton mich deswegen zu verlieren.

"Schneewittchen, alles klar?", fragt Mamoru sie besorgt.

"Was? Äh. . . Ja.
Keine Sorge Stalker, ich will bestimmt nicht kuscheln.", sagt sie kurz verdattert, aber dann zickig wie immer und wir lachen herzlich.

"Hast du schon Menschen gequält?", fragt sie dann wieder gefangen und ich hätte selbst dieses Thema nicht vertiefen wollen.

"Nicht grundlos.", kommt es von ihm abgebrüht.
Wie, mit Grund aber schon oder was?? Na hoffentlich nur in solchen Fällen, ach nein, da will ich gar nicht darüber nachdenken gerade.
Er ist ein guter Mensch!!!
Mir ist schon klar, dass ich es mir momentan immer öfter vor Augen führen muss. . . . . Umso mehr ans Licht kommt. . . . .
Ich weiß es einfach!

"Wer ist Rubeus?", fragt Rai unbeeindruckt von seiner Antwort und mich wundert es dass sie nicht erst nach Yaten fragt, wahrscheinlich weil ich ihr eben wichtiger bin.

"Er wurde mit mir ausgebildet. Er war sowie die Kou Brüder mitverantwortlich dafür, dass meine Zuneigung zu Usagi aufflog und wurde beauftragt sie zu Tomoe zu bringen.", antwortet Mamoru.

"War?", fragt Rai aufmerksam.

"Er ist tot.", kommt es wieder von Mamoru gefühlskalt.

"Warst du das?", fragt sie weiter und ich verkrampfe mich etwas in seinen Armen, aber er drückt mich fester an sich.

"Ja. Er lauerte Usagi in einer Gasse auf.", sagt er sehr leise und streichelt mir zärtlich über den Kopf, als müsse er mich nochmal davor beschützen.

"Der rothaarige Mann? Von dem du sagtest, du hättest Tomoe wütend gemacht?", frage ich sicherheitshalber nach und er nickt mir zu. Er wollte es mir auf der Heimfahrt von der Rennstrecke noch nicht sagen, ich war scheinbar noch nicht soweit. Ich versteh seine Tat, er hat mich beschützt und dieser Mann hätte nicht aufgegeben.

"Gut, einer wenig.", sagt Rai eiskalt und sie kann mit sowas definitiv besser umgehen als ich.

"Die Anrufe an dem Tag, als du diesen Mann. . . . . Also. . . . Als du bei mir in die Wohnung eingebrochen bist, die waren nicht nur von deinem Partner oder? War einer von Tomoe?"
Eigentlich uninteressant, aber ich will wissen wie schnell sich etwas in der Unterwelt verbreitet und dieses eine Telefonat kann ich bis heute nicht zuordnen.

"Einen Anruf nahm ich ohne ein Wort nahm entgegen und das war er. Abgesehen von Rubeus, bestätigte zusätzlich dieser Anruf, dass mein besonderes Interesse an dir aufflog.", antwortet er nach wie vor schuldig. Bei diesem vergangenen Gespräch, verschwand der letzte Funken Hoffnung in Mamoru, dass seine Gefühle zu mir durchschaut wurden. Nach diesem Telefonat spürte ich noch deutlicher, wie er mir seine Zuneigung versuchte zu zeigen. An diesem Tag in den ersten Stunden ließ er ganz langsam sein erschaffenes Trugbild fallen und wegen dem Missverständnis am nächsten Tag, zeigte er schon weitaus mehr. Er wollte mich nicht total verwirren mit seiner starken Liebe und wenn er mich sofort über seine tiefe Verbundenheit aufgeklärt hätte. . . . . Dann hätte ich ihn für noch bekloppter gehalten als sowieso schon. Doch rein gar nichts hätte meine Liebe erschüttert und nicht mal die Angst vor ihm tat es, aber Mamoru hielt diese Behutsamkeit als notwendig.

"Okay, Themenwechsel!
Mamo, was stimmt mit Yaten nicht? Was verheimlicht er vor Mina? Sie fand Unterlagen und er ist ausgerastet. Ist er Mina fremd gegangen? Kennt Haruka sein Geheimnis?", frage ich aufgeregt bevor Rai mit noch etwas anderem mir wieder zuvor kommt und er hadert mit sich.
Ich wusste er weiß es.

"Er ist keine Gefahr für sie und Amara weiß nichts.", gibt er knapp von sich und in dem Moment klingelt es.

"Aber Mamo. . . . ."

"Ich erkläre es euch noch und er geht ihr nicht fremd. Wir reden, aber nach dem Ball! So und jetzt gehen wird runter!", sagt er streng und damit müssen wir uns abfinden. Krass, Haruka weiß etwas nicht, dass ist ja noch viel mysteriöser und er schiebt uns nun zur Treppe.

"Verstehe. Nach dem Ball, damit wir ihn dort nicht killen.", sagt Rai bauernschlau mit hochgezogener Augenbraue und sie wird recht haben.
Yaten ist zwar keine Gefahr für Minako, aber so harmlos kann es nicht sein was er verbringt.

"Scharfsinnig Schneewittchen, so viel IQ hätte ich dir gar nicht zugetraut.", gibt er frech von sich und sie zeigt ihm den Mittelfinger. Schon geht's wieder los mit denen.

"Auszusprechen traust du es dich heute nicht, so mutig bist du nur am Telefon.", sagt er gespielt gefährlich.

"Die nette Geste brachte Usagi mir schon im Kindergarten bei, so ein Engelchen ist sie nämlich gar nicht.", lenkt sie von sich ab und als sie die letzte Stufe passiert, bekommt sie einen Schubser von mir.

"Ey, halt mich daraus, außerdem weiß Mamoru das.", beschwere ich mich und gehe erstmal an den Kühlschrank um mir Schokolade herauszuholen.

"Stimmt, du kennst Usa ja schon ein Jahr. . . . . Du bist schon echt irre, dass man so einen Stalker überhaupt draußen herumlaufen lässt.", sagt sie provozierend grinsend und sie findet es total romantisch, was sie nie zu ihm sagen würde.

"Vergiss nicht wie irre. . . . .
Denn ich weiß auch einiges über dich und ich hätte Yuichiro einiges zu erzählen.", entwaffnet er sie dreist und bei seinem ersten Satz riss er wie ein Psychopath die Augen auf, zu geil. Er lacht herzlich bei ihrer Fassungslosigkeit, was mich auch zum kichern bringt.

"Das war jetzt ne ganz miese Nummer Arschloch.", beschimpft sie ihn mit finsterem Blick, als sie merkt das es nur ein Scherz war und ich kann mir schon ausmalen wie der Ball mit denen zwei wird. Am besten wir nehmen noch Haruka mit, dann gibt's eine verbale Schlägerei.

"Noch nicht, aber es könnte eine werden.", droht er gefährlich und amüsiert sich dann köstlich über ihre erneute Leichtgläubigkeit. Hach, wenn es immer so schön wäre. . . . .

♡♡♡

Es werden immer mehr riesige Ständer auf Rollen
mit überzogenen Hussen mit dem Aufzug nach oben gefahren, welche Mamoru heraus zieht und irritiert mit einem Kakao laufe ich hibbelig um die Dinger herum. Steht unten ein Lkw vor der Tür?

"Was ist das für ein Zeug?", frage ich gespannt und Mamoru lächelt mich liebevoll an. Das war wohl die letzte Fuhre und er setzt sich an den Küchentresen zu seinem Kaffee, den Rai gerade machte. Wie können sich die zwei nur diese Plörre reinziehen, ekelhaft!

"Ein Personal Shopper kommt gleich und dann suchst du dir eine Lederkombi aus.", antwortet Mamoru und mit großen Augen sehe ich ihn freudig an.

"Oh mein Gott, wie cool ist das denn. Damit ich immer mit dir fahren kann.", quietsche ich übermütig und springe ihm in die Arme.

"Und du sollst selbst Motorrad fahren wie du weißt. Nächste Woche beginnen die Fahrstunden mit Amara, jetzt hast du so viel Zeit und kannst deinen Auto und Motorrad Führerschein gleichzeitig absolvieren. Es ist wichtig dass du es kannst und in dieser Zeit kann ich arbeiten.", erklärt er und streicht mir zärtlich ein paar Haarsträhnen zurück.

"Das ist total cool, aber ich kann doch kein Motorrad halten.", sage ich schief grinsend.

"Dann mal bisschen mehr Muskel aufbauen und weniger Schokolade futtern Usa.", foppt mich Rai und schlürft fröhlich ihr schwarzes Zeug weiter.

"Wieso ist sie nochmal da?", frage ich provokant Mamoru um sie zurück zu ärgern.

"Weil ich sehr wahrscheinlich den Termin verpasst hätte und du suchst dir nicht nur ein Motorrad Outfit aus. Sie soll dir helfen deinen Kleiderschrank neu zu bestücken, mit wem geht das besser als mit der besten Freundin und mit ihr wirst du ohnehin mehr Spaß haben als mit mir.", erklärt er und ich bin sprachlos.

"Er hat was vergessen. Als ich euch von Mina's Einladung zum Ball erzählte, kam ihm die Idee dass du dir noch ein Ballkleid aussuchen kannst.", sagt sie freudestrahlend und ich bin voll baff.

"Aber, aber, aber.", stottere ich überwältigt und Mamoru wusste wohl schon die ganze Zeit dass ich kein Geld für Kleidung habe. Er konnte es sich denken nach einem Jahr Beobachtung, es hätte mir klar sein müssen und dies ist mir echt unangenehm.

"Nichts aber, jetzt kannst du dir schöne, anständige Hotpants aussuchen und du suchst mir eine Krawatte passend zu deinem Kleid aus Märchenprinzessin.", haucht er mir zärtlich zu und ich kanns gar nicht glauben. Ich fühle mich auch wie in einem Märchen.

"Und sexy Dessous!", wirft Rai tadelnt mit ein und blättert in einer Zeitschrift herum.

"Das musst du wissen. Was ich dir ausziehe ist mir völlig egal, Hauptsache du bist nackt in unserem Bett.", raunt er mir leise zu und verlegen intensiviere ich die Umarmung, aber die Erregung versuche ich zu ignorieren.

"Ich weiß nicht was ich sagen soll Mamo. Tausend Dank, das ist unfassbar.", sage ich gerührt und um glasige Augen komme ich nicht drumherum. Ich würde es normalerweise ablehnen, aber ein Ton wegen Geld und dann gibt es richtig ärger von ihm. Wahrscheinlich sucht er dann einfach irgendwas aus und verbrennt meine alte Kleidung, damit ich gezwungen werde die neue zu tragen.

"Viel Spaß mein Engel.", sagt er zärtlich und knutsche ich glücklich ab.

"Hallöchen!
Gefummelt wird später, jetzt beginnen wir mit der Modenschau und wieso bist noch nicht in Unterwäsche Usagi? Schicke Unterkunft, die kenne ich ja noch gar nicht Mamoru.", höre ich eine fremde hohe Männerstimme hinter uns und ich drehe mich überrascht um.
Ein Mann?
Ich kann mich doch nicht vor einem Mann ausziehen!
Der Paradiesvogel wackelt mit übermäßigem selbstbewusst auf mich zu und zieht mich am Arm einfach von Mamoru weg. Verdattert stolpere ich mit ihm vor den großen Spiegel, der mittig im Wohnbereich steht und der Kerl zieht dann überschwänglich die Hussen von den fünfzehn gigantischen Kleiderständern. Zum Vorschein kommt definitiv hochwertige Kleidung, was von Mamoru nicht anders zu erwarten war und der Mann mit der unnatürlichen orangenen Haarfarbe sieht mich abwartend an.

"Hopp, hopp, Rapunzel. Lass die Hüllen fallen und zeig mir deinen prächtigen Körper, damit wir anfangen können.", sagt der komische Typ ungeduldig und sein Charm ist echt fragwürdig.

"Hach, wie unhöflich von mir. Du kannst mich Tigerauge nennen und da wir nun so vertraut miteinander sind, ausziehen!", befielt er mir frech grinsend.
Vertraut?

"Mamo.", rufe ich mit hohem Stimmchen um Hilfe, der meinen argwöhnischen Blick ziemlich amüsant findet und Rai kreischt. . . . .
Was macht die denn da?
Sie füllt Champagner in Gläser und verschüttet diesen fast vor Lachen.

"Der kann dir jetzt auch nicht helfen. Doch ich kann dich beruhigen Liebchen, ich steh nicht auf Muschi's. Mamoru einkleiden ist im Gegensatz zu dir ein richtiges Highlight.", verkündet er beflügelt und wackelt mit Augenbrauen, mir hingegen fallen fast die Augen aus dem Kopf.

"Entzückend diese Reaktion. Keine Sorge, dein Bad Boy ist dir restlos verfallen, er zieht dich gerade förmlich aus mit seinen Blicken und bei ihm bist du sicherlich nicht so schambehaftet.", versucht er mich weiter zu bekehren mit seiner skurrile Art und ich fühle mich total unwohl.

"Toki, geh mal einen Kaffee trinken.", weist Mamoru ihn freundlich an und stöhnend geht der flippige Kerl in Richtung Küche. Der Name kommt mir irgendwie bekannt vor.

"Nenn mich nicht immer so! Da fühl ich mich jedesmal so fett, weil ich an den Sumoringer Tōki Susumu denken muss. Ich hab mir den Namen Tigerauge in meinem Business schwer erarbeitet du Banause.", schimpft er im Vorbeigehen und Mamoru kommt herzlich lachend hinter der Kücheninsel hervor.

"Wenn ich dich so betrachte, musst du echt aufpassen dass du ihm keine Konkurrenz machst. Dein Arsch ist ganz schön dick geworden, du wirst nachlässig.", scherzt Mamoru und kassiert einen bitterbösen Blick von den schlaksigen Mann.

"Ich darf doch schwer bitten. Beim nächsten Besuch bei Mei werde ich petzen wie gemein du wieder zu mir bist, sie wird dir die Ohren lang ziehen mein Lieber. Außerdem, sagt gerade der richtige, du warst über eine Woche nicht in der Muckibude und der neue Trainer ist sooo heiß.", erzählt dieser Toki währenddessen Rai vor Lachen schon fast unter der Küchentheke liegt, aber mir geht ein Licht auf. Der Mann wurde mit Mamoru zusammen im Waisenhaus groß und deswegen gehen sie so freundschaftlich miteinander um, ich habe mich schon gewundert. Doch die gewisse Distanz die Mamoru bewahrt, ist sofort spürbar und bei Haruka wirkt er noch viel vertrauter. Mamoru zählte ihn auch nicht bei seinen Freunden auf, aber sie verstehen sich scheinbar sehr gut und gehen zusammen ins Fitnessstudio. Kunzite sagte ja mal, Mamoru besitzt nützliche Kontakte und dies ist einer der harmlosen Variante.

"Ich war verreist, außerdem fordert mich meine Frau sehr viel und so bliebe ich auch fit. Übrigens liebe Grüße von Mei.", kontert Mamoru und ich werde rot bei der Anspielung.

"Dann ist sie im Bett wohl nicht so schinant. . . . . Hach, ihr habt es gut, Urlaub hätte ich auch mal bitter nötig.", sagt Toki angestrengt und das war der eindeutig der Beweis dass er Null Ahnung von Mamoru's Job hat.

"Stimmt, du hast ganz schöne Augenringe.", ruft Mamoru ihm zu, legt besitzend seine Arme um mich und neigt sich nah zu mir hinunter.

"Wenn er wüsste was für ein Luder du eigentlich bist.", flüstert Mamoru mir mit einem anzüglichen Grinsen zu und ich beginne zu kichern.

"Jetzt ist aber Schluss! Ruf du mich nochmal um drei Uhr nachts an um dir Kleidung zu bringen, dann schick ich dir DU KANNST MICH MAL GRÜßE von meinen bodentiefen Tränensäcke. Für was hast du immer Ersatz Anzüge im Auto und wie kann man immer alles kaputt machen, du schätzt die teuren Stoffe genauso wenig wie mich.", echauffiert sich Toki beleidigt.

"Du bist schlimmer als Amara mit deinem Gezicke.", entgegnet Mamoru lachend und wendet sich wieder mir zu.

"Ach, hör mir bloß auf mit der. Erst am Wochenende hat sie wieder einen Designer Racing Overall gefetzt, ich habe so geheult. Ihr seid solche Barbaren.", schmäht er und beginnt dann ein Gespräch mit Rai.

"Was ist los Engelchen?", fragt Mamoru leise und unsicher schaue ich ihn wieder an.

"Das ist ein fremder Mann Mamo, es ist mir unangenehm.", flüstere ich scheu.

"Das ist einer der wenigen Männer die du völlig kalt lässt. Du ziehst dich sogar vor Amara aus und sie steht eindeutig auf Frauen, besonders auf dich. . . . .
Guck nicht so, natürlich musste sie mir das in einer Nachricht auf die Nase binden und meint mich damit provozieren zu können.", erzählt er belustigt.

"Das ist etwas ganz anders.", sage ich schmollend.

"Ist es nicht."

"Doch, ist es wohl.
Sie ist trotzdem eine Frau und ich hab sie gern. Ich vergesse dass sie vom anderen Ufer ist, obwohl sie wie ein Mann aussieht. Ich fühle mich wohl bei ihr und da steht nun mal ein Mann vor mir, auch wenn er wie ein Papagei aussieht.", erkläre ich dezent grinsend um es ihm irgendwie begreiflich zu machen, auch wenn es Schwachsinn ist. Für mich ist es ganz normal einem Mann mit Scham gegenüber zu treten und vor Motoki wäre mir im Traum nicht eingefallen in Unterwäsche vor ihm herum zu stolzieren, alles hat seine Grenzen.

"Ich verstehe dich ja.
Sag mir was ich machen soll? Wenn du willst ziehe ich mich aus und dann wirst du erst recht uninteressant für ihn.", bietet er an und das meint er todernst. Welch ein merkwürdiges, süßes Angebot.

"Was? Nein! Rai ist auch hier.", lehne ich empört ab.

"Er wird sich mehr dafür interessieren als sie und ich meinte ja nicht nackt, aber das würde ich auch machen wenn es dir hilft."
Er würde es tun, er kennt keine Scham und zeigt sich nur nicht freizügig wegen mir.
Naja, hat dieser endlos schöne Mann auch nicht nötig um Blicke auf sich zu ziehen.

"Spinnst du!
Du bist echt unglaublich. Nein, nein, nein, kommt gar nicht in Frage und hilfreich ist das gar nicht wenn ich vor Eifersucht platze.", sage ich entschlossen und ich werde mich irgendwie schon an Toki gewöhnen.

"Du brauchst nie eifersüchtig sein, du weißt doch dass ich nur dir gehöre Engelchen und dein mangelndes Selbstbewusstsein ist hier das Problem. Darüber reden wir noch. . . . . Also, soll ich ihn weg schicken? Ich kauf einfach alles und dann. . . . ."

"Du bist ja wahnsinnig.
Ist okay, ich zieh mich aus. Kannst du dich auf die Couch setzen Mamo, die Küche ist so weit weg von mir.", sage ich unruhig, denn ich fühle mich viel wohler wenn er näher ist und gibt mir so noch mehr Sicherheit. Wie bescheuert, obwohl es unserer Zuhause ist, aber er ist nun mal ein Fremder.

"Hätte ich sowieso getan Angsthase, aber zuerst will ich dir beim ausziehen helfen.", neckt er mich liebevoll und gibt mir einen sanften Kuss auf die Stirn. Blödmann.

♡♡♡

Eigentlich sollte mein Ohr heute an der Luft bleiben, aber Mamoru klebte es für die Anprobe wieder zu und es war auch echt besser so. Unzählige Kleider zog ich mir über den Kopf und ich besitze nun Outfits für jeden erdenklichen Anlass. Toki brauchte gar nicht Maß nehmen, fachmännisch wusste er gleich welche Größe ich brauchte oder Mamoru gab sie ihm womöglich schon am Telefon durch und es wurde ein äußerst lustiges Spektakel. Eine sexy schwarze Lederkombi fand ich gleich am Anfang und Schuhe, Handtaschen, Gürtel suchte Toki gleich passend zu der Kleidung heraus. Ich fühle mich wie ein Star und nun mit diesem Ballkleid wahrhaftig wie eine Prinzessin.

"Du bist so eine Augenweide  Rapunzel, lass dich ansehen.", schwärmt Toki schon seit drei Stunden und tänzelt immer noch völlig fit um mich herum, er besitzt so viel Energie wie ich.

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"Das ist dein Kleid! Du siehst wie eine sexy Prinzessin aus. Dreh dich mal Liebes.", sagt Rai euphorisch und tue es ihr zu Liebe.

"Wahnsinn.", sagt Rai verträumt und Toki klatscht hochgestimmt in die Hände.

"Ich weiß nicht, findet ihr nicht dass es etwas. . . . . Übertrieben wirkt.", gebe ich zweifelnd von mir, denn ich fühle mich irgendwie overdressed mit dem weit ausgestellten Rock und mit dieser grellen echt auffällig Farbe. Das Kleid ist ein Traum in Pink und trifft trotzdem absolut meinen Geschmack. Dieser elegante Seidenstoff ist so romantisch mit den kleinen Schleifen seitlich an dem Rock, die diesen ein wenig hoch raffen und wird ummantel von einem hauchdünn Tüllstoff. Zusätzlich diese eng geschnittene Taille mit einem tiefen herzausschnitt und schulterfrei, macht das ganze sexy aber nicht billig.

"Quatsch, es ist schließlich ein Ball. Wenn wir Mina's geheimes Kleid sehen, dann wird sie sowieso diejenige sein die echt kitschig wirkt. Usa, du siehst überwältigend aus, nimm es!", sagt sie völlig hin und weg. Mamoru kommt die Treppe wieder hinunter, denn er musste kurz telefonieren und fasziniert bleibt er einen Moment auf einer Stufe stehen.

"Sehr gut, der Stalker ist wieder da. Sag ihr das dieses Kleid nicht übertrieben ist und sie es heute Abend tragen muss.", fordert Rai eindringlich und Mamoru läuft mit seinem typisch sinnlichem Gang auf mich zu.

"Ob du es heute Abend trägst ist dir überlassen. Wenn nicht, kaufen wir dieses Kleid trotzdem und es wird sich eine passende Gelegenheit finden um es präsentieren.", beschließt Mamoru lächelnd und es ist eindeutig dass es ihm gefällt.

"Wirklich Mamo, gefalle ich dir so gut da drin. Dann nutze ich gerne die heutige Gelegenheit.", sage ich freudig, er stellt sich dicht vor mich und nimmt mein Gesicht sanft in seine Hände.

"DU bist eine atemberaubende Schönheit Usagi und du gefällt mir egal worin. Das Kleid ist auch sehr hübsch ja.", schmeichelt er mir und gibt mir einen zarten Kuss auf die Lippen.

"Okay, dann trage ich es heute.", sage ich errötet mit Schmetterlingen im Bauch und nehme die passende pinke Krawatte vom Ständer um sie ihm zu reichen.

"Hier. . . . Ähm. . . . Ich sollte doch eine passende. . . . Würdest du sie anziehen oder findest du sie. . . . ?

"Tatsächlich habt ihr den selben Farbton gefunden, sehr schön. Man sieht direkt dass ich dir gehöre.", unterbricht er mein unsicheres Gestammel und ich dachte schon er lehnt lachend ab, aber umso mehr freue ich mich nun.

"Und ich dir.", erwidere ich freudestrahlend und er streichelt mir ganz zärtlich über die Wange, als würde er sagen wollen: ach Engelchen, sei nicht immer so unsicher. Sein liebevoller Blick hebt sich und schweift suchend über die Ständer. Nach drei Sekunden sticht ihm scheinbar schon etwas ins Auge, denn er nimmt noch ein pinkfarbenes Kleid heraus und besieht sich es einen Moment.

"Zieh dieses mal für mich an Engelchen, vielleicht wäre das etwas für morgen Abend.", schlägt er lächelnd vor und ich nicke ihm zu.

"Das fällt aber so klein aus.", wirft Toki ein.

"Es wird ihr passen.", entgegnet Mamoru sicher und ihm zu liebe ziehe ich das enganliegende Kleid an. Der Stoff fühlt sich auf der Haut wahnsinnig gut an, die Länge gleicht eher einem Businesskleid und die grelle Farbe wäre für ein Rave Festival geeignet. Es gefällt mir jetzt schon fantastisch und ich drehe mich mit dem Rücken zu Mamoru dass er mir den Reißverschluss zu macht.
Mit zwei Fingern fährt er von meinem Nacken kaum merklich über meine Wirbelsäule entlang nach unten und mein Rücken begradigt sich mit einer Gänsehaut noch ein Stück mehr, dann macht er ganz gemächlich das Kleid zu.
Bekleiden kann auch nur er so erotisch gestalten.

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"Ich sehe dass es dir gefällt und ich freue mich schon darauf wenn ich dir dieses Kleid morgen Nacht wieder ausziehen darf.", haucht Mamoru mir ins Ohr und beißt sanft hinein. Mir schießt sofort die Hitze in den Körper und ich lehne verliebt meinen Hinterkopf an seine Brust.
Dieser Mann macht mich auf sexueller Ebene komplett willenlos und ich will mich ihm hingeben.

"Es ist wie für sie geschneidert. Naja, auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn Mamoru.", gibt Toki hochnäsig zu und lautes Gelächter bricht aus.

"Du siehst so porno aus Usa. Dieses Pink ist noch viel greller als das andere, für welchen Anlass ist es gedacht?", fragt Rai beeindruckt und besieht über den Spiegel, da wir noch mit dem Rücken zu ihnen stehen.

"Du hast es gehört.
Du siehst porno aus mein Mädchen.", flüstert er mir betörend zu, aber mit einem belustigen Unterton und es ist nach wie vor eher unterhaltsam wenn Mamoru in unserem jugendlichen Slang spricht.

"Mamoru.", sage ich tadelnd und kichere leise.

"Ich weiß schon, es ist nicht sexy, wenn ich nicht wie das Volk im meinen Alter rede.", neckt er mich mit meinen Worten leise und trotzdem verspüre ich großes verlangen, obwohl seine Hände ganz brav auf meiner Taille ruhen.

"Wir gehen morgen in einen Club, aber nicht direkt zum Vergnügen. Doch wenn wir schon dort sind, können wir nach der Besprechung auch feiern und mal etwas leben nach der Woche. Zumal es eine gute Alternative wäre falls. . . . ."
Mamoru hört auf zu reden, aber ich verstehe sofort und ich weiß er wird nicht derjenige sein der in irgendeiner Weise heute stress machen wird. Er würde uns den Abend nicht kaputt machen und er weiß wie wichtig es mir ist, dass sich heute alle richtig kennenlernen.

"Ich habe auch kein gutes Gefühl.", kommt es ebenso wissend von Rai und wir drehen uns zu ihr.

"Aaaaach, das wird schon und wenn es heute ein Reinfall wird, dann kommen du und Yuichiro morgen einfach mit. . . . .

Sie müssen ja nicht bei dem Gespräch dabei sein oder Mamo, das geht doch oder?", frage ich hoffnungsvoll und lege meine Hände auf seine, die mich nun ganz umschlingen.

"Wenn du es willst und die beiden Zeit haben, dann nehmen wir sie unabhängig von heute Abend, morgen einfach mit. Yuichiro will sowieso helfen.", erlaubt Mamoru es sofort.

"Oh jaaaa.", rufen Rai und ich gleichzeitig.

"In einem Club kann man wenigsten richtig Spaß haben, denn heute Abend gibts nur langweilige Standardtänze und öde Musik.", wirft sie noch ein.

"Es dient ja auch eher dazu alle miteinander bekannt zu machen und das ist echt bitter nötig nach eurem GELUNGENEN Spieleabend. Ami sagte die Stimmung war scheiße und Mako, Yuichiro und du seid kurz nach mir gegangen. Hast du mir gar nicht erzählt, fällt mir eben ein.", sage ich nachdenklich.

"Ja, weil es bei deiner Verabschiedung das zweite Mal eskalierte und ich hatte schon bei der ersten Auseinandersetzung kein bock mehr mit Yaten einen auf Friede Freude Eierkuchen zu machen. Tat mir zwar leid für Mina, aber ich hätte mit meiner Laune die Stimmung nur noch mehr runtergerissen und Mako war ja selbst betroffen. Habe es vergessen, ständig passiert was neues.", erklärt sie genervt und ich finde verständlich dass sie gingen, doch Minako wird das alles sehr belasten.

"Ladys, alles wird gut. Wir werden heute Abend Spaß haben. So, nun sucht sich Rai ein schönes Kleid aus, damit Yuichiro später die Augen aus dem Kopf fallen. Ein Geschenk von ihm und liebe Grüße, denn mit ihm habe ich gerade telefoniert.", verkündet Mamoru und Rai guckt ihn stirnrunzelnd an.

"Dein ernst?", fragt sie ungläubig und Mamoru nickt wohl hinter mir, denn ihr Blick zeigt Freude.

"Oh mein Gott Usa, dann muss ich das alte Kleid vom Abschlussball nicht anziehen. Du musst mir helfen und es muss lila sein, aber ich will erst Yuichiro anrufen.", sagt sie aufgeregt und holt geschwind ihr Handy.

"Hach, zu beneiden. Hoffentlich finde ich auch mal so einen Mann wie ihr.", kommt es zwischen den Ständern von Toki, der gerade liebevoll meine ausgewählten Kleidungsstücke auf zwei große Ständer sortiert. Die meisten Sachen davon beschloss Mamoru zu kaufen, weil ich mich nicht traute so viel auszusuchen und er wusste wie immer sofort was mir gefiel.

"Du wirst auch deine große Liebe finden und wenn du heiratest, dann kleiden wir dich ein.", sage ich zuversichtlich und Toki nickt zustimmend.

"Ihr werdet aber sicherlich vor mir heiraten, das wird bei euch bestimmt nicht lange dauern und hoffentlich darf ich dir ebenso dann die Brautmode präsentieren Rapunzel.", sagt er erwartungsvoll.

"Darfst du dann.", stimme ich mit einem schüchternen Lächeln zu und auf diesen Tag freue ich mich schon sehr, auch wenn Mamoru denkt es trifft niemals ein.

"Du in einem Brautkleid."
Mamoru träumt leise hinter mir und ich drehe mich in seinem Armen, um in die tiefgründigsten Augen dieser Welt zu sehen.

"Ich werde dich heiraten! NUR DICH!", verspreche ich voller Liebe und will dass er mir endlich glaubt. Er sieht mich sehnsüchtig an und sein liebevolles Lächeln zeigt wie überaus glücklich ihn meine Worte machen, aber mein Schwur bleibt unerwidert.

"Hast du unser übersinnliches Unendlichkeits-Versprechen schon vergessen.", erinnere ich ihn mit einem sonnigen Lächeln.

"Wie könnte ich mein Engel. Wir werden für immer in tiefer Verbundenheit sein.", gibt er sanft von sich und das ist auch das einzige woran er derzeit glaubt, an unsere starke Liebe. Mamoru vertraut darauf dass sie durch nichts erschüttert werden kann, aber er ist sich so sicher dass ich nicht mit ihm gemeinsam leben könnte und ich zeige ihm, wie mächtig sie wirklich ist!!!